Sommerzeit – darum sollten wir sie abschaffen

Das EU-Parlament hat jetzt für die Abschaffung der Zeitumstellung gestimmt. | Bild: Fabrizio Verrecchia on Unsplash

Zeitumstellung

Darum sollten wir die Sommerzeit abschaffen

Das EU-Parlament hat heute für eine Abschaffung der Zeitumstellung gestimmt. Wer sich aber das ganze Jahr über Sommerzeit wünscht, dem sei gesagt: Es ist eine maximal blöde Idee.

2. November 2018 | Aktualisiert: 31. März 2020 | 8 Kommentare

Wir leben gegen unsere innere Uhr. Jedes Organ und jede Zelle hat einen eigenen zeitlichen Rhythmus – durch Zeitumstellung, Flugreisen, Schichtarbeit oder weil wir rund um die Uhr etwas erleben wollen drehen wir am Zeiger unserer inneren Uhr. Sie kommt durcheinander.

Die Gefahr: Wir können krank werden. Doch wie finden wir den richtigen Takt?

Unser eigener Takt

Unsere innere Uhr steckt in unserem genetischen Code und beeinflusst unsere Körperfunktion. 20 Gene bestimmen, ob wir Frühaufsteher sind oder eher nicht und vor allem wie leistungsfähig wir um welche Uhrzeit sind.

Frühtyp - die Lerche

  • Ist morgens fitter.
  • Gibt den Takt für Arbeitnehmer vor.
  • Bekommt Schlafdefizit am Wochenende – wenn er abends mit Freunden weggeht und am nächsten morgen trotzdem früh aufsteht.
  • Der Chronorythmus ist etwas kürzer als 24 Stunden.
  • Der Frühtyp kann die Zeitumstellung etwas besser aushalten.

Spättyp - die Eule

  • Ist abends fitter als morgens.
  • bekommt Schlafdefizit unter der Woche – weil er lange aufbleibt, sich dann aber morgens früh aus dem bett quält, um zur Arbeit zu kommen.

8 Kommentare;

  1. Die Abfrage, ob eine Abschaffung der Zeitumstellung gewünscht ist, war Gut und Richtig. Das Ergebniss hat diesen Wunsch auch deutlich bestätigt. Allerdings macht die Abfrage „Sommer- oder Winterzeit“ meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn. Wenn keine Umstellung mehr ist, ist die Normal-Zeit gültig, Fertig!

    1. Richtung und gut auf den Punkt gebracht. Der Mensch sollte über so etwas gar nicht mehr entscheiden können, da er sich von der allein schon fälschlichen Bezeichnung Winterzeit, die eigentlich Normalzeit heißen sollte, so blenden lässt und sich kaum Einer wirklich informiert und in dem Feld auch belehrbar ist. Die Europäer über so etwas abstimmen zu lassen, halte ich schon für anmaßend, es gibt nun mal die Normalzeit und wer die Uhrumstellung weg fordert, der muss dann eben die richtige Zeit nehmen, nicht eine neu ausgedachte.

  2. Bei der WInterzeit im Winter gehen die meisten im Dunkeln zur Arbeit und kommen auch im Dunkeln von der Arbeit zurück, würde man die Sommerzeit auch im Winter lassen könnten sich viel mehr Menschen noch bei Tageslich draußen aufhalten, zumindest ein Stunde am Tag…..

    1. Hallo Daniela, du hast sicher die Zeit vor der Uhrumstellung nicht erlebt. Aber probiers mal aus. Ich möchte nicht im Winter um vier aufstehen, damit ich ich abends um vier Feierabend hab. Es ist einfach so, im Winter ist die Tagzeit kürzer. Schon eine ganze Weile.

  3. Wann wir ins Bett gehen, richtet sich eher nach dem Ende der Primetime im Fernsehen, als nach dem Sonnenstand. Gemessen am Sonnenstand gehen wir dahe mit der Sommerzeit früher ins Bett! Meine Großeltern (Landwirte) sind noch kurz nach 20 Uhr ins Bett gegangen und kurz nach 4 Uhr morgens aufgestanden. Dieser Rythmus hat sich verschoben! Wir leben nicht mehr im 17. Jahrhundert als 95% der Bevölkerung in der Landwirtschaft gearbeitet haben und einhe ähnlichen Rhythmus wie meine Großeltern hatten. Die Sommerzeit führt dazu, dass die Menschen (gemessen am Sonnenstand) früher ins Bett gehen. Das ist ein Vorteil, denn Sie bekommen dadurch mehr Sonnenstunden ab – es ist also näher am natürlichen Rhythmus (dann zu ruhen, wenn die Sonne untergegangen ist).

