Corona-Test: Wie funktioniert der Test?

Österreich, Wien: Ein Mitarbeiter der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) schaut auf einen Corona-Test im Labor. | Foto: Hans Klaus Techt/APA/dpa

Antworten zum Coronavirus-Test

Corona-Test: Wie er funktioniert und wer getestet wird

Ob tatsächlich eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt, kann nur ein Test zeigen. Aber wer bekommt überhaupt einen Corona-Test? Und warum werden nicht einfach alle getestet?

24. Juli 2020 | 96 Kommentare

Wie funktioniert der Test?

Der Nachweis für SARS-CoV-2 läuft über Abstriche aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum. Der Abstrich kann Erbgut des Virus enthalten. In für die entsprechenden Verfahren geprüften Laboren wird das virale Erbgut durch einen empfindlichen molekularen Test nachgewiesen. Der vollständige und komplizierte Name lautet “Real-time Reverse Transkriptase Polymerase-Kettenreaktion” (englisch abgekürzt RT-PCR).

Das Gerät vervielfältigt das wenige genetische Material der Probe in mehreren Zyklen. Durch den Einsatz fluoreszierender Stoffe sieht man, ob die gesuchten Gensequenzen des Virus vorliegen oder nicht.

Wer wird getestet?

Nicht alle Menschen in Deutschland werden bisher auf das neue Coronavirus getestet. Die Kriterien wurden mehrfach angepasst. Derzeit wird getestet, wer
  • typische, grippeähnliche Symptome zeigt

UND

  • entweder in den letzten zwei Wochen Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall hatte
  • oder Vorerkrankung bestehen oder derzeitige Atemwegbeschwerden sich verschlimmern (z.B. Fieber)
  • oder durch Arbeit oder Ehrenamt (z.B. Krankenhaus oder Pflege) mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf mit Covid-19 haben.

Die meisten Tests sind negativ

In vielen Fällen ist es in der Tat nur eine gewöhnliche Erkältung oder Grippe, die Symptome können sich jedoch überschneiden. Nur etwa sechs bis neun Prozent aller Testergebnisse war positiv auf SARS-CoV-2. Gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts entscheiden letztlich die Ärzte, ob ein Test durchgeführt wird.

Grundsätzlich sollten sich alle Menschen mit verdächtigen Symptome sofort in freiwillige Quarantäne begebenen – inklusive der Lebenspartner, Familienmitglieder oder Mitbewohner im selben Haushalt.

Die Krankenkasse trägt die Kosten.

Wer testet und wo passiert das?

Grundsätzlich können sich Menschen an unterschiedlichen Orten testen lassen, dazu zählen Hausarztpraxen, Kliniken und speziell eingerichtete Testzentren, mit denen eine Verbreitung in den Wartezimmern verhindert werden soll.

Der wichtigste Hinweis: Im Verdachtsfall sollte man sich vorerst telefonisch melden und nicht einfach eine Arztpraxis oder Klinik aufsuchen. Dort wird man oftmals direkt wieder nach Hause geschickt. Verdachtsfälle sollten sich daher telefonisch entweder an den Hausarzt oder an eine der offiziellen Hotlines wenden. In Deutschland ist das die 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.

Zusätzlich gibt es in vielen Bundesländern spezielle Hotlines, an die man sich wenden kann.

Wie lange dauert ein Corona-Test?

Der reine Labornachweis dauert zwischen vier und fünf Stunden. Der gesamte Prozess dauert länger: Von der Probenentnahme bis zu den vorliegenden Ergebnissen vergehen insgesamt zwischen 24 und 48 Stunden.

Hieraus ergibt sich immer ein gewisser Verzug. Die aktuellsten Meldezahlen etwa des Robert-Koch-Instituts spiegeln daher immer einen zurückliegenden Moment wider.

Welche Corona-Tests gibt es?

Mehrere wissenschaftliche Institute und Unternehmen haben Tests entwickelt oder arbeiten an solchen. Verfahren, die bereits zugelassen sind, nutzen dasselbe Prinzip. Der erste Test stammte vom Konsiliarlabor für Coronaviren an der Berliner Charité.

Er wurde angesichts der derzeitigen Epidemie und Pandemie vorläufig von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) akzeptiert. Andere Tests stammen beispielsweise von der University of Washington School of Medicine oder den amerikanischen Centers for Diseases Control and Prevention.

Mittlerweile bieten Hersteller kommerzielle Kits an, mit denen die Testkapazitäten deutlich erhöht werden konnten.

Wie zuverlässig ist der Corona-Test?

Die Genanalysen halten Experten weltweit für robust, sie werden üblicherweise auch für andere Infektionskrankheiten und Nachweise genutzt. Sie sollen grundsätzlich sowohl zuverlässig richtige Treffer anzeigen und falsche Treffer ausschließen.

Im Februar gab es jedoch vermehrt Berichte, dass Patienten verspätet positiv getestet wurden.

Was führt zu falschen Ergebnissen?

Die Corona-Tests untersuchen bestimmte Bereiche der viralen RNA, meist zwei oder mehrspezifische Gene. Wenn diese gefunden werden, fällt der Test positiv aus. Dabei gilt: Je mehr Gene untersucht werden, desto genauer ist der Test.

Ursache dafür ist, dass Coronaviren wie andere auch mutieren und ihre RNA sich verändert. Bisher wird allerdings angenommen, dass das Coronavirus sich nicht so schnell verändert wie beispielsweise die üblichen Grippeviren. Sollte es sich allem Anschein nach jedoch um einen sehr wahrscheinlichen Fall handeln, wird der Test mit einer Probenentnahme aus tieferen Regionen der Atemwege wiederholt.

Menschliche Fehler sind eine große Fehlerquelle bei den Tests

Abstriche aus dem unteren Atemwegsbereich bei Patienten in China haben vermutlich zu Beginn des Ausbruchs zu negativen Ergebnissen geführt, obwohl sie erkrankt waren. In der frühen Phase sollen die Proben aus den oberen Atemwegen, also dem Rachen oder dem sogenannten Nasopharyngeal, entnommen werden – und es muss genug Material gesammelt werden, eine kurze Berührung mit dem Wattestäbchen reicht dafür nicht aus.

Anfällig sind die Tests außerdem, wenn die Proben nicht ordnungsgemäß gelagert oder transportiert werden. Auch das hat in Asien anfangs zu einigen falsch-negativen Proben geführt. Außerdem wurden womöglich einige Tests bei Patienten durchgeführt, die zwar an Grippe oder Erkältung erkrankten, aber erst später am Coronavirus.

Das könnte erklären, warum es mehrere Tests gebraucht hat. Es handelt sich in der Regel aber um Case Reports, also Einzelfälle, nicht um ein grundsätzliches Problem der Testmethode.

Reichen die Tests aus?

Bis Mitte März war die Probenentnahme für mehr rund 35.000 Menschen gemeldet worden, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilte. Viele Menschen konnten nicht getestet werden. Anschließend wurde die Testkapazität von anfangs 84.000 auf mehr als 700.000 Tests pro Woche erhöht und damit schon fast verzehnfacht.

Laut dem Robert-Koch-Institut gibt es allerdings lokale Unterschiede, ob genügend Corona-Tests gemacht werden können oder nicht. Je mehr Infektionen in einer Region vorliegen, desto eher kann es dort zu Engpässen kommen, woanders sind dafür Kapazitäten frei.

Pooling kann Testkapazitäten freischaufeln

Ein neuer Ansatz, das so genannte Proben-Pooling, könnte dabei helfen, besonders viele Leute schnell zu testen. Dabei fügen die Labore Teile des Probenmaterials von mehreren Personen zusammen und analysieren es gesammelt in einer Probe. Ist das Ergebnis negativ, sind keine weiteren Einzeltests nötig.

Nur bei einem positiven Test müssen die Einzelproben genauer analysiert werden. Gerade am Anfang der Ausbreitung oder wenn an einem Ort wenig Infektionen bekannt sind, spart das viele Kapazitäten auf.

Wie viele Tests wurden bereits durchgeführt?

