Corona-Test: Wie funktioniert der Test?

Österreich, Wien: Ein Mitarbeiter der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) schaut auf einen Corona-Test im Labor. | Foto: Hans Klaus Techt/APA/dpa

Antworten zum Coronavirus-Test

Corona-Test: Wie er funktioniert – und wer getestet wird

Es ist ein Hin und Her: Wer bekommt überhaupt einen Corona-Test? Und warum werden nicht einfach alle getestet? Dafür gibt es einen guten Grund.

16. Oktober 2020 | 225 Kommentare

Wie funktioniert der PCR-Test?

Der Nachweis für SARS-CoV-2 läuft über Abstriche aus dem Mund-, Nasen- oder Rachenraum. Der Abstrich kann Erbgut des Virus enthalten.

Mittlerweile gibt es zwei Testverfahren:

  • Der standardmäßige PCR-Test
  • Antigen-Schnelltests

Der PCR-Test ist der Standard und besonders genau

In für die entsprechenden Verfahren geprüften Laboren wird das virale Erbgut durch einen empfindlichen molekularen Test nachgewiesen. Der vollständige und komplizierte Name lautet „Real-time Reverse-Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion“ (englisch abgekürzt RT-PCR).

Das Gerät vervielfältigt das wenige genetische Material der Probe in mehreren Zyklen. Durch den Einsatz fluoreszierender Stoffe sieht man, ob die gesuchten Gensequenzen des Virus vorliegen oder nicht.

Die Suche nach mehreren Genabschnitten eines Virus soll verhindern, dass es zu fehlerhaften Nachweisen kommt, etwa weil sich manche Gensequenzen mit denen anderer Viren gleichen.

PCR-Coronatest ist sehr genau

Während der PCR-Test sehr genau ist, benötigt diese Methode relativ lange. In der Regel vergehen mehr als 24 Stunden bis das Ergebnis vorliegt oder mitgeteilt wird. Für Infektionskrankheiten ist das insofern relevant, als dass in dieser Zeit infektiöse Menschen das Virus weiterverbreiten können.

Hier sind schnellere Tests bereits zugelassen oder in Arbeit. Ein neuer kommerzieller Test schafft an einem 8-Stunden-Arbeitstag mehr als 1.000 Tests, im 24-Stunden-Betrieb sind mit bestimmten Geräten bis zu 4.000 Tests möglich. Das liegt weit über den bisherigen Kapazitäten. Wie schnell und wie häufig diese Geräte ab sofort eingesetzt werden, ist nicht bekannt. Andere Hersteller zielen darauf ab, die Testdauer auf etwa eine Stunde zu reduzieren.

Was besagt der ct-Wert?

Beim PCR-Test wird das genetische Material aus den Proben in mehreren Zyklen vermehrt (verdoppelt). Der ct-Wert (engl.: cycle threshold) gibt den jeweiligen Zyklus wieder. Für SARS-CoV-2 spricht man bei einem ct-Wert von mehr als 30 davon, dass die Infektiosität in der Regel gering bis vernachlässigbar ist (geringe Viruslast). Das wird damit begründet, dass sich diese Menge im Labor nicht mehr anzüchten lässt.

Der PCR-Test kann das Virus auch noch mit höheren ct-Werten (also niedrigeren Ausgangskonzentrationen) nachweisen. In der Praxis bedeutet dies, dass der Test etwa dann noch anschlägt, wenn die Person die Infektion bereits durchgemacht und vermutlich nicht mehr ansteckend ist.

Schnelltests weisen nicht so niedrige Erbgutkonzentrationen des Virus nach. Sie sind damit insgesamt weniger treffsicher, aber geben einen schnellen und recht zuverlässigen Hinweis darauf, wie infektiös die getestete Person ist.

Wie funktionieren Schnelltests?

Schnelltests weisen im Gegensatz zu PCR-Tests kein Erbmaterial nach, sondern Virusproteine. Die Tests sehen oftmals aus wie Schwangerschaftstests und sind einfach in der Handhabung und können daher auch außerhalb Labors eingesetzt werden, etwa in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und Arztpraxen.

Auch für die Schnelltest wird eine Probe aus dem Nasenrachenraum gesammelt. Anschließend wird das Probenmaterial in eine Flüssigkeit gegeben, um die Proteine zu lösen. Danach werden wenige Tropfen in das Testkit gegeben und wandern über einen Papierstreifen.

Ergebnis nach 15 Minuten

Ein großer Vorteil der Antigen-Tests besteht darin, dass zwischen Probenentnahme und Ergebnis nur 10 bis 15 Minuten vergehen. Deshalb könnten gerade die Antigen-Schnelltests helfen, Infizierte früher zu finden. Der Grund: Aus Studien weiß man, dass man die höchste Viruslast hat, bevor man überhaupt etwas von der Krankheit bemerkt. Gerade dann kann man andere Menschen leicht anstecken – auch wenn man sich gesund fühlt.

Die Tests könnten in vielen Situationen sinnvoll sein:

  • Akuter Ausbruch: Mit Schnelltests verringert sich die Zeit, bis erste Informationen über Größe und Umfang eines Ausbruchs vorliegen, egal ob in Pflegeheimen oder Schulen. Schnelltests verringern die Zeit, in denen Menschen unbemerkt weitere Personen infizieren.
  • Akute Erkrankung: Sobald Antigen-Schnelltests bei Infizierten negative Ergebnisse liefern, ist die Viruslast womöglich so niedrig, dass sie etwa wieder aus der Quarantäne entlassen werden können.
  • Vorsorge bei Risikogruppen: Um vulnerable Personen zu schützen, könnten sich etwa Besucher von Pflege- und Altersheimen vor einem Besuch der Verwandten testen lassen.
  • Vorsorge bei Schulbetrieb oder Veranstaltungen: Bei großen Personenzahlen sind PCR-Tests zu aufwändig, zu teuer und durch die Verzögerung bis zum Ergebnis unpraktisch. Schnelltests könnten die Gefahr von Superspreading-Events eindämmen.

Das heißt: Mit den Antigen-Schnelltests erhöht man die Chance, genau die Menschen zu finden, die vermutlich sonst unwissentlich andere Menschen angesteckt hätten.

Antigen-Tests lösen aber nicht alle Probleme

Die Schnelltests sind insgesamt weniger genau als PCR-Nachweise. Sie erkennen im direkten Vergleich Kranke seltener als krank, Gesunde seltener als gesund. Die Herstellerangaben für Schnelltests, die in Deutschland vom BfArM gelistet sind, sprechen in der Regel von einer Trefferquote zwischen 95-99 Prozent.

Dabei muss aber eines klar sein: Ein negatives Testergebnis mit einem Antigen-Schnelltest bedeutet nicht, dass man nicht infiziert ist. Es bedeutet aber, dass man an diesem Tag mit hoher Wahrscheinlichkeit niemanden ansteckt – denn gerade dann, wenn man besonders infektiös ist, schlägt der Test auch genauer an.

Wie zuverlässig sind die Corona-Tests?

Kein Test ist fehlerfrei. Positive und negative Testergebnisse können also auch mal falsch liegen. Wie verlässlich ein bestimmtes Testverfahren ist, wird zunächst durch zwei Parameter bestimmt: Sensitivität und Spezifität.
  • Die Sensitivität eines Tests gibt an, bei wie viel Prozent der Infizierten ein Test die Infektion auch wirklich erkennt. Ein Test mit einer Sensitivität von 99 Prozent identifiziert 99 von 100 Infektionen und eine nicht. Eine Person hat also ein falsch-negatives Ergebnis. Heißt: Je höher die Sensitivität ist, desto sicherer erfasst ein Test die Erkrankung.
  • Die Spezifität gibt an, zu wie viel Prozent ein Test eine gesunde Person auch als gesund erkennt. Ein Test mit einer Spezifität von 95 Prozent liefert bei 95 von 100 gesunden Menschen ein negatives Ergebnis. Bei fünf Gesunden schlägt der Test allerdings trotzdem an und erkennt sie fälschlicherweise als infiziert. Er liefert also bei fünf Personen ein falsch-positives Ergebnis.

Hersteller geben oft eine nahezu 100-prozentige Sensitivität und Spezifität für PCR-Tests an.  Diese guten Werte gelten zunächst aber nur unter Laborbedingungen. Sie dürften in der Praxis selten erreicht werden, schon weil beim Testen selbst Unsicherheitsfaktoren hinzukommen. So können bei der Entnahme der Proben Fehler passieren oder die Proben falsch transportiert werden. Auch der Zeitpunkt der Probenentnahme spielt eine Rolle dafür, ob überhaupt noch Viren nachweisbar sind. So zeigt eine im Fachmagazin Nature veröffentlichte Studie eines deutschen Forschungsteams: Abstrichproben aus dem Rachen enthalten vermehrungsfähige Viren nur bis zum vierten, aus dem Sputum bis zum achten Tag nach Symptombeginn.

Wenn dieses Kriterium eingehalten wird, gelten die Tests allerdings als sehr zuverlässig. Falsche Befunde kommen laut RKI nur sehr selten vor.

Wichtig: Wie hoch ist das Risiko für eine Infektion überhaupt?

Sensitivität und Spezifität zeigen nur auf, wie viele Personen in einer Gruppe von infizierten Personen auch als solche erkannt werden (Sensitivität) und wie viele Personen in einer Gruppe von gesunden Menschen richtig als gesund erkannt werden (Spezifität).

Für die Aussagekraft der Tests ist noch ein weiterer Faktor wichtig: die sogenannte Vortestwahrscheinlichkeit. Sie beschreibt, wie hoch das Risiko ist, dass eine Person überhaupt mit dem Virus infiziert sein könnte.

Also: Hatte die Person vor dem Test Kontakt mit Infizierten? Kommt sie aus einem Risikogebiet? Zeigt sie Krankheitssymptome und sind diese mit Covid-19 vereinbar? Dabei spielt auch eine Rolle, wie viele Menschen in der gesamten Bevölkerung oder der untersuchten Gruppe gerade infiziert sind. Je höher der Anteil an Infizierten ist, umso größer ist auch das Ansteckungsrisiko – und damit die Vortestwahrscheinlichkeit.

Bei hohem Infektionsrisiko sind positive Testergebnisse sehr sicher

Grundsätzlich gilt: Je wahrscheinlicher es ist, dass sich eine Person tatsächlich infiziert hat, desto höher ist auch die Aussagekraft eines positiven Tests. Mit anderen Worten: Hatte eine Person engen und längeren Kontakt mit einem Covid-19-Patienten, so ist ein positiver PCR-Test mit nahezu 100-prozentiger Sicherheit richtig.

Auf der anderen Seite steigt unter diesen Bedingungen der Anteil von Personen, die fälschlicherweise als negativ getestet werden. Denn es gibt schlicht einen größeren Pool an infizierten Personen, die überhaupt ein falsch-negatives Testergebnis erhalten können. Heißt also: Wenn das Ansteckungsrisiko in der Bevölkerung generell hoch ist, das Virus also stark verbreitet ist, dann steigt die Zahl der Infizierten, die trotz Test nicht als infiziert erkannt werden. Es bleibt also ein höherer Anteil an Infizierten unentdeckt.

Das ist extrem wichtig für die Einschätzung von Testergebnissen. Denn: War eine Person mit einem Infizierten in engem Kontakt und hat damit ein hohes Infektionsrisiko, dann ist ein einzelner negativer Test kein Freibrief – und auch kein Anlass, die Quarantänezeit zu verkürzen. So empfiehlt es auch das Robert-Koch-Institut. Aber: „Bei unsicheren Testergebnissen kann durch die Wiederholung und Kombination verschiedener Tests die Aussagekraft der Testergebnisse gesteigert werden“, sagt Martin Hellmich, Leiter der Arbeitsgruppe Medizinische Statistik an der Universität Köln.

Ist das Ansteckungsrisiko gering, steigt der Anteil falsch-positiver Tests

Nehmen wir das gegenteilige Szenario an: Das Ansteckungsrisiko ist sehr gering, da es zum Beispiel nur sehr wenige Infektionen in der Bevölkerung gibt. Unter diesen Voraussetzungen sind negative Testergebnisse ziemlich sicher richtig. Gesunde Personen werden also mit hoher Wahrscheinlichkeit auch als gesund identifiziert.

Gleichzeitig steigt jedoch der Anteil der falsch-positiven Tests: Personen erhalten zwar ein positives Testergebnis, sind aber gar nicht mit SARS-CoV-2 infiziert. Denn bei insgesamt wenig Infizierten gibt es einen viel größeren Pool an gesunden Menschen, die ein falsch-positives Testergebnis erhalten können.

Fazit: Massentests machen nicht immer Sinn

Wir wissen: Es ist kompliziert. Daher hier ein kleines Gedankenexperiment, um zu veranschaulichen, welchen Effekt ein hohes oder niedriges Risiko für eine Erkrankung auf das Testergebnis hat. Für die Berechnung nutzen wir für Spezifität und Sensitivität die Mittelwerte, die die Gesellschaft zur Förderung der Qualitätssicherung in medizinischen Laboratorien für PCR-Testungen in 488 Laboren aus 36 Ländern ermittelt hat: eine Sensitivität von 99,3 Prozent und eine Spezifität von 98,2 Prozent.

Der dritte Einflussfaktor auf das Testergebnis, das Infektionsrisiko, ist grundsätzlich natürlich für jeden Menschen individuell unterschiedlich – je nachdem, ob er mit einer infizierten Person in engerem Kontakt war, zum Beispiel auf einer Party. Für unsere Rechnung gehen wir aber davon aus, dass quer durch die Bevölkerung getestet wird. So hat jede getestete Person das gleiche Risiko für eine Infektion. Je nach Vortestwahrscheinlichkeit ergeben sich so verschiedene Werte:

1. Hohe Vortestwahrscheinlichkeit:
Gehen wir davon aus, dass sich 80 von 100 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infizieren. Das heißt, das Risiko der Bevölkerung, sich zu infizieren, liegt im Durchschnitt bei 80 Prozent. Unter diesen Voraussetzungen würden in der Regel 80 von 100 getesteten Menschen richtigerweise als positiv getestet werden. Keine Person würde ein falsch-positives Testergebnis erhalten.

2. Niedrige Vortestwahrscheinlichkeit:
Gehen wir nun davon aus, es ist nur einer von 100 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert. Das Risiko, sich zu infizieren, liegt im Durchschnitt bei 1 Prozent. Unter diesen Voraussetzungen würde eine Person von 100 getesteten Menschen richtigerweise als positiv getestet werden: Zwei Personen würden jedoch ein falsch-positives Testergebnis erhalten, heißt: positives Testergebnis, aber gar nicht infiziert. Dieser Anteil an falsch-positiven Ergebnissen steigt sogar noch weiter an, wenn das Infektionsrisiko noch unter einem Prozent liegt.

Beliebtes Argument für Verschwörungsideologen

Dieser statistische Zusammenhang wird auch von Verschwörungsanhängern für ihre Argumentation herangezogen, dass das Coronavirus eigentlich gar nicht existiert. Sie behaupten: Die Infektionsrate in Deutschland sei so niedrig, dass alle gemeldeten Fälle in Wirklichkeit auf falsch-positive Testergebnisse zurückzuführen seien, Corona also gar nicht existiere. In anderen Worten: Die Vortestwahrscheinlichkeit liege bei null.

Doch ihre Argumentation hat einen Haken: „Wenn quer durch die Bevölkerung getestet würde, läge die Falsch-positiv-Rate bei der aktuell niedrigen Infektionsrate tatsächlich hoch“, sagt Walter Krämer von der Fakultät Statistik an der TU Dortmund. Das passiere aber nicht – vielmehr finde eine Vorselektion statt, sodass im Normalfall nur auf Verdacht getestet werde. Darüber hinaus lassen sich Falsch-Positive im Verdachtsfall vermeiden, indem doppelt getestet wird. Dadurch reduziert sich auch die Rate von Falsch-Positiven.

Das Robert-Koch-Institut rät in seiner Nationalen Teststrategie deshalb auch klar davon ab, die gesamte Bevölkerung ohne Verdacht querbeet durchzutesten – und empfiehlt ein zielgerichtetes Vorgehen. Getestet werden sollen vor allem:

  • Personen mit Covid-19-spezifischen Symptomen
  • Menschen, die mit einem Corona-Infizierten in engeren Kontakt gekommen sind
  • Einreisende aus Risikogebieten
  • medizinisches und Pflegepersonal
  • und Bewohner von Betreuungseinrichtungen und Patienten.

Fazit: Testergebnis im Kontext interpretieren

Ein Testergebnis muss immer in seinem Kontext interpretiert werden. Mit welcher Wahrscheinlichkeit ist eine positiv getestete Person tatsächlich positiv und eine negativ getestete tatsächlich negativ?

„Sollte es doch zu Massentestungen in Deutschland kommen, so muss die Bevölkerung über die Möglichkeit falsch-positiver, aber auch falsch-negativer Tests unbedingt aufgeklärt werden“, fordert Gerd Gigerenzer, Direktor des Harding-Zentrums für Risikokompetenz an der Universität Potsdam. Das Problem: Bei falsch-negativen Ergebnissen würden sich Infizierte in falscher Sicherheit wiegen und könnten zu Superspreadern werden.

Wann sind Antikörper-Tests sinnvoll?

Tests auf Antikörper könnten Hinweise darauf liefern, wie viele Menschen sich bereits mit SARS-CoV-2 infiziert haben – womöglich, ohne es zu wissen. Sie weisen Antikörper nach, die zeigen, dass das Immunsystem schon Kontakt zum Coronavirus hatte.

Anfangs wurde daher große Hoffnung in Antikörper-Studien gesetzt, um Einblicke in die Dunkelziffer zu bekommen. Neue Ergebnisse zeigen jedoch, dass Infizierte ohne Krankheitssymptome teilweise gar keine Antikörper mehr aufweisen können. Andere Bestandteile des Immunsystems haben das Virus in den ersten Tagen der Infektion bereits bekämpft.

Ob wir nach einer Infektion immun sind, das erklären wir hier.

Solch verfügbare Tests zeigen vermeintlich in bis zu 99,9 Prozent der Fälle richtig an, ob Personen Antikörper haben. Allerdings weichen Herstellerangaben und Untersuchungsergebnisse von Wissenschaftlern immer wieder voneinander ab. Meist liegt die Trefferquote niedriger.

Die Trefferquoten unterscheiden sich

Bei rund 90 Prozent und mehr sollen sie richtig feststellen, wenn keine Antikörper vorliegen. Das Problem: Je größer die Stichprobe und je geringer der Anteil an immunen Personen, desto mehr falsche Ergebnisse entstehen. Von einer Million Untersuchten ohne vorherige Infektion würde ein Test mit 90-prozentiger Genauigkeit 100.000 Menschen fälschlicherweise als immun kennzeichnen.

Wichtig ist auch der Zeitpunkt des Tests. Der Körper bildet Antikörper erst nach einiger Zeit, teilweise sind bereits drei Wochen vergangen, ehe man die wichtigsten Antikörper zuverlässig nachweisen kann. Denn nicht alle schaffen es, das Virus selbstständig zu bekämpfen.

Antikörpertests sind daher nicht für den akuten Nachweis einer Infektion geeignet.

Welche Antworten die Antikörpertests aus der Heinsberg-Studie liefern, haben wir hier erklärt.

Wer wird getestet?

Nicht alle Menschen in Deutschland werden auf SARS-CoV-2 getestet. Die Kriterien wurden mehrfach angepasst. Getestet werden sollen:
  • Symptomatische Personen
  • Asymptomatische Personen, z.B.
    • Aus Pflegeeinrichtungen (Mitarbeiter, Betreute, Besucher)
    • Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Testpflicht für Einreisen aus Risikogebieten

Unabhängig davon muss sich seit Anfang August auch jeder auf das Coronavirus testen lassen, der aus einem der aktuellen Risikogebiete nach Deutschland einreist. Und zwar egal, ob man Symptome hat oder nicht.

Seit Oktober soll die verpflichtende Quarantäne frühestens ab dem fünften Tag nach Rückkehr beendet werden können – durch einen negativen Test. Die Tests sind kostenlos.

Alternativ kann man den Corona-Test auch innerhalb von 48 Stunden vor Abreise nach Deutschland machen, also noch im Urlaubsland. In diesem Fall muss der Test aber selbst bezahlt werden.

Hier gibt es die Übersicht der Risikogebiete (RKI)

Die meisten Tests sind negativ

In vielen Fällen ist es in der Tat nur eine gewöhnliche Erkältung oder Grippe, die Symptome können sich jedoch überschneiden. Selbst auf dem bisherigen Höhepunkt der Pandemie in Deutschland sind nur etwa sechs bis neun Prozent aller Testergebnisse positiv gewesen. Gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts entscheiden letztlich die Ärzte, ob ein Test durchgeführt wird.

Grundsätzlich sollten sich alle Menschen mit verdächtigen Symptomen sofort in freiwillige Quarantäne begeben – inklusive der Lebenspartner, Familienmitglieder oder Mitbewohner im selben Haushalt.

Die Krankenkasse trägt die Kosten für den Test.

Wer testet und wo passiert das?

Grundsätzlich können sich Menschen an unterschiedlichen Orten testen lassen, dazu zählen Hausarztpraxen, Kliniken und speziell eingerichtete Testzentren, mit denen eine Verbreitung in den Wartezimmern verhindert werden soll. Sowohl PCR-Tests als auch die Antigen-Schnelltests sollen ausschließlich von geschultem, medizinischen Personal durchgeführt werden. Das ist insofern sinnvoll, als dass bei einem positiven Befund weitere Maßnahmen nötig sind.

Der wichtigste Hinweis: Im Verdachtsfall sollte man sich vorerst telefonisch melden und nicht einfach eine Arztpraxis oder Klinik aufsuchen. Dort wird man oftmals direkt wieder nach Hause geschickt. Verdachtsfälle sollten sich daher telefonisch entweder an den Hausarzt oder an eine der offiziellen Hotlines wenden. In Deutschland ist das die 116 117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes.

Zusätzlich gibt es in vielen Bundesländern spezielle Hotlines, an die man sich wenden kann.

Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, kann sich auch direkt in vielen Flughäfen und Bahnhöfen in speziell eingerichteten Testzentren auf eine mögliche Infektion testen lassen.

Unsere Quellen

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225 Kommentare;

  1. Ich wundere mich, dass ich noch kein Ergebnis mitgeteilt wurde. Am 09.10. in München wurde ich getestet. Ich dachte, per telefonisch oder per Email hätte ich Bescheid erhalten.

  2. Mit dem heutigen Inkrafttreten der neuen Testverordnung wäre es an der Zeit, das Kapitel über den AG-Test zu überarbeiten. Es wäre hilfreich, wenn die Redaktion aktuelle Daten zu den Testeigenschaften Sens/Spez der eingesetzten Tests bereitstellen würde. Vielen Dank!

  3. Sehr interessant, was der Erfinder des PCR-Tests Kary Mullis über die „Interpretierbarkeit“ (Missbrauchbarkeit!) der PCR-Testergebnisse gesagt hat. Wenn viele Viren (Moleküle davon) bereits im Menschen (und in Tieren) vorhanden sind und man diese dann gezielt mit dem PCR-Verfahren vermehrt, kann vermutlich vieles „gefunden“ werden – was im Organismus des Menschen in seiner ursprünglichen Form (nur Virenfragmente) und Menge vielleicht gar kein Problem darstellt?

    Noch immer wird es in den Medien so dargestellt, als wäre ein positives PCR-Testergebnis gleichbedeutend mit einem an Covid-19 erkrankten und somit für andere ansteckenden Menschen – das ist falsch!
    Ein PCR-Test weist nur einzelne Genfragmente von Corona-Viren nach. Und Corona-Viren gibt es seit Millionen von Jahren in Menschen und Tieren. Und selbst wenn Teile von SARS-CoV-2 Viren nachgewiesen werden konnten, ist dies kein Nachweis für eine akute Vireninfektion, sondern nur dafür, dass Fragmente des Virus im Organismus vorhanden sind. Diese können von einer längst überstandenen und vielleicht kaum bemerkten Virusinfektion stammen, sie müssen einen gar nicht krank machen und ohne klare Krankheitssymptome ist es auch sehr unwahrscheinlich, dass jemand andere anstecken kann.

    (08.10.2020) Kary Mullis: Mit dem PCR-Verfahren kann man alles finden – in jedermann
    https://corona-transition.org/kary-mullis-mit-dem-pcr-verfahren-kann-man-alles-finden-in-jedermann
    Der Missbrauch des Tests beginnt mit der Interpretation der Ergebnisse.
    Der PCR-Test und vor allem seine Resultate bestimmen weltweit die Pandemie-Politik.

    Es ist wirklich schwierig, Behauptungen auf deren Wahrheitsgehalt zu prüfen. Die Verfasser regierungs-kritischer Beiträge werden heutzutage einfach pauschal als „Verschwörungstheoretiker“ oder „Corona-Leugner“ diffamiert – um ihre Botschaften zu diskreditieren, deren Verbreitung einzugrenzen und andere Kritiker abzuschrecken, sich zu äußern.
    Auch der folgende Artikel ist es meiner Meinung nach wert, gelesen und überdacht zu werden.

    (30.09.2020) Achtung, Diktatur!
    https://www.rubikon.news/artikel/achtung-diktatur
    Die Wirtschafts- und Finanzeliten nutzen die Krise, um die freiheitlich-demokratische Grundordnung abzuschaffen — unter aktiver Mithilfe der Politik. Teil 1/2.

