Das kannst du gegen die Angst vor Spritzen tun

Die Corona-Impfung steht bald an? Dann ist es die beste Zeit, um deine Spritzenangst zu überwinden. Bild: Diana Polekhina/Unsplash

Blut- und Verletzungsphobie

Das kannst du gegen die Angst vor Spritzen tun

Die Corona-Impfung steht an? Dann solltest du deine Spritzenangst überwinden. Was sich hinter dem Phänomen verbirgt, wann es krankhaft wird und wie du es bewältigst.

1. Juni 2021 | Aktualisiert: 5. Juli 2021 | 10 Kommentare

Was ist Spritzenangst und wie häufig ist sie?

Kommenden Dienstag, 14 Uhr, Corona-Impfung. So steht es im Kalender. Ein wenig aufgeregt dürfte da wohl jeder sein. Doch es gibt Menschen, die haben davor extreme Angst. Nicht wegen Corona oder wegen des Inhalts der Ampulle, sondern wegen der Spritze. Sie leiden unter Spritzenangst, auch als Trypanophobie bezeichnet.

Das Spektrum, wie groß diese Angst ist, ist breit: Manchen ist einfach ein wenig mulmig, sie fühlen sich unwohl, können ihre Sorgen aber überwinden. Andere leiden unter einer handfesten Phobie, gehen erst gar nicht zum Arzt oder vermeiden notwendige Behandlungen. Das ist die extreme Variante, die ärztlich behandelt werden sollte.

Spritzenphobie als spezifische Phobie

Die Spritzenphobie fällt in die Gruppe der Blut- und Verletzungsphobien. “Diese zählen zu den spezifischen Phobien”, sagt der Angstforscher und Psychiater Prof. Borwin Bandelow. Unter diesem Oberbegriff ist die Blut- und Verletzungsphobie etwa auch in der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) herausgegebenen ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) zu finden, in der alle Diagnosen festgehalten sind. Auch das Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders der American Psychiatric Association (kurz DSM-5), oft als “Bibel der Psychiatrie” bezeichnet, kennt sie.

Verlässliche Zahlen, wie viele Menschen von Spritzenangst betroffen sind, gibt es nicht. “Schätzungen zufolge leiden etwa zehn Prozent unter spezifischen Phobien”, sagt Bandelow. Zu denen zählen dann aber etwa auch die Angst vor Spinnen, vor Höhen oder engen Räumen.

Drei bis fünf Prozent leiden unter Blut- oder Verletzungsphobie

Für die Blut- oder Verletzungsphobie wird die Anzahl Betroffener auf etwa drei bis fünf Prozent geschätzt, wobei nicht jeder, der darunter leidet, etwas dagegen tut – und damit auch keine Diagnose bekommt. “In meiner jahrzehntelangen Arbeitszeit kam kaum jemand mit diesem Problem zur Therapie”, sagt Bandelow. “Dabei kann man gut helfen.” Gefährlich wird das für chronisch kranke Menschen, die eigentlich Spritzen bräuchten. Aber auch notwendige Behandlungen oder Vorsorgeimpfungen, die Betroffene wegen ihrer Phobie vermeiden, sind ein echtes Problem.

Meist tritt die Spritzenangst, korrekt müsste man bei der Krankheit eigentlich von Phobie sprechen, schon in der Kindheit auf und bleibt unbehandelt oft bis ins Erwachsenenalter bestehen – das ist auch typisch für spezifische Phobien. Allerdings: Eine gewisse Ängstlichkeit im Kindesalter ist vollkommen üblich – und wächst sich aus. Die Diagnose sollte daher immer ein Fachmann oder eine Fachfrau stellen.

Wie zeigt sich Spritzenangst?

Ein etwas mulmiges Gefühl beim Anblick von Spritzen ist durchaus normal. Und vielleicht ist das auch mal stärker bei einem Arztbesuch, bei dem ein neuer Arzthelfer unbeholfen die Vene sucht. Wer unter einer Spritzenphobie leidet, bekommt beim Anblick oder allein beim Gedanken daran allerdings jedes Mal richtig Angst bis hin zur Panikattacke und versucht, solche Situationen zu vermeiden. Die Hände werden feucht und zittern, das Herz beginnt zu rasen, manchen wird übel. Kinder schreien extrem, weinen oder erstarren.

