Darum halten sich manche Menschen nicht an die Maßnahmen

Menschengruppen tümmeln sich am Ufer der Isar Foto: Christof Stache / WDR

Beschränkungen durch Corona

Darum halten sich manche Menschen nicht an die Maßnahmen

Den einen sind die Maßnahmen zu lasch, den anderen zu streng. Fakt ist: Beides kann sich ungünstig auf unser Verhalten auswirken.

14. Mai 2020 | 13 Kommentare

Darum geht’s:

Fühlen sich Menschen ihrer Freiheit zu stark beraubt, rebellieren sie

Seit Monaten versetzt das neuartige Coronavirus die Welt in Angst und Sorge. Doch in Deutschland zeichnet sich bereits eine Trendwende ab, wie eine Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zeigt: Während zu Beginn der Pandemie noch 40 Prozent der Befragten angaben, dass sie die gesundheitlichen Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus als groß ansehen, waren es Mitte April nur noch 26 Prozent. Doch nicht nur das: Auch die Akzeptanz in der Bevölkerung gegenüber Maßnahmen, die ihre Freiheit stark einschränken, sinkt. Gleichzeitig ist das Bedürfnis nach Demonstrationen gegen diese Maßnahmen Anfang Mai deutlich gestiegen. Das ist das Ergebnis des Covid-19 Snapshot Monitorings (COSMO), das untersucht, wie die Bevölkerung die Corona-Pandemie wahrnimmt.

Je stärker sich Menschen in ihren Freiheitsrechten eingeschränkt fühlen, desto stärker ist ihr Verlangen, sich dem zu widersetzen. Hierbei rückt vor allem Verbotenes stärker in den Mittelpunkt des Bewusstseins. Die Folge: Sie streben an, ihren eingeengten Freiheitsspielraum wiederherzustellen. Der Wille zum Widerstand macht sich breit. Je drastischer die Verbote oder Anweisungen formuliert sind, desto stärker ist dieser.
In der Sozialpsychologie wird dieses Phänomen mit der Theorie der psychologischen Reaktanz erklärt. “Wenn die Angst vor dem Virus abnimmt, sinkt die Akzeptanz für die Anti-Corona-Maßnahmen und das Gefühl der Menschen, ihrer Freiheit beraubt zu sein, wächst und damit auch ihre Reaktanz”, sagt Sozialwissenschaftler Philipp Sischka von der Universität Luxemburg, der sich in seiner Forschung mit Reaktanz im Rahmen von Gesundheitskampagnen beschäftigt hat.

Wunsch nach Selbstbestimmung

Hinzu kommt: Je intensiver die Betroffenen in das Thema involviert sind, desto größer ist auch der Wunsch, selbst über den Umgang damit zu entscheiden. „Dieser Effekt spielt in der aktuellen Situation eine große Rolle, denn die Pandemie betrifft uns alle in hohem Ausmaß“, sagt Philipp Sischka.

Die Reaktanz, also der Widerstand gegen von außen auferlegte Beschränkungen, kann so weit gehen, dass die Betroffenen nicht nur konträre Verhaltensweisen zeigen, sondern auch eine gegenteilige Einstellung entwickeln, um ihren Freiheitsspielraum, den sie bedroht sehen, wiederherzustellen. Auch Gereiztheit, Ärger und Irritation können die Folge sein. Ein solcher Effekt wird auch als Bumerangeffekt bezeichnet. Genau das ist aktuell auf den sogenannten Hygiene-Demos zu beobachten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Versammlungen verbindet das Gefühl, vom Staat belogen zu werden. Dies kann zudem Verschwörungstheorien begünstigen.

Nicht jeder Mensch empfindet Beschränkungen gleich

„Gerade Menschen, die vorher bereits staatskritisch waren, fühlen sich durch staatlich auferlegte Beschränkungen besonders eingeengt“, sagt Philipp Sischka. Wie eine Studie der Universität Salzburg zeigt, ist Reaktanz zudem bei Menschen ausgeprägter, die generell kaum Kontrolle über ihr Leben haben oder glauben, diese nicht zu haben. Hingegen sind Menschen, die ihr Leben grundsätzlich stark selbst beeinflussen oder das Gefühl haben, dies zu tun, in der Lage, Freiheitsbeschränkung einfacher zu akzeptieren. Ihnen fällt es auch leichter, Alternativen zur Erfüllung ihrer Bedürfnisse in Betracht zu ziehen, zum Beispiel den nächsten Urlaub in der eigenen Region zu verbringen anstatt im Ausland.