    Es muss schließlich Gründe dafür geben, wieso viele Regierungen in diesem Jahr so anders handeln, als in den (Grippe-) Jahren davor – und die Sterblichkeit an Covid-19 ist sicherlich nicht der Grund.
    https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/wie-viele-menschen-sterben-an-corona/#comment-10251

  4. Sorry, der Erfinder, bzw. Entwickler Kari Mullis sagt klar,das dieser Test NICHT zum Nachweis von Covid19 geeignet ist!Er wurde dafür nicht entwickelt und darf um so eine Infektion nachzuweisen nicht benutzt werden, schon gar nicht benutzt werden um eine Pandemie auszurufen, die auf Zahlen bei den Testergebnissen beruhen!
    Warum wissen es alle besser?

  5. Was soll die wilde, nichts sagende Testerei? Der PCR-Test von Herrn Drosten ist nicht validiert und somit ist gar nichts bewiesen. Die WHO ist mit seinem Hauptsponsor Bill Gates ein auf Gewinn ausgerichtetes Unternehmen und nichts anderes. Es gab 2020 auf der ganzen Welt trotz unterschiedlicher Maßnahmen wegen der „Pandemie“ keine Übersterblichkeit. Ein wirklich gefährlicher Virus überwindet jedes Immunsystem. Der Corona-Virus ist ein Grippevirus, nicht mehr und nicht weniger und kann für Alte und Kranke, wie eben bei einer Grippe, gefährlich werden. China, wo die Pandemie ausgebrochen sein soll, hat diese für beendet erklärt. In Deutschland leben Millionen Rentner n Armut und es sterben dadurch jährlich 170.000 Menschen 8 bis 10 Jahre früher. Da sind doch die angeblich 9.000 Corona-Toten seit „Ausbruch“ der Pandemie in Deutschland wirklich Peanuts. Bekämpft lieber die Armut und soziale Ungerechtigkeit und schafft vor allem die Beamten ab, die das alles aushecken und uns antun!…Und Richterwahl auf Zeit und durch das Volk nicht vergessen!

  6. Vielen Dank an Quarks für diesen sehr informativen Artikel – schade nur, dass es Euch wieder mal nicht gelungen ist, das Thema Corona ideologisch neutral zu behandeln.

    Begriffe wie „Verschwörungstheoretiker“ hättet Ihr wirklich vermeiden sollen, denn damit sind Personen gemeint, die hinter Ereignissen (wie der Corona-Krise) eine Verschwörung vermuten, die sie *nicht beweisen* können.

    Dass unsere Regierung die Mainstream-Medien für eine „streng linienkonforme“ Berichterstattung instrumentalisiert hat, so dass sich Ereignisse nur noch unter Zuhilfenahme von „alternativen Medien“ auf ihren Wahrheitsgehalt hin prüfen lassen, lässt sich beispielsweise problemlos beweisen.
    Ein Beispiel unter vielen:
    https://www.quarks.de/gesellschaft/wissenschaft/wie-viele-menschen-sterben-an-corona/#comment-9925
    Und von „Theodor“ (siehe auch Video „Im Land der Lügen …“):
    https://www.quarks.de/gesellschaft/wissenschaft/wie-viele-menschen-sterben-an-corona/#comment-9897

    „Corona-Leugner“ dagegen widersprechen entweder der Annahme, dass es sich bei SARS-CoV-2 um ein neues Virus handelt und/oder sie bestreiten, dass die Viruswelle so gefährlich ist, dass dafür Notstandsgesetze oder eine Pandemie ausgerufen werden mussten.

    Wurde das reale komplette SARS-CoV-2 Virus eigentlich inzwischen mal isoliert und wurden die Postulate erfüllt? – oder basiert alles nach wie vor nur auf mathematischen Modellen (von bereits bekannten Viren)?
    Hat die Gefährlichkeit von Covid-19 in Deutschland eigentlich jemals den Ausruf der Notstandsgesetze oder einer Pandemie gerechtfertigt?

    Und falls ja, standen und stehen die von unserer Regierung verordneten Maßnahmen in einem positiven Verhältnis zur *tatsächlichen* Gesundheitsgefährdung der deutschen Bevölkerung durch Covid-19? Die Gesundheitsgefährdung, die psychischen, sozialen und wirtschaftlichen Schäden durch die Maßnahmen sind dagegen bereits heute klar feststellbar.

    Haben die staatlichen Anti-Corona-Maßnahmen eigentlich irgendetwas verbessert?
    „O.Lang“ hat auch etwas dazu geschrieben:
    https://www.quarks.de/gesellschaft/wissenschaft/wie-viele-menschen-sterben-an-corona/#comment-9927

    Damit wären wir bei den „Corona-Kritikern“ (wie mir), die einfach nicht verstehen können, was unsere Regierung da eigentlich seit Anfang des Jahres macht. Jedes Jahr gibt es mehr oder weniger schwere Viruswellen mit schweren Erkrankungen und leider auch Toten.

    Angesichts des großen Elends und den millionen verhungernden Menschen auf der Welt, empfinde ich die Entscheidungen unserer Politik einfach nur als unangemessen, arrogant, unmoralisch und beschämend. Es gäbe so viel wichtigeres, wozu unser Engagement und unsere Steuergelder eingesetzt werden könnten, als ein Virus mit moderatem Risikopotential zu bekämpfen.

    Die staatlichen Maßnahmen, die offenbar im wesentlichen dazu dienen sollen, Angst, Schuldgefühle und Beugsamkeit in der Bevölkerung zu etablieren, basieren argumentativ auf Testergebnissen eines nicht validierten Tests, der willkürlicher kaum sein könnte.

    „PCR-Tests auf SARS-CoV-2: Ergebnisse richtig interpretieren“:
    https://www.aerzteblatt.de/archiv/214370/PCR-Tests-auf-SARS-CoV-2-Ergebnisse-richtig-interpretieren
    Wie war das mit der Vortestwahrscheinlichkeit und der Prävalenz?

    „Zuverlässige Diagnostik mit Dual-Target-PCR“:
    https://www.bioscientia.de/home/aktuelles/2020/07/was-bedeuten-die-begriffe-dual-target-pcr-und-ct-wert
    „Nach unseren Erfahrungen beurteilen wir daher auch den isolierten Nachweis eines einzelnen Gens je nach Spezifität als positiv für SARS-CoV-2 …“ – also gar nicht immer Dual-Target?

    Diese Kommentare fand ich auch sehr informativ – die sollte jeder lesen:
    Von „Martin Neubert“:
    https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/corona-test-wie-funktioniert-der-test/#comment-9085
    https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/corona-test-wie-funktioniert-der-test/#comment-9187

    Von „Uvau“:
    https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/corona-test-wie-funktioniert-der-test/#comment-8920

    Und wer diese Videos noch nicht kennt, sollte mal einen Blick riskieren:
    https://www.quarks.de/gesellschaft/wissenschaft/wie-viele-menschen-sterben-an-corona/#comment-9884

    1. Sie schreiben: „Wurde das reale komplette SARS-CoV-2 Virus eigentlich inzwischen mal isoliert und wurden die Postulate erfüllt? – oder basiert alles nach wie vor nur auf mathematischen Modellen (von bereits bekannten Viren)?“

      Selbstverständlich. Die Viren wurden längst isoliert und können bei Bedarf auf menschlichen Zellkulturen vermehrt werden. Hier ein Paper vom April, das sich mit der Isolation und Sequenzierung des Virus beschäftigt:

      The genetic sequence, origin, and diagnosis of SARS-CoV-2
      https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7180649/

      Und hier können Sie sehen, wieviele verschiedene Varianten des Virus inzwischen weltweit aufgetaucht sind und wie sie genetisch miteinander verwandt sind:

      https://www.biorxiv.org/content/biorxiv/early/2020/09/04/2020.09.04.282616/F3.large.jpg
      Quelle: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2020.09.04.282616v1.full

      Sie schreiben: „[Biosciencia-Link] „Nach unseren Erfahrungen beurteilen wir daher auch den isolierten Nachweis eines einzelnen Gens je nach Spezifität als positiv für SARS-CoV-2 …“ – also gar nicht immer Dual-Target?“

      Die Problematik wird im verlinkten Text doch gut dargestellt. Sie greifen einen einzelnen (Teil-) Satz heraus, lassen einen wichtigen Teil einfach weg und erwecken dadurch einen völlig falschen Eindruck. Komplett zitiert steht da nämlich:
      „Nach unseren Erfahrungen beurteilen wir daher auch den isolierten Nachweis eines einzelnen Gens je nach Spezifität als positiv für SARS-CoV-2, empfehlen aber bei unklaren Fällen eine Kontrolle.“
      Die Diagnostik-Firmen sind Dienstleister. Sie führen Tests durch und empfehlen in unklaren Fällen einen Nachtest. Ob der dann durchgeführt (und bezahlt) wird, entscheiden letztendlich diejenigen, die die Kosten der Tests zu tragen haben.

      Wer der Quarks-Redaktion schlechten Journalismus vorwirft, sollte lieber selbst mit gutem Beispiel voran gehen.

      1. Hallo Silene, danke für die Infos zum SARS-CoV-2 Virus.

        Ihre Kritik an meinem Zitat zum „Biosciencia-Link“ weise ich zurück. Ich habe nur den Textteil zitiert, in dem Biosciencia erklärt, dass bei PCR-Tests nicht grundsätzlich „Dual-Target“ angewendet wird, weil sich auch nur darauf meine anschließende Frage bezog („also gar nicht immer Dual-Target?“).
        Wie Sie richtig schreiben, gibt es keinerlei Garantie dafür, dass etwaigen Empfehlungen der Diagnostik-Firmen nachgekommen wird, bei unklaren Fällen eine Kontrolle durchzuführen. Somit war dieser Textteil auch nicht relevant.

        Was diese Vorgehensweise für die Aussagekraft von PCR-Tests bedeutet, kann ich natürlich nicht beurteilen – aber in Frage stellen darf ich es schon.

        Und nochmal: ich würde Quarks niemals schlechten Journalismus vorwerfen. Ganz im Gegenteil, ich sehe und lese Quarks regelmäßig und gern.
        Ich störe mich in *manchen* Beiträgen lediglich an den subtilen Hinweisen, dass die Art und Weise alternativlos sei, wie die Verantwortlichen mit der Viruswelle 2020 umgehen.

        1. Doch, der Text bezieht sich ausschließlich auf das dual-target Verfahren und beschreibt eine Problematik, die bei der Doppeltestung auftreten kann.

          Folgendes steht im zitierten Text:
          – Bei dual-target Tests wird auf das Vorhandensein von RNA aus zwei unabhängigen Genregionen getestet
          – Manchmal fällt der Test nur für eines der Gene positiv aus, der zweite Test liefert dagegen kein eindeutiges Signal und ist somit negativ.
          – Ein positives Ergebnis für beide Gene weist mit sehr hoher Sicherheit auf eine CoV-2 Infektion hin.
          – Wenn nur ein Gen nachgewiesen wird, teilt Biosciencia dem Auftraggeber diesen positiven (Teil-)Befund mit und empfiehlt bei schwachen Signalen (hohem Ct-Wert) einen Nachtest.

  7. Hier nur mal ein Zitat, von Prof. Drostens Twitter account:

    „Christian Drosten hat retweetet:

    Michael Wagner:
    Ich weiß nicht, wann dieser Unsinn mit den falsch positiven endlich aufhört. Ist es so schwer zu verstehen, dass in Neuseeland 100 Tage lang kein positiver Fall gemeldet wurde, trotz ca. 3000 PCR-Tests am Tag. Macht 300.000 PCR Tests und kein falsch positiver. #COVID19 #PCR“

    so ist es, wenn wie hier gerne die Corona-Leugner (und auch andere..) schreiben, gar 2-3% der PCRs falsch positive Werte liefern würden, wie soll man das (und vieles andere auch) dann erklären?

    Ganz einfach: Geht nicht, denn dieses Narrativ dieser Leugner ist irreal!

    1. Wenn moderne dual-target Testsysteme eingesetzt werden, muss man bei 3000 Tests täglich mit weniger als einem falsch-positiven Testergebnis rechnen. Erfolgt die Labordiagnose allerdings nur über einen einfachen single-target PCR-Test, dann können täglich bis zu 30 falsch-positiver Fälle auftreten. Hinzu kommen natürlich noch die korrekt positiven Testergebnisse. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten, die fehlerhaften Laborergebnisse von den korrekten zu unterscheiden. Am einfachsten durch Nachtestung, eventuell auch mit immunologischen (Antikörper-) Tests. In symptomatischen Fällen auch durch Erfassung des Krankheitsbildes. Alles eine Frage der ärztlichen Sorgfalt.

      Ob alle Fälle in Deutschland bei mehr als einer Million Tests und vielen Tausend positiver Testresultate pro Woche ähnlich sorgfältig nachverfolgt werden können, wie in Neuseeland, kann ich nicht beurteilen.

  8. Es wird zwar heftig über die Testeigenschaften Sensitivität und Spezifität diskutiert, die Testgütekriterien wie z. B. die Validität werden erstaunlich wenig thematisiert. Die Validität eines diagnostischen Tests in der Medizin beschreibt die Genauigkeit eines Tests, das abzubilden, wonach gesucht wird. Beispiel: Der Troponintest kann auf einen (später durch eine Angiographie gesicherten) Herzinfarkt hinweisen. Wie sieht es nun mit der Validität des PCR-Tests auf SARS-COV_2 aus? Wie gut weist er nach, ob jemand infiziert/infektiös/erkrankt ist?(Weitgehend unerheblich dürfte die 4. Kategorie sein: Nachweis von Virsugenom oder Virus auf den Schleimhäuten.) Wer hat Infos, ob der Test KLINISCH validiert wurde?

  9. Hallo zusammen,
    ich habe eine Frage an das Quarks – Team…
    Bei den aktuellen Fallzahlen, d.h. hohe Testquote und relativ wenige Schwerkranke liegt die Möglichkeit nahe,
    dass sich das Covid-19 Virus verändert haben könnte – also mutiert ist.
    Im besten Fall wäre die Gefährlichkeit auf einem „normalen grippalen Infekt“ reduziert.
    Ist das denkbar?

  10. Es gibt immer wieder die Überlegung, dass Test vor allem schnell sein soll und möglichst nicht zu sensitiv , denn positive Test bedeuten nicht Ansteckend. Nur bei hoher Viruslast scheint man ansteckend zu sein, also wore es Möglichkeiten sogar gut , bei deutlich reduzierter Sensitivität zu testen, aber dafür besonders schnell

  11. Sie schreiben immer von Risikogruppen! Ich bin 79 Jahre alt, habe Bluthochdruck und Diabetes 2. 5 Stands und bin zur jährlichen Kontrolle beim Gefäßchirurgen. Sollte ich nicht regelmäßig einem Coronatest unterzogen werden? Ich halte mich an die Vorschriften und habe bis jetzt keine Anzeichen. Aber ihre dauernden Hinweise auf die… Weiterlesen »

    1. Hallo Jonny, in der Tat zählst du zur Risikogruppe. dass COVID-19 bei dir schwer verläuft. Allerdings ist das Ansteckungsrisiko bei dir offenbar gering, also die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass du dich infizierst – das ist ein entscheidender Unterschied. Laut der Nationalen Teststrategie sollen vor allem auch ältere Menschen und Risikogruppen in Gemeinschaftseinrichtungen getestet werden, denn diese sind einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt. Siehe Details hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Teststrategie/Nat-Teststrat.html

    2. Ergänzend zu dem, was Quarks schreibt, eine Anmerkung von mir. Der Test schützt Sie ja nicht vor Corona, er stellt nur fest, ob Sie infiziert sind (was in Ihrer gesundheitlichen Situation leider schlimme Folgen haben könnte).
      Das Wissen um eine vorhandene Infektion ermöglicht es vor allem diejenigen zu schützen, die sich noch nicht infiziert haben.

      Solange Sie gesund sind, hilft eigentlich nur vorsichtiges, vorausschauendes und risikobewusstes Verhalten. Das funktioniert aber nur, wenn viele mitmachen. Glücklicherweise trifft man zur Zeit (statistisch betrachtet) nur selten auf Menschen, die das Virus ausscheiden. Diesen Umstand sieht man diesen Personen aber nicht an. Abstand halten, das Tragen einer vernünftigen Maske und regelmäßiges sorgfältiges Händewaschen sind derzeit leider die einzigen verfügbaren Maßnahmen, die dabei helfen können, die Ausbreitung des Coronavirus und anderer Viren (demnächst ist ja wieder mit Influenza zu rechnen) zu bremsen. Um gut durch Herbst und Winter zu kommen, würde ich Ihnen deshalb auch eine Impfung gegen Grippe und Pneumokokken (bakterielle Lungenentzündung) empfehlen.

  12. Sie schreiben immer von Risikogruppen!
    Ich bin 79 Jahre alt, habe Bluthochdruck und Diabetes 2. 5 Stands und bin zur jährlichen Kontrolle beim Gefäßchirurgen. Sollte ich nicht regelmäßig einem Coronatest unterzogen werden? Ich halte mich an die Vorschriften und habe bis jetzt keine Anzeichen. Aber ihre dauernden Hinweise auf die Risikogruppen, müsste das doch möglich sein?

  13. Hallo,
    ich wollte mal fragen wie es möglich ist die Testanzahl zu erhöhen und gleichzeitig eine hohe Vortestwahrscheinlichkeit zu gewährleisten. Die Vorraussetzungen bzw. Hürden für den Test müssten doch herabgesetzt werden wenn man die Testanzahl erhöht oder? Man kann doch nicht die Patienten mit Symptomen UND einem der drei Kriterien künstlich erzeugen. Entweder sie sind da oder sie sind nicht da. D.h. je mehr quer durch die Bevölkerung getestet wird desto eher entstehen falsch positive. Kann das jemand bestätigen oder widerlegen?

    1. Du schreibst: „Ich wollte mal fragen, wie es möglich ist, die Testanzahl zu erhöhen und gleichzeitig eine hohe Vortestwahrscheinlichkeit zu gewährleisten.“
      Naja, es könnte ja sein, dass fast alle „infiziert“ sind. Man hat sie vorher nur nicht getestet. Dann wäre aber auch die Positivenrate hoch. Ist sie aber nicht. Sie liegt bei 0,88%! Seltsam, oder? Lies mal meinen Kommentar darunter, dann wirst Du es verstehen, wenn Du es ohnehin nicht schon verstanden hast.

    2. Eine hohe Zahl von Tests durchzuführen und dabei zugleich eine möglichst hohe Vortestwahrscheinlichkeit beizubehalten ist, sagen wir mal… ambitioniert.
      Wenn die Vortestwahrscheinlichkeit gering ist, kann man aber die Trennschärfe des gesamten Verfahrens verbessern, indem man sich nicht auf einen einzelnen Test verlässt sondern mehrere Tests (und ggf. weitere Kontrollen) miteinander kombiniert.
      Genau das scheint, wenn ich das richtig verstanden habe, gerade die Regel zu sein. Der PCR-Test erfolgt inzwischen zweistufig (es wird zweimal auf verschiedene Bereiche des Virusgenoms getestet). Während die Wahrscheinlichkeit für ein falsch-positives Ergebnisses bei einem einzelnen PCR-Test etwa 1% beträgt, liegt sie bei diesen zwei kombinierten Tests deutlich geringer, nämlich theoretisch nur noch beim Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten: 0,01 x 0,01 = 0,0001 = 0,01%.

      Deshalb sagt das RKI, dass die Spezifität des aktuellen Coronatests bei (1 – 0,0001) = 0,9999 = 99,99% liegt und die ermittelten Zahlen glaubwürdig sind, obwohl derzeit weniger als 1% aller Getesteten positiv sind.

      1. Vorsicht! Bitte präzise bleiben! Du schreibst: „Der PCR-Test erfolgt inzwischen zweistufig (es wird zweimal auf verschiedene Bereiche des Virusgenoms getestet).“
        Das wird vereinzelt gemacht, aber nicht flächendeckend! Die Spezifität des durchschnittlich verwendeten PCR-Tests liegt immer noch bei ca. 98,9% (laut INSTAND Extra-Ringversuch 340, aktualisiert am 03.06.2020). Dieser Unterschied mag sich gering anhören, doch bei der extrem geringen Prävalenz und Vortestwahrscheinlichkeit spielen die Nachkommastellen eine sehr großee Rolle. Bei 98,9% Spezifität beträgt die Falsch-Positiven-Rate 1,1%. In Kombination mit der sehr geringen Vortestwahrscheinlichkeit, die kleiner als die aktuelle Positivenrate (aktuell 0,88%) sein muss, lässt sich der aktuelle Anteil der falsch positiven Testergebnisse an den positiven Testergebnissen in etwa berechnen. Der Anteil der falsch positiven Ergebnisse wird sehr hoch sein. Der Anteil der richtig positiven Testergebnisse dagegen wird sehr niedrig sein. Das bedeutet, wir haben (fast) kein Infektionsgeschehen. Das ist unter Berücksichtigung der aktuellen Nachrichtenlage und Politik zwar schwer zu glauben, erklärt aber den massiven Widerstand, den es gerade gibt.
        Eine gewisse Unsicherheit liegt in der allerdings Aussage, da das RKI keine genauen Angaben zu dem Anteil der Wiederholungstests und ihrer Zählweise in der Statistik macht. Falls jemand mehr Details kennt, bitte melden!!!

        1. Den Unterschied der Spezifität von single und dual-target Testsystemen habe ich oben doch ebenfalls erklärt. Auch wenn die Nachkommastellen dieses Parameters mathematisch eine große Rolle spielen, kann man sie in der Realität nicht wirklich so präzise angeben, wie Du behauptest. Es gibt da eine gewisse Fluktuation. Da Du den Ringtest erwähnst, weisst Du auch, dass sie zwischen 98,8% und 99,7% lag. Da kann man nicht einfach einen Mittelwert nehmen und zur Konstanten erklären.

          Die neuen dual target Systeme haben verglichen mit den alten einen viel höheren Proben-Durchsatz und dürften maßgeblich für die gesteigerten Testkapazitäten der letzten Wochen verantwortlich sein. Das heißt natürlich nicht, dass bereits alle Labore auf neueste Technik umgestellt haben. Aber da so viel getestet wird, rentiert sich die Investition. Deshalb sind die Corona-Testresultate auf jeden Fall deutlich besser geworden und werden immer präziser.

          1. Du schreibst: „Auch wenn die Nachkommastellen dieses Parameters mathematisch eine große Rolle spielen, kann man sie in der Realität nicht wirklich so präzise angeben, wie Du behauptest. Es gibt da eine gewisse Fluktuation.“
            Das ist korrekt und sehe ich genauso. Deshalb drücke ich mich ja bewusst schwammig aus was das Resultat angeht („mehrheitlich falsch positiv“). Ich habe zur Vorsicht gemahnt, weil Du geschrieben hattest: „Genau das scheint, wenn ich das richtig verstanden habe, gerade die Regel zu sein.“ Wie kommst Du denn darauf? Hast Du Quellen?

            Du schreibst: „Da Du den Ringtest erwähnst, weisst Du auch, dass sie zwischen 98,8% und 99,7% lag. Da kann man nicht einfach einen Mittelwert nehmen und zur Konstanten erklären.“ Habe ich einen Mittelwert gebildet? Nein. Oder was meinst Du mit dieser Kritik? Auf seite 13 von 51 in dem INSTAND Extra-Ringversuch kann man in der Tabelle das am 03.06.2020 gemittelte und korrigierte Ergebnis (rot) aus der Untersuchung ablesen. Hier steht 98,9%.

            Du schreibst: „Deshalb sind die Corona-Testresultate auf jeden Fall deutlich besser geworden und werden immer präziser.“
            Das vermute ich auch und das würde erklären, warum die Positivenrate unterhalb der (womöglich nicht mehr aktuellen) Falsch-Positiven-Rate der PCR-Tests liegt. Wir brauchen hier einfach mehr Informationen, um Gewissheit zu erlangen! Ich kann es nur immer wieder wiederholen: Nach jetztiger Datenlage sieht es einfach so aus, als wären die die Fallzahlen seit Ende Mai mehrheitlich falsch positiv. Wenn Jens Spahn genau das als Problem am 14.06.2020 äußert (siehe Link), muss doch etwas daran sein! Er wäre doch der letzte, der soetwas behaupten würde, wenn es nicht so wäre. Da hilft auch kein Wunschdenken! Es müssen harte Fakten her!

            https://www.youtube.com/watch?v=iN9QAvtV2hA

          2. Du schreibst: „Deshalb drücke ich mich ja bewusst schwammig aus was das Resultat angeht (“mehrheitlich falsch positiv”).“

            „Mehrheitlich falsch positiv“ ist eine Behauptung die nicht auf konkreten Fakten beruht, es sei denn Du hast einen Beleg.

            Du schreibst zu meiner Aussage, dass der verbesserte zweistufige Test inzwischen die Regel zu sein *scheint*: „Wie kommst Du denn darauf? Hast Du Quellen?“

            Meine Quelle ist das RKI
            https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Vorl_Testung_nCoV.html
            „Es steht inzwischen eine Reihe von kommerziellen Testsystemen mit hoher Spezifität zur Verfügung. […] Bei niedriger Prävalenz und niederschwelliger Testindikation (einschließlich der Testung asymptomatischer Personen) werden an die Spezifität der Teste im Hinblick auf den positiven Vorhersagewert hohe Anforderungen gestellt. Dem tragen z.B. „Dual Target“ Tests Rechnung.“
            Das RKI macht tatsächlich keine konkreten Angaben, wieviele Tests mit dual target Systemen durchgeführt wurden.

            Du schreibst zu meinem Hinweis, dass die ermittelten Spezifitäten fluktuieren und man nicht einfach einen Mittelwert nehmen und ihn *zur Konstanten erklären* darf:
            „ Habe ich einen Mittelwert gebildet? Nein. Oder was meinst Du mit dieser Kritik? Auf seite 13 von 51 in dem INSTAND Extra-Ringversuch kann man in der Tabelle das am 03.06.2020 gemittelte und korrigierte Ergebnis (rot) aus der Untersuchung ablesen. Hier steht 98,9%“

            Es ging mir darum, dass Du mit diesen Mittelwert als Argument und Rechengrundlage heranziehst, so als wäre er in Stein gemeißelt.