Das Robert-Koch-Institut hat in seinen Lageberichten die durchgeführten Tests pro Woche genannt. Nach Anfangs rund 125.000 Tests wurden die Auslastung der mehr als 220 Labore bis auf 530.000 erhöht.

Insgesamt wurden bis Mitte Juli fast 7,5 Millionen Tests durchgeführt. Der Anteil an positiven Tests stieg bis Ende März auf 9,0 Prozent an. Seitdem ist der Anteil der laborbestätigten Fälle wieder auf 0,6 Prozent gesunken.

Was die Daten zu Corona aussagen und was nicht. Mehr dazu hier …

Länder testen unterschiedlich häufig

Die neuen und insgesamten Fallzahlen unterscheiden sich zwischen Ländern sehr stark. Dies hängt maßgeblich davon ab, wie viel und wer getestet wird. Verschiedene Länder haben dazu unterschiedliche Kriterien festgelegt.
Die Testhäufigkeit und -kriterien beeinflussen damit auch die Einschätzung der Sterblichkeit.

Warum werden nicht alle Menschen getestet?

Je mehr Corona-Tests durchgeführt werden, desto weniger unterscheiden sich die laborbestätigten Infektionszahlen und die tatsächliche Zahl der Infizierten, der Dunkelziffer.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt aber derzeit, die Tests strategisch durchzuführen. Aus diesem Grund werden Menschen ohne typische Symptome für Covid-19 nicht getestet. Hinzu kommt, dass die Kapazitäten für Tests an manchen Orten schneller ausgereizt sind.

Massentests logistisch weder machbar noch sinnvoll

Bei den anfangs maximal 84.000 Tests pro Woche und aktuellen Methoden konnten gar nicht alle Personen gleichzeitig getestet werden. Neuere Testverfahren könnten die Testkapazitäten in den kommenden Wochen erhöhen, mittlerweile hat sich die Kapazität bereits auf mehr als 350.000 Tests erhöht.

Hinzu kommt, dass schon jetzt ein Meldeverzug vorhanden ist. Das bedeutet, dass die Gesundheitsämter die positiven Labornachweise eintragen und weitergeben müssen. Dieser Verzug beläuft sich derzeit auf zwei bis vier Tage.

Alle Personen gleichzeitig zu testen ist sinnlos

Bei einer theoretischen Testung von mehreren Dutzend Millionen Deutschen würde das die Dateneingabe maßlos überfordern. Bis die letzten Daten eingegeben sind, hat sich die reale Infektionssituation bereits wieder verändert.

Außerdem ist der Test nur eine Momentaufnahme. Gesunde Personen können sich auch direkt nach dem Test infizieren. Demnach müsste man regelmäßig alle Menschen testen. Auch das ist logistisch nicht möglich.

Gibt es einen Schnelltest?

Weitere Tests auf Basis der PCR-Methode (also wie beim regulären Test) sind bereits zugelassen oder in Arbeit. Ein neuer kommerzieller Test schafft an einem 8-Stunden-Arbeitstag mehr als 1.000 Tests, im 24-Stunden-Betrieb sind mit bestimmten Geräten bis zu 4.000 Tests möglich. Das liegt weit über den bisherigen Kapazitäten. Wie schnell und wie häufig diese Geräte ab sofort eingesetzt werden, ist nicht bekannt. Andere Hersteller zielen darauf ab, die Testdauer auf etwa eine Stunde zu reduzieren.

Schnelltests testen nach überstandener Infektion auf Antikörper

Andere Schnelltests, vergleichbar mit einem Schwangerschaftstest, kommen für die Früherkennung derzeit nicht zum Einsatz. Sie suchen per Bluttropfen nicht nach den Erregern selbst, sondern nach Antikörpern und geben daher nur einen indirekten Nachweis.

Viele Hersteller haben sehr schnell solche Tests auf den Markt geworfen. Dabei handelt es sich jedoch um Medizinprodukte, die nicht unabhängig geprüft werden müssen. Studien haben verschiedene Methoden und Geräte miteinander verglichen und konnten zeigen, dass die einfachen Schnelltests („lateral flow“-Methode) manchmal nicht zwischen dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und anderen Viren unterscheiden konnten.

Der erste verfügbare Test lieferte nur in etwa 30 Prozent der Fälle richtige Ergebnisse. Ein negatives Ergebnis muss daher eine Infektion nicht ausschließen, denn das Immunsystem bildet die Antikörper beim Coronavirus nach einer Woche, teilweise noch später. Der Testzeitpunkt ist ausschlaggebend, wie zuverlässig das Ergebnis ist. In der Wissenschaft werden negative Tests daher noch einmal mit anderen Methoden bestätigt.

Wissenschaftler arbeiten an neuen Schnelltests

Vielversprechender wären Schnelltests auf Antigene, also Bestandteile des Virus. Mit einem Nachweis des Oberflächenproteins, mit dem das Virus in die Zellen eindringt, würde wie bei der PCR-Methode ein Direktnachweis des Erregers erfolgen. Im besten Fall könnte ein Ergebnis schon nach einigen Minuten vorliegen. Die Antigen-Schnelltests erreichen in der Regel nie die Trefferquote eines genetischen Tests. Das bedeutet, selbst wenn das Ergebnis negativ ausfällt, sollte in Verdachtsfällen eine PCR-Analyse durchgeführt werden.

Wofür braucht man Antikörper-Tests?

Neue sogenannte ELISA-Assays sind treffsicherer und könnten in den kommenden Wochen erste Einblicke dazu geben, wie viele Menschen (un-)bemerkt infiziert wurden und bereits immun sind.

Solch verfügbare Tests zeigen vermeintlich in bis zu 99,9 Prozent der Fälle richtig an, ob Personen Antikörper haben. Allerdings weichen Herstellerangaben und Untersuchungsergebnisse von Wissenschaftlern immer wieder voneinander ab. Meist liegt die Trefferquote niedriger.

Die Trefferquoten unterscheiden sich

Bei rund 90 Prozent und mehr sollen sie richtig festellen, wenn keine Antikörper vorliegen. Das Problem: Je größer die Stichprobe und je geringer der Anteil an immunen Personen, desto mehr falsche Ergebnisse entstehen. Von einer Million Untersuchten ohne vorherige Infektion würde ein Test mit 90-prozentiger Genauigkeit 100.000 Menschen fälschlicherweise als immun kennzeichnen.

Wichtig ist auch der Zeitpunkt des Tests. Der Körper bildet Antikörper erst nach einiger Zeit, teilweise sind bereits drei Wochen vergangen, ehe man die wichtigsten Antikörper zuverlässig nachweisen kann. Denn nicht alle schaffen es, das Virus selbstständig zu bekämpfen.

Tests auf Antikörper könnten jedoch Hinweise darauf liefern, wie viele Menschen bereits eine Immunität gegenüber dem SARS-CoV-2 aufweisen. Für eine epidemiologische Betrachtung kommen diese serologischen Tests anhand von Blutproben durchaus infrage. Das Robert-Koch-Institut bittet daher, auch Blutserum von Patienten zu sammeln.

Neue Ergebnisse zeigen jedoch, dass Infizierte ohne Krankheitssymptome teilweise gar keine Antikörper mehr vorweisen können. Andere Bestandteile des Immunsystems haben das Virus in den ersten Tagen der Infektion bereits bekämpft.

Ob wir nach einer Infektion immun sind, das erklären wir hier.

Welche Antworten die Antikörpertests aus der Heinsberg-Studie liefern, haben wir hier erklärt.

Wichtig ist jedoch die Frage, wie treffsicher die Tests sind. Derzeit liegen sie bei über 95 Prozent, teilweise höher. Negative Tests werden bislang üblicherweise durch weitere Tests bestätigt.

Autor: Mathias Tertilt

Unsere Quellen

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96 Kommentare;

  1. Hypothetische Frage: Wenn man z. B. an einem Sonntag aus einem Risikogebiet zurück kommt und den Test macht am Flughafen, zeigt der Test dann auch “positiv”, wenn man sich erst an dem besagten Sonntag angesteckt hat? Oder muss erst die Inkubationszeit rum sein?