Darum müsssen wir drüber sprechen:

So kann Widerstand gegen die Maßnahmen vermieden werden

Laut den Ergebnissen des Covid-19-Snapshot-Monitorings sind in der ersten Maiwoche Ärger, Frust und Wut und damit auch die Reaktanz gegenüber den Beschränkungen im Zuge der Pandemie wieder etwas zurückgegangen: Von 29 Prozent in den Vorwochen auf 24 Prozent. Das sei möglicherweise auf die Lockerungen der Maßnahmen zurückzuführen, schreiben die Autorinnen und Autoren des Monitorings. Es ist paradox, aber: Das Zurückerlangen eines gewissen Freiraums kann dazu führen, dass Verhaltensregeln auch wieder stärker akzeptiert und aus eigenem Willen umgesetzt werden. Lockerungen können so auch verhindern, dass Menschen langfristig das Vertrauen in die Bundesregierung oder Behörden wie das Robert-Koch-Institut verlieren, weil sie die Maßnahmen zunehmend als unverhältnismäßig und zu stark freiheitseinschränkend empfinden.

Klar ist: Die Reaktanz ist umso niedriger, je stärker die Menschen das Gefühl haben, über ihre Handlungen selbst zu bestimmen. Das muss allerdings nicht zwan´gsläufig mit Lockerungen der Maßnahmen einhergehen. Schon alleine die Art und Weise, wie die Regeln formuliert sind, führt dazu, dass diese auch verstärkt angenommen werden. Statt Anweisungen zu geben, können Vorschläge formuliert werden. So werden keine Vorschriften, sondern Fähigkeiten vermittelt, die jeder unter Beweis stellen kann. Zum Beispiel: „Wenn du die Kontaktbeschränkungen einhältst, kannst du dich und deine Mitmenschen vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen.“ Wichtig ist hier auch zu betonen, was durch die Befolgung der Maßnahmen gewonnen werden kann.

Wahrnehmung  von Gerechtigkeit

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Empfinden von Gerechtigkeit. Auch das senkt Ärger und Unverständnis gegenüber freiheitsbeschränkenden Maßnahmen und daraus resultierende Reaktanz. „Die persönliche Bewertung, wie gerecht der Prozess bis zu einer Entscheidung oder einem Verbot war, ist sehr individuell“, sagt Psychologin Vicky König, die sich am Institut für Sozialpsychologie der Universität Salzburg mit den Mechanismen der Reaktanz beschäftigt. Ob etwas gerecht ist oder nicht, bewertet der Mensch dabei nach verschiedenen Kriterien:

  • informationale Gerechtigkeit: die Verständlichkeit und Fülle der zur Verfügung gestellten Informationen
  • interpersonale Gerechtigkeit: wie respektvoll, verständnisvoll und wohlwollend man behandelt wurde
  • prozedurale Gerechtigkeit: ob im Prozess ein Mitspracherecht besteht

„Das Gute bei Menschen ist, dass sie die verschiedenen Arten der Gerechtigkeit bis zu einem gewissen Grad gegeneinander aufwiegen können“, sagt Vicky König. Da die Menschen bei den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie bisher kein wirkliches Mitspracherecht hatten, sollten die Maßnahmen im Gegenzug gut verständlich und ausführlich erklärt werden, um zumindest die informationale Gerechtigkeit zu erfüllen.

Und jetzt?

Maßnahmen und ihre Folgen müssen stets klar kommuniziert werden

Ein Problem besteht dann, wenn die Empfehlungen zu vage oder lasch formuliert werden. Dies führt zur steigenden Nichteinhaltung dieser Maßnahmen.
Das COVID-19-Snapshot-Monitoring zeigt bereits: Schutzmaßnahmen wurden in der ersten Maiwoche bereits etwas seltener ergriffen als noch in den vorangegangenen Wochen; mehr als ein Viertel der Befragten machte Ausnahmen beim Treffen von haushaltsfremden Personen. Auch einfache Maßnahmen wie Händewaschen oder Abstandhalten gingen zurück.