Die Angst ist bei einer Phobie stark, übermächtig, sie beeinträchtigt das Leben und sie steht in keinem Verhältnis zur Situation. Schon Wochen vor dem Termin plagen sich Betroffene mit schlaflosen Nächten. Dem DSM-5 zufolge zählt zu den Diagnosekriterien auch, dass die Furcht vor Spritzen mindestens seit sechs Monaten oder mehr besteht und dass sie sich nicht durch andere Störungen wie etwa eine posttraumatische Belastungsstörung oder eine Platzangst erklären lässt.

Ohnmacht beim Anblick der Spritze

“Besonders ist bei der Blut- und Verletzungsphobie, dass Betroffene sehr oft ohnmächtig werden, wenn sie die Spritze sehen”, sagt Bandelow. Das unterscheidet sie von anderen Phobien. “Bei einer Platzangst etwa denkt man, dass man bewusstlos wird. Das passiert dann gar nicht. Bei einer Spritzenphobie hingegen fällt man tatsächlich um.” Das Herz rast also nur am Anfang, der Blutdruck steigt. Dann sinkt die Herzfrequenz, der Blutdruck fällt ab. Das Blut sackt aus dem Hirn, wir kippen um. Bei anderen Phobien schnellt er weiter in die Höhe.

Woher kommt die Spritzenangst?

Lerntheoretiker nahmen früher an, dass solche Ängste durch negative Erfahrungen oder Modelllernen entstehen, dass sich also die Angst der Eltern vor Spinnen etwa auf die Kinder überträgt. “Solche Theorien sind aber in sich nicht logisch”, sagt Bandelow. Menschen haben etwa Angst vor Spinnen – ohne jemals eine schlechte Erfahrung damit gemacht zu haben.

Vermutlich evolutionäre Gründe

Heute geht man daher eher davon aus, dass sich spezifische Phobien entwicklungsgeschichtlich erklären lassen. Auch die Angst vor spitzen Gegenständen sowie vor Blut und das Umfallen haben vermutlich evolutionäre Gründe. “Ein Tier oder auch der Urmensch konnte nicht zum Arzt, wenn sie im Kampf verletzt wurden”, sagt Bandelow. Wer aus mehreren Wunden blutete, der fällt daher, so hat es die Natur wohl eingerichtet, – zack – in Ohnmacht. Der Blutdruck stabilisiert sich dadurch, bei Blutverlust ist die Gerinnung besser. Das Bewusstloswerden könnte bei einem Angriff auch eine alternative Überlebensstrategie gewesen sein. Und dass es am besten war, wütende Angreifer und klaffende Wunden gänzlich zu vermeiden, dürfte klar sein.

Dass der Anblick eines Speers erschüttern kann, ist verständlich. Aber warum hat der Mensch heute Angst vor diesen kleinen Spritzchen? “Die sitzt tief im primitiven Angstsystem des Gehirns”, sagt Bandelow. “Durch Logik und gutes Zureden lässt es sich schlichtweg nicht erreichen.”

Spezifische Phobien wie vor Spinnen oder eben auch vor Blut wären somit angeboren, letztlich um den Bestand der Tierwelt und der Menschheit zu sichern. “Wenn man etwa die Angst vor gefährlichen Spinnen oder Wunden immer wieder neu erlernen müsste, hätte es viel zu viele Totalausfälle in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit gegeben.”

Tief sitzende Angst

Die Angst sitzt also tief, auch wenn Spinnen heute zumindest bei uns nicht mehr lebensbedrohlich sind. Vor Dingen, die heute tatsächlich eine Gefahr bergen, wie etwa Motorrädern oder Steckdosen, entwickeln wir jedoch keine Phobie.
Bei spezifischen Phobien ist der erbliche Faktor besonders hoch. Studien zufolge berichten an die 80 Prozent der Spritzenphobiker, dass ein Verwandter ersten Grades ebenfalls unter dieser Phobie litt. Auch fürs Ohnmächtigwerden haben Forschende Gene gefunden.