  4. Am Besten sofort MEZ lassen. Warum man den Unsinn eingeführt hat, belegt wieder mal wie undurchdacht Dinge eingeführt werden. Der Umweltzirkus rechtfertigt scheinbar jeden Blödsinn! Schon damals dachte ich, die sind komplett aus der Spur gekommen, verrückt.
    Wann beendet man den Unfug denn nun endlich?

    1. Ich bin ganz ehrlich mittlerweile, lasst uns die Umstellung behalten – das ist alles besser als zur Sommerzeit Only überzugehen, was die meisten Spinner in Europa fordern, weil die Normalzeit fälschlicherweise als Winterzeit angegeben wird.

  5. Liebes Quarks Team. Ich schaue eure Sendung seit vielen Jahren sehr gern und habe schon viele gute, richtige und nützliche Informationen von euch bekommen. Da ihr sehr gut recherchiert und die Themen anschaulich darstellt Dafür erst einmal vielen Dank.
    Beim Thema Zeitumstellung und Entscheidung für eine regelmäßige Zeit fühle ich mich aber von den Medien insgesamt weniger neutral informiert, als viel mehr direkt massiv in eineRichtung gedrängt, der jetzigen Winterzeit. Ich habe verstanden, dass die Mediziner offensichtlich eine größere Gesundheitsgefahr für die Menschen sehen, wenn wir nach der Sommerzeit leben. Allerdings konnten mich die bisher gelieferten Argumente nicht restlos überzeugen. Auch in eurer Sendung empfand ich das Für und Wider etwas einseitig in der Argumentation. Erschreckt hat mich die pauschale Aussage, wenn wir abends länger wach blieben , würden wir über kurz oder lang mehr Zigaretten rauchen und mehr trinken. Dafür müddte es eigentlich Vergleichsstudien aus anderen Teilen der Welt geben, wo es abends länger hell ist. M. E. haben sich die Menschen auch darauf eingestellt. z.B. durch späteres und dafür längeres Arbeiten. Diese Möglichkeit blieb bei eurer (deshalb nicht neutralen) Darstellung unerwähnt Auch unerwähnt blieb, dass die „Sommer“-Zeit den Menschen nach der Arbeit (die bei uns meistens drinnen ststtfindet), länger die (gesunde!!!) Möglichkeit bietet Sauerstoff und Vitamin D zu tsnkrn und dichcan der frischen Luft zu bewegen. Teilweise war der Artikel für mich widersprüchlich, als ihr angemerkt habt, dass es ganz unterschiedliche Bio-Rhythmus-Typen gibt. Für die mit dem versetzten Bio-Rhythmus, wie eure Kollegin und auch ich ihn haben, wäre die „Sommer“-Zeit demnach besser geeignet, da sie unserer Natur, lange wach zu sein entgegen kommt. Ich erlebe das gerade sehr intensiv und beeibdruckend. Normalerweise gehe ich um ca. 23-24 Uhr schlafen und stelke mir den Wecker 3 x (auf 5.35, 5.40, 5.45 Uhr) . Jetzt nsch der Umstellung bemerke ich, dass ich um 22-22.30 Uhr im Bett liege (da es suf nriner inneten Uhr ja schon eine Stunde später wäre) und sogar noch in meinem Buch ein paar Seiten lese. Ich komme vor dem Wecker-Schellen aus dem Bett (5 29 Uhr von selbst wach) und bin leistungsfähiger auf der Arbeit (an 2 Tagen 4 schwierige Schreiben formuliert, die ich seit Wochen schiebe). Ich wünsche mir also konkretere Studien im besten Fall jetzt aktuell nach der Zeitumstellung, die auch die unterschiedlichen Typen mit prozentualem Anteil berücksichtigt, bevor die Medien, in dem Fall auch ihr, uns, die Gesellschaft sehr einseitig beeinflusst. Da habt ihr als langjährige informierende neutrale Sendung auch ein hohes Maß an Verantwortung zu tragen. Über eine Antwort würde ich mich freuen…. und über ein nochmaliges intensives Auseinandersetzen mit dem Thema auf eiber breiteren wissenschaftlichen Basis. Herzliche Grüße, Martina Berger aus Rees

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