    Vielen Dank!
    Annemarie

    1. Der Test schlägt erst an, wenn das Virus sich im Körper schon ausgebreitet hat, die Inkubationszeit also vorbei ist. Ein Test ein Tag nach einer Infektion wäre in den allermeisten Fällen negativ.

  2. Eine Frage an den Autor:
    Bei den RT-PCR-Tests auf SARS-CoV-2 sind „false positives“ ja relativ selten, aber leider unvermeidbar. Laut [1] muss man mit einer Fehlerquote von 0,8-4,0% rechnen.

    In der letzten Kalenderwoche (20.-26. Juli) wurden deutschlandweit 563.553 Tests durchgeführt, davon fielen 4.364 (0,8 %) positiv aus [2]. Damit ist die Nachweisgrenze/Auflösung des Tests eigentlich erreicht, die Daten sind nicht mehr sehr vertrauenswürdig.

    Eine simple Möglichkeit, die Qualität Zahlen enorm zu verbessern, bestünde darin, positive Testergebnisse durch Nachtestung zu verifizieren. Da die Testkapazitäten derzeit nur zu 50% ausgelastet sind, sollte das eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Aber wird das tatsächlich so gehandhabt? Und falls das bereits geschieht, führt dann ein auf ein positives Testergebnis folgender Negativbefund zur Revision des Falles oder wird dieser danach womöglich als „Genesung“ erfasst?

    Das RKI schreibt: „Es werden nur Fälle veröffentlicht, bei denen eine labordiagnostische Bestätigung unabhängig vom klinischen Bild vorliegt.“ [3] Was genau kann man sich darunter vorstellen?

    Vielen Dank an das gesamte Quarks-Team für die Mühe und Sorgfalt, mit der hier hochwertige Informationen zusammengetragen und verständlich präsentiert werden!

    Quellen:
    [1] UK-Government Publishing Service https://bit.ly/3fj6FQt
    [2] https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland#Testkapazit%C3%A4ten_und_durchgef%C3%BChrte_Tests
    [3] https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html

    1. Guter Hinweis, wir schauen uns das an. 🙂

      Was das RKi damit meint: Es reicht nicht, wenn jemand nur hustet und schnupft oder sogar Atemprobleme hat. Der Labortest muss vorliegen, sonst gilt es nicht als Corona-positiv.

  3. Wie kann es dazu kommen, dass eine private Organisation, die WHO, die ganze Welt verrückt? Wenn 1 Million Menschen zur gleichen Zeit ein Fenster öffnen und durch die dabei verursachte Zugluft Halsschmerzen und erhöhte Temperatur bekommen, zum Arzt gehen und ein Institut die Ergebnisse statistisch aufbereitet – ist das dann auch eine Pandemie? Wird dann die Politik festlegen, dass Häuser nur noch ohne Fenster gebaut werden dürfen?

  4. Sie schreiben: “Die Genanalysen halten Experten weltweit für robust…” Das ist trivial. Eine Betonmauer gilt für Pkw als robust; für Panzer allerdings nicht. Also was bedeutet “robust”?
    Die Spezifität scheint extrem hoch zu sein > kaum falsch positiv. Falsch negativ wird öfter vorkommen. Diese falschen Ergebnisse sind bei einer übertragbaren(!) Erkrankung durchaus ein Problem. Erstaunlicherweise sind trotz wiederholter Nachfragen keine Angaben von “Experten” zu den Testeigenschaften Spezifität und Sensitivität zu erhalten. Seit März gibt es lediglich einen einzigen Laborringversuch (mit sehr guten Ergebnissen), der die Qualität des Testens sichern soll. Das alles irritiert. Mitentscheidend für die Zuverlässigkeit des PCR-Tests ist zusätzlich die vermutete Wahrscheinlichkeit für einen positiven Test VOR der Testdurchführung. Insbesondere bei einem massenhaften oder einem ungezielten Testen in einer Population mit niedriger Prävalenz fällt die Aussagekraft der Ergebnisse so stark, dass man paradoxerweise DANACH dümmer ist als zuvor.

    Soviel zu den analytischen Testeigenschaften. Erschwerend kommt bei dieser Erkrankung hinzu, dass es sich um eine dynamische Infektionskrankheit handelt. Der Status “Infektiosität” kann sich sowohl in die eine als auch in die andere Richtung rasch ändern. Momentaufnahmen bringen zweifellos einen (kleinen) Erkenntnisgewinn; bei einer harmlosen Erkrankung wären sie jedoch irrelevant, bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung wären sie zu unzuverlässig: Man stelle sich vor, man würde diese TestMETHODE bei Ebola anwenden…

    Fazit: So lange die Testeigenschaften nicht transparent veröffentlicht werden, so lange kann keine wissenschaftliche Aussage zu dem Nutzen der Tests getätigt werden. Wir wissen einfach nicht, ob das Richtige richtig getan wird.

    Epilog: Ein Bericht über positive PCR bei Tieren nach einer Impfung gegen Viren bestärkt den Zweifel daran, ob mit dem PCR-Test auch das abgebildet wird, was wir gern wissen würden. Nämlich ob die Betroffenen infektiös bzw. krank sind oder ob sie lediglich vorübergehend winziges Material eines Virus auf ihren Schleimhäuten tragen.

    1. „Ein Bericht über positive PCR bei Tieren nach einer Impfung gegen Viren bestärkt den Zweifel daran, ob mit dem PCR-Test auch das abgebildet wird, was wir gern wissen würden.“

      Haben Sie da mal eine Quelle? Ab und zu wird ja behauptet, dass die Corona-Schutzimpfung von Haus- und Nutztieren die Ursache für positive Testbefunde bei Menschen wäre. Eine Argumentation, die ich nicht ansatzweise nachvollziehen kann, aber gerne mal verstehen würde.

      1. doi: 10.1177/1040638717709039. Epub 2017 May 26.
        Virus detection by PCR following vaccination of naive calves with intranasal or injectable multivalent modified-live viral vaccines
        Paul H Walz 1 2 , Benjamin W Newcomer 1 2 , Kay P Riddell 1 2 , Daniel W Scruggs 1 2 , Victor S Cortese 1 2

        1. Das ist eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2017. Zu diesem Zeitpunkt gab es weder CoViD-19 noch PCR-Tests gegen SARS-CoV-2.

          In diesem Paper finde ich keine Argumente dafür, dass die aktuell verwendeten PCR-Test für SARS-CoV-2 falsche Ergebnisse liefern. Es geht in dieser Arbeit überhaupt nicht darum, ob PCR-Tests fälschlicherweise positive Ergebnis liefern. Es wird nur dokumentiert, dass Kälber nach Verabreichung eines Virus zunächst korrekt positiv getestet wurden, dieser Nachweis aber 4 Wochen später nicht mehr möglich war.

          Dass PCR-Tests vorhandene Virus-RNA nicht immer zuverlässig erkennen, also „false negatives“ liefern können, ist unbestritten.

          1. Der Artikel ist die Rationale für meine grundsätzliche Aussage, dass bei Tieren nach einer (Lebend-) Impfung (nicht nach einer Infektion!) der PCR-Abstrichtest positiv ausgefallen ist. Der Anlass für meine Recherche waren die Ereignisse in Gütersloh. Die Schlussfolgerung ist, dass auch bei gesunden Tieren der PCR positiv ausfallen kann. Und zwar “richtig positiv”. Das hat nichts mit der Frage der Testeigenschaften Sensitivität und Spezifität zu tun. Mein Hinweis dient dazu, der Frage nach der RELEVANZ eines richtig positiven Tests nachzugehen. Falls diese Ergebnisse aus der Tierwelt auf den Menschen zu übertragen wären, gäbe es einen Hinweis darauf, dass auch bei gesunden, nicht-infektiösen(?) Menschen, ein positiver PCR-Test wenig Relevanz hätte. Das zu prüfen, wäre eine Aufgabe der Wissenschaft.

          2. Man hat die Versuchstiere mit verschiedenen lebenden (aber nicht pathogenen) Viren experimentell infiziert, um eine Immunantwort hervorzurufen. Anschließend hat man mittels PCR *auf diese Viren* getestet und sie erwartungsgemäß nachweisen können. Der PCR-Test hat also gut funktioniert. Einige Wochen später, nachdem die Immunantwort eingesetzt hatte, waren die Viren nicht mehr nachweisbar.