            Du schreibst: „Wir brauchen hier einfach mehr Informationen, um Gewissheit zu erlangen! Ich kann es nur immer wieder wiederholen: Nach jetztiger Datenlage sieht es einfach so aus, als wären die die Fallzahlen seit Ende Mai mehrheitlich falsch positiv.“

            Dem ersten Satz stimme ich zu. Dem letzten nicht.

          3. Du schreibst: „„Mehrheitlich falsch positiv“ ist eine Behauptung die nicht auf konkreten Fakten beruht, es sei denn Du hast einen Beleg.“
            Ich hatte diesen Beweis doch schon mehrfach hier erbracht. Wo ist denn das Problem? Aber hier gern noch einmal ganz ausführlich mit den offiziellen Daten des RKI:
            In KW 34 gab es 987.423 PCR-Tests, wovon 8.655 Tests positiv waren. Das entspricht einer Positivenrate (die noch nicht zwischen falsch oder richtig positiv unterscheidet) von 0,88%. Pro Tag gab es also 141.060 Tests, wovon 1.236 Tests positiv waren. Aufgrund der unentwegten Testerei wissen wir, dass die Vortestwahrscheinlichkeit (ein positives Testergebnis zu erhalten) unter den selektierten Personen, die getestet werden, nicht höher sein kann als die Positivenrate sein kann(!), runden wir trotzdem der Einfachheit halber auf 1% auf. Von den 141.060 Tests pro Tag sind also maximal 1.410 Test positiv und mindestens 139.650 Test negativ. Wegen der Spezifität der PCR-Tests von ca. 99,0% sind von diesen mindestens 139.650 „geschätzen“ negativen Testergebnissen 1,0% falsch positiv, also 1.396 Testergebnisse falsch positiv. Wir wissen nun, dass wir mindestens 1.396 falsch positive Fälle haben. Die „Infektionszahlen“ in KW 34 pro Tag liegen aber deutlich darunter! (Auf diesen Widerspruch will ich jetzt nicht nochmal eingehen, da ich das unzählige Male hier erörtert habe.)
            Wo bitte ist das denn nun eine Behauptung, die nicht auf Fakten beruht? Im Gegenteil, man müsste sogar sagen, dass es eine Behauptung ist, dass diese Fälle alle echt wären und wir eine zweite Welle hätte.

            Du schreibst: „Das RKI macht tatsächlich keine konkreten Angaben, wieviele Tests mit dual target Systemen durchgeführt wurden.“
            Richtig.

            Du schreibst: „Dem ersten Satz stimme ich zu. Dem letzten nicht.“
            Wie gesagt, hier geht es nicht um Meinungen oder Gefühle, sondern um Fakten. Es steht und fällt alles mit dem Verständnis darüber, dass die Vortestwahrscheinlichkeit nicht größer als die Positivenrate ist. Es war ein Irrtum zu glauben, dass die Vortestwahrscheinlichkeit unter den Vorselektierten hoch sei, weil man zu sehr von seinem (medial und politisch manipulierten) Gefühl überzeugt war. Wer das verstanden und akzeptiert hat, muss zu dem Ergebnis kommen.

            Ich weiß, dass es nicht leicht fällt, einen Irrtum zuzugeben. Das würde mir auch schwer fallen. Ich denke aber, dass das genau das gegenwärtige Problem ist, weil der angerichtete Schaden so gigantisch ist, dass niemand mehr dafür die Verantwortung übernehmen will und auch nicht kann. Man belügt sich selbst die anderen. Und jeder glaubt die Lüge sei die Wahrheit, weil die Masse kann sich ja nicht täuschen. Was nicht sein darf, das kann nicht sein. Das ist der Grund, warum morgen in Berlin ein historisches Ereignis stattfindet.

          4. Du schreibst: „Wo bitte ist das denn nun eine Behauptung, die nicht auf Fakten beruht?“

            Genau hier: „ Wegen der Spezifität der PCR-Tests von ca. 99,0% sind von diesen mindestens 139.650 “geschätzen” negativen Testergebnissen 1,0% falsch positiv, also 1.396 Testergebnisse falsch positiv. Wir wissen nun, dass wir mindestens 1.396 falsch positive Fälle haben.“

            Wenn wir eine Spezifität von 99% *hätten* und es keinen weiteren Möglichkeiten gäbe, die Mehrzahl der falsch positiven Testergebnisse zu erkennen, wären tatsächlich 1% falsch positive Testergebnisse möglich (das ist natürlich eine statistische Größe).

            Auch wenn man die aktuelle Spezifität der Tests aufgrund der Heterogenität der eingesetzten Testverfahren nicht präzise angeben kann, ist sie inzwischen mit Sicherheit weit besser als 99%. Der sr.de Link weiter unten erläutert das *beispielhaft* anhand der im Saarland eingesetzten Testverfahren. Wenn Du der Meinung bist, dass das für alle anderen Bundesländer nicht gilt und das RKI Lügen verbreitet, dann solltest *Du* das besser mal belegen.

            Du schreibst: „Ich weiß, dass es nicht leicht fällt, einen Irrtum zuzugeben. Das würde mir auch schwer fallen“

            Ganz eindeutig.

          5. Du schreibst: „Auch wenn man die aktuelle Spezifität der Tests aufgrund der Heterogenität der eingesetzten Testverfahren nicht präzise angeben kann, ist sie inzwischen mit Sicherheit weit besser als 99%. Der sr.de Link weiter unten erläutert das *beispielhaft* anhand der im Saarland eingesetzten Testverfahren. Wenn Du der Meinung bist, dass das für alle anderen Bundesländer nicht gilt und das RKI Lügen verbreitet, dann solltest *Du* das besser mal belegen.“
            Der SR-Artikel behauptet doch gar nicht, dass im ganzen Saarland mit diesem Test getestet wird, sondern hat von einem einzelnen Labor im Saarland berichtet, wo in einem bestimmten Vergleichszeitraum die Positivenrate dieses Test (0,39%) mit der Positivenrate des gesamten Saarlandes (1,29%) verglichen wurde. Deshalb unterstelle mir doch bitte nicht, dass ich deshalb der Meinung sei, „dass das für alle anderen Bundesländer nicht gilt und das RKI Lügen verbreitet“. Du liest und interpretierst nur das, was Dein Weltbild stützt. Du bist nicht wirklich ergebnisoffen. Gib Dir doch etwas Zeit, die Erkenntnisse sacken zu lassen und dann überlege nochmal. Vielleicht findest Du ja doch den Punkt, an dem ich irre.

          6. Ich gewinne jetzt fast den Eindruck: Solange ich nicht in der Lage bin Dir zweifelsfrei zu beweisen, dass jedes Labor in jedem Bundesland ausschließlich dual-target Tests mit 99,99% Spezifität einsetzt, wirst Du weiter alle meine Argumente ignorieren und immer wieder auf die Behauptung zurück kommen, dass die Spezifität der Tests sich seit Monaten nicht verbessert hat und noch immer bei 99% liegt.

            Gibst Du denn wenigstens zu, dass man die Wahrscheinlichkeit für falsch-positive Testergebnisse durch den Einsatz der verbesserten dual-target Analytik etwa um den Faktor 100 verbessern kann? Erkennst Du vielleicht auch die Möglichkeit an, dass man selbst bei herkömmlichen PCR-Tests durch Nachtestungen und und Kombination mit immunolgischen Testergebnissen zu deutlich besseren Aussagen kommt?

            Falls das so wäre, müssten wir uns ja nur noch darum streiten, ob diese Maßnahmen in Deutschland ausreichend in die Praxis umgesetzt werden.

          7. Du schreibst: „Gibst Du denn wenigstens zu, dass man die Wahrscheinlichkeit für falsch-positive Testergebnisse durch den Einsatz der verbesserten dual-target Analytik etwa um den Faktor 100 verbessern kann? Gibst Du denn wenigstens zu, dass man die Wahrscheinlichkeit für falsch-positive Testergebnisse durch den Einsatz der verbesserten dual-target Analytik etwa um den Faktor 100 verbessern kann?“
            Bitte immer fair bleiben! Ich verstehe nicht, wie Du darauf kommst, das ernsthaft zu fragen. Das war für mich nie strittig. Nicht ohne Grund habe ich doch von Anfang an in meinem ersten Posting und danach immer wieder vermutet, dass Bestätigungstests bzw. Dual Targeting angewendet werden, um zu erklären, warum die Positivenrate aktuell unter der Falsch-Positiven-Rate der PCR-Tests liegt. Bitte einfach nochmal nachlesen, bevor Du mit solchen Unterstellungen kommst. Das Problem ist doch, dass wir nicht wissen, wieviele dieser Tests gemacht werden. Ich kann mich doch nur auf die Daten verlassen, die mir vorliegen. Alles andere ist pure Spekulation! So wie es Spekulation war, dass wir es mit einem Killervirus zu tun hätten.
            Bitte ruhig bleiben und tief durchatmen!

          8. Keine Sorge, ich atme ganz ruhig. In erste Linie wollte ich für mich klären, wo wir mit unseren Argumenten eigentlich stehen.

            Ich halte mal fest, dass wir uns einig sind, dass dual-target Tests und Nachtestungen bei einfachen PCR-Tests die Genauigkeit um etwa das hundertfache steigern können.
            Wir sind uns sicher auch einig, dass diese Tests seit einiger Zeit durchgeführt werden und die verwendeten Testsysteme im Vergleich zur alten Generation der RT-PCR-Tests einen deutlich höheren Probendurchsatz ermöglichen.
            Können wir uns auch darauf einigen, dass diese Maßnahmen die Anzahl der falsch-positiven Testresultate gesenkt haben, die Spezifität der Tests jetzt also im Schnitt nicht mehr bei 99% liegen sondern (irgendwo) darüber?

          9. Deine vorherige Aussage „Wegen der Spezifität der PCR-Tests von ca. 99,0% sind von diesen mindestens 139.650 “geschätzen” negativen Testergebnissen 1,0% falsch positiv, also 1.396 Testergebnisse falsch positiv. Wir wissen nun, dass wir mindestens 1.396 falsch positive Fälle haben.““ können wir also leicht verändern:

            „Wegen der Spezifität der PCR-Tests von über 99,0% sind von diesen […] also weniger als 1.396 Testergebnisse falsch positiv.“

            Jetzt geht es also um die Abschätzung, wie weit die Zahl der falsch-positiven Ergebnisse nach unten zu korrigieren ist.

            Wären alle Testsysteme auf dual-target umgerüstet (zur Zeit nicht plausibel, weil die alten Systeme noch nicht vollständig ersetzt wurden) dürfte man die Zahl der erwarteten falsch-positiven Ergebnisse auf ein Hundertstel, also statt 1396 —> 1-2. Das ist wie gesagt sicher noch nicht der Fall.

            Ich würde jetzt ja gern sagen, 50% der Systeme sind umgerüstet, aber dafür gibt es keinen Beleg.

            Wenn wir also einfach mal schätzen wollen, solange die konkreten Zahlen nicht auf dem Tisch liegen, können wir vielleicht ganz konservativ 10% der Tests als dual-target Tests postulieren?

          10. Vermutlich ist es Dir inzwischen selbst aufgefallen vielleicht hast Du ja mitgerechnet:

            Wenn nur 10% der durchgeführten Tests auf dual-target Systemen durchgeführt werden (oder durch Nachbestimmung erfolgen) sinkt die *Durchschnittswahrscheinlichkeit* für einen falsch positiven Test von 1,0% auf 0,9%. Bei 20% dual target Tests schon auf 0,8%. und so weiter..

            Du hast es weiter oben selbst geschrieben: Die Nachkommastellen dieses Parameters spielen mathematisch eine große Rolle!

            Schon bei 10-20% dual target Testungen braucht man sich überhaupt nicht mehr zu streiten, ob es bei den aktuellen niedrigen Prävalenzen wirklich „echte“ Coronafälle gibt. Es geht dann nur noch darum, ob die Zahlen etwas zu hoch liegen. Wenn der Anteil der dual target Tests noch höher liegt, spielt der Fehler durch falsch positive Tests so gut wie keine Rolle mehr.

            Jeder positive Fall, der durch eine dual target oder Zweittestung ermittelt wurde, ist so gut gut wie unanfechtbar, die Fehlerwahrscheinlich liegt in der Theorie irgendwo bei 0,0001 % (in der Praxis etwas höher, vielleicht 0,0002%).

          11. Korrektur des letzten Satzes: Die Fehlerwahrscheinlich liegt in der Theorie irgendwo bei 0,0001 = 0,01% (in der Praxis etwas höher, vielleicht 0,0002= 0,02%).

            Anders ausgedrückt: In 10.000 positiven Testergebnissen können sich noch 1-2 Fehler verstecken.

          12. Auf „mindestens 1.396 falsch positive Fälle“ komme ich, weil ich ja in der Rechnung von einer Vortestwahrscheinlichkeit von maximal 1% ausgehe. Sie ist aber viel geringer, ändert jetzt aber auch nicht so viel mehr am Ergebnis. Richtig?

            Du schreibst: „Wären alle Testsysteme auf dual-target umgerüstet (zur Zeit nicht plausibel, weil die alten Systeme noch nicht vollständig ersetzt wurden) dürfte man die Zahl der erwarteten falsch-positiven Ergebnisse auf ein Hundertstel, also statt 1396 —> 1-2. Das ist wie gesagt sicher noch nicht der Fall.“
            Absolut korrekt!

            Du schreibst: „Ich würde jetzt ja gern sagen, 50% der Systeme sind umgerüstet, aber dafür gibt es keinen Beleg.“
            Korrekt. Bauchgefühle helfen uns nicht weiter, weil man damit grandios daneben liegen kann.

            Mir ist noch eine Unklarheit bewusst geworden. Die Dual-Targeting-Methode ist ja nicht neu. Kennst Du den Anteil dieser Testmethode in dem Ringtestversuch? Es könnte ja sein, dass das Ergebnis des Ringversuchs (98,9% Spezifität) schon ein gewisser Anteil dieser Tests enthält. Oder gab es noch gar keine solcher Tests zu dem Zeitpunkt des Versuchs. Wenn ja, kannst Du das belegen?

            Du merkst, es gibt viele ungeklärte Fragen. Aber machen wir tatsächlich mal die Rechnung, dass jetzt der Anteil der PCR-Tests mit der Dual-Targeting-Methode um 10% gestiegen sei, dann müssten wir 10% von 1,1% (Falsch-Positiven-Rate) abziehen. Das ergäbe eine Falsch-Positiven-Rate von 0,99%. Dann läge sie doch immer noch höher als die aktuelle Positivenrate (0,88%)! Erst wenn sie unter der Positivenrate läge, könnten wir von echten Fällen reden! Solange müssen wir davon ausgehen, dass es 100% falsch positive Testergebnisse sind! Also dass wir keine zweite Welle haben! Selbst mit 20% Steigerung dieser Testmethode wären alle Ergebnisse noch falsch positiv! Das war jetzt ein reines Gedankenspiel, bei dem Wiederholungstest mal außen vor gelassen wurden.

            Merkst Du, dass wir uns im Kreis drehen und nicht voran kommen, solange uns keine harten Fakten vorliegen? Die Unterhaltung mit Dir hat bisher niemanden einen Erkenntnisgewinn bezüglich meiner eingangs gestellten Frage gebracht, die genau auf diese Problematik abzielte.

            Ich bin gleich auf der Demonstration in Berlin und lade Dich ein, auch dahin zu kommen. Deshalb lass mir ein wenig Zeit, Dir auf Deine anderen Postings noch zu antworten.

            Viele Grüße!

          13. Du schreibst: „Auf “mindestens 1.396 falsch positive Fälle” komme ich, weil ich ja in der Rechnung von einer Vortestwahrscheinlichkeit von maximal 1% ausgehe. Sie ist aber viel geringer, ändert jetzt aber auch nicht so viel mehr am Ergebnis. Richtig?“

            Ganz und gar nicht. Wie wir ja vorher geklärt haben: Wahrscheinlichkeit für false positives bei einer Testspezifität von >99% ist *kleiner* 1%
            Vortestwahrscheinlichkeit kann den die Rate der false positives nur weiter verringern. Da zur Zeit recht breitbandig getestet wird, können wir sie einfach mal vernachlässigen.

            Deshalb liegt die Zahl der falsch Positiven eben *unter* 1396 (bei 139600 durchgeführten Tests)

            Du schreibst: „Die Dual-Targeting-Methode ist ja nicht neu. Kennst Du den Anteil dieser Testmethode in dem Ringtestversuch?“

            Die dual target Testung beruht auf zwei einzelnen RT-PCR-Tests. Nicht jedes Labor, das am Ringtest teilnimmt, hat bereits die Ausstattung für einen automatisierten dual target Test. Deshalb prüft man das elementare Kriterium für alle Labore: die Qualität des einfachen PCR-Tests. Erfüllt das Ergebnis die geforderten Parameter, dann sind auch die dual target Test dadurch validiert.

            Du schreibst: „Aber machen wir tatsächlich mal die Rechnung, dass jetzt der Anteil der PCR-Tests mit der Dual-Targeting-Methode um 10% gestiegen sei, dann müssten wir 10% von 1,1% (Falsch-Positiven-Rate) abziehen.“

            Nö, dann müssten wir 10% von 1% (Falsch-Positiven-Rate) abziehen. —> damit landen wir bei 0,9% also im Bereich der ermittelten Coronapositiven. Vermutlich könnten könnte man sogar ca 130 *zweifelsfreie* Positive vorweisen, wenn die Resultate der dual target Tests separat aufgeführt wären.
            Bei 20% dual target Test würde die Positiv-Fehlerrate wie gesagt auf 0,8% sinken. Dabei ist noch nicht berücksichtigt, dass es Folgetestungen, serologische Nachweise etc gibt, die die Fehlerquote zusätzlich senken! Spätestens jetzt fällt die Zahl der zu erwartenden falsch Positiven unter den Messwert. Könnte man in der Statistik ablesen, wieviele Positive über dual target oder per Nachtestung ermittelt wurden, wäre das natürlich noch besser. Dieser Wert sollte nun bei 260 (oder darüber) liegen.

            Du schreibst: „Merkst Du, dass wir uns im Kreis drehen und nicht voran kommen, solange uns keine harten Fakten vorliegen?“

            Wir drehen uns tatsächlich im Kreis, weil Du die Prämissen, denen Du eben noch zugestimmt hast, nicht konsequent in Deine Argumentation übernimmst, sondern ständig wieder alte Textblöcke präsentierst (die wir doch eigentlich längst hinter uns gelassen haben)

            Du hast mehrfach gefordert: „Widerlegt mich!“
            Viele Schritte Deiner Argumentationskette habe ich widerlegt, auch wenn Du das nicht anerkennst. Konkrete Zahlen über die Anzahl der modernen PCR-Testsysteme kann ich leider nicht herzaubern. Vielleicht kann die Quarks-Redaktion dazu etwas herausfinden. Die *Plausibilität* der RKI-Zahlen steht für mich aber außer Frage, ich habe Dir viele Indizien und Quellen geliefert, die Du klein redest.

            Deine *Meinung* kann und wird dir niemand verbieten. Aber ich stelle noch einmal fest, dass die Behauptung, die Zahl der Infizierten ließe sich plausibel durch falsch-positive PCR-Test_Ergebnisse erklären, nur dann tragfähig wäre, wenn es keine dual-target PCR, keine Nachtestungen und keine Differentialdiagnosen gäbe, die die Qualität der Tests massiv verbessern. Damit bricht Deine Argumentationskette zusammen.

          14. Du biegst Dir die Zahlen in die gewünschte Richtung. Ich möchte nicht immer wieder darauf hinweisen müssen, präzise zu bleiben. Das ist unwissenschaftlich. Zitat:“>99%“. Die Spezifität, von der wir zunächst ausgehen, ist eben nicht größer(!) als 99%, und sie ist auch nicht 99%! Wir hatten uns doch schon auf den Wert aus dem Ringversuchstest geeinigt: 98,9%. 99% waren nur wegen der Einfachheit für Überschlagsrechnungen angenommen. Nur als Hinweis: Ich könnte mich analog zu Dir auch auf die Spezifität in dem Quarks-Artikel (98,2%) beziehen, weil das meinem Weltbild besser ins Konzept passt. Mache ist aber nicht. Das Gleiche erwarte ich von Dir. Deshalb solltest Du mein Rechenbeispiel schon akzeptieren. Oder etwa nicht?

            Doch streiten wir nicht um 0,1% Spezifität mehr oder weniger, wenngleich es große Auswirkungen auf das Ergebnis hat. Solange uns die harten Fakten, wie Du sehr schön erkannt hast, nicht vorliegen, brauchen wir uns darüber nicht mehr streiten.

            Jetzt komme ich zu dem wichtigsten Teil Deines Kommentares. Ich hatte die Quarks-Redaktion und die Leserschaft dazu aufgefordert mich (wissenschaftlich) zu widerlegen. Du meinst, Du hättest viele meiner Argumente widerlegt. Nenne mir bitte ein einziges Glied in meiner Argumentskette, dass Du widerlegt haben möchtest! Ich habe unsere Diskussion noch einmal überflogen und nicht ein auf Fakten basierendes Gegenargument gefunden.

            Was Du getan hast, ist eine Aneinanderreihung von Vermutungen und Annahmen. Ich denke da als erstes, an die „gefühlten 50% PCR-Tests mit Dual-Targetting-Methode“. Du schreibst ja selbst: „Konkrete Zahlen über die Anzahl der modernen PCR-Testsysteme kann ich leider nicht herzaubern. “ Aber genau das wäre die Frage, deren Antwort uns Aufschluss geben könnte, wie das Verhältnis der richtig und falsch positiven Testergebnisse tatsächlich ist!

            Stattdessen schreibst Du: „Die *Plausibilität* der RKI-Zahlen steht für mich aber außer Frage, ich habe Dir viele Indizien und Quellen geliefert, die Du klein redest.“
            Indizien und Quellen sind keine Beweise (oder Gegenbeweise)! Auch ich habe Dir viele Indizien mitgeteilt, die alle dafür sprechen, dass es die zweite Welle nicht gibt. Zum Beispiel: Kein Anstieg der COVID-19-Todesfälle oder die Aussage von Jens Spahn zu der Problematik der Erhöhung der Testintensität und der einhergehenden falsch positiven Testergebnisse etc. Aber das sind alles nur Indizien bzw. zutage tretende Widersprüche.

            Die Unterhaltung mit Dir war sehr anstrengend und hat (fast) nichts an echten Erkenntnissen zutage gefördert, außer dieser: Was nicht sein darf, das kann nicht sein. Auch verstehe ich jetzt besser, warum sich der Corona-Irrglaube so standhaft hält. Wenn es heißt, „die Plausibilität der RKI-Zahlen steht für mich aber außer Frage“, dann hört sich das wie ein Glaubensbekenntnis aber nicht wie Wissenschaft an. Um es hier nochmal klar zu stellen: Ich zweifel nicht an der Existenz von SARS-CoV-2, sondern an der angeblichen zweiten Welle, in der wir uns gerade befinden sollen. Die zweite Welle wird kommen, im Herbst oder Winter, wenn wieder die Erkältungssaison und damit die Saison der Coronaviren losgeht.

            Ich würde mich freuen, wenn Sie fortan nur noch antworten würden, wenn Sie Fakten vorlegen können, die uns alle einen Erkenntnisgewinn zu meinen Fragen aus meinem initialen Kommentar geben, oder wenn Sie meine Erkenntnis widerlegen können, dass die Vortestwahrscheinlichkeit nicht größer als die Positivenrate sein kann. Solange Sie das nicht können, würde ich mich freuen, wenn Sie mich nicht weiter mit Ihrem missionarischen Glaubenseifer belästigen würden. Vielen Dank!

            Mit besten Grüßen

            Martin Neubert

          15. Hier ergänzend noch ein Link auf eine große Diagnostik-Firma, die das dual target Verfahren einsetzt und in folgenden Städten mit Laboren vertreten ist:
            Fulda, Gießen, Gotha, Horstmar, Ingelheim, Jena, Karlsfeld, Karlsruhe, Mainz, Moers, Pirmasens, Saarbrücken, St. Ingbert, Wehnrath, Wermsdorf
            https://www.bioscientia.de/de/home/aktuelles/2020/07/was-bedeuten-die-begriffe-dual-target-pcr-und-ct-wert

            Es handelt sich dabei um die gleiche Firma, die auch im Artikel von sr.de genannt wird, weil sie das größte Labor im Saarland betreibt:
            https://www.sr.de/sr/home/nachrichten/politik_wirtschaft/faktencheck_falsch_positive_coronatests_genauigkeit_pcr_spezifitaet_100.html

          16. Welchen Anteil an den Gesamttests hat denn die Firma mit diesem Testverfahren? Das wären genau die harten Fakten, nach denen ich hier ständig gefragt habe, wenn Du Dich erinnerst.

          17. Wenn ich mir die Arbeit machen soll, ist es nur fair, dass Du auch mal konkret wirst:

            Wie hoch muss der Anteil der Anteil der nachgewiesenen dual- target Tests denn sein, damit Martin Neubert sagt, es reicht für eine akzeptable Abbildung des Infektionsgeschehens?

            Du hast doch bestimmt schon darüber nachgedacht, also nenn mir bitte mal die Zielvorgabe.

