Antibiotika – so viel steckt in deinem Steak

Tierhaltung

So viel Antibiotikum steckt in deinem Steak

Wie viel Antibiotika nehme ich auf, wenn ich Fleisch esse? Das haben uns viele von euch gefragt. Die Antwort: Das Problem liegt woanders. Das Fleisch ist nicht das Problem, wenn's um die Aufnahme von Antibiotika geht.

30. Oktober 2018 | Aktualisiert: 14. November 2018

Antibiotika-Rückstände im Fleisch

In der Viehzucht wurden Nutztiere lange Zeit regelmäßig mit Antibiotika gefüttert, damit diese in den Ställen nicht krank werden. Eine solche prophylaktische Gabe ist heutzutage verboten. Nur wirklich kranke Tiere dürfen behandelt werden. Trotzdem setzen sich Rückstände der Medikamente im Fleisch an und werden mit über die Ladentheke verkauft. Die Frage liegt also nahe, ob und wie viele der Medikamente der Mensch durch den Verzehr zu sich nimmt. Doch vorerst gibt es keinen Grund zur Sorge:

Aus toxikologischer Sicht sind Rückstände von Antibiotika in unseren Lebensmitteln kein Problem. Die Menge ist so gering, dass unsere Gesundheit nicht beeinträchtigt wird. Allerdings führt der hohe Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin sowie in der Tierhaltung zur Vermehrung und Bildung resistenter Keime. Selbst geringe Rückstände in Lebensmitteln könnten den Selektionsdruck erhöhen, schätzen Experten. Auch wenn vermutlich deutlich mehr Resistenzen durch unbedarften Einsatz von Antibiotika in der Humanmedizin entstehen, gilt auch für die Tierzucht:  Überall wo die Medikamente im Einsatz sind, gibt es auch einen Selektionseffekt.

Grundsätzlich ist bei der Verbreitung von Resistenzen über Lebensmittel ausschlaggebender, dass bereits auf dem Fleisch sitzende resistente Bakterien  über das Fleisch wieder zu uns kommen. Deswegen sollte man sich nach dem Anfassen von rohem Fleisch immer die Hände waschen. Zudem sollte kein rohes Gemüse angefasst werden und stets getrennte Schneidebretter benutzt werden.

3 Kommentare;

  1. Massenhaltung, ob Tier oder zu viele Menschen auf engem Raum erhöhen immer die Ansteckungsgefahr und begünstigen die Verbreitung von ansteckenden Krankheiten. Was lernen wir daraus – nix. Nur der Profit zählt!

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