Als Konsequenz daraus fordern die Autoren des Monitorings, dass die Verhaltensregeln immer wieder eindringlich klargestellt werden müssen. Dabei sollte auch die epidemiologische Konsequenz von Ausnahmen oder Nichteinhaltung der Maßnahmen verdeutlicht werden. Das wäre zum Beispiel die Gefahr einer zweiten Infektionswelle und die damit verbundenen Konsequenzen für die Gesundheit der Menschen.

Anpassung von Maßnahmen

Grundsätzlich gilt: Je nach Situation muss auch die Form der Beschränkungen immer wieder angepasst werden. „Verbote haben eine andere Form von Dringlichkeit und Verbindlichkeit, was natürlich für manche Situationen nötig und entscheidend ist“, so Vicky König. Gerade wenn negative Emotionen, Bedenken oder Zweifel an der Empfehlung vorhanden sind, können diese Gedanken die Umsetzung behindern oder verzögern. „Diese Verzögerung kann man sich aber nicht immer leisten“, sagt die Psychologin. Letzteres könnte zum Beispiel eintreffen, wenn die Infektionsrate wieder steigt, die Bevölkerung aber nicht schnell genug mit Verständnis auf diese neue Situation reagiert. Dann könnte die Wiedereinführung von strikteren Kontaktverboten wieder nötig sein.
Dann gilt allerdings auch: Steigt die Infektionsrate wieder an, wird sehr wahrscheinlich auch die Angst vor dem Virus wieder größer. Aktuell stark ausgeprägte Reaktanzeffekte und damit der Widerstand gegen die Beschränkungen würden dadurch wieder abflauen.

Autorin: Inka Reichert

13 Kommentare;

  1. Eine baldige Exit-Strategie ist sehr wichtig. Die Verbote und Einschränkungen sind keine Lösung, sie sind Teil des Problems!
    Das Virus ist global unterwegs und verschwindet nicht. Auch durch Impfung nicht.Es kommt wieder.Man muss mit dem Virus leben, so normal wie möglich. Aufgrund der einseitigen negativen Berichtserstattung über die Gefahren des Coronavirus wurden sehr viele Menschen in Angst und Panik versetzt. Da die offiziellen Zahlen der Infizierten die sehr höhen Dunkelziffer der Infektionsrate nicht hergeben, ist der Eindruck entstanden, dass das Virus gefährlicher ist als ein Grippevirus. Die Studien u.a. in Heinsberg und Ischgl widersprechen diese Annahme. Statt harte Maßnahmen müss man mit intelligenten Lösungen die alten oder kranken Menscnhen zu schützen. Die *Psychische Gesundheit* ist das Fundament der Körperlichen Gesundheit und eines starken Immunsystems. Die Angst, das ständige Gefühl der Bedrohung durch das Virus, die fehlende bzw. eingeschränkte Lebensfreude , Stress durch die Einschränkungen und Verbote im alltäglichen Leben schaden um so mehr der Gesundheit….

  2. Diskriminierung wegen Maskenpflicht.
    Ich bin Asthmatiker und habe ich auch Attest vom Arzt. Man hat mich in TK-MAX nicht reingelassen, obwohl in meinem Attest steht, dass ich keine Munsnasebedeckung tragen kann. Ich habe deshalb die Polizei angerufen, aufgrund des Vertoßes gegen des Artikel 3 des Grundgesetzes (§ 3 GG) und des Vertoßes gegen AGG. Nach 35 Minuten kam dann die Polizei. Herr Polizist meinte, TK-MAX hat Hausrecht und kann selbst entscheiden, ob jemand in den Geschäft reinkommt oder nicht! Als ich auf das Grundgesetz und AGG hingewisen habe, meinte trotzdem der Polizist, dass er keine Anzeige aufnehmen kann, da keinen Vertoß gegen das Gesetz vorliegt. Stattdessen hat er meine Daten aufgenommen. Mit der Mitarbeiterin im Geschäft, die mich nicht in Geschäft reingelassen hatte, hat er gar nicht gesprochen. Ich frage mich: leben wir immer noch in einem Rechtsstaat, wo das Grundgesetz die Menschen mit gesundheitlicher Einschränkung schützt, oder Bürgerrechte ade???