  14. In dem Abschnitt „Wie zuverlässig ist der Corona-Test?“ wird auf die Problematik mit den falsch-positiven Testergebnissen des PCR-Tests und dabei auch auf die Bedeutung der Vortestwahrscheinlichkeit eingegangen. Unter der Überschrift „Beliebtes Argument für Verschwörungstheoretiker“ ist dann folgendes zu lesen:

    „Dieser statistische Zusammenhang wird auch von Verschwörungstheoretikern für ihre Argumentation herangezogen, dass das Corona-Virus eigentlich gar nicht existiert. Sie behaupten: Die Infektionsrate in Deutschland sei so niedrig, dass alle gemeldeten Fälle in Wirklichkeit auf falsch-positive Testergebnisse zurückzuführen seien, Corona also gar nicht existiere. In anderen Worten: Die Vortestwahrscheinlichkeit liege bei Null.

    Doch ihre Argumentation hat einen Haken: “Wenn quer durch die Bevölkerung getestet würde, läge die falsch-positiv-Rate bei der aktuell niedrigen Infektionsrate tatsächlich hoch”, sagt Walter Krämer von der Fakultät Statistik an der TU Dortmund. Das passiere aber nicht – vielmehr finde eine Vorselektion statt, so dass im Normalfall nur auf Verdacht getestet werde.“

    Doch hier hat die Argumentation des darin zitierten Statistikers (Walter Krämer) selbst einen Haken. Damit der Anteil der falsch-positiven Testergebnisse an den positiven Testergebnissen deutlich kleiner wird, muss – wie die Autoren in dem Artikel sehr schön erkannt haben – die Vortestwahrscheinlichkeit (für positive Testergebnisse) deutlich größer als 0% sein. Wenn das so wäre, dann wäre aber auch die Positivenrate der Testergebnisse entsprechend deutlich größer als 0%. Ist sie aber nicht! Sie liegt laut RKI in den letzten Wochen bei unter 1%! Tatsächlich müssen wir mit einer Vortestwahrscheinlichkeit von weniger als 1% bei den Vorselektierten ausgehen! Wer daran zweifelt, dass die Vortestwahrscheinlichkeit (für positive Testergebnisse) in etwa der Positivenrate der Testergebnisse entspricht, sollte sich noch folgendes Gedankenexperiment verdeutlichen:

    Mal angenommen, wir kennen die Vortestwahrscheinlichkeit nicht und testen einfach drauf los. In den KW 31, 32 und 33 hatten wir ca. 1% positive Testergebnisse, also eine Positivenrate von 1%! Jetzt testen wir alle nochmal und kommen zu dem gleichen Ergebnis (mal angenommen, es wäre zeitlich nah genug beieinander). Diesmal wissen wir aber, dass 1% positive Testergebnisse darunter sind, dass also die Vortestwahrscheinlichkeit 1% entspricht. Alles klar?

    Wir müssen uns deutlich machen, dass wir ja keinen einmaligen Massentest machen, wo wir tatsächlich nicht die Vortestwahrscheinlichkeit kennen, sondern dass wir unentwegt testen und deshalb an einem Tag auch nicht völlig andere Ergebnisse erwarten als am nächsten.

    Das ist eine ganz banale Erkenntnis, zu der auch gehört, dass die Testergebnisse der letzten Wochen mehrheitlich falsch-positiv sind. Ich weiß, die Experten von Quarks haben aber geschrieben, dass … Ich sage nur, wer selbst denkt, ist klar im Vorteil!

    Eine weitere interessante Frage ist aber, warum liegt die Positivenrate der Tests unter 1%, wo doch die Spezifität in dem Quarks-Artikel mit 98,2% angegeben wird, was einer Falsch-Positiven-Rate von 1,8% entspricht. Wie kann die Positivenrate unter die Falsch-Positiven-Rate fallen? Dies lässt sich nur durch die vereinzelt gemachten Bestätigungstest erklären, die die Falsch-Positiven-Rate bzw. Spezifität des Test sozusagen verbessert bzw. vereitelt.

    Solange wir nicht konsequent Bestätigungstests machen, wird bei so geringer Prävalenz / Vortestwahrscheinlichkeit die Fehlerhaftigkeit des PCR-Tests immer weiter neue „Fälle“ generieren. Und wenn wir die Test immer mehr hochfahren, wie in den vergangenen Wochen, erzeugen wir auch absolut immer mehr neue „Fälle“ und erzeugen damit eine Laborpandemie. Weder die Entwicklung der absoluten Zahlen (Fälle) noch die Entwicklung der Positivenrate, deckt sich jedoch mit der Tatsache, dass die Sterbezahlen immer weiter sinken. Und von diesen Widersprüchen gibt es noch so viele weitere!

    Es ist schon erschreckend, dass manche Menschen solche unübersehbaren Tatsachen nicht erkennen (wollen). Stattdessen blasen sie ins gleiche Horn wie ihnen vorgegeben wird und rufen: „Verschwörungstheoretiker!“. Denkt ihr denn, „wir“ kennen diese „wissenschaftlichen“ Artikel und Studien nicht, die unter anderem auch von uns zwangsfinanziert werden? Und denkt ihr denn, dass alle Wissenschaftler so denken? Ein sehr guter Recherche-Ausgangspunkt ist die Seite „Swiss Policy Research“ https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/

    Übrigens endet der Abschnitt des Quarks-Artikels mit folgender Irreführung:

    “Sollte es doch zu Massentestungen in Deutschland kommen, so muss die Bevölkerung über die Möglichkeit falsch-positiver, aber auch falsch-negativer Tests unbedingt aufgeklärt werden”, fordert Gerd Gigerenzer, Direktor des Harding-Zentrum für Risikokompetenz an der Universität Potsdam. Das Problem: Bei falsch-negativen Ergebnissen würden sich Infizierte in falscher Sicherheit wiegen und könnten zu Superspreadern werden.

    Na, habt ihr auch wieder Angst bekommen? Mit dem Hinweis auf das Problem der falsch-negativen Testergebnisse wird auf ein Problem aufmerksam und damit Angst (!!!) gemacht, dass in diesem Falle gar nicht existiert. Wie ich gerade nachweisen konnte, ist ja die Vortestwahrscheinlichkeit so gering, dass der Anteil der falsch-negativen Testergebnisse gegen null tendiert! Muss das näher erläutert werden? Ok, wer diese Zusammenhänge selbst noch nicht mathematisch nachvollziehen kann und wem es hier wirklich um Wahrheitsfindung geht, sollte sich unbedingt noch ausführlicher mit dem Satz von Bayes beschäftigen! Denn nur so lässt sich die Frage beantworten, ob man getäuscht wird oder nicht.

    Wacht bitte endlich auf und fangt an, selbst zu denken und Dinge kritisch zu hinterfragen! Seid nicht voreingenommen, sondern offen! Beschimpft andere nicht gleich als Covidioten, Verschwörungstheoretiker, Aluhutträger, Nazis oder dergleichen! Beschäftigt Euch mit den Widersprüchen, wie ich Euch hier einen gezeigt habe, und verfolgt sie, überprüft sie und löst sie auf! Am Ende werdet ihr der Wahrheit ein Stück näher sein! Ich weiß, ich klinge arrogant und kränkend. Das ist aber nicht mein Anliegen. Mein Anliegen ist eine mündige, wahrhaftige und freie Gesellschaft!

    Ich gebe zu, ich habe Angst vor Euch – nicht vor dem Virus. Ich habe Angst, dass Ihr alles zerstört, was unsere Großeltern, Eltern und wir mühselig erkämpft und aufgebaut haben! Es ist bereits viel zu viel zerstört worden!

    Liebe Zensoren des WDR! Ich bin hier hart mit dem Leser und der Redaktion ins Gericht gegangen. Ich denke aber, dass ich nicht die Netiquette missachtet habe, vielleicht im dem Punkt, dass Kritik weh tut und Schmerzen nicht nett sind 😉 Wenn die Wahrheitsfindung noch ein (gemeinsames) Anliegen ist, dann schaltet bitte diesen Kommentar frei.

    Und widerlegt mich, wenn ihr könnt!

    Danke!

    1. Auf die mathematische Argumentation möchte ich nicht eingehen, weil ich sonst einen Knoten im Hirn bekomme. Aber auf folgendes möchte ich hinweisen: Ein nicht unwesentlicher Teil der durch den Test erfassten Fälle wird später durch das Auftreten einer Symptomatik (und vielleicht auch durch Nachtestung, weiß da jemand näheres?) bestätigt.

      Wenn man sich beispielsweise mal im letzten Situationsbericht des RKI ( https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-08-24-de.pdf ) die Abbildung 3 ansieht, erkennt man dort blaue und gelbe Balken. Die gelben repräsentieren die gemeldeten Fälle (positive Testbefunde). Wenn sich später bei den Gemeldeten Krankheitssymptome ergeben, werden diese Fälle als blaue Balken dargestellt. Gäbe es nur asymptomatische Fälle, wäre die Grafik also rein gelb.
      Man erkennt sehr schön, dass es einen gewissen Nachlauf gibt. Die frisch Getesteten sind fast alle noch gesund und entwickeln das Krankheitsbild erst Tage später, wenn überhaupt. Aktuell ist etwa die Hälfte der gemeldeten Fälle mit mehr oder weniger starker CoViD-Symptomatik verbunden.

      Wenn die Zahl der gemeldeten Fälle nur auf Testfehlern beruhte, gäbe es keine Kranken mit Symptomen!

      Aber es stimmt natürlich auch, dass heute durch die verstärkte Testung deutlich mehr Fälle *erfasst* werden, als vor ein paar Monaten.
      Die Grafik erweckt den Anschein, als gäbe es derzeit (24.08.20) ähnlich viele Fälle wie in der ersten Märzwoche oder Mitte April, aber damals lagen die realen Zahlen sicherlich (zumindest was nicht-symptomatische Fälle angeht) um ein Vielfaches höher.

      1. Die positiv Getesteten, die zum Testzeitpunkt ähnliche Symptome wie Covid-19 haben – man testet ja vorzugsweise Kranke – , landen sofort zeitlich rückversetzt als „blauer Fall“ in der Statistik, ohne vorher ein „gelber Fall“ gewesen zu sein. Auf diese Weise entsteht der zeitliche Versatz zwischen „blauen und gelben Fällen“. Außerdem müsste der Anteil der „gelben Fälle“ mit der Zeit (einige wenige Tage) wieder fallen, wenn wir davon ausgehen, dass ein gewisser Teil tatsächlich Krankheitssymptome entwickelt (also zu „blauen Fällen“ werden), wobei dies aus der Grafik nur schwer nachvollziehbar sein wird, weil ja auch die „gelben Fälle“ mit einem sehr unterschiedlichen zeitlichen Verzug ständig dazukommen und sich womöglich beide Prozesse im Ergebnis ausgleichen.

        Das bedeutet, dass sich aus der Grafik des RKI nicht ableiten lässt, ob ein signifikanter Teil der positiv Getesteten noch Krankheitsymptome entwickelt. Wir bräuchten tatsächlich Daten, die das belegen. Erst dann wäre der Beweis erbracht, dass es sich aktuell nicht um mehrheitlich falsch-positive Testergebnisse handelt, die wir in der Statistik des RKI sehen und die so vielen Menschen Angst einflößt.

        1. Wenn das so ist, habe ich die Grafik falsch interpretiert. Das täte mir leid, denn ich will hier ja keine Falschinformationen verbreiten.

          Ich bin davon ausgegangen, dass jeder positive Fall ein Meldedatum hat aber nur symptomatische Fälle einen Krankheitsbeginn besitzen. Da die Grafiken jedes Reports für die unmittelbar zurückliegenden Tage immer fast nur gelbe Balken zeigen und die blauen Balken dann beim nächsten Report ergänzt werden, erschien mir das plausibel.
          Nach meinem Verständnis bleiben die gelben Fälle von Report zu Report erhalten, da es handelt sich ja um die Gesamtzahl der gemeldeten Fälle.

          1. Die Gesamtzahl der gemeldeten Falle ist die Summe der blauen und gelben Fälle. Den gelben Fällen liegt keine Krankheit zugrunde. Den blauen Fällen liegt eine Krankheit mit Krankheitsbeginn zugrunde, die aber nicht zwingend Covid-19 heißen muss, sondern nur die gleichen, ähnlichen oder auch ganz andere Symptome wie Covid-19 aufweist (Stichwort: Vorerkrankungen).

          2. Zitat: „Den blauen Fällen liegt eine Krankheit mit Krankheitsbeginn zugrunde, die aber nicht zwingend Covid-19 heißen muss, sondern nur die gleichen, ähnlichen oder auch ganz andere Symptome wie Covid-19 aufweist (Stichwort: Vorerkrankungen).“

            Also das halte ich jetzt für eine gewagte Interpretation. Die typischen Vorerkrankungen, die zu einem erhöhten CoViD-Risiko führen, sind Fettleibigkeit, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Krebs sowie Erkrankungen von chronische Erkrankungen von Lunge, Leber und Nieren.
            Mediziner sind durchaus in der Lage, diese Krankheitsbilder differentialdiagnostisch von CoVid zu unterscheiden. Kommt dann noch, wie in allen diesen Fällen, ein positiver Testbefund dazu, dann dürfte die Wahrscheinlichkeit einer Fehldiagnose ziemlich gering sein.

          3. Sicherlich sind Mediziner „in der Lage diese Krankheitsbilder differentialdiagnostisch von CoVid zu unterscheiden.“ Das würde ja bedeuten, dass nur die getestet werden, bei denen sicher sicher ist, dass sie Covid-19 haben. Aber es wird doch halb Deutschland getestet! Die Statistik differenziert nicht weiter die Ursachen der Symptome, sondern die nur die Symptome selbst.

            Ein Beispiel: Wenn ich eine Erkältung (aufgrund von Zugluft) bekomme und werde falsch-positiv getestet, dann gehe ich in die Statistik als Covid-19-Fall (blauer Fall) ein.

            Das beweist, dass der Gegenbeweis, dass wir aktuell mehrheitlich falsch-psitive Ergebnisse vorliegen haben, (noch) nicht erbracht ist.

            Noch eine Frage: Wie erklärt Ihr Euch, dass selbst Jens Spahn davor warnt, dass man jetzt die PCR-Tests wegen der falsch-positiven Testergebnisse nicht ausweiten dürfe (und dann doch macht)? Hier zu sehen:

            https://youtu.be/iN9QAvtV2hA

            Klingelt da jetzt was?

          4. Zitat: „Wenn ich eine Erkältung (aufgrund von Zugluft) bekomme und werde falsch-positiv getestet, dann gehe ich in die Statistik als Covid-19-Fall (blauer Fall) ein.“

            Wenn jemand Erkältungssymptome und hohes Fieber hat und gleichzeitig positiv auf SARS-CoV-2 getestet wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er sich mit dem Virus infiziert hat.

            Die Spezifität des PCR-Tests liegt in der Praxis um 99% [1], d.h. im Umkehrschluss dass die Wahrscheinlichkeit eines falsch positiven Ergebnisses bei etwa 1% liegt.

            Die Restwahrscheinlichkeit, dass jemand (a) fälschlich positiv getestet und (b) gleichzeitig eine Covid-Symptomatik zeigt ohne infiziert zu sein, ergib sich aus dem Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten p(a) x p(b) = 0,01 x p(b). Sie ist also ausgesprochen gering.

            Die Wahrscheinlichkeit eines falsch positiven Testresultats *ohne* CoViD-Symptomatik liegt höher, nämlich bei 1% der Vortestwahrscheinlichkeit. Das ist bei den aktuellen Nachweisraten um 1% durchaus diskussionswürdig.

            [1] https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Laborkapazitaeten.pdf

          5. Du schreibst: „Wenn jemand Erkältungssymptome und hohes Fieber hat und gleichzeitig positiv auf SARS-CoV-2 getestet wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass er sich mit dem Virus infiziert hat. “
            Das wäre doch nur in dem Fall so, wenn das Virus in der Bevölkerung stark verbreitet wäre (hohe Prävalenz). Ist es doch aber nicht, sonst hätten wir doch aktuell nicht so eine geringe Positivenrate (1%)! Das Ergebnis Deiner Überlegung ist doch abhängig von der sogenannten Vortestwahrscheinlichkeit. Du gehst doch gedanklich nur deshalb davon aus, dass sie hoch ist, weil Corona in Deinem Kopf, in den Medien etc. so präsent ist.
            Stelle Dir doch einmal vor, das Virus wäre nicht vorhanden und wir testen alle Menschen mit Erkältungssymptomen, dann würden wir eine Positivenrate von 1% erhalten, was exakt der Falsch-Positiven-Rate des Tests entspricht (bei 99% Spezifität). Würdest Du dann immer noch sagen, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass die positiv Getesteten Covid-19 haben. – Jetzt verstanden?

            Du schreibst: „Die Wahrscheinlichkeit eines falsch positiven Testresultats *ohne* CoViD-Symptomatik liegt höher, nämlich bei 1% der Vortestwahrscheinlichkeit. Das ist bei den aktuellen Nachweisraten um 1% durchaus diskussionswürdig.“
            Nein, die Wahrscheinlichkeit ist immer gleich hoch! Das Ergebnis ist aber zusätzlich abhängig von der Vortestwahrscheinlichkeit! Beschäftige Dich noch einmal mit der Vortestwahrscheinlichkeit bzw. Prävalenz in Bezug auf Spezifität und Sensitivität. Der Quarks-Artikel hat das eigentlich schon ganz gut erklärt. (Auch Drosten in einem seiner Corona-Updates hat das sehr gut erklärt!) Nur sind die Autoren in dem Artikel zu einer falschen Schlussfolgerung gelangt, da sie die Vortestwahrscheinlichkeit, so wie Du, einfach nur aus dem Bauch heraus geschätzt und hoch angesetzt haben, weil ja eine „Vorselektion“ stattfindet. Was sie nicht bedacht haben, ist, dass wir durch die Positivenrate (ca. 1%), die noch nicht zwischen falsch oder richtig postiv unterscheidet, die Vortestwahrscheinlichkeit ziemlich genau kennen und in der Folge ausrechnen können, wie hoch der Anteil der falsch-postiven Testergebnisse ist! – Das wäre jetzt der Heureka-Moment. – Mit anderen Worten: Selbst unter dieser „Vorselektion“ gibt es (fast) keine Menschen mit dem SARS-CoV-2!

          6. Zitat: „ Stelle Dir doch einmal vor, das Virus wäre nicht vorhanden und wir testen alle Menschen mit Erkältungssymptomen, dann würden wir eine Positivenrate von 1% erhalten, was exakt der Falsch-Positiven-Rate des Tests entspricht (bei 99% Spezifität). Würdest Du dann immer noch sagen, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass die positiv Getesteten Covid-19 haben. – Jetzt verstanden?“

            Denk bitte noch mal entspannt darüber nach.
            Gäbe es kein Coronavirus, dann dürften beim Test trotzdem bis zu 1% Prozent (falsche) Positivresultate auftreten. Es wäre aber extrem unwahrscheinlich, dass bei den gleichen Fällen positiv getesteten Personen in Abwesenheit des Coronavirus auch noch eine Corona-Symptomatik zu finden ist. Selbst wenn es gerade eine Grippewelle gäbe, könnte man solche gehäuften Koinzidenzen nicht erklären. Der diagnostische Befund bestätigt den Test.

          7. Ich ergänze das oben geschriebene noch durch Informationen des SWR:

            „Im Saarland kommen überwiegend der Cobas Sars-CoV-2-Test von Roche Diagnostics und das RealStar Sars-CoV-2 RT-PCR Kit von Altona Diagnostic zum Einsatz. Beide untersuchen jeweils zwei Gen-Regionen. […] Alleine schon dieses „Dual targeting“ genannte Prinzip, dass bei einer Probe für einen positiven Befund zwei Gen-Regionen nachgewiesen werden müssen, sorge dafür, dass die Tests sehr zuverlässig seien, sagt Rissland. Hinzu kämen weitere interne Kontrollmechanismen bei Tests sowie die Empfehlung, dass bei unklaren oder nur schwach positiven Ergebnissen noch einmal nachgetestet werde. Beim St. Ingberter Bioscientia-Labor geht man davon aus, dass die eingesetzten PCR-Tests mit 99,99-prozentiger Wahrscheinlichkeit einen korrekten positiven Befund liefern. Das deckt sich mit Erfahrungen der Klinik für Infektiologie in Leipzig. Dort gab es unter fast 14.000 Sars-CoV-2-PCRs 365 positive Fälle. Alle seien auch serologisch, also durch eine Blutuntersuchung, verifiziert worden, schreibt Klinik-Chefarzt Professor Christoph Lübbert in einem Leserbrief im Ärzteblatt.“
            Quelle: https://www.sr.de/sr/home/nachrichten/politik_wirtschaft/faktencheck_falsch_positive_coronatests_genauigkeit_pcr_spezifitaet_100.html

            Schade, dass ich die Informationen nicht früher gefunden habe.

          8. Ups, diesen Beitrag hatte ich übersehen, weshalb ich jetzt erst dazu komme, zu antworten.

            Schau Dir doch mal das Verhältnis zwischen blauen und gelben Fällen aus dem Frühjahr und jetzt an. Man sieht doch sehr schön, wie sich jetzt alles in Richtung gelb verschiebt! Dass ich da jetzt auch mehr Fälle erfasse, die nur einen kratzigen Hals haben und als blauer Fall eingehen, steht doch nicht im Widerspruch zu den Daten.

          9. Zitat: „Nein, die Wahrscheinlichkeit ist immer gleich hoch! Das Ergebnis ist aber zusätzlich abhängig von der Vortestwahrscheinlichkeit! Beschäftige Dich noch einmal mit der Vortestwahrscheinlichkeit bzw. Prävalenz in Bezug auf Spezifität und Sensitivität.“

            Wenn Du argumentierst, dass das Coronavirus z.Z. keine Rolle spielt bzw. nicht existiert, darfst Du auch die Vortestwahrscheinlichkeit nicht mehr anführen. Die beruht schließlich darauf, dass man schon vor dem PCR-Test bevorzugt Träger des Coronavirus aus der Grundgesamtheit herausgefischt hat. Und das funktioniert ja nur, wenn das Virus dort vorhanden ist.

          10. Wieso darf ich die Vortestwahrscheinlichkeit nicht mehr aufführen, wenn ich behaupte, dass es (fast) keine Covid-19-Fälle mehr gibt? In dem Falle ist die Vortestwahrscheinlichkeit eben 0% statt bisher angenommen ca. 1%!

            Nur so fürs Protokoll: Um eine auf das Wesentliche beschränkte Unterhaltung zu führen, habe ich in meinen letzten Aussagen nicht immer wiederholt, dass ich noch einen geringen Teil richtig-positiver Testergebnisse vermute (siehe meinen Initialkommentar), die man durch Bestätigungstests erhält. Das wäre für mich zumindest die Erklärung, warum die Positivenrate zeitweise unter der Falsch-Positiven-Rate der PCR-Tests lag. Die Positivenrate müsste immer mindestens so hoch sein wie die Falsch-Positiven-Rate der PCR-Tests. Sozusagen die never ending story.
            Es wäre viel interessanter hierzu mal etwas zu erfahren. Aber das RKI scheint sich hierzu auszuschweigen. Warum lese ich in unseren Leitmedien solche Fragen nicht?

            Übrigens ist im heutigen RKI-Lagebericht die aktuelle Positivenrate gemeldet. Haltet Euch fest: 0,88%. Die Positivenrate fällt bereits wieder! War in den letzten Wochen aber auch nicht besonders hoch. Wie gesagt, ca. 1%. Ich lach mich schlapp! An der Stelle der Regierung würde ich langsam mal darüber nachdenken, die Statistiken zu fälschen. *Irony off* Das Virus tut aber auch nicht das, was man jetzt so dringend bräuchte! Böses Virus!

          11. Zitat: „Wieso darf ich die Vortestwahrscheinlichkeit nicht mehr aufführen, wenn ich behaupte, dass es (fast) keine Covid-19-Fälle mehr gibt? In dem Falle ist die Vortestwahrscheinlichkeit eben 0% statt bisher angenommen ca. 1%!“

            Genau, sie liegt dann bei 0%, d.h. die gezielte Auswahl aus der Grundgesamtheit hat keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis. Als Argument pro/contra spielt sie in der Diskussion keine Rolle mehr.

            Zitat: „Übrigens ist im heutigen RKI-Lagebericht die aktuelle Positivenrate gemeldet. Haltet Euch fest: 0,88%.“

            Wenn es unter den Getesteten nicht so viele Erkrankte mit Symptomatik gäbe, würde ich die Aussagekraft der Tests auch kritisch sehen, denn die Argumentation mit der Vortestwahrscheinlichkeit im obigen Text kann ich zugegebenermaßen auch nicht ganz nachvollziehen (auch hier gilt: nur weil ich sie nicht verstehe muss die Argumentation noch lange nicht falsch sein).
            Durch die gezielte Auswahl der Getesteten wird nach meinem Verständnis die Häufigkeit real positiver Testkandidaten gegenüber der Grundgesamtheit (Bevölkerung) stark erhöht. Eine gute Sache, denn dadurch wird das Signal, das wir messen wollen, verstärkt. In der Bevölkerung liegt die Anzahl der Corona-Positiven ja noch weit unter 1% und würde im „Rauschen“ der RT-PCR völlig untergehen.
            Bei der Diskussion der Validität der Testergebnisse gibt es meiner Meinung nach aber eigentlich nur zwei Variablen zu betrachten: Die Spezifität des Tests und die Ergebnisse, die der Test liefert. Die real ermittelte Spezifität des PCR-Test liegt laut der Ergebnisse des Ringtests (Quelle s.o.) bei etwa 99%. Die Zahl der positiv Getesteten liegt bei 1%. Damit befinden wir uns zumindest in der Grauzone.