            Ordentlich designte PCR-Tests sind hochspezifisch und reagieren nur auf die RNA-Fragmente des Virus, das sie nachweisen sollen. Es gibt deshalb keinen Anlass zu vermuten, dass der PCR-Test für SARS-CoV-2 auf bovine Coronaviren, Herpesviren oder sonstige Tierpathogene anspringt. Der von Ihnen zitierte Text liefert auch keine Anhaltspunkte dafür und somit gibt es bisher auch keinen Anlass, an der Relevanz positiver PCR-Testergebnisse zu zweifeln.

            Übrigens ist derzeit in Deutschland nur ein einziges Vakzin gegen Coronaviren (nämlich bei Rindern) zugelassen und dieses ist *kein* Lebendimpfstoff.

          3. 1. “vaccination” = Impfung (und nicht Infizierung).
            2. Wer hat behauptet, dass “der PCR-Test für SARS-CoV-2 auf bovine Coronaviren, Herpesviren oder sonstige Tierpathogene anspringt”? Ich nicht.
            3. An der Relevanz positiver PCR-Testergebnisse sollte so lange gezweifelt werden, bis ein Goldstandard für die Diagnose COVID definiert ist. Das gilt für jegliche Labordiagnostik und ist medizinisches Basiswissen. In China hat man es mit Pulmonal-CT versucht; die Probandenzahl war allerdings sehr klein.
            4. Vielleicht kann die Wissenschaftsredaktion noch mehr in Erfahrung bringen?

          4. 1. Der springende Punkt ist, dass in dem von Ihnen zitierten Paper vollständige „lebende“ Viren mitsamt ihrem Genom als Vakzin verabreicht wurden (deshalb steht da ja „live viral vaccine“ im Titel). Die in der Studie verwendeten PCR-Tests weisen spezifische Basensequenzen des Virusgenoms nach, für das der Test entwickelt wurde.

            2. Wir reden hier doch eigentlich über das Testverfahren zum Nachweis von SARS-CoV-2. Sie schrieben, dass ein „Bericht über positive PCR bei Tieren nach einer Impfung gegen Viren“ Zweifel an der Validität dieses PCR-Tests bestärkt. Dabei zeigt diese Veröffentlichung nur, dass die in dieser Studie verwendeten PCR-Tests (gegen bovine Herpes/Influenza/etc Viren) genau das nachgewiesen haben, was sie nachweisen sollten.

            3. Ein kritische Grundhaltung ist in der Naturwissenschaft selbstverständlich wichtig. Kein Test ist perfekt, keine Messung ohne Fehler. Theoretisch kann ein PCR-Test falsche positive Testergebnisse liefern, wenn die verwendeten Sequenzen zu unspezifisch sind. Deshalb habe ich ja nachgefragt, ob Sie mir die Studie nennen können, die die Validität der positiven Testergebnisse in Frage stellt. Das tut der von Ihnen genannte Text aber nicht.

          5. 1. Noch einmal: Es wurde GEIMPFT mit “modified-live viral vaccines”. Danach wurden positive PCR-Tests beobachtet. Also: PCR positiv nach einer Impfung und nicht nach/bei einer Erkrankung. Nun sollen die Wissenschaftler prüfen, ob dieses Phänomen in Schlachthöfen eine Rolle spielen könnte. Ich weiss es nicht.
            2. Im Abstract: “Following intranasal MLV viral vaccination, PCR results and Ct values for BRSV and BoHV-1 suggest that attempts to differentiate vaccine virus from natural infection is UNRELIABLE. ” Aha, bei Tieren soll man vorsichtig sein mit der Zuordnung eines positiven Tests zu einer Erkrankung; könnte ja auch eine passagere postvakzinale Folge sein. Einwand: Ist nur EINE Veröffentlichung, betrifft nur TIERE. Gegenargument: Liefert aber einen grundsätzlichen Hinweis darauf, dass Lebewesen auf Schleimhäuten Virusmaterial beherbergen können ohne krank/infektiös zu sein. Warum soll diesem Phänomen nicht weiter wissenschaftlich nachgegangen werden? Was spricht dagegen?
            3. Noch einmal: Es geht hier NICHT um die Testeigenschaften. Es geht um die KLINISCHE Relevanz eines positiven PCR-Abstrichs (Validität).
            4. Wenn jetzt aber schon das Fass der Spezifität aufgemacht wird: Üblicherweise galt bisher, dass bei der Einführung von neuer Diagnostik nachzuweisen war, wie hoch die Spezifität und Senstivität sei und NICHT umgekehrt bewiesen werden muss, dass die Tests nicht geeignet sind. Offizielle Angaben dazu gab es bislang nicht, auch das WDR-Team war vor Wochen bei der Suche danach beteiligt. Ein einzelner Laborringversuch vor einigen Wochen lieferte einen extrem hohen Spezifitätswert. Das ist für mich auch bislang plausibel. Warum gibt es dann jedoch dazu wie sonst in der Medizin üblich keine eindeutigen Aussagen von RKI etc.? Man hätte doch 6 Monate nach dem Beginn des massenhaften Testens endlich Klarheit und eine vernünftige Basis für die weiteren Diskussionen: Ab welcher Prävalenz/Vortestwahrscheinlichkeit sind Tests sinnvoll, ab wann nicht mehr? Diese Intransparenz irritiert und dient nicht der Sache: Bedrohliche Infektionskrankheiten klug zu minimieren.

          6. 1. Warum erstaunt Sie das?
            Ein PCR-Test weist nach, ob bestimmte RNA- oder DNA-Sequenzen in einer Probe vorhanden sind. Es ist völlig egal, ob das Erbmaterial durch Virus-Infektion oder über Impfung mit lebenden Viren oder einem anderen Weg in die Probe geraten ist.

            Wenn man ein Tier z.B. mit lebenden Influenza-Viren impft (wie in dem von Ihnen genannten Paper), kann man deren RNA hinterher mit einem Herpes-PCR-Test nachweisen. Ein PCR-Test für SARS-CoV-2 wird aber nicht auf das Erbmaterial der Influenzaviren anspringen, da er keine passenden Sequenzmuster findet.

            2. Übersetzt heisst das einfach: ein *Lebendimpfstoff*unterscheidet sich nicht von einer (abgeschwächten) Infektion.
            Das ist tatsächlich so. Die Viren in Lebendimpfstoffen sind zwar attenuiert, aber durchaus noch fähig, Zellen zu befallen und sich so vermehren zu lassen.
            Falls Sie mir nicht glauben: https://de.wikipedia.org/wiki/Influenzaimpfstoff#Lebendimpfstoffe

            Wenn man ein Tier oder einen Menschen dagegen mit einem Totimpfstoff behandelt, kann das Erbmaterial der Viren nicht mehr vermehrt werden (falls es überhaupt noch als Verunreinigung im Vakzin vorhanden ist).

            3. Ein positiver PCR-Test sagt nur eines: die gesuchte RNA/DNA Basensequenz war in der Probe vorhanden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Getesteten nun symptomatisch waren oder nicht.

          7. Es muss natürlich heissen:
            Wenn man ein Tier z.B. mit lebenden Influenza-Viren impft (wie in dem von Ihnen genannten Paper), kann man deren RNA hinterher mit einem *Influenza*-PCR-Test nachweisen.

          8. Ja, jetzt haben Sie diesen Teil meiner Einlassungen auf den Punkt gebracht; danke. Der PCR-Test weist (bis auf die falsch-pos. und die falsch-neg. Ergebnisse) nach, ob Virusmaterial auf den Schleimhäuten vorhanden war. Die KLINISCHE Relevanz dieses Befundes bleibt unklar. Als EIN Hinweis auf diese Unklarheit sollte der Verweis auf die Korrelation Impfung und postvakzinaler positiver Abstrich bei GESUNDEN Rindern dienen. Der war gedacht zum Nachdenken für diejenigen, die meinen, dass bei einem positiven Test auch Krankheit/infektiosität bestünde. Also nicht für Sie, da Sie diese Kausalität ja gar nicht unterstellen.