    1. @Thomas H. : „Stattdessen hat er meine Daten aufgenommen.“
      Richtig, gut so, .. denn das wäre genau das, was ich von der Polizei erwarte, denn das höchstwahrscheinlich Ihr ganzes Gehabe („Asthmatiker“ etc.) nur vorgeschoben ist, zeigt nicht nur Ihr Verhalten hier im Forum (gleiche Texte hier über 7x an vers., auch völlig unpassenden Stellen zu posten) sondern auch ihre Herleitung von angeblichen GG-Verstößen und Ihre … nennen wir es mal „Kompromisslosigkeit“ und Uneinsichtigkeit!
      Hätten Sie tatsächlich Gesundheitsprobleme wie Asthma, hätten Sie auch eine Interesse vor Covid-19 geschützt zu werden (da Risiko-Patient) und würden hier nicht gegen Masken zetern, denn die, von anderen getragen, schützen vor allem SIE!
      .. und im Supermarkt etc. würde ein ganz einfaches Seidenhalstuch vor Mund+Nase ausreichen, um sich gesetzeskonform zu verhalten (wenns auch wenig bringt an Schutz für andere!) … habe das am Anfang, als ich keine Masken hatte, auch so gemacht, das stört die Atmung so gut wie gar nicht!

      Sie wollen das nicht!
      Sie verhalten sich wie in anderen Fällen der klassische Reichsbürger, vermute auch Ihre Motivationslage ist ähnlich.

      @Alle
      schön weiter solche Postings wie von Thomas H. und anderen ähnlichen Kandidaten liken. Denn Ihr wisst ja schon, was ihr damit unterstützt, oder?
      Wenn tatsächlich, dann kann man sich damit „trösten“ (soooo ein Schmerz ist es ja nun auch nicht) das Ihr damit höchstens 10% der Bevölkerung repräsentiert (so in etwa die AfD-Anhänger) … wirklich traurig ist, dass die 90% überwiegend vernünftigen Menschen sich in solchen Foren wie hier (ja meist im gesamten Netz) nicht entsprechend zu Wort melden und so gar evtl. Antidemokraten das Feld überlassen … Leute, so wird das nichts, mit unserer Zukunft …, man muss schon für seine Ideale einstehen!

      1. Deine Antwort ist nivieaulos, assozial, unverschämt und realitätsfremd. Du hast keine Ahnung, worüber du schreibst und was du schreibst. Das ist sehr traurig.

  3. In Österreich, in Dänemark, in Schweden, in Finnland, in den Niederlanden, in Norwegen, in der Schweiz (außer VB/Züge) und in vielen anderen Ländern gibt es keine Maskenpflicht.Dort gibt es das gleiche Virus wie bei uns! Ich frage mich dann, was hat denn Maskenpflicht mit der Pandemie zutun?
    Sind wir die Deutschen zu gutgläubig und naiv, dass wir alles glauben, was die Regierung uns über die Pandemie erzählt? Wenn tatsächlich COVID-19 so gefährlich wäre, warum haben andere Länder andere Entscheidungen getroffen?
    Ich denke, dass die anderen Länder schon die richtigen Entscheidungen getroffen haben und unsere Regierung völlig auf dem Holzweg ist. Der Preis dafür zahlen die Bürger*innen täglich…

  4. Habe heute passend zum Thema hier folgenden Artikel im Berliner Tagesspiegel entdeckt:
    **„Ist halt asozial“ Ein Streifzug durchs Berliner Nachtleben nach der Sperrstunde**
    https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/ist-halt-asozial-ein-streifzug-durchs-berliner-nachtleben-nach-der-sperrstunde/25914912.html
    „ … Bar in der Charlottenburger Kantstraße. Freitagabend tragen Kellner dort ihre Masken auf Kinnhöhe, bedecken weder Nase noch Mund. Der Barkeeper hält es genauso.
    .. Mindestabstände werden systematisch unterschritten. Die Regel, dass Gäste Masken aufziehen müssen, … wird ebenfalls ignoriert

    Dort wird nach Mitternacht ausgiebig im gesamten Raum getanzt.
    .. Für all das sieht der Berliner Senat empfindliche Strafen vor. Doch der Betreiber der …. Bar braucht nichts zu fürchten, solange keiner kontrolliert.
    Betty … „fast schon Stammgast“ des Ladens, sagt, sie habe Verständnis für die versammelten Regelbrüche. Angesichts der Härten der vergangenen Monate,.. gebe es Nachholbedarf an Ausgelassenheit, beziehungsweise: „Heute wollen wir feiern.“ Außerdem fühle sie sich sicher, sagt Betty. Sie vertraue in dieser Frage ihrer Intuition. Damit sei sie bisher gut durch die Krise gekommen.