Denn: das primitive Angstsystem macht wiederum keinen Unterschied zwischen großer und kleiner Wunde. Bei manchen Menschen ist es dem Angstforscher zufolge überempfindlich eingestellt.

Erfahrungen könnten auch eine Rolle spielen

Doch warum betrifft es nur manche? “Auch Ängste sind normalverteilt”, sagt Bandelow. Anders gesagt: Die Menschheit braucht ein paar sehr Mutige – die voranpreschen. Und Ängstliche, die vor Gefahren warnen. Warum die entwicklungsgeschichtlich sinnvolle Angst bei manchen Menschen pathologisch wird, ist aber letztlich noch nicht komplett geklärt.

Dennoch: Erfahrungen könnten bei der Spritzenphobie mit eine Rolle spielen. So zeigen Studien, dass die Schmerzempfindlichkeit bei Kindern höher ist, bei denen schon früh medizinische Eingriffe nötig waren, etwa regelmäßige Blutentnahmen wegen chronischer Krankheiten. Die Angst wäre damit allerdings eine reale Angst vor den Schmerzen. Einige Betroffene erinnern sich auch an eine sehr schmerzhafte Erfahrung in der Kindheit. Verglichen mit anderen Angststörungen sind die Einflüsse traumatischer Erfahrungen bei sozialen Phobien allerdings weniger deutlich, das betont auch die aktuelle Leitlinie zur Behandlung von Angststörungen, eine Art Behandlungsempfehlung für Ärztinnen und Ärzte.

Was lässt sich dagegen tun?

Qualitativ hochwertige Studien zu Behandlungsoptionen fehlen leider oft. Dennoch gibt es einiges, was Betroffene ausprobieren können.
Die Leitlinie zur Behandlung von Angststörungen empfiehlt bei spezifischen Phobien die Expositionstherapie. Heißt: Nicht vermeiden, sondern sich mit dem konfrontieren, was man fürchtet. “Sie können stundenlang reden, aber was hilft, sind Taten, nicht Worte”, sagt Bandelow. “Das primitive Angstsystem überzeugen sie nur mit der Holzhammermethode.”

Konfrontationstherapie als Lösungsmöglichkeit

Doch auch die sollte nicht rabiat sein. Konkret könnte eine Konfrontationstherapie bei der Spritzenphobie so aussehen, dass man sich in der Therapie erst einmal Bilder von Spritzen anschaut. Dass man dann zu dünnen Spritzen (ohne Nadel, dann mit) übergeht und diese in der Hand hält und vielleicht auch gegen die Haut drückt. Dass man sich vorstellt, wie man im Wartezimmer sitzt und wie man gespritzt wird. Und dass man schließlich Arzttermine zum Impfen oder Blutabnehmen auch wahrnimmt – sich der Angst also abgestuft und wohldosiert stellt. Und merkt, dass man die Prozedur überlebt. Mit der Zeit lässt so die Angst nach.

Solche Konfrontationstechniken werden auch bei Kindern ab etwa sieben Jahren mit Spritzenphobie empfohlen. Einen Versuch kann es auch wert sein, sie auf kleinere Kinder zu übertragen – etwa indem man mit ihnen ein Buch über Spritzen liest und sie dem Teddy eine Spritze geben lässt, bevor sie selbst eine Spritze bekommen.

Behandlung gut und schnell möglich

Wie lange eine solche Therapie dauert, ist unterschiedlich. In Studien wurden dafür eine bis fünf Sitzungen veranschlagt. “In der Regel lässt sich das gut und schnell behandeln”, sagt Angstforscher Bandelow. Auch der Einsatz von virtueller Realität ist zur Therapie von spezifischen Phobien möglich und wird etwa bei Flug- oder Höhenangst schon angewendet. Den Einsatz von Medikamenten empfiehlt die Leitlinie bislang nicht, da Studien zum Nachweis der Wirksamkeit fehlen.