  5. Zum Thema welche Test’s gibt es: Der vom RKI empholene Test prüft nur auf das Gen_E. Dieser Test ist nicht validiert. Es soll bereits Test’s geben, die weitere Gensequensen prüfen und somit genauer sind.

  6. Ich habe schon ein paar Videos über diese Abstriche gesehen und es sah echt brutal aus, weil einem dann ein 10cm Wattestäbchen in die Nase gesteckt wird bis es fast in der Nase verschwindet. Deshalb habe ich jetzt ein wenig Angst davor, wenn ich vielleicht einmal auf den Virus getestet werden müsste.

    1. Der Abstrich kann unangenehm bis leicht schmerzhaft sein, muss er sogar, wenn er richtig gemacht wird. Auch bei Kindern wird das so gemacht – es gibt leider keine andere Möglichkeit, an den für den Test benötigten Schleim aus dem Nasen-Rachen-Raum zu kommen.

  7. Berlin – Wedding lud doch Neu-Zugenogene in B-Br schon 2014-15-16
    zum Nasenabstrich ein.
    Worum ging es denn da? Was wurde denn da getestet?

    Und was läuft jetzt?
    Wenn ich wissen will: Ob Jemand mit Covid19 Viren infiziert ist,
    was angeblich Lungenkrankheiten hervorruft, o.ä.
    die Abstriche sollten – so las ich – weit hinten im Rachen/Pharynx/Larynx
    genommen werden –
    warum nimmt man weiterhin Abstriche in der Mundhöhle
    gar: In der Nase?
    Will man wissen ob diese Covid19 Viren auch in die Nebenhöhlen/
    Stirnhöhlen > bis ins Gehirn gelangen können?
    Angeblich will man sie ja schon auf/in allen möglichen Organen
    und im Darm/Stuhlgang gefunden haben.

    Ich gehe davon aus, dass man Rhino-Pharyngo-Larynx-Viren bislang
    nicht auch schon überall gefunden hat – oder wurde nur nie getestet?
    Und wie ist das mit Herpes-Windpocken-Viren?
    Und wie mit den vielen anderen Viren?

    1. Hi! Viele gute und wichtige Fragen, zum Thema Abstriche: Es ist bekannt, dass sich Sars-CoV-2 in Vielen Fällen zunächst im oberen Rachenraum ausbreitet und somit Viren auch bis in die Nasenschleimhaut kommen können. Schnupfen zählt immerhin auch zu häufigen Symptomen bei einer Infektion. Tatsächlich ist das nicht auf die anderen Viren, die du ansprichst zu verallgemeinern, je nach Virus werden unterschiedliche Zelltypen für einen Angriff präferiert. Wo man überall noch Rhinoviren bzw. Herpes-/Windpocken im Körper gefunden hat, können wir dir spontan nicht beantworten; Erregersteckbriefe und weitere Literaturhinweise findest du aber auch auf den Seiten des RKI oder infektionsschutz.de, zum Beispiel: https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/windpocken-guertelrose/#c4246
      Wir fassen in diesem Artikel übrigens den aktuellen Stand zum möglichen Befall verschiedener Organe durch Sars-CoV-2 und zu möglichen Langzeitschäden zusammen: https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/langzeitschaeden-von-covid-19-was-wir-wissen-und-was-nicht/

  8. Es ist ganz einfach oder wäre ganz einfach gewesen:
    regelmässiges repräsentatves Stichproben-Testing bei den immer gleichen Personen in einem Hotspot.
    Z.B.: 1x pro Woche 10000 Leute, dabei100 1jährige, 100 2jährige etc. bis 100 100jährige.
    Zusätzlich alle! Verstorbenen im ganzen Land testen.
    Aus den Stichproben lässt sich Prozentual alles ablessen (Anzahl der Infektionen, stumme Verläufe, Erkrankungen, Todesfälle). Aus den effektiven Todesfällen an Covid (sind ja mehr oder weniger genau bekannt) liesse sich der Krankheitsverlauf in der Gesellschaft recht genau beschreiben.
    Die sinnlose praktizierte selektive Testerei bringt kaum brauchbare Informationen…

  9. Wenn man diese häufigen “Abwimmel”- oder “Vertröstungs”-berichte kranker Menschen liest, die sich trotz ihrer Beschwerden keinem Arzt wirklich anvertrauen können und gar nicht als zu testende Patienten betrachtet werden, schreckt es einen sehr stark ab, überhaupt irgendeinen Telefonkontakt aufzunehmen, wenn man an sich verdächtige Symtome beobachtet. Aber wer soll denn dann ahnen, wieviele Neuinfektionen TATSÄCHLICH täglich stattfinden, wenn die Menschen sich resigniert zu Hause auskurieren und nicht einmal als VERDACHTsfälle in irgendwelchen Statistiken auftauchen? Die Anzahl der Neuinfektionen ist doch grade jetzt zum Maß aller Lockerungen erhoben worden. Ich sehe da ein Riesenproblem, zumal ich selbst in der Situation bin (also weiß, wovon ich rede), seit über einer Woche ziemlich krank zu sein und mich aber bislang nicht überwinden zu können, telefonischen “Rat” zu erbitten, der höchstwahrscheinlich lauten wird: Kurieren Sie sich zu Hause aus. Wohl dem, der da die Nerven behält.

  10. Nur mal zwei Nachfragen zum PCR-Test: Stimmt es eigentlich, dass “es nicht unüblich ist, die geforderten Abstriche von Rachen und Nase getrennt zu machen (empfohlen ist es anders…) und separat an das Labor zu schicken”? Dass also eigentlich mit dem selben Teststäbchen in Mund und Nase gegangen werden soll (urg), es aber manchmal nicht passiert und diese 2 Tests dann als beide positiv in die Zahlen als 2 verschiedene positive Tests eingehen könnten?
    Und laut Correctiv hat Herr Drosten über seinen PCR-Test gesagt: “Die PCR im Rachenabstrich ist nur in der ersten Woche zuverlässig positiv, dann verschwindet bei einigen Patienten im Hals das Virus … In der zweiten Woche sind die nicht mehr ganz zuverlässig positiv.” Zählt ihr das als menschlichen Fehler oder eher einen systematischen Fehler des Tests, denn gerade bei schwachen oder untypischen Symptomen würde man wohl nicht auf die Idee kommen, ab der 2. Woche (die wann genau ist, wenn man nicht weiß wann man sich angesteckt hat) einen Abstrich der Lunge (wie geht das?) vorzunehmen bzw. an sich vornehmen zu lassen. Der menschliche Faktor, also je schlechter die Proben genommen würden, desto weiter sinke die Sensitivität, kommt ja noch obendrauf. „Es gibt tatsächlich Hinweise, dass Rachenabstriche nur 70% der Erkrankten erkennen. Deshalb setze man nur geschultes Personal für die Abstriche ein. ”
    Vielen Dank

    1. Das mit den (sehr wohl empfohlenen) getrennten Abstrichen/Laborproben und den daraus resultierenden 2 Positiv-Befunden für die Corona-Statistik hab ich auch gelesen.
      Sehr, sehr schade, dass die Antwort darauf unter dem Niveau des RKI ist.

  11. Ich war vor einer Woche wegen Fieber und Husten im Fieberzentum bei uns vor Ort, da wurde ich sofort als Cocid 19 abgestempelt und darauf getestet, sollte in die häusliche Quarantäne gehen mit Mucolsovan und Paracentamol, es wurde nicht mal auf eine andere Erkrankung untersucht. Dann sagt der Arzt, eine Krankmeldung müssen Sie sich noch besorgen. Seither warte ich auf das Ergebnis, ist verdammt lange.