          12. Du schreibst: „Genau, sie liegt dann bei 0%, d.h. die gezielte Auswahl aus der Grundgesamtheit hat keinen Einfluss mehr auf das Ergebnis. “
            Also, die Frage, ob ich von 1% oder 0% Vortestwahrscheinlichkeit ausgehe, hat einen nur sehr kleinen Einfluss auf das Verhältnis zwischen falsch und richtig positiven der insgesamt positiven Testergebnisse. Ich habe den Gedanken, ob 0% oder 1%, nur ins Spiel gebracht, weil Du meintest, dass ich die Vortestwahrscheinlichkeit nicht mehr anführen dürfe. Vielleicht habe ich Dich falsch verstanden, was Du damit meinst. Ich wollte nur sagen, dass die Vortestwahrscheinlichkeit eine wichtige Rolle spielt, ob sie nun bei 1% oder 0% liegt. 0% Vortestwahrscheinlichkeit besagt, dass wir davon ausgehen, dass niemand SARS-CoV-2 in sich trägt und von den positiven Testergebnissen 100% falsch positiv sind. 1% Vortestwahrscheinlichkeit besagt, dass wir davon ausgehen, dass 1% SARS-CoV-2 in sich trägt (und 99% nicht) und von den positiven Testergebnissen 99% falsch positiv und 1 % richtig positiv sind. Die Frage ist nun, wie hoch die Vortestwahrscheinlichkeit tatsächlich ist. Und hier wiederhole ich mich zum x-ten Mal, dass wir anhand früherer Testungen wissen, dass es nur maximal 1% sein können, weil die Positivenrate aktuell nur 0,88% ist!

            Dann schreibst Du: „Als Argument pro/contra spielt sie in der Diskussion keine Rolle mehr.“
            Hier bin ich nicht sicher, was Du meinst oder worauf Du hinaus willst.

            Du schreibst: „Wenn es unter den Getesteten nicht so viele Erkrankte mit Symptomatik gäbe, würde ich die Aussagekraft der Tests auch kritisch sehen, denn die Argumentation mit der Vortestwahrscheinlichkeit im obigen Text kann ich zugegebenermaßen auch nicht ganz nachvollziehen (auch hier gilt: nur weil ich sie nicht verstehe muss die Argumentation noch lange nicht falsch sein).“
            Denke doch mal den Gedanken, dass die mit ähnlichen Symptomen Getesteten kein Covid-19 haben. Es gibt noch viele andere Ursachen für Husten, Fieber, Thrombosen etc. Gerade auch deshalb, weil wir so extrem wenige Kranke haben.
            Es ist unfassbar, darauf überhaupt hinweisen zu müssen. Doch offensichtlich ist der Blick so verengt, dass man nicht anders denken kann, dass sie alle Covid-19 haben (müssen). Ich kann mir das nur mit der Angst erklären, die das Denken einschränkt.
            Auch da wiederhole ich mich: Wenn Du das mit der Vortestwahrscheinlichkeit nicht verstehst, wirst Du meine Aussagen nicht nachvollziehen können und falsifizieren oder verifizieren können. Es ist aber eigentlich gar nicht so kompliziert!

            Du schreibst: „Durch die gezielte Auswahl der Getesteten wird nach meinem Verständnis die Häufigkeit real positiver Testkandidaten gegenüber der Grundgesamtheit (Bevölkerung) stark erhöht.“
            Ja, das stimmt ja auch! Aber trotzdem sind da so wenige, dass die meisten von ihnen, die positiv gestestet werden, falsch positiv sind! Jetzt muss das doch mal verstanden werden!

            Du schreibst: „Bei der Diskussion der Validität der Testergebnisse gibt es meiner Meinung nach aber eigentlich nur zwei Variablen zu betrachten: Die Spezifität des Tests und die Ergebnisse, die der Test liefert.“
            Das kann man so sagen, um sich auf das Wesentliche zu beschränken, da die Sensitivität derzeitig (fast) keine Rolle spielt. Dann scheinst Du es ja doch langsam zu verstehen.

            Du schreibst: „Die Zahl der positiv Getesteten liegt bei 1%. Damit befinden wir uns zumindest in der Grauzone.“
            Also wenn Du die Falsch-Negativ-Rate des PCR-Tests als Grauzone verstehst, dann wäre das eine Verharmlosung. Führe Dir vor Augen, dass wir durch die völlig falsche Interpretation der Daten Menschen in zweiwöchige Quarantäne setzen, fast überall im öffentlichen Raum den Lappen tragen müssen – auch alte atemschwache Menschen – , dass wir Existenzen zerstören und, und, und

            Im Ergebnis bedeutet das, dass wir eine Idiokratie haben.

            Widerlegt mich!

          13. Zitat: „Denke doch mal den Gedanken, dass die mit ähnlichen Symptomen Getesteten kein Covid-19 haben. Es gibt noch viele andere Ursachen für Husten, Fieber, Thrombosen etc. Gerade auch deshalb, weil wir so extrem wenige Kranke haben.“

            Ja, ich denke, den meisten Ärzten sollte das bekannt sein. Das RKI schreibt explizit:
            „Je nach Ausprägung des klinischen Bilds sollten neben der Diagnostik auf SARS- CoV-2-Infektionen ggf. weitere Differentialdiagnosen berücksichtigt werden (z. B. Influenza, andere respiratorische Viren, bakterielle Infektionen).“

            Für wie wahrscheinlich hältst es, dass eine Fehldiagnose und ein falsch positives Testergebnis zusammenfallen? Wie sollen da hunderte bestätigte Meldungen zusammenkommen?

            Ich verstehe ja grundsätzlich, wie Du auf den Gedanken kommst. Aber Du hast dich da wirklich in eine Argumentation verbissen, die alles andere als plausibel ist.

          14. Du zitierst das RKI: „Je nach Ausprägung des klinischen Bilds sollten neben der Diagnostik auf SARS- CoV-2-Infektionen ggf. weitere Differentialdiagnosen berücksichtigt werden (z. B. Influenza, andere respiratorische Viren, bakterielle Infektionen).“
            Offensichtlich ist das doch nur eine Empfehlung. Und glaubst Du denn, dass man bei Husten eine aufwändige Differenzialdiagnose durchführt, die schon vor der PCR-Testung glasklar andere Krankheitsursachen ausschließen kann? Der PCR-Test ist ja ein Teil der Diagnostik. Denn Covid-19 unterscheidet sich bei den meisten Erkrankten nicht wesentlich von anderen Erkältungskrankheiten. Coronavieren sind doch schon immer an den Erkältungskrankheiten beim Menschen beteiligt. Und deshalb wird man das machen, was einem seit einem halben Jahr geradezu aufgedrängt wird: Man testet mit dem PCR-Test auf SARS-CoV-2! Ab ins Labor, Fall erledigt, der nächste bitte!
            Und frage Dich doch mal, warum man bei den „Corona-Toten“ bis heute nicht differenziert, ob sie mit oder an Covid-19 gestorben sind.

            Aber darauf will ich jetzt gar nicht ablenken. Ich möchte gern auf meinen in meinem Initialkommentar geschilderten qualitativen Beweis zurückkommen, dass es sich bei den positiven PCR-Tests seit Ende Mai (KW 22) um mehrheitlich falsch-positiveTestergebnisse handelt. All die anderen indizienhaften Argumente brauchen wir hier dann gar nicht mehr austauschen. Die Liste wäre aber lang.

          15. Hast Du die weiter oben verlinkte swr.de-Quelle mal durchgelesen?
            Da steht ja unter anderem drin: „[99,9% Spezifität] Das deckt sich mit Erfahrungen der Klinik für Infektiologie in Leipzig. Dort gab es unter fast 14.000 Sars-CoV-2-PCRs 365 positive Fälle. Alle seien auch serologisch, also durch eine Blutuntersuchung, verifiziert worden, schreibt Klinik-Chefarzt Professor Christoph Lübbert in einem Leserbrief im Ärzteblatt. Nur in einem Fall habe es ein falsch-positives Ergebnis gegeben, das durch einen Wiederholungstest korrigiert worden sei.“

            Diagnose aufgrund der Symptomatik, außerdem zweistufige PCR-Test und ergänzend noch Immuntests. Das finde ich überzeugend.

          16. Ja, ich habe den SWR-Artikel gelesen. Die Spezifität von 99,99% bezieht sich auf einen besonderes genauen Test eines Labors im Saarland, der mit der sogenannten Dual-Targeting-Methode arbeitet. Auch in Leipzig scheint man ein solches Testverfahren zu benutzen.

            Das bestätigt doch genau das, was ich vermutet habe und auch sehr nahe liegt, dass man vereinzelt Wiederholungstests oder aber sehr genaue PCR-Tests mit der Dual-Targeting-Methode durchführt und dabei eine extrem niedrige Positivenrate erhält (zeitweise 0,6%), die unterhalb der Falsch-Negativen-Rate (ca. 1%) der durchschnittlich(!) verwendeten PCR-Tests liegt! Damit scheint es noch immer so, dass die aktuellen Fälle mehrheitlich falsch positiv sind.

            Falls jemand mehr Details unter anderem zu der Zählweise und dem Anteil der Wiederholungstests kennt, bitte melden!!!

          17. Zitat: „Das bestätigt doch genau das, was ich vermutet habe und auch sehr nahe liegt, dass man vereinzelt Wiederholungstests oder aber sehr genaue PCR-Tests mit der Dual-Targeting-Methode durchführt und dabei eine extrem niedrige Positivenrate erhält (zeitweise 0,6%), die unterhalb der Falsch-Negativen-Rate (ca. 1%) der durchschnittlich(!) verwendeten PCR-Tests liegt! Damit scheint es noch immer so, dass die aktuellen Fälle mehrheitlich falsch positiv sind.“

            Ich habe diese Textpassage jetzt mehrfach gelesen, verstehe aber noch immer nicht, was Du sagen willst.

            Dual-target Testssyteme für SARS-CoV-2 waren vermutlich frühestens im April/Mai verfügbar. Seitdem wurden sie vermutlich kontinuierlich nachgerüstet und haben dabei Systeme, die auf einem einfachen PCR-Test beruhen ersetzt. Durch diese Maßnahme wurde der Probendurchsatz und zugleich die Genauigkeit insgesamt enorm erhöht.

            https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/03/13/wie-funktioniert-der-neue-sars-cov-2-test-von-roche

            Leider habe ich keine Informationen darüber finden können, wie weit die Umstellung auf dual-target Systeme in Deutschland fortgeschritten ist und wie viele der durchgeführten Coronatests noch auf single target Tests basieren.

          18. Zitat: „Die Gesamtzahl der gemeldeten Falle ist die Summe der blauen und gelben Fälle.“

            Ich bin (vielleicht fälschlich) davon ausgegangen, dass die Balken gestaffelt (also die gelben *hinter* den blauen) aufgetragen sind und nicht additiv. Aus der Legende geht das leider nicht klar hervor.

      2. Die positiv Getesteten, die zum Testzeitpunkt ähnliche Symptome wie Covid-19 haben – man testet ja vorzugsweise Kranke – , landen sofort zeitlich rückversetzt als “blauer Fall” in der Statistik, ohne vorher ein “gelber Fall” gewesen zu sein. Auf diese Weise entsteht der zeitliche Versatz zwischen “blauen und gelben Fällen”. Außerdem müsste der Anteil der “gelben Fälle” mit der Zeit (einige wenige Tage) wieder fallen, wenn wir davon ausgehen, dass ein gewisser Teil tatsächlich Krankheitssymptome entwickelt (also zu “blauen Fällen” werden), wobei dies aus der Grafik nur schwer nachvollziehbar sein wird, weil ja auch die “gelben Fälle” mit einem sehr unterschiedlichen zeitlichen Verzug ständig dazukommen und sich womöglich beide Prozesse im Ergebnis ausgleichen.

        Das bedeutet, dass sich aus der Grafik des RKI nicht ableiten lässt, ob ein signifikanter Teil der positiv Getesteten noch Krankheitsymptome entwickelt. Wir bräuchten tatsächlich Daten, die das belegen. Erst dann wäre der Beweis erbracht, dass es sich aktuell nicht um mehrheitlich falsch-positive Testergebnisse handelt, die wir in der Statistik des RKI sehen und die so vielen Menschen Angst einflößt.

  15. Liebes Quarks-Team!
    Könntet Ihr mir bitte erklären, wie es sein kann, dass die Vortestwahrscheinlichkeit für ein positives Testergebnis unter den aktuell Getesteten (wie ihr schreibt) relativ hoch liegen soll, im Testergebnis dann aber sehr gering (1%) ist? Wenn die Vortestwahrscheinlichkeit für ein positives Testergebnis hoch ist, sollte dann nicht auch das Testergebnis hoch sein? Die Frage ist wichtig, da ja nur mit einer relativ hohen Vortestwahrscheinlichkeit für ein positives Testergebnis der Anteil der falsch-positiven unter den positiven Testergebnissen gering sein kann. Doch wenn von den Testergebnissen nur 1% positiv sind, kann die Vortestwahrscheinlichkeit nicht größer als 1% sein. (Eine Betrachtung des Einflusses der falsch-negativen Testergebnisse kann hierbei vernachlässigt werden, da der Anteil der negativen Testergebnisse bei 99% liegt und damit der Fehler durch falsch-negative Testergebnisse im Verhältnis zu den richtig-negativen verschwindend gering ist.)
    Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Positivenrate in den KW 28 bis 30 unterhalb der Falsch-Positiven-Rate (Spezifität) der PCR-Tests lag (bei 0,6%), scheint es keine andere Erklärung als die zu geben, dass die positiven Testergebisse nahezu alle falsch-positiv gewesen sind und es einige wenige Bestätigungstests gibt, die die Positivenrate unter die Falsch-Positiven-Rate der PCR-Tests zieht. (Mit der von Euch angegebenen Spezifität von 98,2%, beträgt die Falsch-Positiven-Rate 1,8%.) Auch in den Wochen ab KW 31 bis 33, mit einer Positivenrate von unter 1%, hat sich an dem Bild nichts Wesentliches geändert!
    Wie kann man unter Kenntnisnahme dieser Tatsachen von einer „zweiten Welle“ oder sogar von einer „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ sprechen?
    Ich bitte meine Aussagen zu prüfen und freue mich auf Antwort.
    Herzlichen Gruß
    Martin Neubert

  16. Wissenschaft und Demokratie leben von Diskussionen, kritische Betrachtung der Faktenlage ist absolut notwendig für den Erkenntnisgewinn. Daher ist es unfassbar, dass Menschen, die mit Hilfe offiziell veröffentlichter Daten zu anderen Interpretationen kommen als RKI, Regierung und WHO, pauschal als Verschwörungstheoretiker diffamiert werden. Das erinnert an den Wahrheitsanspruch der mittelalterlichen Kirche, was damals Ketzer genannt wurde, sind heute Verschwörungstheoretiker. Schade, dass ihr als Wissenschaftsredaktion da mitmacht. Stattdessen könntet ihr von „Kritikern“ reden, das wäre fairer.

    1. @Ha Es
      Quarks spricht völlig zu Recht die Verschwörungstheorien an!
      Diese sind eine Realität und eine gesellschaftlich wirksame Kraft, die den Idealen der Wissenschaftlichkeit entgegensteht.

      Das ist daher nicht nur ein Schimpfwort, sondern eine wissenschaftliche Kategorie, die auch gezielt zB. von Soziologen, Psychologen und Politologen zum Forschungsgegenstand gemacht wird.
      Solche Begrifflichkeiten auf einer Plattform von Wissenschafts-Journalisten zu verwenden ist nicht nur legitim sondern hier bei diesem Thema geradezu geboten, alles andere wäre fahrlässig!

      s.zb. Hier:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorie
      „Verschwörungsideologien immunisieren ihre stereotypen und monokausalen Vorstellungen über Verschwörungen gegen kritische Revision“

      https://forge.medium.com/anyone-can-fall-for-a-conspiracy-theory-even-you-21313f0c12f8
      „Anyone Can Fall for a Conspiracy Theory — Even You
      The coronavirus pandemic is a breeding ground for false beliefs“

      Gerade hier in den Foren tummel sich ja gerade Exemplare genau jener Gattung, angezogen wie die Motten vom Licht, hier dem Licht evidenzbasierter Erkenntnisse.
      Genau dies wird von diesen Leuten bis aufs Blut bekämpft!

      Quarks verhält sich dabei mE mustergültig, soweit ich erkennen kann findet hier keine Zensur statt (im Gegensatz zu sonstigen ÖR-Foren!) und entsprechende kurze negative Kommentierungen der Quarks-Redaktion muss man sich dann auch schon gefallen lassen .. ein Recht auf Beifall für jeden Bull…. besteht nicht!

      Eine diesem Themengebiet verwandtes ist die der Verbreitung von FakeNews, s.dazu zb.:
      https://coronavirus.medium.com/the-rise-of-misinformation-and-pseudoscience-d33cf691665
      „Earlier in August, the Coronavirus Blog covered troubling research on the Covid-19 misinformation epidemic, showing that over 2,000 false claims about the disease were in circulation worldwide“

      Auch dies, bzw. dessen Ausbreitung ist Gegenstand der Forschung und eines guten Journalismus.
      Dass dies den Verbreitern solcher Unwahrheiten nicht passt, ist klar ..

      Hier haben Leute, die eine, oder beiden der genannten Problemfelder angehören leider klar die Mehrheit und sind in diesem massiven Auftreten untypisch für die Allgemein-Bevölkerung.
      Sollte da Quarks diese Problematik ignorieren? Kaum ..

      Ein kleines Beispiel von Verschwörungstheorien ist zB dies hier:
      @Uvau:
      “Die Anzahl der tatsächlich Kranken und der Sterbenden ist immer weiter rückläufig, und dennoch wird so viel getestet, damit die Zahl der “Infizierten” hoch gehalten wird, oder “steigt”, uns die “steigenden Coronafälle” täglich in der Tagesschau präsentiert werden können”
      Dort wird also behauptet, dass nicht deswegen getestet wird, um die Krankheit zu bekämpfen, oder deren Ausbreitung, sondern nur um den Bürgern eine so nicht vorhandene hohe Zahl von Infizierten vor zu gaukeln, meist kommt dann noch der Vorwurf dies geschähe zur Errichtung eines totalen Überwachungs-Staates oder zur Errichtung einer (Hygiene)-Diktatur …

      Ich bin nach allem was hier so lese überzeugt davon, dass eine solche zugrundeliegende Denkstruktur den allermeisten der Beiträge hier zu Grunde liegt, mehr oder weniger ausgeprägt.

      Wie siehts bei Ihnen damit aus?
      Wenn Sie sich schon an dem Wort, und damit der Existenz von Verschwörungstheorien stören, lässt das nichts gutes vermuten!

      1. Es geht mir darum, dass es ernstzunehmende, an der Evidenz von Forschungsberichten und Daten orientierte Kritik an der Härte von Maßnahmen gibt, die durch pauschale Vorverurteilung als Verschwörungstheorie in dieselbe Kategorie gestellt werden wie offensichtlich absurde Theorien. Gerade bei dem oben von Quarks genannten Beispiel ist die von Quarks genannte Schlussfolgerung eben nicht die, die von sachlich argumentierenden Menschen gebracht wird: dass es Corona gar nicht gibt, wird nicht behauptet, sondern dass das derzeitige Infektionsgeschehen so geringfügig ist, dass Lockerungen der Maßnahmen geboten sind. Insbesondere die Maskenpflicht steht m.E. zurecht in Kritik, da das Tragen einer Maske über längere Zeit mehr schadet als es derzeit gegen die Ausbreitung des Virus hilft. Das von Quarks angeführte Argument, die Vortestwahrscheinlichkeit sei durch die Teststrategie erhöht, führt sich selbst ad absurdum, wenn nur 1% der Tests positiv sind: dann kann die Vortestwahrscheinlichkeit auch nicht höher sein. Finden Sie denn, dass Sie besonders gezielt etwas aussuchen, wenn am Ende nur 1% Trefferwahrscheinlichkeit besteht? Jetzt nehmen wir an, 1% wäre der Anteil Infizierter in Deutschland. Dann könnte ich noch eine Maskenpflicht verstehen, sofern eine Maske signifikant wirken würde (was selbst Hr. Drosten bezweifelt). Aber wenn die Vortestwahrscheinlichkeit durch die Teststrategie auf 1% erhöht wird, müssen wir von viel weniger tatsächlich Infizieren ausgehen. Vielleicht 0,1%? Dann würde 1 von 1000 Maskenträgern berechtigt Fremdschutz betreiben, Eigenschutz wird den Masken ohnehin nicht zugesprochen. Dagegen stehen 50 Asthmatiker, die unter der Maske leiden, nur mal als Beispiel für negative Wirkungen. Soziale und psychologische Wirkungen kommen zum Körperlichen hinzu. Das wichtigste ist doch, immer flexibel an den aktuellen Zahlen die Maßnahmen zu spiegeln und nur das Notwendigste zu tun, nicht das Maximale. Sollte sich der Anteil positiver Tests dann erhöhen, kann wieder neu bewertet werden. Wenn aber jede Überlegung, die der Regierung widerspricht, direkt ins Lächerliche gezogen wird, dann ist das nicht wissenschaftlich und auch nicht demokratisch. Übrigens werden bei YouTube Videos gelöscht, wenn sie der WHO bzw. der lokalen Gesundheitsbehörde widersprechen (laut öffentlicher YouTube-Richtlinie). Zensur nennt man das. Das ist auf Corona beschränkt, zu allen anderen Themen darf man die absurdesten Theorien verbreiten. Ja, es gibt schwere Verläufe und Todesfälle, das bestreite ich nicht. Aber derzeit kaum noch. Daran ändern auch die erhöhten Fallzahlen nichts, wenn man sie vernünftigerweise zu der Testanzahl ins Verhältnis setzt. Also bitte die Zahlen ernst nehmen und Maskenpflicht aufheben. Aber zurück zum Thema des Artikels: die Zuverlässigkeit des Tests ist immens wichtig, wenn auf den Ergebnissen einschneidende Maßnahmen beruhen. Deshalb ist die Diskussion zur Spezifität mehr als notwendig, und die findet leider zu wenig öffentlich statt. Unter anderem deshalb, weil das Aufbringen kritischer Fragen mit Begriffen wie Corona-Leugner, Verschwörungstheoretiker oder Covidioten belegt wird. Deshalb störe ich mich an diesem Begriff im Quarks-Artikel.

  17. Wurde bei den Ausbrüchen in fleischverarbeitenden Betrieben sichergestellt, dass die verwendeten Tests nicht auf tierische Corona-Viren ansprechen, die möglicherweise auf die Mitarbeiter übergegangen sind? Beispielsweise durch Probenahme bei dort verarbeiteten Tieren oder durch alternative Tests. Da eine tierische Herkunft auch für SARS-CoV2 vermutet wird (wie schon bei SARS sind Fledermäuse im Verdacht, ggf. mit Zwischenwirten; bei MERS waren es Kamele), ist ein Vorkommen ähnlicher Corona-Viren in Tieren nicht unwahrscheinlich. Daher wäre es m.E. fahrlässig, diese Möglichkeit außer Betracht zu lassen und damit falsch erkannten Ausbrüchen eine unangemessene Aufmerksamkeit zu geben.

    1. Das wäre tatsächlich fahrlässig. Ich habe keinen Zweifel, dass der PCR-Test für SARS-CoV-2 sehr gewissenhaft getestet wurde und auf kein anderes bekanntes Coronavirus anspricht. Christian Drosten ist nun wirklich alles andere als inkompetent.

      Die in Nutztieren auftretenden Coronaviren sind auch nicht so eng mit SARS-CoV-2 verwandt. Ich bin zwar nicht vom Fach, aber ich gehe davon aus, dass sich die für den Test gewählten Basensequenzen deutlich von denen anderer Viren unterscheiden.

      1. @Silene
        Sie haben mW völlig Recht!
        Nach allem was ich weiß liefert der PCR Test keine positiven Ergebnisse bei tierischen Viren.
        Ich meine aber, er wäre positiv auf das alte, erste SARS Virus von 2003, aber das gilt zu mindestens aktuell als quasi ausgestorben.
        Im Drosten Podcast kann man per Suchbefehl im pdf die Passage raus suchen und alles nachlesen …

      2. Danke für die Antwort. Es wurden verschiedene Aspekte diskutiert, warum es ausgerechnet in fleischverarbeitenden Betrieben zu Ausbrüchen kam: die Unterbringung der Arbeiter, die Kühlatmosphäre, durch die das Virus leichter übertragen würde. Aber tierische Corona-Viren kamen m.E. nicht in die öffentliche Diskussion. Deshalb stelle ich die Frage hier, in der Hoffnung, dass das Quarks-Team Zugriff auf Informationen hat, die meiner Freizeit-Recherche nicht zugänglich sind. Daher erhoffe ich mir in Antworten keine Vermutungen, sondern Fakten. Wenn also jemand belegbar zeigen kann, dass das mit den tierischen Viren ausgeschlossen wurde, fände ich das hilfreich. Ich will damit nicht sagen, dass die Virologen um Hrn. Drosten & Co. nicht sorgfältig und nach bestem Wissen vorgehen, sondern nur eine Wissenslücke schließen. Vielen Dank!

        1. Ungefähr zur Zeit, als es bei Tönnies den Hotspot gab, begann man in China damit, importierte Lebensmittel regelmäßig stichprobenartig auf SARS-CoV zu testen.
          https://www.agrarheute.com/management/agribusiness/corona-krise-china-will-corona-tests-agrarimporten-570050

          Meines Wissens hat es schon verschiedene Funde bei Hühnchen und Meeresfrüchten (Verpackung) gegeben, aber bei Schweine- oder Rindfleisch bisher noch nicht. Wenn der Test auch bei tierischen Coronaviren anschlagen würde, wären solche Meldungen aber sehr häufig zu erwarten.
          Ich denke, man kann wirklich davon ausgehen, dass der PCR-Test funktioniert.