Bei kleinen Kindern ist es sinnvoll, dass die Eltern sie begleiten und beruhigen. Hilfreich sind auch Ablenkmanöver: Seifenblasen etwa, etwas vorlesen, zählen lassen oder bei Älteren einfach sprechen und diese in ein Gespräch verwickeln. Das kann auch bei Erwachsenen helfen, die Spritzen etwas unangenehm finden, aber keine ausgewachsene Phobie haben. Ärzte raten auch: Vielleicht zuvor schon etwas Kurzärmeliges anziehen, damit man sich den Ausziehstress erspart. Jemanden mitnehmen, der die Hand hält. Auch eine vertraute Stimme beruhigt. Oder sich auf etwas Schönes konzentrieren, bei der Corona-Impfung etwa darauf, was danach alles wieder möglich ist.

Spezielle Techniken können helfen

Hilfreich kann es auch sein, offen die Ängste anzusprechen. Wer Angst vorm Umfallen hat, legt sich lieber besser gleich auf eine Liege. “Das verhindert oft schon, dass jemand bewusstlos wird”, sagt Bandelow.

Sinnvoll auch bei Spritzenphobie: Zusätzlich zur Konfrontationstherapie Techniken erlernen, die einem Umkippen entgegenwirken, auch als angewandte Anspannung bezeichnet. Studien deuten darauf hin, dass dies helfen kann. Dabei werden die Arme und die Beine rhythmisch angespannt (siehe etwa hier). Dies hilft, den Blutdruck nicht absacken zu lassen, das Gehirn wird weiter mit Blut versorgt – was einer Ohnmacht entgegenwirkt. Zusätzlich vermittelt die Technik wohl das Gefühl, die Situation etwas kontrollieren zu können.

Tiefes Atmen, Entspannungstechniken oder autogenes Training könnten bei milder Spritzenangst und einem mulmigen Gefühl hilfreich sein. Bei einer echten Spritzenphobie könnten sie allerdings auch eher das Gegenteil bewirken und das Umkippen beschleunigen.

Spritzenangst schwächt sich mit dem Alter ab

Die erfreuliche Nachricht zum Schluss: Die Angst vor Spritzen – egal ob schwach ausgeprägt oder phobisch – schwächt sich mit dem Alter ab oder verschwindet ganz. Warum das so ist, ist noch nicht ganz geklärt. “Letztlich schwächt sich aber vieles im Alter ab, auch die Emotionen”, sagt Bandelow. Und wer alt ist, hat wahrscheinlich auch schlichtweg schon so viele Spritzen hinter sich, dass er gelernt hat, damit umzugehen. Und weiß, dass er den Piks überlebt.

Lea Wolz
Seit 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg, dort für den Studiengang M.A. Digitale Kommunikation mit verantwortlich. Davor: Onlineredakteurin beim »Stern«, Volontariat bei der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. Als freie Journalistin schreibt sie bevorzugt über Wissenschafts- und Gesundheitsthemen.

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10 Kommentare;

  1. Ich bin 23 Jahre alt und vor 2 Jahren habe ich gemerkt, dass ich bei Blutabnahmen und Impfungen immer umfalle. Was mir tatsächlich hilft ist sich hinzulegen, wegzuschauen und versuchen an was anderes zu denken. Ich mag zwar immer noch keine Spitzen aber habe jetzt die lästige Synkope im Griff.

  2. Wer es nicht am eigenen Leib kennt, sollte nicht darüber schreiben. Ich war die ersten Wochen als Baby auf der Intensiv und habe vermutlich dort meine panische Angst vor Spritzen angelernt bekommen. Es sind Ängste, die einem das Leben zerstören. Eine Blutentnahme fühlt sich so an, als würde jemand eine glühende Nadel in den Arm treiben. Keine Corona – Impfung, kein Tetanus, unbehandelter Diabetes. Es ist weitaus schlimmer, als es die Autoren beschreiben, weil sie es nicht kennen. Kein Arzt hat Verständnis, echte Hilfe bekommt man nicht. Bisschen mit der Spritze spielen, dann wird alles gut. Was ein völliger Blödsinn! Ich bin ganz gewiss kein Weichei, Verletzungen bei der Arbeit und im Garten sind häufig,- aber die Spritzenpanik bringt mich vermutlich vorzeitig ins Grab. Und im Alter (60) wird es immer schlimmer. Wie so oft nur ein bisschen Wahrheit und ohne eigene Erfahrung.