  12. Ich bin 72.Also Risikogruppe.Hatte zunächst nur trockenen Husten Halskratzen,Abgeschlagenheit.Habe angerufen,was für jemanden,der krank ist schon schwierig ist und es ewig dauert,bis man endlich einen Ansprechpartner hat.Ich wurde dann zurückgerufen von einer Frau die mich andauernd mit Behrendsen angesprochen hat,obwohl ich Asmussen heisse und mich offensichtlich verwechselt hat.Nach Schiderung meiner Symtome hat sie mir geraten,Paracetamol zu nehmen,mich auszukurieren und mir gute Besserung gewünscht.Das war’s.Ich musste mir also selbst helfen,kein Test,nichts. Ich war drei Wochen bös krank . Inzwischen geht es mir wieder besser,kann wieder spazieren gehen und bekomm auch schon wieder besser Luft,aber richtig gesund bin ich noch nicht.Aber ich bin von dem Krisenmanagement masslos enttäuscht.Was sollen die ganzen Statistiken,wenn es so offensichtlich falsch ist.Ich war krank und denke es war keine Grippe,denn die kommt plötzlicher und für eine Erkältung war es zu viel. Auf jeden Fall hätte es getestet werden müssen.Ich war bestimmt kein Einzelfall.Und da ich sonst keine andere Hilfe hatte,hab ich meinen Sohn auch noch angesteckt,mit was auch immer.Bitte,testet jeden,dem es schlecht geht.Lasst die Menschen nicht allein.Es ist wirklich eine üble Krankheit und das Atmen tut verdamme weh und auch das Halskratzen ist auch viel übler als man es von einer Erkältung kennt.

  13. Hallo, meine Eltern waren wohl schon Anfang Mitte Februar mit Corona infiziert. Die Bekannten waren auf dem Schiff was in Neuseeland unter Quarantäne gestellt wurde und diverse Tote hatte. Da ich damals noch regen Kontakt mit den Eltern hatte, da gab es “Corona” in den Medien noch gar nicht so wirklich, gehe ich davon aus, dass ich , 52, Sportler, auch infiziert worden bin.
    Kann ich mich testen lassen, dass ich dagegen schon immun bin, dann könnte ich mich ja normal draußen bewegen. danke

    1. Guten Tag, soweit ich vom Arzt informiert bin, können Sie auf eigene Kosten einen Antikörpertest beim Hausarzt machen lassen. Dann sieht man, ob Sie den Virus hatten. Meiner Information nach kostet der Test ca. 30 Euro.

  14. Warum soll es sinnlos sein, die ganze Bevölkerung zu testen? Damit würde man einen Großteil der asymptomatischen Infizierten entdecken und man könnte alle Lockdownmaßnahmen wieder zurückfahren, die sich letztlich alle darauf stützen, daß man nicht weiß, wer infiziert ist und wer nicht. Das ist auch das, was der Wirtschaftnobelpreisträger Paul Romer von der New York University vorschlägt, die gesamte Bevölkerung regelmäßig zu testen.

    Die Kosten wären auch um Größenordnungen kleiner als der volkswirtschaftliche Schaden oder die ganzen Hilfspakete durch den Lockdown.

    1. am besten jeden Tag ein Schnelltest für Alle! Negativtest in einem vom Gesundheitsamt oder Krankenkasse monatlich ausgegebenen Gesundheitspass,täglich eintragen, mit sich führen und gut leserlich an Kleidung aushängen. Somit kann riskiert werden, alle Einschränkungen des täglichen Lebens aufzuheben. Der Gesundheitspass kommt monatlich von Krankenkassen oder Gesundheitsamt, muss ausgefüllt und bei Negativtestergebnissen zurückgeschickt werden.
      Ist ein Positivtest dabei, darf das Haus / Wohnung nicht verlassen werden. Und man wendet sich über Telefon 106/107 an die zuständigen Stellen, um weitere erforderliche Anweisungen zu bekommen.
      Somit würde die Weltwirtschaft gerettet.

      1. Das ist sinnlos. Nicht nachprüfbar. Gewalttätig.
        Außerdem sind m.W. Schnelltests noch gar nicht entwickelt
        Zudem sind die regulären Tests noch gar nicht richtig
        ausgereift – man kann sich ja wohl auch nicht einigen, wo
        genau man einen Abstrich nimmt – Nase? Mundhöhle? Rachen? Kehlkopf?
        oder mit Tupfern hantiert ….das ist ja wohl alles mehr als ungenau.

    1. Ganz ganz vorsichtig mit sowas sein. Momentan sind viele Fake Tests im Umlauf. Tests sollten momentan nie Zuhause gemacht werden, sondern immer in Absprache mit einem Arzt.

  15. Länder, die sehr dicht und effektiv (zuverlässig belastbare Verfahren) testen können, weil sie Mittel und Möglichkeiten haben, stellen ihre Daten (anonymisierte Ergebnisse) der Wissenschaft hoffentlich bereitwillig und global zur Verfügung. In gemeinsamer Arbeit kann Wissenschaft weltweit dadurch möglichst auch Ländern, die vorgenannte Mittel und Möglichkeiten (warum auch immer) nicht einsetzen, wichtige Informationen liefern. Ob diese dann international für staatliches Handeln herangezogen werden, hängt von den jeweiligen Bevölkerungen und ihren politischen Systemen ab. Wie aber kann erreicht werden, dass in anderen Teilen der Welt das Verständnis für die Zusammenhänge zwischen akuter Bedrohung durch die Pandemie mit ihren Folgen und möglichst genauer Erfassung wächst.
    Wenn selbst medizinisches Personal keinen Zugang zu den spezifisch belastbaren Testverfahren hat, weil Technik und Agenzien schlicht fehlen, kämen schon bald aus solchen Ländern Wellen von Neuinfektionen. Die Auswirkungen in den Ländern selbst sind dabei ohnehin katastrophal.
    Wie können wir jetzt und langfristig Milderung und Abhilfe schaffen?
    Unter diesen Ländern sind auch wichtige Lieferanten von Rohstoffen und Agrarprodukten für Industrien und Menschen weltweit.

  16. „ Bis Mitte März war die Probenentnahme für mehr rund 35.000 Menschen gemeldet worden, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilte. Viele Menschen konnten nicht getestet werden. Anschließend wurde die Testkapazität von anfangs 84.000 auf mehr als 700.000 Tests pro Woche erhöht und damit schon fast verzehnfacht.“
    Wie passt dieser Satz zu den von ihnen genannten Zahlen:
    „ bis Kalenderwoche 10: 87.863
    Kalenderwoche 11 (09. bis 15. März): 127.457
    Kalenderwoche 12 (16. bis 22. März): 348.619
    Kalenderwoche 13 (23. bis 29. März): 354.521
    Kalenderwoche 14 (30. März bis 05. April): 392.984“

    Ich bitte um Erklärung, wie hoch waren die Kapazitäten und wie viele wurden tatsächlich wann getestet ?
    Sind in den Zahlen alle Getesteten enthalten, unabhängig vom Kostenträger, gibt es eine Meldepflicht für alle Labore

    1. Die Zahlen widersprechen sich nicht, da es sich einerseits um die Testkapazitäten, andererseits um die tatsächlich durchgeführten Tests handelt, die erfasst wurden.

      1. Also ich habe das auch so verstanden…. Aber schön wie man sieht wie das Gesundheitssystem abkassieren kann wenn die auf die Schnelle die Kapazitäten verzehnfachen können ohne grossen Aufwand… Das kann wirtschaftlich nur rentieren, wenn man Wucherpreise für Analysen verlangt.

  17. ich habe ende april entbindungsttermin. das klinikum kassel hat schnelltests eingeführt für gebärende. wenn frauen zur entbindung kommen, wird direkt ein test gemacht. leider konnte ich telefonisch nichts genaueres erfahren. was könnte das für ein test sein und wie schnell kommt das ergebnis? danke und vg!

    1. Kind kam mitte april. Der test wurde während der geburt (dauerte alles nur 2 std.) gemacht bei mir u. Partner. Kam dann direkt auf die wochenbett station u. Das ergebnis lag erst 1 tag später vor. Hätte in der zeit alle mögl. Leute infizieren können.
      alle trugen während der geburt mundschutz aber nicht die mütter auf der wochenbettstation. Man sollte vll. Eher darauf achten dass sich die gebärenden bei ankunft hände waschen o. Desinfizieren….