        2. Zitat: „Aber tierische Corona-Viren kamen m.E. nicht in die öffentliche Diskussion. Deshalb stelle ich die Frage hier, in der Hoffnung, dass das Quarks-Team Zugriff auf Informationen hat, die meiner Freizeit-Recherche nicht zugänglich sind.“

          Ich möchte noch einen weiteren, spekulativen Gedanken nachreichen. Ich bin zwar ziemlich überzeugt davon, dass der SASRS-Cov-2 PCR-Test nicht auf tierische Coronaviren reagiert. Andererseits halte ich es aber durchaus für denkbar, dass SARS-CoV-2 auch in Nutztieren, z.B. Schweinen vorkommt. Es gibt diverse Veröffentlichungen (molekularbiologische Untersuchungen), die diesen Verdacht erlauben. Wer sich für die Quellen interessiert, findet sie hier in den Kommentaren:
          https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/tiere-und-corona-das-wissen-wir-und-das-nicht/

          Auch hier muss man betonen: Es gib bisher keinen Nachweis von SARS-CoV-2 bei Schweinen oder Rindern. Die Funde in/an Hühnerfleisch aus Brasilien können auch durch Verunreinigung bei Schlachtung und Verpackung erklärt werden.

          Andererseits haben italienische Wissenschaftler aber schon vor Monaten darauf aufmerksam gemacht, dass Coronaviren bei Schweinen auch unterschwellig auftreten und schwer nachweisbar sind.
          https://veterinaryrecord.bmj.com/content/186/10/323

          Die molekularbiologischen Daten bestätigen, dass Schweine SARS-2 nur schlecht vermehren. In natürlichen Populationen würde sich das Virus deshalb nur schlecht verbreiten. Unter den Bedingungen der Massentierhaltung kann das aber anders aussehen.

          Worauf will ich hinaus? Es erscheint mir plausibel, dass SARS-CoV-2 in Nutztieren vorkommt, aber der Virentiter so gering ist, dass der Nachweis schwer fällt. Man könnte jetzt meinen, dass die Tiere in diesem Fall auch kein Infektionsrisiko darstellen. Für Fleischkonsumenten stimmt das auch. Aber wenn Menschen berufsbedingt täglich mit Fleisch hunderter Tiere in Berührung kommen, steigt auch das Infektionsrisiko.

          Es müssen nur genug Menschen in genug Heuhaufen hinein springen, dann wird sich auch mal jemand an einer darin versteckten Stecknadel stechen. Alles kein Problem solange daraus ein „superspreader event“ entsteht. Bei den Fällen in der Fleischindustrie könnte aber genau das passiert sein.

        3. Zitat: „ Wenn also jemand belegbar zeigen kann, dass das mit den tierischen Viren ausgeschlossen wurde, fände ich das hilfreich.“

          So, hier nich noch ein Link auf das Datenblatt eines kommerziell erhältlichen SARS-CoV-2 Tests:
          https://www.kylt.eu/templates/images/products/466_2_pdf/Kylt_SARS-CoV-2%20Complete_Gebrauchsanweisung_Rev001.pdf

          Darin steht:
          „Um die Exklusivität der Methode zu prüfen, wurde Referenzmaterial bestehend aus nahe verwandten Coronaviren sowie unterschiedlichen beim Menschen auftretenden Pathogenen untersucht.
          [Tabelle mit verschiedensten getesteten Viren, inkl. tierischer Coronaviren]
          Die Methode zeigt keine Kreuzreaktion mit anderen Viren, insbesondere nicht mit anderen Sarbecoviren wie Sars-CoV oder sonstigen Coronaviridae bzw. Spezies der Gattungen Alpha-, Beta-, Delta- oder Gammacoronavirus

  18. Bin sehr verärgert darüber, wie aktuell unverantwortlich und geradezu ignorant der ÖRR mit der Frage der Testungen umgehen!

    Dazu Prof. Drosten:
    „Christian Drosten empfiehlt Ende der kostenlosen Corona-Tests
    Die Labore kommen an ihre Grenzen. Per Brief schlagen sie Alarm und plädieren für eine andere Strategie“
    https://www.zeit.de/amp/wissen/2020-08/berlin-christian-drosten-kostelnlose-corona-tests-flughaefen-test-kapazitaeten

    „Der Chefvirologe der Charité, Christian Drosten, hat in einem Brief .. empfohlen, die kostenlosen Coronavirus-Tests an Flughäfen wieder einzustellen. .. wegen der „weltweiten Kontingentierung der zwingend benötigten Reagenzien und Verbrauchsmaterialien“ gingen die Kapazitäten zur Neige.
    ..
    Demnach ist die Testung von Reiserückkehrern „im Umfang der vergangenen Wochen durch die Berliner Labore nicht mehr möglich“. Bereits jetzt sei „die Diagnostik im Rahmen der geplanten Testung von Pflegepersonal in Alten- und Pflegeheimen“ erschwert.“
    also d.h., da kommt es zu Verzögerungen so dass die Eindämmung der Infektionsketten dort tw. nicht mehr funktionieren.

    „.. das Robert Koch-Insitut (RKI) [hat] vor Problemen in der Testauswertung aufgrund der immensen Zahl an Coronavirus-Tests gewarnt. Die teilnehmenden Labore hatten von Lieferschwierigkeiten für Reagenzien berichtet“

    Habe dazu die Bundes-PK gesehen, eine Schande wie sich da die Verantwortlichen vor den Fragen der Presse (vor allem von Hr. Jung von „ Jung und Live“, YT) gewunden haben, um ja nichts eingestehen zu müssen ..
    Weiter kann man dort in der „Zeit“ lesen, wie trotz allem die Politik noch mehr testen will, statt die Reise-Rückkehrern aus Risiko-Gebieten in Quarantäne zu schicken (7T würden evtl. reichen) wäre sicherer als die Testungen am Flughafen, da dort viel zu früh! (wenn dann, dann besser 5T später!)
    Da bahnt sich ein riesiges Desaster an, unter der Agonie dt. Medien … auch frage ich mich, wo ist die polit. Opposition, die da Druck macht?
    Die versagt mE schon in der ganzen Krise ..
    Von Quarks, Lesch und Co. Kommt ja auch nichts!

    Man schaue sich nur den letzten Illner Talk an (ZDF) da haben unisono die Politiker (CDU+SPD), ja auch die anderen Gäste eine Show systematischer Verharmlosung geboten, und alle dort, wie in den entsprechenden Nachrichtenformaten eine Ausweitung der Tests der Reiserückkehrer gefordert, ohne mal mit den Laboren Rücksprache zu nehmen!
    Dazu die Leute von den Gesundheitsämtern (die Bundesvorsitzende war auch bei Illner) die, bzw. unter der angeblichen Berufung auf jene, im ÖRR bislang behaupten, die Lage wäre im Griff, bislang könne man alle Infektionen zurückverfolgen!

    Eine glatte Lüge!

    In NRW geben nur noch 1 von 3 Ämtern an, dies schaffen zu können, tw. wird dort, oder anderenorts die Bundeswehr eingesetzt, die die Nachverfolgung übernehmen soll, da die vorherigen Studenten, die das erledigt hatten, wieder an den Unis sind!
    Überall fehlt Personal!
    Zuvor nach der 1.Welle war die Rede von max. 300-400 Infektionen pro Tag (zB. vom HZI, aber auch von vielen anderen) die man zurückverfolgen könne, jetzt sollen es also über 2.000 sein?

    Scheinbar ein heilloses Chaos, was weitgehend vor der Bevölkerung verheimlicht wird!

    Die großen TV-Formate verharmlosen und ignorieren die drastische Lage, der Presseclub am So in Folge nur Themen wie USA-Trump-Biden, oder K-Frage in D, HaF demnächst auch US-Thema, wie schon gesagt, bei Illner eine beispeilslose Verharmlosung und Konsens-Soße mit ewig grinsenden und alles abnickenden Virologen und unverantwortlicher (auch ständig lachenden) Gesundheitsamt-Vertreterin (furchtbar naiv!!) SPD+CDU Politiker ohne Opposition, bzw. Kritikern.

    So soll also medial eine 2.Welle (die man ja soo noch nicht mal nennen darf) verhindert werden?
    Keine Brennpunkte, Extra-Sendungen ..
    Skandalös!

    Prof. Lauterbach (SPD, Epidemiologe) sieht die Lage so:
    „Das Problem der knappen Coronatests wird in den nächsten Wochen riesig werden. Der Nachschub fehlt für die heutige Testkapazität schon jetzt. Nicht nur in Deutschland. Im Herbst werden wir klar priorisieren müssen, wer einen Test bekommt.
    Einige Reagenzien und PCR Kunststoffteile gehen aus. Nachschubaufbau dauert Monate. Antigentests noch nicht zugelassen. Das kann zu verspäteter Auswertung führen. Der Test ist dann auch noch sinnlos. Problem mE nur durch Fokussierung auf Cluster und mehr Kurzquarantäne lösbar
    Dazu muss eine neue Testpriorisierung und Empfehlung des RKI für die Gesundheitsämter vorbereitet werden. Das Problem ist nicht auf Berlin beschränkt sondern betrifft ganz Deutschland.
    https://twitter.com/Karl_Lauterbach

    Wer nimmt das Ernst?
    Merkel sagte, wenn wir jetzt nicht Gegensteuern (also gegen die 2.Welle) ergreifen, endet das in einem Desaster!

    Medial wird das ignoriert, die K-Frage ist da ja wichtiger … was für eine kranke Medienwelt haben wir hier!

    Ich sage mal ganz persönlich folgendes:
    Ich denke, irgendwann 2021 wird des vermutlich einen guten Impfstoff geben, der entweder den Einzelnen schützt, oder/und die Pandemie zum erliegen bringt (also in D/EU, wenn wir`s gut machen)
    Denn selbst wenn er nur bei der Hälfte wirkt, also dann jene nicht mehr infektiös werden, wird R halbiert und somit würde die Pandemie zusammenbrechen.

    Dann haben wir aber immer noch die finanziellen und ökonomischen Lasten aus der Krise, die aller Voraussicht nach neoliberal ungleichmäßig verteilt werden (Reiche werden nicht belangt), wenn dazu noch ein politisches Versagen jetzt in der 2.Welle dazu kommt, wird es 2021 knallen, die Bevölkerung wird dann die Rechnung präsentieren, und zwar nicht die paar Corona-Leugner von heute, sondern die breite Bevölkerung in Massen, und dann wirds spannend!
    Sage nur, wg. der Klimakrise muss eh dringend was passieren, aber ein friedlicher Weg wäre sicher der bessere.
    Corona, das habe ich von Anfang an gesagt, bietet einen immensen gesellschaftlichen Sprengstoff, also daher, besser jetzt klug und nachhaltig handeln!
    D.h., erst mal die 2. Welle verhindern, bzw. wieder zurückfahren … ein Lockdown nutzt Niemanden, wird so aber unumgänglich!

    Ich sehe ja schwarz, meine ja auch eher konservative Corona-Progose für in 1-2 Wochen wurde ja schon am 2 Tag übertroffen
    siehe
    https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/was-fuer-eine-zweite-welle-spricht-und-was-dagegen/
    „Wenn ich auch ähnliches befürchtet hatte, so bin in trotzdem über die aktuelle Entwicklungen hin zu einer 2.Welle, bzw. zu Beginn dessen, schockiert ..“

    Der 7-Tage R-Wert liegt jetzt 3 Tage in Folge bei um die 1,15, dieser und der 4T R-Wert seit über 9T konstant über 1 !
    In Frankreich aktuell (23.8.) die Zahl der Neu-Infektionen bei fast 5.000 mit jetzt schon einsetzenden weiteren Beschränkungen, Maskenpflicht auch draußen etc. …
    und hier passiert …
    NICHTS!

    1. PCR-Test Update:
      „Labore zu 93 Prozent ausgelastet, Material wird knapp“
      und
      „Spahn will Testpflicht für Reiserückkehrer wieder abschaffen
      ..
      Statt Reisende aus Risikogebieten direkt bei der Einreise zum Test zu verpflichten, solle wieder primär eine Quarantänepflicht greifen. Die Quarantäne könne „nur durch ein negatives Testergebnis bei einer Testung nach frühestens fünf Tagen nach Einreise beendet werden“, heißt es in dem Vorschlag. Einfließen sollten die Erfahrungen aus den letzten Wochen, auch mit Blick auf zunehmend begrenzte Testkapazitäten“

      Meine Rede! Primär Quarantäne statt primär testen!
      Tests könnten dann auch evtl. ganz entfallen, wenn keine Symptome auftreten, s.meinen Text zuvor ..
      Finde ich i.ü auch sozial gerechter, schade nur, dass diese mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhersehbare Entwicklung nicht politisch und medial antizipiert wurde, und daher von Anfang an die Möglichkeit einer drohenden Quarantäne nach einer Auslandsreise nicht stärker publiziert wurde!

      https://www.tagesspiegel.de/berlin/coronavirus-in-berlin-und-der-region-labore-zu-93-prozent-ausgelastet-material-wird-knapp/25655678.html
      https://www.tagesspiegel.de/politik/umstrittene-corona-regelung-spahn-will-testpflicht-fuer-reiserueckkehrer-wieder-abschaffen/26122216.html

  19. Mittlerweile sind wir bei 850.000 Tests pro Woche angekommen.
    Mir fällt es sehr schwer, zu erkennen, dass es sich dabei vor allem um Menschen handelt, die „vorselektiert“ wären.
    Sie schreiben:“Das Robert-Koch-Institut empfiehlt aber derzeit, die Tests strategisch durchzuführen. Aus diesem Grund werden Menschen ohne typische Symptome für Covid-19 nicht getestet.“
    Das stimmt aber nicht. Es werden wahllos Reiserückkehrer getestet, die allermeisten ohne Symptome.
    Es passiert genau das: Es werden Massentests durchgeführt an Leuten, die nur zu einem geringen Prozentsatz überhaupt Symptome haben.
    Aus einem „Risikogebiet“ zu kommen, heißt nicht, dass man Symptome hätte, und ein positives Testergebnis zu haben, bedeutet nicht, „krank“ zu sein. Das Ergebnis gibt keine Auskunft darüber, ob man überhaupt das vermehrungsfähige Virus in sich trägt, also „infiziert“ und „infektiös“ ist, sondern nur darüber, dass man eine bestimmte RNA-Sequenz in sich trägt.
    Jedes Labor kocht irgendwie sein eigenes Süppchen, es gibt keine Transparenz, keine übergeordnete Kontrolle, keine Normierung der Tests.
    Bei einer so großen Anzahl von Tests an symptomlosen Menschen werden die falsch-positiven Ergebnisse in die Höhe getrieben, so dass bis zu 50% der Menschen ein falsch-positives Ergebnis haben haben können.
    Angesichts der harten Maßnahmen, die dadurch nicht nur auf die einzelnen positiv gestesten Menschen, sondern auch auf deren Familien, deren Kontaktpersonen und eventuell die Betriebe, die Schulen, die Kitas zukommen, ist diese Vorgehensweise grob fahrlässig, um es mal vornehm auszudrücken. Man könnte es auch verbrecherisch nennen.
    Die Anzahl der tatsächlich Kranken und der Sterbenden ist immer weiter rückläufig, und dennoch wird so viel getestet, damit die Zahl der „Infizierten“ hoch gehalten wird, oder „steigt“, uns die „steigenden Coronafälle“ täglich in der Tagesschau präsentiert werden können (ohne dass dabei gesagt wird, dass die Positiv-Rate nach wie vor knapp unter 1 bleibt, es also gar keinen Grund zur Sorge gibt.) Offenbar sollen wir in ständiger Sorge bleiben, und uns brav mal diesen, mal jenen Maßnahmen beugen, ohne wirkliche wissenschaftliche Grundlage.

    Die berühmten „Verschwörungstheoretiker“, das omnipräsente Feindbild, das ja auch hier wieder mal nicht fehlen darf, behaupten auch nicht, dass das Corona-Virus eigentlich gar nicht existiert. Sie schreiben: „Sie (die VT) behaupten: Die Infektionsrate in Deutschland sei so niedrig, dass alle gemeldeten Fälle in Wirklichkeit auf falsch-positive Testergebnisse zurückzuführen seien, Corona also gar nicht existiere. In anderen Worten: Die Vortestwahrscheinlichkeit liege bei Null.“
    Das ist eine irreführende Darstellung. Tatsächlich behaupten Kritiker genau das, was zur Zeit auch passiert: die Vortestwahrscheinlichkeit liegt nicht bei null, aber sie ist sehr gering bei wahlloser Testung symptomfreier Menschen.
    Deswegen sind zwar sicherlich nicht alle gemeldeten Fälle auf falsch-positive Testungen zurückzuführen, aber dennoch eine erheblich Anzahl, möglicherweise sogar die Hälfte oder mehr, je nachdem wie stark die Anzahl der Testungen noch erhöht wird.

    Schade, dass auch Quarks sich an der allgemeinen Irreführung beteiligt:
    – Sie behaupten unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut, es würden Menschen ohne typische Symptome nicht getestet, was nicht stimmt. Jens Spahn äußerte neulich noch, die Menschen sollten nicht „bockig“ sein. Sie sollten sich testen lassen, andernfalls kämen sie so oder so für 14 Tage in Quarantäne. Symptome spielten dabei keinerlei Rolle, nur die Tatsache, dass sie aus dem ein- oder anderen „Risikogebiet“ kamen.
    Und ein „Risikogebiet“ ist ein Gebiet, das aufgrund „erhöhter Fallzahlen“, die ähnlich zustande kommen wie die unsrigen, ausgerufen wird, womit sich die Schlange in den Schwanz beißt, also die eine Annahme als Beweis für die andere hinhält und umgekehrt.
    Ein System, dass nach Belieben aufrecht erhalten werden kann, solange sich die Menschen dadurch am Gängelband führen lassen.
    Um tatsächlich Kranke oder Tote oder die Überlastung des Gesundheitssystems scheint es schon lange nicht mehr zu gehen, nur um die Angst davor, dass es dazu kommen könnte.
    Es ist also eine reine Spekulation, die aufgrund künstlicher Erhöhung der „Corona-Fälle“ und der Gleichsetzung von „positiv Getesteten“ mit „Infizierten“ oder „Kranken“genährt wird.

    – sie behaupten, „Verschwörungstheoretiker“ würden das Virus vollkommen leugnen (ich nehme an, weil diese Leute, gerne auch „Covididioten“ genannt, ja bekanntermaßen völlig blind durch die Gegend laufen, sich ihre eigene, ignorante Wahrheit erschaffen, und die Gesundheit anderer Leute gefährden).
    Die meisten Kritiker leugnen das Virus jedoch mitnichten. Sie stellen jedoch die wissenschaftliche und damit auch rechtliche Grundlage der Maßnahmen und der Notstandsregelungen in Frage.
    Dieser Frage sollte man sich endlich mal stellen, statt pseudowissenschaftlich die Menschen in Verwirrung zu halten und irgendwie um den heißen Brei herumzureden.

    1. @Uvau:
      „Die Anzahl der tatsächlich Kranken und der Sterbenden ist immer weiter rückläufig, und dennoch wird so viel getestet, damit die Zahl der “Infizierten” hoch gehalten wird, oder “steigt”, uns die “steigenden Coronafälle” täglich in der Tagesschau präsentiert werden können“

      Klarer Fall, Verschwörungstheorien der üblen Art!

  20. Es gibt schon im 21. Jahundert eine rein nicht invasive Methode und zwar die SEMIC EyeScan App, mit der sich innerhalb von nur 3 Minuten eine Covid-19 Indikation feststellen lässt. Die kostenintensive PCR Abstrich-Methode könnte damit komplett entfallen!

    1. Die deutsche Firma, die das auf ihrer Website verspricht, liefert noch mehr erstaunliche Informationen:

      Angeblich braucht man einfach nur ein Smartphone mit 2MPix-Kamera. „Mit dem Smartphone scannen wir beide Augen eines Patienten für etwa 10 Sekunden. Daraufhin wird, unterstützt durch unsere firmeneigene KI, innerhalb von nur 3-5 Minuten neben der Erkrankungsart des Infizierten zusätzlich Blutdruck, Puls und Körpertemperatur ausgegeben.“
      Neben CoViD soll die KI auch noch Hepatitis, Typhus, Magentumore und viele andere Krankheiten erkennen. Mit 95% Präzision.

      Gibt es tatsächlich Menschen, die bereit sind, so eine Geschichte zu glauben?

  21. Hallo Quarks,
    ihr schreibt, dass es ein beliebtes Argument der Verschwörungstheoretiker wäre, dass die Falschpositvquote so hoch ist, dass nur sie in den aktuellen Messungen auftaucht. Dazu schreibt ihr:

    „Doch ihre Argumentation hat einen Haken: “Wenn quer durch die Bevölkerung getestet würde, läge die falsch-positiv-Rate bei der aktuell niedrigen Infektionsrate tatsächlich hoch”, sagt Walter Krämer von der Fakultät Statistik an der TU Dortmund. Das passiere aber nicht – vielmehr finde eine Vorselektion statt, so dass im Normalfall nur auf Verdacht getestet werde.“

    Nun sind in den letzten Wochen die Tests ja extrem ausgeweitet worden und es wird kreuz und quer an Flughäfen, Bahnhöfen, etc. getestet. Aktuell haben wir eine Positivquote von 0.96%.

    Die aktuellsten Zahlen, die ich über die deutschen PCR-Tests gefunden habe, sind die von INSTAND aus diesem Ringversuch:

    https://www.instand-ev.de/System/rv-files/340%20DE%20SARS-CoV-2%20Genom%20April%202020%2020200502j.pdf

    Hier kommt INSTAND auf eine Falschpositivquote von 1%-2% beim Ringversuch über viele verschiedene Labore.
    Also die Positivquote unserer aktuellen Livezahlen (0.96%), die nicht mehr durch hauptsächlich gezielte Tests in Hotspots ermittelt werden.

    Was nun?

    1. Diese Zahlen sind nicht in Stein gemeißelt. Das RKI schreibt zu den Zahlen von INSTAND, dass hierbei jedoch bedacht werden muss, dass von der Durchführung eines Ringversuches nicht auf die Gesamtheit der durchgeführten Tests geschlossen werden kann. Es kann damit keine „Falsch-Positiv-Rate“ der PCR-Tests für Deutschland in der Gesamtheit angegeben werden. Die Qualitätssicherungsmaßnahmen in den Laboratorien widmen sich fortlaufend diesem Aspekt (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Vorl_Testung_nCoV.html)

      1. Das verwirrt aber jetzt schon. Wenn der Ringversuch tatsächlich die neuesten wissenschaftlich erhobenen Zahlen abbildet, woher hat das RKI dann die Information, dass die eigentliche Fehlerquote deutlich tiefer liegen sollte? Man kann ja auch davon ausgehen, dass Labore die Proben, die sie für so einen Ringversuch bekommen besonders sorgfältig behandeln. Unter realen Testbedingungen geschehen sicherlich mehr Fehler als bei diesen Referenzproben.

        Dass man nicht auf die Gesamtheit der durchgeführten Tests schliessen kann ist eine sehr schwammige Aussage.
        Auf was sollte man sich denn sonst verlassen, als auf breit angelegte wissenschaftliche Tests zur Verfikation?

        Da alle politischen Maßnahmen auf den PCR-Test Zahlen basieren, sehe ich hier absoluten Klärungsbedarf.

        Könnt ihr da noch einmal nachforschen?

      2. Liebes Quarks-Team, an dieser Stelle frage ich mich, wie die Labors bei dem extrem gestiegenen Testaufkommen die vom RKI angesprochene Sorgfalt noch sicherstellen können. Bei 870000 Tests pro Woche in 180 Laboren muss jedes Labor täglich im Schnitt über 800 Tests machen (6-Tage-Woche vorausgesetzt). Darunter wird zwangsläufig die Qualität leiden und damit die Spezifität und Sensitivität.

  22. Ich habe mal eine Frage.
    Unterstellen wir den neusten PCR Tests mal eine Genauigkeit von 99,99% für Sens. und Spez.
    Dann erhält man auf Basis der RKI Lageberichtes von gestern (19.08.2020) eine Prävalenz von (anzunehmende Durchseuchung der Testgruppe) von 0,95045% um bei 875524 durchführten Tests die 8407 pos. getesteten Personen zu erhalten.
    – für eine gezielt ausgewählte Testgruppe eine geringe Quote, oder? –
    Da die Positivrate der Tests seit 3 Wochen bei knapp unter 1% liegt, scheint sich also in der Durchseuchung der Bevölkerung nichts zu verändern.
    Hieraus könnte man doch nun schlussfolgern, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet, oder schon unerkannt in den bisherigen Monaten zu einer konstanten Durchseuchung der Bevölkerung geführt hat, oder?
    Kann man jetzt annehmen, dass es bei diesem einen Prozent bleibt?

    Im Umkehrschluss würde das ja bedeuten, dass von diesem einen Prozent 4,1% sterben (aktuelle Gesamtsterberate) und so kämen wir bei 83 Mio Einwohnern auf eine zu erwartende Gesamtzahl der Verstorbenen von 32344.
    Diese Zahl liegt etwas oberhalb der bisherigen Schätzungen der schlimmsten Influenza-Jahre.

    Wo ist mein Denkfehler? Ich gehe davon aus, dass der Schritt mit der Durchseuchung von nur einem Prozent so nicht gangbar ist, oder?