    Es ist das erste Wochenende nach Wegfall der Sperrstunde…. Der Senat hat es so entschieden, notgedrungen, weil das Oberverwaltungsgericht andernfalls der Klage eines Gastronomen stattgegeben hätte.
    Es ist auch ein Wochenende, das durch eine alarmierende Zahl eingeleitet wird: 87 Neuinfektionen innerhalb eines Tages …, seit dem 23. April waren es nicht mehr so viele. … auffällig oft männlichen Maskenverweigerer im Nahverkehr

    Sympathien hat die Szene mit der Schlauchbootdemonstration am Pfingstsonntag verspielt,… eine Massenparty betrunkener, dicht gedrängter Feiernder .. vor dem Kreuzberger Urban-Krankenhaus, in dem Patienten um ihr Leben kämpfen und Ruhe brauchen. Wenn eine Meute derart rücksichtslos nur auf das eigene Vergnügen fixiert ist, warum sollte sich jemand mit ihr solidarisch zeigen?“

    Meine Sympathien hat diese Szene jedenfalls völlig verspielt, endgültig! (kenne i.ü. o.g. Bar ..)
    Ich würde da sehr restriktiv vorgehen, und hohe Strafen verhängen und Läden dicht machen!

    Zur Quarks-Frage: „(W)arum halten sich manche Menschen nicht an die Maßnahmen“ finde ich sind die naheliegendsten Punkte bei Quarks nicht genannt worden, aber u.a. im Tagesspiegel:
    – asoziale Grundhaltung
    – Egomanentum
    – Partymentalität
    – Bequemlichkeit
    – nahezu grenzenlose Dummheit!

    Nicht zuletzt das berühmte Zitat Einsteins zu letzterem zeigt wieder einmal seine Berechtigung!

    Ich beobachte in Berlin auch schon seit längeren, dass zT keine Masken mehr getragen werden beim Einkauf, oder im Imbiss etc., alles Gesetzesverstöße!
    Habe auch jedesmal die Leute freundlich darauf hingewiesen, erwäge das demnächst behördlich anzuzeigen, denn, in Berlin steigen schon länger die Neu-Infektionen wieder an, aktuell ca. um 50% im Vergleich zur Vorwoche. Im oben verlinkten Artikel sieht man auch, wie die Kurve der kumulierten Corona Fälle nicht mehr abflacht, sondern wieder zum exponentiellen Wachstum umsteuert!

    Die 3 Berliner Rote Ampeln (3x R über 1,2 / Neu-Infektionen in einer Woche über 20, oder 30 / Intensiv Betten über X% belegt, genaues s. zb. Im Tagesspiegel) sind viel zu unsensibel angelegt um Gegenmaßnahmen zu einem drohenden neuen Ausbruch rechtzeitig einzuleiten, denn alles was da „gemessen“ wird, liegt ja weit in der Vergangenheit!
    Bevor da also reagiert werden soll, ist die Pandemie dann schon in den 2-3 Wochen – je nach dem – um das 2 bis 5 fache angestiegen!
    In dem Zusammenhang verstehe ich auch nicht die Gerichte, mE ist auch da SARS-CoV-2 ein Lackmustest für die Rationalität unserer Gesellschaft, hier also der Justiz, vermute mal stark, die fällt da durch, bei diesem Test!

    Warum sich also Menschen so irrational verhalten?

    Ja auch wg. der Medien, die überwiegend im TV (75% informieren sich dort) und noch mehr im Boulevard, oder zT bei den konservativen Mainstream Medien auch von intellektuell nicht so ganz hellen Leuten bevölkert werden (wer intelligent ist, sucht sich i.d. Regel was anderes, es sei denn, Jemand neigt beim TV zum Narzissmus!)
    zB.: MiMa (Mittagsmagazin, ZDF), dort eine ansonsten, was das Thema Rassismus angeht, sehr kluge Moderatorin, Politologin, die aber davon spricht, dass die Pandemie vorbei sei! Einfach Dumm!
    Auch Scobel (3SAT), gleicher Tenor, eine Diskussions-Runde mit den üblichen (Pseudo-) Intellektuellen, da wird ständig von der „Krise“ im Past gesprochen, demnach ist sie also schon vorbei (gemeint war wohl der Lockdown, aber sich sprachlich differenziert artikulieren, muss ja nicht sein ..) .. ich denke, aber genauso sieht es in deren Köpfen aus, alle sind eingeklinkt in den Mainstream, und der sagt: Glück gehabt, oder Gut gemacht, oder wie auch immer, .. Corona überstanden, jetzt geht das Leben weiter! – – –
    Nur noch dämlich, so was!