    1. Es tut uns Leid, das zu hören und wir wünschen dir ärztliches Personal, was angemessen darauf reagiert! Wir geben hier für Interessierte das weiter, was wir in unserer Recherche herausgefunden haben. Es gab auch Menschen, die es hilfreich fanden.

    2. Ich kann mit dir fühlen, da ich seit meiner Kindheit darunter leide. Unbeschreibliche Panik.
      Ich erwarte auch keine Hilfe mehr. Zuviel Erfahrungen mit verächtlich grinsenden Ärzten und Ärztinnen gemacht.

  3. Bei mir ist die Phobie völlig unterbewusst und ich dachte, dass ich das Problem überwunden habe, da es seit über 10 Jahren nicht mehr aufgetreten ist. Bewusst störten mich Spritzen eigentlich noch nie, aber das Unterbewusstsein setzt sich leider manchmal durch. Früher bin ich auch schon oft im Wartezimmer nur beim Gedanken an die Spritze, oder in der Warteschlange vor einer Blutspende umgekippt.
    Einmal ist es leider richtig eskaliert. Ich erhielt eine örtliche Betäubung zur Entfernung eines Muttermals am Bein. Während des Blackouts habe ich mich im „Traum“ heftig gewehrt. Die Ärztin ist mit dem Skalpell abgerutscht und hat mir tief in’s Bein geschnitten während ich ihr mit voller Wucht in’s Gesicht getreten und ihr die Nase gebrochen habe. Ich hatte sie vorher auf das Problem hingewiesen, aber niemand hat im Vorfeld damit gerechnet, die sie mich hätte fixieren sollen.

    Wenn keine Spritze im Spiel ist, bin ich dagegen in 40 Jahren nie in Ohnmacht gefallen. Selbst nach einem Motorradunfall stark verletztem Bein hatte ich keinerlei Bewusstseinseintrübung.

  4. Leider gibt es auch Fälle wie mich. Hinlegen, ablenken, progressive Muskelentspannung, alles hilft nichts, wenn die Vene nicht getroffen wird (Infusio dameben fließt) oder die Abnahme zu lange dauert. Die kleinen Verletzungen der Venen scheint mein Gehirn auszuschalten, ich falle 3-5 Minuten in eine tiefe Ohnmacht, mit einer Herzfrequenz unter 20. Was so manchen Anästhesisten schon leicht nervös hat werden lassen.
    Und mir ist sehr wohl bewusst, dass es nichts schlimmes ist. Ich habe keine Spritzenangst im eigentlihen Sinne. Leider ist das meinem Gehirn nicht klar zu machen. Und nach so einem Vorfall ist es dann wieder die Angst vor der Ohnmacht, die zeitweise schlimmer wird.

  5. Bei mir ist die Angst vor Spritzen mit zunehmendem Alter gestiegen. Vor allem beim Zahnarzt. Spritzen in die Mundhöhle finde ich entsetzlich.

  6. Ich habe keine Bewusste Angst vor spritzen. Bei mir ist es eher was unterbewusstes. Ich kann Impfungen bekommen oder Blut abgeben. Es ist eher die Zeit danach. Bei mir sind es folgende Phasen: 1. Erst bekomme ich einen Druck auf den Ohren (ähnlich wenn man durch die Berge fährt). 2. Dann kommt ein Tunnelblick und es wird langsam am Rand immer dunkler. 3. Zum Schluss werden meine Arme taub und fangen an zu kribbeln. Wenn dann kribbeln aufhört dann ist alles wieder OK. Ich versuche das weg zu bekommen. Just for Fun versuche es zu Analysieren und probiere immer etwas neues aus und schaue was es abmildert. Was ich festgestellt habe was mir hilft: Hinlegen hilft. Oder auch hinsetzen und etwas nach vorne beugen. Musik hören mildert es ab. In Bewegung bleiben mildert es auch ab (einfach umher gehen und in die Umgebung gucken). Das mit Muskeln anspannen werde ich das nächste mal ausprobieren.

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Lea Wolz: Seit 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Hamburg, dort für den Studiengang M.A. Digitale Kommunikation mit verantwortlich. Davor: Onlineredakteurin beim »Stern«, Volontariat bei der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. Als freie Journalistin schreibt sie bevorzugt über Wissenschafts- und Gesundheitsthemen.