    1. Du machst hier einige Vermutungen/Annahmen, die statistisch nicht machbar sind, z. B. ist es nicht korrekt von der nicht zufällig ausgewählten Personengruppe auf die Gesamtbevölkerung zu schließen!
      Wenn du ein ungefähres Bild davon haben möchtest, wie viele Menschen wegen Corona gestorben sind, dann lohnt der Blick auf die Gesamtsterblichkeit bzw. Übersterblichkeit: Die war trotz Ausgangsbeschränkungen erhöht, schau mal hier https://www.quarks.de/gesellschaft/wissenschaft/wie-viele-menschen-sterben-an-corona/

      1. Danke Quarks-Team für die Antwort.

        Aber ist es nicht so, dass aktuell ja versucht wird – und wie ihr ja selbst schreibt – die Testgruppe so zu wählen, dass die Vortestwahrscheinlichkeit erhöht ist, sodass es nicht zu einem dramatischen Anstieg der falsch-positiven Werte kommt?! Somit sollte bei der breiten Masse ja eine deutlich geringere Prävalenz vorherrschen, richtig?

      2. Entschuldigen Sie bitte, dass ich an dieser Stelle nachhake. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie auf meinen Kommentar weiter unten zur Spezifität der PCR-Tests eingehen könnten. Dies ist ein sehr wichtiges Thema in der Diskussion, und Ihre Seite wird gern als „Beleg“ angeführt, dass die Spezifität nur 98,2% sei – was nicht stimmt, wie ich unten ausgeführt habe.

    2. Völlig richtig, das Virus breitet sich nicht weiter aus – es liegen nur noch „Nullpunktfluktuationen“ vor. Die Sensitivität von 99,99%, die sie unterstellen, leuchtet mir aber nicht ein – die liegt unterschiedlich hoch, je nach Hersteller des Tests. Die Angaben variieren irgendwo zwischen 98% und 100%. Wobei hier natürlich die erste (und wichtige!) Nachkommastelle weggerundet wird und auch die statistischen Vertrauensbereiche (Fehlerbereich der ermittelten Spezifität) zu berücksichtigen wären und die Hersteller sich diese Tests sowie Angaben zur Spezifität nicht unabhängig zertifizieren lassen. An sich weiss übrigens auch das bayerische LGL nicht, wie zuverlässig die in Bayern massenhaft eingesetzten Tests sind. Somit muss man sagen: Nix genaues weiß man nicht – von dem 1% positiv getesteten kann angesichts meiner oben genannten Spezifitätsbereiche gesagt werden, dass sowohl alle richtig-positiv oder auch alle falsch-positiv sein könnten. Hierzu wäre eine Aussage des RKI hilfreich (die halten sich aber zurück – man möchte hier wohl keine unangenehmen Fragen aufwerfen). Tatsache ist, dass bereits bei durchschnittlicher Spezifität von ca. 99,5% der wesentliche Anteil der Tests falsch-positiv sein könnten.

  23. Und warum schreibt ihr nicht dazu, dass die positiven Tests nicht gleich die Erkrankten bedeuten und nach den veröffentlichen Papieren des rki gab es seit mehreren Wochen keinen einzigen sars cov 2 errkrankten!!!

    1. Zum ersten Teil deiner Frage: Stimmt, das könnten wir in diesem Artikel auch noch als Halbsatz aufnehmen; andererseits erklären wir das auch in diesem Artikel: https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/auf-einen-blick-das-coronavirus-in-deutschland/
      Zum zweiten Teil („nach den veröffentlichen Papieren des rki gab es seit mehreren Wochen keinen einzigen sars cov 2 errkrankten“): Das ist Unsinn. Woher hast du das?
      Siehe den Lagebericht des RKI vom 19.8.: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/2020-08-19-de.pdf?__blob=publicationFile
      Wie du dort klar erkennen kannst, steigen die Zahlen deutschlandweit langsam wieder an. Es ist noch lange nicht vorbei, wir sollten alle gemeinsam wachsam bleiben!

      1. Der *Anteil* der symptomatisch Erkrankten unter den positiv getesteten Fällen ist in den letzten Wochen tatsächlich rückläufig, wie man aus Abb. 3 des Lageberichtes erkennen kann.
        Allerdings muss man dabei unbedingt berücksichtigen, dass es bei den erfassten Fällen der letzten Tage, die bisher noch keine Krankheitssymptome haben, durchaus noch zu Symptomen kommen kann. Solche Fälle werden dann nachträglich in der Grafik blau eingefärbt.

        Das DIVI-Intensivregister [1] zeigt, dass sich die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Fälle seit Wochen kaum verändert hat. Das bedeutet aber nur, dass die Zahl der Neuzugänge ungefähr der Zahl der Entlassungen entspricht. Die Zahl der Todesfälle ist glücklicherweise weiter rückläufig [2].
        Quellen:
        [1] https://www.divi.de/register/tagesreport
        [2] https://www.worldometers.info/coronavirus/country/germany/

      2. @ Quarks, dass die Absolutzahlen positiver PCR-Testergebnisse steigt, stimmt. Da lassen die Zahlen keinen Argumentationsspielraum Allerdings geht dabei nicht hervor, wer tatsächlich erkrankt und wer nur einen RNA-Schnipsel in sich trägt. Man kann – wenn ich das Diagramm auf Seite 4 (20.08.2020) richtig interpretiere – aber erkennen, dass der gemeldete Erkrankungsbeginn deutlich hinter den Meldedaten zurückbleibt. M.M.n. lässt sich das auf eine Verschiebung der Altergruppe zurückführen, bei denen eine mögliche Infektion weniger oft auch zu einer Erkankung führt.

        Was ich sagen will: Die letzte Woche verbreiteten Hiobs-Botschaften sind unnötig und die besorgniserregenden Zahlen sind bei näherer Betrachtung, für mich, nicht wirklich zu erkennen.
        Zur Aufmerksamkeit mahnen ja, aber zur Besorgtheit aufrufen, nein!

        Aber wahrscheinlich muss man es etwas dramatischer darstellen, weil sonst der Leichtsinn schnell Überhand nehmen könnte.

  24. aktuelle Infos zu den Oxford LAMP-Schnelltest, die nach Modellrechnungen besser, da schneller als PCR Tests wären, trotz einer Sensitivität von nur ca. 80%, aber halt Ergebnisse in ca. nur 75min für unter 10€!

    „Hier kurze Beschreibung des LAMP Schnelltests, ist in UK zugelassen. Technologie ist interessant. Weil Kleinlabore in Schulen und Flughäfen betrieben werden können. Ähnlich genau wie PCR, Bruchteil der Kosten, weniger Reagenzien. Bis 15.000 Tests/Tag/Gerät“ (Prof. Lauterbach)
    https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1295102807499046912

    ein Artikel dazu hier:
    https://www.genengnews.com/news/uk-gets-covid-19-testing-boost-with-oxford-nanopores-lampore/

    Könnte eine Lösungsstrategie auch für D sein, in Schulen, Kitas, Heimen etc,, dann min. 2 Testungen pro Woche, damit werden Covid-Fälle, bzw. Ausbrüche besser und schneller erfasst als mit PCR, ist zudem billiger und es bestehen angeblich auch keine Probleme mit der Beschaffung von Ressourcen für den Test …

    Die Schnelltests haben auch noch andere Vorteile:

    „Ähnlich sah das auch Jonas Schmidt-Chanasit, Virologe der Universität Hamburg: „Der entscheidende Punkt ist die Infektiösität: Nur wenn ich sehr viel Virus habe, bin ich auch infektiös und eben auch eine Gefahr. Beim PCR-Test werden kleinste Mengen angezeigt, die vollkommen irrelevant sind. Die können sie noch drei Wochen nach der Erkrankung nachweisen. Der ist aber nicht infektiös…
    Da wird was angezeigt, ich bin sozusagen Corona positiv, aber in Wahrheit keine Gefahr für andere, weil meine Viruslast so gering ist?“ Schmidt-Chanasit bestätigte und erklärte weiter, dass dies einem Vorschlag von Christian Drosten entspreche, der gesagt habe: „Wir müssen eine Grenze festlegen.“ Sobald die Viruslast darunterliege, sei es egal. Ein Test, der ein bisschen weniger genau sei und somit bei einer niedrigeren Viruslast gar nicht erst anschlage, sei dabei besser, erklärte Lauterbach.
    „Wir laufen derzeit der Pandemie hinterher“
    „Die mangelnde Präzision der billigeren Tests kann hier sogar wertvoll sein in der Verwendung, weil ich damit nur diejenigen positiv teste, die auch ansteckend sind“, fuhr Lauterbach fort.
    Derzeit würden wir der Pandemie hinterherlaufen: Die Arbeit, die die Gesundheitsämter derzeit leisten, sei zwar großartig, aber auch ineffizient: „Wenn jemand heute krank wird, dann ist er in der Regel schon am ersten oder zweiten Tag seiner Symptome, dann war er aber die zwei Tage vorher richtig stark ansteckend.“ Bis zum Ergebnis des präzisen Tests vergingen dann weitere Tage, sodass der Patient, wenn er das Ergebnis bekomme, „fast nicht mehr ansteckend“ sei. Dafür hätten seine Kontakte, die erst dann ermittelt würden, bereits weitere Menschen angesteckt.“
    https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-vermischtes_artikel,-wie-ein-panzer-der-auf-kaninchen-schiesst-karl-lauterbach-kritisiert-coronateststrategie-_arid,1928356.html

    Hier dazu eine Grafik:
    https://twitter.com/vercheckt/status/1294012665933844486/photo/1

    Dort das Resume:
    „Ergo: Testfrequenz und Auswertungszeit sind jeweils entscheidender als Testsensitivität!
    Oder auch:
    Es kommt mehr auf die Teststrategie an als auf den Test!
    Motto: Testen auf Infektiosität anstatt Infektion!“
    https://twitter.com/vercheckt/status/1294012671520628736

    Eine Studie dazu:
    https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.06.22.20136309v2

    wenn das alles so ist, warum wird das in D nicht schnellstens gemacht, oder warum gibt es dazu keinen öffentlichen Druck, oder zumindest eine entsprechende Diskussion???

    Finde D geht insgesamt sehr nachlässig mit Corona um, da lobe ich mir Prof. Lauterbach, hoffe das vllt. demnächst auch Prof. Drosten Druck in der Sache machen wird … sonst sieht‘s schlecht aus im Lande, die 2.Welle rollt schon!

  25. @Mathematiker:
    „Eine Spezifität von 98,2% wäre auch völlig unmöglich: Dies entspräche einer falsch-positiv-Rate von 1,8%, in der 27. und 28. Kalenderwoche sind jedoch in Deutschland nur 0,6% aller Tests positiv ausgefallen“

    Sie haben natürlich dies bzgl. völlig Recht!
    Man muss aus empirischer Sicht daher schon sagen, dass egal wie in D der PCR Test durchgeführt wird, dieser mindestens eine Spezifität von 99,4% haben muss(!), und dies für den ja auch selbst völlig abwegigen Fall, dass die 0,6% alle falsch-positiv wären .., ansonsten, realistisch gesehen muss der Wert der Spezifität viel höher liegen, meinen Infos nach bei 99,9%.

    Wenn zudem noch bei Positivtest noch weiter Quertestungen vorgenommen würden, oder man nach der Methode der Pooltests arbeitet, wobei dann jede positive Probe auch mindestens 2x getestet wird, dann kommt man rein statistisch auf eine Fehlerquote von 0, 01% (=0,1×0,1), bzw. einer Spezifität von 99,99%.

    Wird in der Realität sicher nicht ganz erreicht, aber ich denke, die Größenordnung könnte stimmen ..

    1. Aber wird nicht schon der erste positive Test an das Gesundheitsamt gemeldet bevor der zweite ggfs. negativ ausgefallen ist? Dann wandert der Fall ans RKI, erscheint als Neuinfizierterin der Statisitk sowie Dashboard und zack, wieder einer mehr.

      1. Nein, es handelt sich um ein ein Testkit (nicht zwei), das aus zwei Teiltests besteht. Nur wenn beide Teiltests positiv sind, wir ein positives Ergebnis gemeldet.

  26. Hallo,
    ich vermisse überall den Hinweis wie das Testergebnis welches ich bekomme datiert wird.

    Wenn ich bei der Einreise in ein Land z.B. einen Test vorlegen muss der nicht älter als 48 Stunden sein darf
    wäre es schon wichtig zu wissen ob der Zeitpunkt der Probenentnahme drauf steht
    oder der Zeitpunkt wann das Labor den Test ausgewertet hat !
    Da kann ja durchaus auch mal 1 Tag dazwischenliegen.

    1. Naja. Der PCR Test sucht nach einer Gensequenz die im Sars_CoV-2 enthalten ist. Wenn Sie mal einen Testergebnis sehen, dann wird dort bestimmt Gen_E getestet. Es gibt bereits weiterentwickelte Test’s, die noch weitere Gensequenzen testen. Wird aber vom RKI nicht vorgeschrieben. Wo die getestet Gensequen noch enthalten ist nicht geklärt. Das müßte duch eine Validierung geschehen. Diese Validierung blieb seither aus.

  27. Ich kann die Erläuterungen unter dem Punkt „Beliebtes Argument für Verschwörungstheoretiker“ nicht nachvollziehen.
    Wenn also fast ausschließlich Personen mit „Verdacht“ vorselektiert und dann getestet werden, müsste es doch viel mehr Positive geben als bei Massentests der ganzen Bevölkerung. Die Fehlerquote von ca. 1% ist ja testspezifisch und bleibt in beiden Fällen gleich.

    Wenn ich nun also nur Personen mit Verdacht teste und es kommt dabei eine Anzahl von ca. 1 % Positiven raus und dies entspricht der Fehlerquote, dann kann ich ja relativ sicher sein, dass tatsächlich niemand infiziert ist.

    Gerade bei „Personen unter Verdacht“ müsste es doch z.B. eine Positivenrate von z.B. 10% geben. Diese würde ich dann wissenschaftlich korrekt um die Fehlerquote korrigieren und käme auf 9% tatsächlich Positive.
    Wenn ich diese Korrektur aktuell durchführe, komme ich auf 1% minus 1% gleich 0%.
    Und gerade deshalb frage ich mich, warum bei positiv Getesteten – gerade, weil diese Fehlerquote bekannt ist – nicht stets ein zweiter Kontrolltest erfolgt, bevor die Diagnose Covid-19 ausgesprochen wird.

    Bei HIV_Tests wird z.B. IMMER ein zweiter, manchmal auch ein dritter Test gemacht, bevor die Diagnose ausgesprochen wird.
    Und das, obwohl die Spezifität des HIV_Tests, also die Wahrscheinlichkeit, dass er falsch-positiv anzeigt, geringer ist als bei den Corona-Tests.

    Könnten Sie sich hierzu bitte nochmal äußern? Vielen Dank.

    1. Das ist genau mein Gedankengang. Es werden jetzt pro Woche ca. 500.000 Menschen getestet, das entspricht einer Falsch-positiv Rate von 5.000 Menschen (1%) das ist ungefähr die Zahl, die pro Woche an neuen Infektionen dazu kommen. Wo ist der Denkfehler? Es sind dann doch eigentlich fast ALLE die positiv sind falsch-positiv. Und alle bekommen Panik, weil die Zahlen ja wieder steigen, aber dieser Aspekt wird außen vor gelassen. Versteh ich nicht sowas, das müsste doch jedem mittlerweile bewusst sein, dass da was nicht passt wenn man logisch nachdenkt..

      1. Und außerdem wurde die Letalität stark nach unten korrigiert nämlich auf 0,5% laut n-tv.
        Es stirbt heutzutage kaum noch jemand an der Krankheit. Die Zahl an Todesfällen bleibt auch trotz ständig erhöhter Fallzahlen nahezu identisch. Und trotzdem predigt die Politik eine schlimme 2.Welle an? Es wird doch erst kritisch wenn die Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenze kommen. Und das ist weit und breit nicht der Fall. Nur weil die Fallzahlen steigen heißt es noch lange nicht, dass diese Menschen überhaupt krank sind oder Symptome haben.
        Es ist nur eine statistische Zahl, die die Gesamtsituation aus den Augen lässt. Und die ist alles andere als dramatisch. Dennoch sollen die Beschränkungen weiterhin durchgezogen werden. Das ist es, was die Menschen nicht verstehen und ich verstehe auch solche, die auf die Straße gehen und demonstrieren. Das sind nicht alles Verschwörungstheoretiker oder dergleichen, sondern Menschen, die müde sind von der Corona-Politik und erkannt haben, dass die Politik und die Medien alles viel schlimmer machen, als es eigentlich ist.

      2. Hey Nadine,
        das erklären wir oben im Text. Es geht um die a priori Wahrscheinlichkeit. 🙂
        Wie zuverlässig ist der Corona-Test? – das ist der entscheidende Abschnitt. 🙂

        1. Nein, Sie erklären da gar nichts, sie lenken einfach nur ab.
          Daran ändern auch die überheblichen Smileys nichts, die suggerieren sollen, dass Nadine irgendwas nicht verstanden hätte, eine beliebte Art und Weise, sich als „Experte“ vor unangenehmen Antworten zu drücken.
          Tatsächlich hat Nadine recht.
          Nur weil die Fallzahlen steigen, heißt das nicht, dass die Leute überhaupt krank sind oder Symptome haben.
          Es beduetet auch nicht zwingend, dass jetzt ganz viele „Virenschleudern“ hermlaufen.
          Und zwar insbesondere dann nicht, wenn eben die „a priori Wahrscheinlichkeit“ gering ist, und das ist der Fall, wenn immer mehr symptomlose Leute getestet werden.
          Die Testkurve steigt zur Zeit exponentiell an, in der letzten Woche um fast 300.000 von 500.000 auf 800.000, während die Zahl derCovid-19 Erkrankten auf den Intensivstationen bei 1% !!! liegt und die tägliche Zahl der Toten sich konstant im einstelligen Bereich bewegt.
          Das weitere Festhalten an den Beschränkungen und die Warnungen vor einer „zweiten Welle“, wenn wir nicht alle ganz lieb sind, ist nicht zu verstehen – es sei denn, es geht nicht um „Gesundheitsschutz“, sondern um was anderes.
          Und da wundert man sich über „Verschwörungstheoretiker“.

  28. Liebes Quarks_Team,
    in Ihrem Artikel ist angegeben, die PCR-Tests hätten „eine Spezifität von 98,2 Prozent“. Diese Information ist veraltet, und ich bitte Sie herzlich, den Artikel zu aktualisieren.
    Erklärung: Wenn man nur auf einen Genabschnitt von SARS-CoV-2 testet, dann sollte die Zahl 98,2% in etwa stimmen, derzeit wird in Deutschland aber immer auf zwei unabhängige Genanschnitte getestet, und der Gesamttest ist nur positiv, wenn beide Teiltests positiv ausfallen. Dadurch erhöht sich die Spezifität auf über 99,96%. Eine Spezifität von 98,2% wäre auch völlig unmöglich: Dies entspräche einer falsch-positiv-Rate von 1,8%, in der 27. und 28. Kalenderwoche sind jedoch in Deutschland nur 0,6% aller Tests positiv ausgefallen. Allein dies zeigt, dass die falsch-positiv-Rate unter 1% war. In einigen Regionen Deutschland war die positiv-Rate sogar unter 0,1%.
    Für eine detailliertere Erklärung, wieso die Spezifität sicher über 99,9% ist, empfehle ich den Youtube-Kanal von Dr. John Tal, z.B. das Video „Diskussion über die Genauigkeit des SARS CoV2 PCR Tests“ https://www.youtube.com/channel/UC9ZsAHPoc9SyBh5NGI7fcRg/videos

      1. Es tut mir leid, ich sehe Ihre Antwort erst jetzt. Eine andere gute Quelle kann ich leider nicht nennen, aber ich werde Dr. John Tal bitten, Ihnn hier zu antworten.

  29. Hypothetische Frage: Wenn man z. B. an einem Sonntag aus einem Risikogebiet zurück kommt und den Test macht am Flughafen, zeigt der Test dann auch „positiv“, wenn man sich erst an dem besagten Sonntag angesteckt hat? Oder muss erst die Inkubationszeit rum sein?

    Vielen Dank!
    Annemarie

    1. Der Test schlägt erst an, wenn das Virus sich im Körper schon ausgebreitet hat, die Inkubationszeit also vorbei ist. Ein Test ein Tag nach einer Infektion wäre in den allermeisten Fällen negativ.

  30. Eine Frage an den Autor:
    Bei den RT-PCR-Tests auf SARS-CoV-2 sind „false positives“ ja relativ selten, aber leider unvermeidbar. Laut [1] muss man mit einer Fehlerquote von 0,8-4,0% rechnen.

    In der letzten Kalenderwoche (20.-26. Juli) wurden deutschlandweit 563.553 Tests durchgeführt, davon fielen 4.364 (0,8 %) positiv aus [2]. Damit ist die Nachweisgrenze/Auflösung des Tests eigentlich erreicht, die Daten sind nicht mehr sehr vertrauenswürdig.

    Eine simple Möglichkeit, die Qualität Zahlen enorm zu verbessern, bestünde darin, positive Testergebnisse durch Nachtestung zu verifizieren. Da die Testkapazitäten derzeit nur zu 50% ausgelastet sind, sollte das eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Aber wird das tatsächlich so gehandhabt? Und falls das bereits geschieht, führt dann ein auf ein positives Testergebnis folgender Negativbefund zur Revision des Falles oder wird dieser danach womöglich als „Genesung“ erfasst?

    Das RKI schreibt: „Es werden nur Fälle veröffentlicht, bei denen eine labordiagnostische Bestätigung unabhängig vom klinischen Bild vorliegt.“ [3] Was genau kann man sich darunter vorstellen?

    Vielen Dank an das gesamte Quarks-Team für die Mühe und Sorgfalt, mit der hier hochwertige Informationen zusammengetragen und verständlich präsentiert werden!

    Quellen:
    [1] UK-Government Publishing Service https://bit.ly/3fj6FQt
    [2] https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland#Testkapazit%C3%A4ten_und_durchgef%C3%BChrte_Tests
    [3] https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html

    1. Guter Hinweis, wir schauen uns das an. 🙂

      Was das RKi damit meint: Es reicht nicht, wenn jemand nur hustet und schnupft oder sogar Atemprobleme hat. Der Labortest muss vorliegen, sonst gilt es nicht als Corona-positiv.

      1. Ergänzende Frage: Gilt diese Voraussetzung (positiver Labortest) auch IMMER bei den Todesfallzahlen. Zitat RKI:
        „Darüber hinaus wird in fast allen Bundesländern der vertrauliche Teil der Todesbescheinigung an das Gesundheitsamt gesendet. Dort kann ein Abgleich mit den Meldedaten erfolgen, wenn auf der Todesbescheinigung als Todesursache eine Infektionskrankheit angegeben ist“ (https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/gesamt.html). Wie sieht so ein „Abgleich mit den Meldedaten“ aus? In GB wurden (werden?) z. B. auch auf den Todesscheinen angegebene Covid-Verdachtsfälle (ohne Laborbestätigung) mitgezählt.

  31. Wie kann es dazu kommen, dass eine private Organisation, die WHO, die ganze Welt verrückt? Wenn 1 Million Menschen zur gleichen Zeit ein Fenster öffnen und durch die dabei verursachte Zugluft Halsschmerzen und erhöhte Temperatur bekommen, zum Arzt gehen und ein Institut die Ergebnisse statistisch aufbereitet – ist das dann auch eine Pandemie? Wird dann die Politik festlegen, dass Häuser nur noch ohne Fenster gebaut werden dürfen?

  32. Sie schreiben: „Die Genanalysen halten Experten weltweit für robust…“ Das ist trivial. Eine Betonmauer gilt für Pkw als robust; für Panzer allerdings nicht. Also was bedeutet „robust“?
    Die Spezifität scheint extrem hoch zu sein > kaum falsch positiv. Falsch negativ wird öfter vorkommen. Diese falschen Ergebnisse sind bei einer übertragbaren(!) Erkrankung durchaus ein Problem. Erstaunlicherweise sind trotz wiederholter Nachfragen keine Angaben von „Experten“ zu den Testeigenschaften Spezifität und Sensitivität zu erhalten. Seit März gibt es lediglich einen einzigen Laborringversuch (mit sehr guten Ergebnissen), der die Qualität des Testens sichern soll. Das alles irritiert. Mitentscheidend für die Zuverlässigkeit des PCR-Tests ist zusätzlich die vermutete Wahrscheinlichkeit für einen positiven Test VOR der Testdurchführung. Insbesondere bei einem massenhaften oder einem ungezielten Testen in einer Population mit niedriger Prävalenz fällt die Aussagekraft der Ergebnisse so stark, dass man paradoxerweise DANACH dümmer ist als zuvor.

    Soviel zu den analytischen Testeigenschaften. Erschwerend kommt bei dieser Erkrankung hinzu, dass es sich um eine dynamische Infektionskrankheit handelt. Der Status „Infektiosität“ kann sich sowohl in die eine als auch in die andere Richtung rasch ändern. Momentaufnahmen bringen zweifellos einen (kleinen) Erkenntnisgewinn; bei einer harmlosen Erkrankung wären sie jedoch irrelevant, bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung wären sie zu unzuverlässig: Man stelle sich vor, man würde diese TestMETHODE bei Ebola anwenden…

    Fazit: So lange die Testeigenschaften nicht transparent veröffentlicht werden, so lange kann keine wissenschaftliche Aussage zu dem Nutzen der Tests getätigt werden. Wir wissen einfach nicht, ob das Richtige richtig getan wird.

    Epilog: Ein Bericht über positive PCR bei Tieren nach einer Impfung gegen Viren bestärkt den Zweifel daran, ob mit dem PCR-Test auch das abgebildet wird, was wir gern wissen würden. Nämlich ob die Betroffenen infektiös bzw. krank sind oder ob sie lediglich vorübergehend winziges Material eines Virus auf ihren Schleimhäuten tragen.