    Leider war nichts anderes zu erwarten, erinnere nur mal an die wirklichen Katastrophen unserer Zeit:

    – Klimakatastrophe
    – Artensterben
    – grenzenlose Ausbeutung aller Ressourcen dieses Planeten, exponentiell
    – Zerstörung, Kontaminierung der Gewässer, der Meere, der Böden, der Luft
    – zunehmende Entfesselung kapitalistischer Destruktion
    – Ungerechtigkeit und Ausbeutung innerhalb der Menschheit

    wie sollen wir das denn geregelt bekommen, wenn so Schlauberger zb. In Berlin unbedingt Ihre Vergnügungs-Triebe zu Lasten der Allgemeinheit befriedigen müssen, und die Mehrheit nichts-tuend daneben steht!?

    Zum Quarks-Artikel:
    „Letzteres könnte zum Beispiel eintreffen, wenn die Infektionsrate wieder steigt, die Bevölkerung aber nicht schnell genug mit Verständnis auf diese neue Situation reagiert. Dann könnte die Wiedereinführung von strikteren Kontaktverboten wieder nötig sein“
    Nein, das „könnte“ nicht, das „müsste“! Und auf „Verständnis“ warten dauert zu lange!

    Insgesamt fand ich den Artikel nicht wirklich gelungen, kam mir so vor, wie wenn man – um einen recht groben Vergleich zu machen – bei der Gesetzgebung zu Mord- und Totschlag statt einen strikten Gesetzesrahmen aufzustellen, auf die Befindlichkeiten und das Verständnis potentieller Straftäter setzen würde … (das alles jetzt differenziert zu schreiben, ist mir leider zu mühsam ..)
    Oder anders gesagt, das Ganze hier klingt doch sehr nach dem Ramelow Corona-Modell der Eigenverantwortung.
    Sorry. So kann man diese Pandemie nicht bekämpfen!

    MfG
    Ludwig

    1. Deine Sichtweise ist falsch, Warum? Lese diesen Text und mache dich schlau:

      1.Die Bundesregierung bezeichnet CoVid-19 als eine Gefahr für die Allgemeinheit, aufgrund von Daten hinsichtlich der Infizierten in Deutschland und Menschen die aufgrund der Infektionen gestorben sind. Diese Daten sind jedoch nicht nur in Deutschland, sondern in den meisten Ländern Falsch, da die Dunkelziffer NIE mitgerechnet wird. Länder mit niedriger Dunkelziffer hinsichtlich der Infektionen mit CoVid-19, wie Singapur und Katar etc. haben eine Sterblichkeitsrate von weniger als 0,1 % (Quelle Johns- Hopkins University). Es bedeutet, dass durchschnittlich mindestens 99,9% der Menschen die CoVid-19 überleben. Damit ist CoVid-19 iweniger tödlich als eine normale Grippe_Virus.

      Absurd: aufgrund der falschen Daten werden alle Verbote und Einschränkungen in Deutschland begründet. Durch die Verbote/Einschränkungen und die einseitige Berichterstattung der Massenmedien, wie die ARD, ZDF, RTL, NTV usw. wurden/werden täglich einerseits Millionen von Menschen in Angst und Panik und anderseits den unterschiedlichen Stressoren (Maskenpflicht, Ausgangs-und Kontaktsbeschränkungen, Androhung von Strafen und höhen Bußgeldern, Kontrolle durch die Polizei etc.) versetzt bzw. ausgesetzt. Diese Ängste und Stressoren beeinträchtigen nicht nur massiv die Lebensqualität, sondern auch beeinträchtigen sie nachhaltig täglich die psychosomatische Gesundheit von Millionen Menschen in Deutschland.

      2. Es gilt in Deutschland seit Ende März 2020 Anstandsregeln (1,5 bis 2 Meter) in Geschäften und in den Behörden. Bei der Verletzung der Regeln drohen zum Teil höhe Bußgelder. Aus dem Grund wurde das Grundrecht auf Demonstration praktisch außer Kraft gesetzt.