  18. Wie kann hier – wie auch von anderen Stellen – von “geschätzter Sterblichkeit” gesprochen werden, wenn niemand repräntative Tests unter der Gesamtbevölkerung macht? Ohne die Quote der Durchseuchung in der Bevölkerung zu wissen machen, kann man die Sterblichkeit nicht mal schätzen. Aber vor allem machen ohne die prozentuale Zahl der Durchseuchung alle Maßnahmen zur Eindämmung keinen Sinn. Denn nur mit diesem Wissen lassen sich die richtigen Maßnahmen und auch der richtig Zeitpunkt für deren Beginn und deren Ende planen.
    Ich verstehe auch nicht weshalb die Virologen Drosten und Steek nicht diesen Missstand klar bennen, während ihre Kollegen in Tübingen und anders wo die Hände über dem Kopf zusammenschlagen angesichts dieser Vorgehensweise.
    Mit dem Wissen dieser Zahl könnte es passieren, dass wir es hier im extremfall mit einem “fast” ganz normalen Grippe zu tun haben…. Oder wir noch ewig mit Corona zu tun haben werden.

    1. ” Ohne die Quote der Durchseuchung in der Bevölkerung zu wissen machen, kann man die Sterblichkeit nicht mal schätzen.”

      Die Quote kann man abschätzen, anhand der Anzahl der negativen Tests und der Rate, welcher Prozentsatz der Bevölkerung erfasst wird. Die Vorstellung, dass 90% der Tests negativ sind, wenn da draußen Zigtausende Infizierte herumlaufen, ist abwegig.

      “Mit dem Wissen dieser Zahl könnte es passieren, dass wir es hier im extremfall mit einem “fast” ganz normalen Grippe zu tun haben…”

      Nein, das kann nicht passieren, denn Influenzaviren sind nicht näher mit Coronaviren verwandt und eine “fast” ganz normale Grippe verursacht keine Zustände wie in Italien.

  19. Man könnte doch ein aussagekräftige Bild der Durchseuchung der Bevölkerung mittels statischen Methoden bekommen, indem man mit repräsentativen Stichproben arbeitet. Dadurch reduziert sich der Aufwand für die Testung erheblich. Diese Verfahren werden bei jeder Wahlprognose angewendet und sind wissenschaftlich anerkannt. Ich habe leider noch nichts von einer solchen Vorgehensweise gehört oder gelesen. Gibt es ev. Gründe warum eine solche Methode in diesem Fall nicht zur Anwendung kommt.

  20. Wenn man z.B. ins Geschäft geht, dann weiss man nie, wer daneben steht, ob der Mensch schon das Virus hat und mit einem infizierten vor kurzem kontaktiert hatte. Also man kann sich auch im Geschäft anstecken , und auch leichte Form von Krankheit haben ohne Fiber, nur leicht , aber da du nicht getestet bleibst ( weil du ja keine Symptome hast, und weisst ja nicht genau ob du kontakt mit aus EpiLand gekommenen hattest wie im Beispiel mit Geschäft) gehst ja du weiter raus und steckst andere an. Dann steckst du eine alte Frau mit Astma an und sie bekommt nachher deswegen die Pneumanie, weil sie immunschwächer ist, ich finde das nicht in ordnung.
    Deswegen finde ich massentast doch sehr sinnvoll. Sehe ich alleine den Sinn????

    1. In dem Text steht, dass derzeit die Kapazitäten für breite regelmäßige Massentests bei weitem nicht ausreichen. Es geht also nicht um den Sinn sondern um die physische Machbarkeit, wobei hier nicht etwa fehlende Finanzen das Problem sind, sondern z.B. genügend entsprechend ausgebildetes Personal.

  21. Liebe Redaktion, vielen Dank für Ihren Beitrag. Haben Sie sich eigentlich vorher erkundigt, z.B. auf der Seite des RKI bezüglich der prozentualen Häufigkeit der einzelnen Symptome in Deutschland. Die von Ihnen dargestellte Häufigkeit z.B. Fieber betrifft die Kohorte in China NICHT in Deutschland.

  22. Hallo zusammen, meine Frau und ich sind seit gestern in Quarantäne für 14 Tage. Heute kam der Anruf das bei meiner Frau (nur sie wurde von uns beiden getestet) das Ergebnis negativ ist. Kann uns jemand sagen ob somit die Quarantäne für uns “aufgehoben ” ist oder ob wir dennoch die Quarantäne erfüllen sollen? Danke euch und Gute Gesundheit. Grüße René

  23. Die bestehenden un zukünftigen Testkapazitäten sollten meiner Meinung nach dringend sinnvoll und effizient eingesetzt werden. Ärzte, Rettungssanitäter, Pflegekräfte und andere Berufsgruppen die in unmittelbaren Kontakt zu Erkrankten und hochgradig gefährdeten Personen stehen, müssen vorrangig getestet werden!!!
    Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen habe ich folgende Petition ins Leben gerufen:

    https://www.openpetition.de/petition/online/regelmaessige-schnelltests-auf-covid-19-fuer-pflegekraefte-rettungssanitaeter-aerzte-usw

  24. Pflegkräfte, die geplanten Pflegekontakt zu Corona-Patienten hatten/haben, werden danach dem oben beschriebenen Corona-Test unterzogen. Dies geschieht aktuell innerhalb einer Arbeitsschicht, um abzuschätzen, ob eine Übertragung stattgefunden hat, damit daheim (Familie) und am nächsten Arbeitstag (Arbeitskollegen, andere Patienten) von Ihnen keine Ansteckungsgefahr ausgeht.

    (1.) Welches Zeitintervall sollte nach Corona-Patientenkontakt bzw. Infektionszeitpunkt vergehen, damit der Test hinreichend zuverlässige Aussage bringt? Dies impliziert die Frage, wie schnell sich Corona-Viren vermehren, damit aus Mund, Nase, Rachen aussagekräftiges Probenmaterial gewonnen werden kann.

    (2.) Welches ist für diese Pflegekräfte der geeignete Abstrichort für diesen Test innerhalb einer Arbeitsschicht (Mund, Nase oder Rachen), damit eine Schnellaussage getroffen werden kann (wenn die Infektion innerhalb dieser Arbeitsschicht stattfand), um damit Familie, Arbeitskollegen und weitere Patienten zu schützen?

    Vielen Dank schon jetzt für Ihre Antworten

      1. Hi Klaus, Hi Annie,
        was genau da der richtige Zeitpunkt ist, können wir nicht genau sagen. Die Abstriche werden unseres Wissens nach im Rachen genommen, da da Virus sich oft dort vermehrt. Die Inkubationszeit ist dabei relativ variabel, im Schnitt dauert es fünf Tage, bis Symptome auftreten. Es könnte also sinnvoll sein, an Tag drei bis vier zu testen. Aber: das ist eine Vermutung unsererseits und keine gesicherte Erkenntnis. Am besten sprecht ihr da mal mit dem zuständigen Gesundheitsamt.

    1. Diese Frage stelle ich mir auch seit Anfang an und finde es eigentlich skandalös, wenn das das RKI wie hier behauptet selbst nicht weiß! Man stelle sich nur einmal vor, in seiner Studienarbeit die Anzahl der positiven Fälle schön exponentiell über die Zeit aufgetragen ohne sie zur Gesamtzahl der Tests ins Verhältnis gesetzt zu haben. Jegliche Hypothese in Richtung “die Fallzahlen steigen ins Unermessliche” wären wohl unhaltbar! Ich erwarte bei der täglichen Kommunikation der aktuellen Fall- und Todeszahlen also unbedingt auch die Angabe der Testanzahl. Sonst spiele ich dem sturen Tutor und glaube das Ganze einfach immer noch nicht!
      Ich habe aber trotzdem ein bisschen gerechnet: Hier wird davon gesprochen, dass Mitte März 35000 Menschen gestestet waren. Ich nehme dafür den Sonntag 15. März an. Dann wurde vermutlich in der Woche drauf auf 84000 Tests PRO WOCHE (16. bis 22. März) aufgestockt. Heute (Artikeldatum 30. März) wird von 300.000 wöchentlichen Tests geredet. Das ist die Kapazität für die laufende Woche. Den Zeitraum der letzten Woche (23. bis 29. März) interpoliere ich mir, indem ich ein leicht exponentielles Wachstum der Testkapazität annehme, komme auf grobe 180.000 Tests/Woche. Addiere ich nun alles inkl. der laufenden Woche, dann komme ich auf bisher 599.000 Tests in Deutschland. Diese stehen derzeit knapp 70.000 offiziellen Corona-Fällen gegenüber. Das entspricht einer Positivrate von 11,7%.
      Jetzt werde ich hellhörig und möchte auf eines der umstrittenen und stark kritisierten Videos von Dr. Wodarg verweisen! Dort sagte er in etwa “untersucht man alle Menschen mit Grippesymptomen, dann wird man bei 5-15% auch Coronaviren finden – das war schon immer so.” Er machte vor etwa 4 Wochen mit dem damaligen Stand in Italien eine ähnliche Beispielrechnung: 7500 Corona-Fälle bei 50.000 Tests. Damals hieß es, das entwickle sich alles ganz anders und wird eskalieren. Aber die Verhältnisse haben sich offenbar nicht wirklich verändert…
      Ich würde mir wirklich wünschen, dass die Verantwortlichen auch mal zu diesem Aspekt was sagen würden!

