3 Gründe, warum Kinder keinen Brokkoli mögen

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3 Gründe, warum Kinder keinen Brokkoli mögen

Einen für Mama, einen für Papa … Wenn Kinder etwas nicht mögen, folgen sie ihrem Instinkt: Was bitter schmeckt, könnte giftig sein.

17. Oktober 2018

Süßes für die Kinder, bitter für die Eltern

Wenn unsere Vorfahren sich auf die Nahrungssuche machten, dann ging es um nichts weniger als das Überleben. Einerseits immer wieder von Hunger geplagt, konnten sie nicht wie wir heute einfach ins Rezeptbuch schauen. Was man auf dem Weg durch die Felder und Steppen so fand, das wollte man auch gerne essen.

Nun ist es aber leider so, dass nicht alles essbar ist. Viele Pflanzen sind giftig. Doch das konnten unsere Vorfahren schon gut unterscheiden, denn viele Giftstoffe sind von Natur aus bitter. Unser Gehirn signalisiert uns daher sofort: Vorsicht! Den ein oder anderen Urmenschen mag genau diese Warnung gerettet haben.

Heute spielt das weit weniger eine Rolle, weil wir im Supermarkt in der Regel keine giften Lebensmittel kriegen (außer wir übertreiben es mit der Muskatnuss, dann sind wir auch ein Fall für den Notarzt oder Bestatter). Unser Gehirn aber arbeitet stellenweise noch immer, als würden wir in Höhlen wohnen. Wenn wir Süßes schmecken, dann will das Gehirn mehr. Denn Zucker ist ein Garant für Energie und die brauchen unsere Zellen.

Bitterstoffe dagegen sind noch immer kein Favorit für unser Hirn, insbesondere für Kinder. Die sind von Geburt an skeptisch, wenn es bittere Lebensmittel wie Zitronen gibt und vor Jahrtausenden hatte das auch seine Berechtigung. Aus diesem Grund hat unter anderem Brokkoli einen schweren Stand beim Nachwuchs. Auf Zucker sind sie hingegen getrimmt. Sie finden Speisen und Getränke viel weniger süß als Erwachsene, weil sich das Geschmacksempfinden mit dem Alter ändert. Dass die Kinder aber ihr Leben lang den Brokkoli auf dem Teller liegen lassen, das muss keineswegs so bleiben.

Der Geschmackssinn lässt sich auch trainieren. Genauso können wir uns schließlich merken, ob wir von Zitronen sterben oder uns schlecht fühlen oder eben nicht. Dass Brokkoli nicht nur ungefährlich sonder auch lecker sein kann, das müssen Kinder erst erlernen. Etwa acht bis 15 Anläufe brauchen sie aber dazu. Aus diesem Grund kommt den Eltern eine Vorbildfunktion zu. Sie können ihren Kindern zeigen: Schau her, das schmeckt mir und ist gesund. Das darfst du auch essen!

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