      Absurd: jeden Tag fahren Hunderttausende Menschen in überfüllten Bussen und Bahnen. Die Infektionsrate ist nicht gestiegen.

      3. Es gilt in Deutschland seit Ende April 2020 Maskenpflicht (Mund-Nasen-Schutz) für alle Mitbürger*innen in den Geschäften und in den Behörden. Die Alltagsmasken können aber eine große Gefahr für die Gesundheit von Millionen von Menschen darstellen (siehe Prof. Montgomery, Prof. Streeck …).Darüber hinaus werden täglich tausende Mesnchen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können, diskriminiert, da sie trotz Attest vom Arzt nicht in den Geschäften reingelassen werden. Das ist klar ein Vertoß gegen §1GG, §3GG und AGG (frei zugängliche Informationen und Berichte von den Betroffenen. Eine Anfrage bei der Antidiskriminierungsstelle wird dies bestätigen).

      Absurd: alle Menschen wurden gezwungen eine Mund-Nase-Bedeckung zu benutzen. Obwohl in vielen Ländern wie Finnland, Dänemark, Österreich, Niederlande, Norwegen, Singapur,Japan, Schweden, Schweden (nur in den Zügen) u.v.m. keine Maskenpflicht gibt.

      4. Aufgrund des Missmanagement der Bundesregierung hinsichtlich der Überwachung und der Versorgung der Alten-und Pflegeheimen mit Schutzkleidung wurden viele alte und kranke Menschen mit CoVid-19 infiziert und Tausende daran gestorben (Quelle Zahlen im Internet zugänglich für alle).

      Absurd: niemand will Verantwortung übernehmen. Die Regierung lobt ihr Krisenmanagement.

      5. Länder, die weniger oder gar keine Verbote/Einschränkungen hinsichtlich des CoVid-19 angeordnet haben, wie Weißrussland, Tadschikistan, Usbekistan, Taiwan, Singapur, Südkorea etc. haben gemäß den Bevölkerungszahlen eine weit niedrigere Sterblichkeitsrate als Länder, wie Deutschland, Belgien, Spanien, Italien, Frankreich England, die USA usw., die ihren Bevölkerungen einer enormen Einschränkung/Verbote auferlegt und zugemutet haben (Quelle Johns- Hopkins University).

      Absurd: es gelten trotzdem weiterhin Verbote und massive Einschränkungen in Deutschland. Die Regierung korrigiert ihre Fehler nicht.

      6. Im Herbst/Winter 2017/2018 und im Herbst/Winter 2012/2013 wurden jeweils schätzungsweise 25000 Menschen und über 20000 wegen Erkrankung an Grippe gestorben (Quelle Robert-Koch-Institut). Im Herbst/Winter 2017/2018 und Herbst/Winter 2012/2013 wurde keinerlei Verbote/Einschränkungen den Menschen zugemutet.

      Absurd: was war damals anders als 2020?

      1. @Dirk
        bis auf Punkt 4, schreiben sie völligen Unsinn, also entweder Behauptungen die klar anti-faktisch, also leicht zu widerlegen sind, oder Dinge, die Sie in einen falschen Zusammenhalt stellen.
        Klar, bekommen Sie hier dafür Beifall, in einem tatsächlich wissenschaftlich basierten Diskurs ernten Sie dafür noch nicht mal ein abschätziges Lächeln, denn mit Fakten-„Leugnern“ (egal ob Klima, oder Corona) zu diskutieren ist sinnlos, da deren Motivationen nicht realitätsbezogenen, sondern Meinungs-(Vorurteils-)bezogen sind!
        Also kurz gesagt, bei Ihnen kann nicht sein, was nicht sein darf ..

        Frage: Halten Sie sich an die gesetzlichen Bestimmungen zum Infektionsschutz?
        Wenn Nein trifft das von mir oben dazu gesagte auch auf Sie zu.

        1. Du hast weder meinen Text richtig gelesen, noch dich mit meinen Argumenten beschäftigt. Dein dämliches und absurdes Kommentar mit Vorurteilen, Verleumdungen und Wahnvorstellungen nehme ich nicht ernst. Die Welt ist keine Scheibe und es gibt ncht nur Schwarz und Weiß. Du bist keine Wissenschaft. Wissenschaft ist ein Diskurs umd dynamisch und ändert sich täglich.

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