  25. eine der interessantesten Fragen bleibt ungeklärt: Wie verhält sich die Anzahl der Tests zu der Anzahl der positiv Getesteten?
    Denn um die Anzahl der Neuinfektionen richtig zu bewerten, ist dieser Parameter notwendig, um z.B. die getroffenen Maßnahmen in Qualität/Quantität einzuschätzen.

  26. Schade, dass der Autor dieses Artikels nicht näher auf die Funktionsweisen der verschiedenen Testverfahren eingeht. Ich hätte mir Details gewünscht (so wie es die Überschrift des Artikels eigentlich suggeriert)!

  27. Warum wird nach Impfungen und Medikamenten geforscht, aber nicht analysiert, wie viele bereits Immunität erlangt haben?
    Soll man sich nach der Krise trotz Immunität impfen lassen, wenn es denn irgendwann eine Impfung gibt?
    Der richtige Weg wäre doch, diejenigen, die Immunität nachweisen wieder los zu lassen, so dass es zu keinem totalen Stillstand kommt.
    Deshalb meine Frage:
    Warum wird nicht danach geforscht, wie man flächendeckend feststellen kann, wer bereits immun ist?

    1. “Warum wird nach Impfungen und Medikamenten geforscht, aber nicht analysiert, wie viele bereits Immunität erlangt haben? ”

      Weil die dafür notwendigen Tests gerade erst verfügbar werden.

      1. soso, Antikörpertests werden gerade erst verfügbar.
        1 Monat später werden sie immer noch gerade erst verfügbar.
        Es darf stark bezweifelt werden, dass überhaupt ein Interesse daran besteht zu erfahren wieviele Menschen mittlerweile eine Immunität erwerben konnten. Das macht sich gar nicht gut bei der Bestellmenge eines Impfstoffes. Besser man bestellt viel zu viel als viel zu wenig. Das freut den Impfstoffhersteller und doppelt gemoppelt hält ja bekanntlich auch besser.
        Glaubt doch kein Mensch, dass wenn es ans Impfen geht, erst umständlich eine natürliche Immunität getestet wird.

  28. Unterscheidet der Covid19 Test zwischen Sars-Cov-2 und den anderen vier weiteren Coronaviren?Würden weitere Covid19-Tests in der Bevölkerung (Identifikation von Covid19-Infizierten ohne Symptome) nicht die Letalität senken?

    1. Die Fehlerquote scheint extrem hoch zu sein, die Ergebnisse mehr oder weniger zufällig. ich empfehle das Video “Corona – eine epidemische Massenhysterie”, das jeden Tag von YouTube gelöscht und von einem tapferen Menschen wieder hochgeladen wird. Wenn das keine Aussagekraft hat…

  29. Wenn es eine Möglichkeit gäbe, die schon immunisierten Menschen ausfindig zu machen, könnte man durch Blutspenden dieser Immunen nicht weitere Menschen durch deren Antikörper quasi mit „Lebendimpfstoff“ schützen?

  30. Wird bei den Test auch eine evtl. Immunität überprüft?
    Heißt: Wenn sich evtl. jemand schon infiziert hatte, aber keine Symtome zum Vorschein kamen, wurde er ja nicht getestet. Wenn diese Person aber jetzt Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatte und nun getestet wird, wird dann lediglich festgestellt, dass er negativ ist oder kann auch festgestellt werden, dass er den Virus schon auskuriert hat?

  31. Wie ist es möglich, dass in Süd-Korea so viel getestet wird. Wie schaffen die Süd-Koreaner das? Und warum können wir das nicht? Es wird doch immer wieder betont – und das ist ja auch einleuchtend -, wie wichtig möglichst viele Tests sind.

    1. Die Koreaner haben mehr Disziplin und Verantwortungsgefühl für einander.
      Das war der Hauptgrund für das schnelle reagieren in der Gesellschaft, hat leider bei uns nicht geklappt.
      In Deutschland war Corona im Januar bekannt und trotzdem sind viele zu sorglos gewesen (Husten, Urlaub, Veranstaltungen).

  32. Ist die Altersstruktur der Personen, die am Coronavirus verstorben sind,
    in Deutschland und auch in anderen Ländern der EU und anderen Ländern
    der Welt, bekannt? Und werden diese Zahlen bei uns veröffentlicht oder
    werden diese geheim gehalten?

  33. “Das Robert-Koch-Institut empfiehlt aber derzeit, die Tests strategisch durchzuführen. Aus diesem Grund werden Menschen ohne typische Symptome für Covid-19 nicht getestet. ”
    Was ist mit asymptomtisch Infizierten? Ohne alle zu testen findet man sie nicht und nach der Lockdown, verbreiten sie den Virus.

  34. Ist schon mal geprüft worden, ob es möglich ist bei der Coronatestmethode einen „Hebel“ zu verwenden um den Test mehr in die Breite zu bringen, um z. B. alle Personen die „nur“ Symptome zeigen testen zu können? Dabei erfolgt zwar eine Verdünnung des Probenmateriales, aber wenn der Test so sensitiv ist, dass er auch dann zuverlässig positive Ergebnisse bringt, wenn man z. B. 100 Proben zusammen in einem Durchlauf testet und davon nur eine Probe positiv ist, dann ist es möglich, zum Beispiel bei einer 1/100 Positivdichte, das eine schwarze Schaf mit nur insgesamt 8 Testdurchläufen zuverlässig herauszufinden! Wir hätten gegenüber Einzeltests dabei also einen Hebel mit der Übersetzung von rund 12!
    Je sensitiver der Test ist und je geringer die angenommene Positivdichte ist, desto geeigneter ist diese Methode um in die Breite der Bevölkerung zu testen, idealerweise sogar um vollständige Reihenuntersuchungen durchzuführen.
    Dieses Prinzip wir z.B. bei der Trichinenbeprobung seit Jahren angewendet um mit wenig Aufwand die sehr wenigen Positivfälle aus der Gesamtheit der Proben mit minimalem Aufwand zuverlässig herauszufinden. Aber wie eingangs gesagt, das funktioniert nur bei einer entsprechend hohen Ansprechempfindlichkeit des Tests.

  35. Meine Schwester hat sich in Frankfurt testen lassen.
    Lasst euch nicht verunsichern, wenn die Testergebnisse nicht innerhalb von vier bis sieben Tagen vorliegen.

  36. “Die Antikörper-Schnelltests erreichen in der Regel nie die Trefferquote eines genetischen Tests. ”
    Was wäre mit AntiGEN-Schnelltests (die es ja noch nicht gibt). Ich finde Ihre Aussage unklar, da sie im selben Absatz mit Ihren Kommentaren zu AntiGEN-Tests steht.

  37. Die Angaben zum Testumfang sind nicht richtig. Roche Pharma vertreibt nach meinem Wissen seit 16.3.2020 einen Test zur PCR, mit dem ca. 4000 Proben pro Tag und Labor, welches PCR mit Cobas macht, gemacht werden können

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