    1. „Ein Bericht über positive PCR bei Tieren nach einer Impfung gegen Viren bestärkt den Zweifel daran, ob mit dem PCR-Test auch das abgebildet wird, was wir gern wissen würden.“

      Haben Sie da mal eine Quelle? Ab und zu wird ja behauptet, dass die Corona-Schutzimpfung von Haus- und Nutztieren die Ursache für positive Testbefunde bei Menschen wäre. Eine Argumentation, die ich nicht ansatzweise nachvollziehen kann, aber gerne mal verstehen würde.

      1. doi: 10.1177/1040638717709039. Epub 2017 May 26.
        Virus detection by PCR following vaccination of naive calves with intranasal or injectable multivalent modified-live viral vaccines
        Paul H Walz 1 2 , Benjamin W Newcomer 1 2 , Kay P Riddell 1 2 , Daniel W Scruggs 1 2 , Victor S Cortese 1 2

        1. Das ist eine Veröffentlichung aus dem Jahr 2017. Zu diesem Zeitpunkt gab es weder CoViD-19 noch PCR-Tests gegen SARS-CoV-2.

          In diesem Paper finde ich keine Argumente dafür, dass die aktuell verwendeten PCR-Test für SARS-CoV-2 falsche Ergebnisse liefern. Es geht in dieser Arbeit überhaupt nicht darum, ob PCR-Tests fälschlicherweise positive Ergebnis liefern. Es wird nur dokumentiert, dass Kälber nach Verabreichung eines Virus zunächst korrekt positiv getestet wurden, dieser Nachweis aber 4 Wochen später nicht mehr möglich war.

          Dass PCR-Tests vorhandene Virus-RNA nicht immer zuverlässig erkennen, also „false negatives“ liefern können, ist unbestritten.

          1. Der Artikel ist die Rationale für meine grundsätzliche Aussage, dass bei Tieren nach einer (Lebend-) Impfung (nicht nach einer Infektion!) der PCR-Abstrichtest positiv ausgefallen ist. Der Anlass für meine Recherche waren die Ereignisse in Gütersloh. Die Schlussfolgerung ist, dass auch bei gesunden Tieren der PCR positiv ausfallen kann. Und zwar „richtig positiv“. Das hat nichts mit der Frage der Testeigenschaften Sensitivität und Spezifität zu tun. Mein Hinweis dient dazu, der Frage nach der RELEVANZ eines richtig positiven Tests nachzugehen. Falls diese Ergebnisse aus der Tierwelt auf den Menschen zu übertragen wären, gäbe es einen Hinweis darauf, dass auch bei gesunden, nicht-infektiösen(?) Menschen, ein positiver PCR-Test wenig Relevanz hätte. Das zu prüfen, wäre eine Aufgabe der Wissenschaft.

          2. Man hat die Versuchstiere mit verschiedenen lebenden (aber nicht pathogenen) Viren experimentell infiziert, um eine Immunantwort hervorzurufen. Anschließend hat man mittels PCR *auf diese Viren* getestet und sie erwartungsgemäß nachweisen können. Der PCR-Test hat also gut funktioniert. Einige Wochen später, nachdem die Immunantwort eingesetzt hatte, waren die Viren nicht mehr nachweisbar.

            Ordentlich designte PCR-Tests sind hochspezifisch und reagieren nur auf die RNA-Fragmente des Virus, das sie nachweisen sollen. Es gibt deshalb keinen Anlass zu vermuten, dass der PCR-Test für SARS-CoV-2 auf bovine Coronaviren, Herpesviren oder sonstige Tierpathogene anspringt. Der von Ihnen zitierte Text liefert auch keine Anhaltspunkte dafür und somit gibt es bisher auch keinen Anlass, an der Relevanz positiver PCR-Testergebnisse zu zweifeln.

            Übrigens ist derzeit in Deutschland nur ein einziges Vakzin gegen Coronaviren (nämlich bei Rindern) zugelassen und dieses ist *kein* Lebendimpfstoff.

          3. 1. „vaccination“ = Impfung (und nicht Infizierung).
            2. Wer hat behauptet, dass „der PCR-Test für SARS-CoV-2 auf bovine Coronaviren, Herpesviren oder sonstige Tierpathogene anspringt“? Ich nicht.
            3. An der Relevanz positiver PCR-Testergebnisse sollte so lange gezweifelt werden, bis ein Goldstandard für die Diagnose COVID definiert ist. Das gilt für jegliche Labordiagnostik und ist medizinisches Basiswissen. In China hat man es mit Pulmonal-CT versucht; die Probandenzahl war allerdings sehr klein.
            4. Vielleicht kann die Wissenschaftsredaktion noch mehr in Erfahrung bringen?

          4. 1. Der springende Punkt ist, dass in dem von Ihnen zitierten Paper vollständige „lebende“ Viren mitsamt ihrem Genom als Vakzin verabreicht wurden (deshalb steht da ja „live viral vaccine“ im Titel). Die in der Studie verwendeten PCR-Tests weisen spezifische Basensequenzen des Virusgenoms nach, für das der Test entwickelt wurde.

            2. Wir reden hier doch eigentlich über das Testverfahren zum Nachweis von SARS-CoV-2. Sie schrieben, dass ein „Bericht über positive PCR bei Tieren nach einer Impfung gegen Viren“ Zweifel an der Validität dieses PCR-Tests bestärkt. Dabei zeigt diese Veröffentlichung nur, dass die in dieser Studie verwendeten PCR-Tests (gegen bovine Herpes/Influenza/etc Viren) genau das nachgewiesen haben, was sie nachweisen sollten.

            3. Ein kritische Grundhaltung ist in der Naturwissenschaft selbstverständlich wichtig. Kein Test ist perfekt, keine Messung ohne Fehler. Theoretisch kann ein PCR-Test falsche positive Testergebnisse liefern, wenn die verwendeten Sequenzen zu unspezifisch sind. Deshalb habe ich ja nachgefragt, ob Sie mir die Studie nennen können, die die Validität der positiven Testergebnisse in Frage stellt. Das tut der von Ihnen genannte Text aber nicht.

          5. 1. Noch einmal: Es wurde GEIMPFT mit „modified-live viral vaccines“. Danach wurden positive PCR-Tests beobachtet. Also: PCR positiv nach einer Impfung und nicht nach/bei einer Erkrankung. Nun sollen die Wissenschaftler prüfen, ob dieses Phänomen in Schlachthöfen eine Rolle spielen könnte. Ich weiss es nicht.
            2. Im Abstract: „Following intranasal MLV viral vaccination, PCR results and Ct values for BRSV and BoHV-1 suggest that attempts to differentiate vaccine virus from natural infection is UNRELIABLE. “ Aha, bei Tieren soll man vorsichtig sein mit der Zuordnung eines positiven Tests zu einer Erkrankung; könnte ja auch eine passagere postvakzinale Folge sein. Einwand: Ist nur EINE Veröffentlichung, betrifft nur TIERE. Gegenargument: Liefert aber einen grundsätzlichen Hinweis darauf, dass Lebewesen auf Schleimhäuten Virusmaterial beherbergen können ohne krank/infektiös zu sein. Warum soll diesem Phänomen nicht weiter wissenschaftlich nachgegangen werden? Was spricht dagegen?
            3. Noch einmal: Es geht hier NICHT um die Testeigenschaften. Es geht um die KLINISCHE Relevanz eines positiven PCR-Abstrichs (Validität).
            4. Wenn jetzt aber schon das Fass der Spezifität aufgemacht wird: Üblicherweise galt bisher, dass bei der Einführung von neuer Diagnostik nachzuweisen war, wie hoch die Spezifität und Senstivität sei und NICHT umgekehrt bewiesen werden muss, dass die Tests nicht geeignet sind. Offizielle Angaben dazu gab es bislang nicht, auch das WDR-Team war vor Wochen bei der Suche danach beteiligt. Ein einzelner Laborringversuch vor einigen Wochen lieferte einen extrem hohen Spezifitätswert. Das ist für mich auch bislang plausibel. Warum gibt es dann jedoch dazu wie sonst in der Medizin üblich keine eindeutigen Aussagen von RKI etc.? Man hätte doch 6 Monate nach dem Beginn des massenhaften Testens endlich Klarheit und eine vernünftige Basis für die weiteren Diskussionen: Ab welcher Prävalenz/Vortestwahrscheinlichkeit sind Tests sinnvoll, ab wann nicht mehr? Diese Intransparenz irritiert und dient nicht der Sache: Bedrohliche Infektionskrankheiten klug zu minimieren.

          6. 1. Warum erstaunt Sie das?
            Ein PCR-Test weist nach, ob bestimmte RNA- oder DNA-Sequenzen in einer Probe vorhanden sind. Es ist völlig egal, ob das Erbmaterial durch Virus-Infektion oder über Impfung mit lebenden Viren oder einem anderen Weg in die Probe geraten ist.

            Wenn man ein Tier z.B. mit lebenden Influenza-Viren impft (wie in dem von Ihnen genannten Paper), kann man deren RNA hinterher mit einem Herpes-PCR-Test nachweisen. Ein PCR-Test für SARS-CoV-2 wird aber nicht auf das Erbmaterial der Influenzaviren anspringen, da er keine passenden Sequenzmuster findet.

            2. Übersetzt heisst das einfach: ein *Lebendimpfstoff*unterscheidet sich nicht von einer (abgeschwächten) Infektion.
            Das ist tatsächlich so. Die Viren in Lebendimpfstoffen sind zwar attenuiert, aber durchaus noch fähig, Zellen zu befallen und sich so vermehren zu lassen.
            Falls Sie mir nicht glauben: https://de.wikipedia.org/wiki/Influenzaimpfstoff#Lebendimpfstoffe

            Wenn man ein Tier oder einen Menschen dagegen mit einem Totimpfstoff behandelt, kann das Erbmaterial der Viren nicht mehr vermehrt werden (falls es überhaupt noch als Verunreinigung im Vakzin vorhanden ist).

            3. Ein positiver PCR-Test sagt nur eines: die gesuchte RNA/DNA Basensequenz war in der Probe vorhanden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Getesteten nun symptomatisch waren oder nicht.

          7. Es muss natürlich heissen:
            Wenn man ein Tier z.B. mit lebenden Influenza-Viren impft (wie in dem von Ihnen genannten Paper), kann man deren RNA hinterher mit einem *Influenza*-PCR-Test nachweisen.

          8. Ja, jetzt haben Sie diesen Teil meiner Einlassungen auf den Punkt gebracht; danke. Der PCR-Test weist (bis auf die falsch-pos. und die falsch-neg. Ergebnisse) nach, ob Virusmaterial auf den Schleimhäuten vorhanden war. Die KLINISCHE Relevanz dieses Befundes bleibt unklar. Als EIN Hinweis auf diese Unklarheit sollte der Verweis auf die Korrelation Impfung und postvakzinaler positiver Abstrich bei GESUNDEN Rindern dienen. Der war gedacht zum Nachdenken für diejenigen, die meinen, dass bei einem positiven Test auch Krankheit/infektiosität bestünde. Also nicht für Sie, da Sie diese Kausalität ja gar nicht unterstellen.

          9. Beim Schlusssatz möchte ich gerne einhaken. Eine Kausalität zwischen positiv getestet und Infektiosität bei entsprechender Viruslast besteht durchaus berechtigterweise, denn die Reverse Transkription (RT) ermöglicht es Aussagen über den Expressionszustand einzelner Gene, aber auch bei Virussequenzen eine Unterscheidung zwischen aktiver und latenter Infektion, zu treffen.
            Quelle: https://refubium.fu-berlin.de/handle/fub188/10351 Dokument: 03_3MaterialMethoden.pdf Seite: Seite 7 im pdf-Dokument

  33. Zum Thema welche Test’s gibt es: Der vom RKI empholene Test prüft nur auf das Gen_E. Dieser Test ist nicht validiert. Es soll bereits Test’s geben, die weitere Gensequensen prüfen und somit genauer sind.

  34. Ich habe schon ein paar Videos über diese Abstriche gesehen und es sah echt brutal aus, weil einem dann ein 10cm Wattestäbchen in die Nase gesteckt wird bis es fast in der Nase verschwindet. Deshalb habe ich jetzt ein wenig Angst davor, wenn ich vielleicht einmal auf den Virus getestet werden müsste.

    1. Der Abstrich kann unangenehm bis leicht schmerzhaft sein, muss er sogar, wenn er richtig gemacht wird. Auch bei Kindern wird das so gemacht – es gibt leider keine andere Möglichkeit, an den für den Test benötigten Schleim aus dem Nasen-Rachen-Raum zu kommen.

  35. Berlin – Wedding lud doch Neu-Zugenogene in B-Br schon 2014-15-16
    zum Nasenabstrich ein.
    Worum ging es denn da? Was wurde denn da getestet?

    Und was läuft jetzt?
    Wenn ich wissen will: Ob Jemand mit Covid19 Viren infiziert ist,
    was angeblich Lungenkrankheiten hervorruft, o.ä.
    die Abstriche sollten – so las ich – weit hinten im Rachen/Pharynx/Larynx
    genommen werden –
    warum nimmt man weiterhin Abstriche in der Mundhöhle
    gar: In der Nase?
    Will man wissen ob diese Covid19 Viren auch in die Nebenhöhlen/
    Stirnhöhlen > bis ins Gehirn gelangen können?
    Angeblich will man sie ja schon auf/in allen möglichen Organen
    und im Darm/Stuhlgang gefunden haben.

    Ich gehe davon aus, dass man Rhino-Pharyngo-Larynx-Viren bislang
    nicht auch schon überall gefunden hat – oder wurde nur nie getestet?
    Und wie ist das mit Herpes-Windpocken-Viren?
    Und wie mit den vielen anderen Viren?

    1. Hi! Viele gute und wichtige Fragen, zum Thema Abstriche: Es ist bekannt, dass sich Sars-CoV-2 in Vielen Fällen zunächst im oberen Rachenraum ausbreitet und somit Viren auch bis in die Nasenschleimhaut kommen können. Schnupfen zählt immerhin auch zu häufigen Symptomen bei einer Infektion. Tatsächlich ist das nicht auf die anderen Viren, die du ansprichst zu verallgemeinern, je nach Virus werden unterschiedliche Zelltypen für einen Angriff präferiert. Wo man überall noch Rhinoviren bzw. Herpes-/Windpocken im Körper gefunden hat, können wir dir spontan nicht beantworten; Erregersteckbriefe und weitere Literaturhinweise findest du aber auch auf den Seiten des RKI oder infektionsschutz.de, zum Beispiel: https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/windpocken-guertelrose/#c4246
      Wir fassen in diesem Artikel übrigens den aktuellen Stand zum möglichen Befall verschiedener Organe durch Sars-CoV-2 und zu möglichen Langzeitschäden zusammen: https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/langzeitschaeden-von-covid-19-was-wir-wissen-und-was-nicht/

  36. Es ist ganz einfach oder wäre ganz einfach gewesen:
    regelmässiges repräsentatves Stichproben-Testing bei den immer gleichen Personen in einem Hotspot.
    Z.B.: 1x pro Woche 10000 Leute, dabei100 1jährige, 100 2jährige etc. bis 100 100jährige.
    Zusätzlich alle! Verstorbenen im ganzen Land testen.
    Aus den Stichproben lässt sich Prozentual alles ablessen (Anzahl der Infektionen, stumme Verläufe, Erkrankungen, Todesfälle). Aus den effektiven Todesfällen an Covid (sind ja mehr oder weniger genau bekannt) liesse sich der Krankheitsverlauf in der Gesellschaft recht genau beschreiben.
    Die sinnlose praktizierte selektive Testerei bringt kaum brauchbare Informationen…

  37. Wenn man diese häufigen „Abwimmel“- oder „Vertröstungs“-berichte kranker Menschen liest, die sich trotz ihrer Beschwerden keinem Arzt wirklich anvertrauen können und gar nicht als zu testende Patienten betrachtet werden, schreckt es einen sehr stark ab, überhaupt irgendeinen Telefonkontakt aufzunehmen, wenn man an sich verdächtige Symtome beobachtet. Aber wer soll denn dann ahnen, wieviele Neuinfektionen TATSÄCHLICH täglich stattfinden, wenn die Menschen sich resigniert zu Hause auskurieren und nicht einmal als VERDACHTsfälle in irgendwelchen Statistiken auftauchen? Die Anzahl der Neuinfektionen ist doch grade jetzt zum Maß aller Lockerungen erhoben worden. Ich sehe da ein Riesenproblem, zumal ich selbst in der Situation bin (also weiß, wovon ich rede), seit über einer Woche ziemlich krank zu sein und mich aber bislang nicht überwinden zu können, telefonischen „Rat“ zu erbitten, der höchstwahrscheinlich lauten wird: Kurieren Sie sich zu Hause aus. Wohl dem, der da die Nerven behält.

  38. Nur mal zwei Nachfragen zum PCR-Test: Stimmt es eigentlich, dass „es nicht unüblich ist, die geforderten Abstriche von Rachen und Nase getrennt zu machen (empfohlen ist es anders…) und separat an das Labor zu schicken“? Dass also eigentlich mit dem selben Teststäbchen in Mund und Nase gegangen werden soll (urg), es aber manchmal nicht passiert und diese 2 Tests dann als beide positiv in die Zahlen als 2 verschiedene positive Tests eingehen könnten?
    Und laut Correctiv hat Herr Drosten über seinen PCR-Test gesagt: „Die PCR im Rachenabstrich ist nur in der ersten Woche zuverlässig positiv, dann verschwindet bei einigen Patienten im Hals das Virus … In der zweiten Woche sind die nicht mehr ganz zuverlässig positiv.“ Zählt ihr das als menschlichen Fehler oder eher einen systematischen Fehler des Tests, denn gerade bei schwachen oder untypischen Symptomen würde man wohl nicht auf die Idee kommen, ab der 2. Woche (die wann genau ist, wenn man nicht weiß wann man sich angesteckt hat) einen Abstrich der Lunge (wie geht das?) vorzunehmen bzw. an sich vornehmen zu lassen. Der menschliche Faktor, also je schlechter die Proben genommen würden, desto weiter sinke die Sensitivität, kommt ja noch obendrauf. „Es gibt tatsächlich Hinweise, dass Rachenabstriche nur 70% der Erkrankten erkennen. Deshalb setze man nur geschultes Personal für die Abstriche ein. “
    Vielen Dank

    1. Das mit den (sehr wohl empfohlenen) getrennten Abstrichen/Laborproben und den daraus resultierenden 2 Positiv-Befunden für die Corona-Statistik hab ich auch gelesen.
      Sehr, sehr schade, dass die Antwort darauf unter dem Niveau des RKI ist.

  39. Ich war vor einer Woche wegen Fieber und Husten im Fieberzentum bei uns vor Ort, da wurde ich sofort als Cocid 19 abgestempelt und darauf getestet, sollte in die häusliche Quarantäne gehen mit Mucolsovan und Paracentamol, es wurde nicht mal auf eine andere Erkrankung untersucht. Dann sagt der Arzt, eine Krankmeldung müssen Sie sich noch besorgen. Seither warte ich auf das Ergebnis, ist verdammt lange.

  40. Ich bin 72.Also Risikogruppe.Hatte zunächst nur trockenen Husten Halskratzen,Abgeschlagenheit.Habe angerufen,was für jemanden,der krank ist schon schwierig ist und es ewig dauert,bis man endlich einen Ansprechpartner hat.Ich wurde dann zurückgerufen von einer Frau die mich andauernd mit Behrendsen angesprochen hat,obwohl ich Asmussen heisse und mich offensichtlich verwechselt hat.Nach Schiderung meiner Symtome hat sie mir geraten,Paracetamol zu nehmen,mich auszukurieren und mir gute Besserung gewünscht.Das war’s.Ich musste mir also selbst helfen,kein Test,nichts. Ich war drei Wochen bös krank . Inzwischen geht es mir wieder besser,kann wieder spazieren gehen und bekomm auch schon wieder besser Luft,aber richtig gesund bin ich noch nicht.Aber ich bin von dem Krisenmanagement masslos enttäuscht.Was sollen die ganzen Statistiken,wenn es so offensichtlich falsch ist.Ich war krank und denke es war keine Grippe,denn die kommt plötzlicher und für eine Erkältung war es zu viel. Auf jeden Fall hätte es getestet werden müssen.Ich war bestimmt kein Einzelfall.Und da ich sonst keine andere Hilfe hatte,hab ich meinen Sohn auch noch angesteckt,mit was auch immer.Bitte,testet jeden,dem es schlecht geht.Lasst die Menschen nicht allein.Es ist wirklich eine üble Krankheit und das Atmen tut verdamme weh und auch das Halskratzen ist auch viel übler als man es von einer Erkältung kennt.

  41. Hallo, meine Eltern waren wohl schon Anfang Mitte Februar mit Corona infiziert. Die Bekannten waren auf dem Schiff was in Neuseeland unter Quarantäne gestellt wurde und diverse Tote hatte. Da ich damals noch regen Kontakt mit den Eltern hatte, da gab es „Corona“ in den Medien noch gar nicht so wirklich, gehe ich davon aus, dass ich , 52, Sportler, auch infiziert worden bin.
    Kann ich mich testen lassen, dass ich dagegen schon immun bin, dann könnte ich mich ja normal draußen bewegen. danke

    1. Guten Tag, soweit ich vom Arzt informiert bin, können Sie auf eigene Kosten einen Antikörpertest beim Hausarzt machen lassen. Dann sieht man, ob Sie den Virus hatten. Meiner Information nach kostet der Test ca. 30 Euro.

  42. Warum soll es sinnlos sein, die ganze Bevölkerung zu testen? Damit würde man einen Großteil der asymptomatischen Infizierten entdecken und man könnte alle Lockdownmaßnahmen wieder zurückfahren, die sich letztlich alle darauf stützen, daß man nicht weiß, wer infiziert ist und wer nicht. Das ist auch das, was der Wirtschaftnobelpreisträger Paul Romer von der New York University vorschlägt, die gesamte Bevölkerung regelmäßig zu testen.

    Die Kosten wären auch um Größenordnungen kleiner als der volkswirtschaftliche Schaden oder die ganzen Hilfspakete durch den Lockdown.

    1. am besten jeden Tag ein Schnelltest für Alle! Negativtest in einem vom Gesundheitsamt oder Krankenkasse monatlich ausgegebenen Gesundheitspass,täglich eintragen, mit sich führen und gut leserlich an Kleidung aushängen. Somit kann riskiert werden, alle Einschränkungen des täglichen Lebens aufzuheben. Der Gesundheitspass kommt monatlich von Krankenkassen oder Gesundheitsamt, muss ausgefüllt und bei Negativtestergebnissen zurückgeschickt werden.
      Ist ein Positivtest dabei, darf das Haus / Wohnung nicht verlassen werden. Und man wendet sich über Telefon 106/107 an die zuständigen Stellen, um weitere erforderliche Anweisungen zu bekommen.
      Somit würde die Weltwirtschaft gerettet.

      1. Das ist sinnlos. Nicht nachprüfbar. Gewalttätig.
        Außerdem sind m.W. Schnelltests noch gar nicht entwickelt
        Zudem sind die regulären Tests noch gar nicht richtig
        ausgereift – man kann sich ja wohl auch nicht einigen, wo
        genau man einen Abstrich nimmt – Nase? Mundhöhle? Rachen? Kehlkopf?
        oder mit Tupfern hantiert ….das ist ja wohl alles mehr als ungenau.

    1. Ganz ganz vorsichtig mit sowas sein. Momentan sind viele Fake Tests im Umlauf. Tests sollten momentan nie Zuhause gemacht werden, sondern immer in Absprache mit einem Arzt.

  43. Länder, die sehr dicht und effektiv (zuverlässig belastbare Verfahren) testen können, weil sie Mittel und Möglichkeiten haben, stellen ihre Daten (anonymisierte Ergebnisse) der Wissenschaft hoffentlich bereitwillig und global zur Verfügung. In gemeinsamer Arbeit kann Wissenschaft weltweit dadurch möglichst auch Ländern, die vorgenannte Mittel und Möglichkeiten (warum auch immer) nicht einsetzen, wichtige Informationen liefern. Ob diese dann international für staatliches Handeln herangezogen werden, hängt von den jeweiligen Bevölkerungen und ihren politischen Systemen ab. Wie aber kann erreicht werden, dass in anderen Teilen der Welt das Verständnis für die Zusammenhänge zwischen akuter Bedrohung durch die Pandemie mit ihren Folgen und möglichst genauer Erfassung wächst.
    Wenn selbst medizinisches Personal keinen Zugang zu den spezifisch belastbaren Testverfahren hat, weil Technik und Agenzien schlicht fehlen, kämen schon bald aus solchen Ländern Wellen von Neuinfektionen. Die Auswirkungen in den Ländern selbst sind dabei ohnehin katastrophal.
    Wie können wir jetzt und langfristig Milderung und Abhilfe schaffen?
    Unter diesen Ländern sind auch wichtige Lieferanten von Rohstoffen und Agrarprodukten für Industrien und Menschen weltweit.

  44. „ Bis Mitte März war die Probenentnahme für mehr rund 35.000 Menschen gemeldet worden, wie die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) mitteilte. Viele Menschen konnten nicht getestet werden. Anschließend wurde die Testkapazität von anfangs 84.000 auf mehr als 700.000 Tests pro Woche erhöht und damit schon fast verzehnfacht.“
    Wie passt dieser Satz zu den von ihnen genannten Zahlen:
    „ bis Kalenderwoche 10: 87.863
    Kalenderwoche 11 (09. bis 15. März): 127.457
    Kalenderwoche 12 (16. bis 22. März): 348.619
    Kalenderwoche 13 (23. bis 29. März): 354.521
    Kalenderwoche 14 (30. März bis 05. April): 392.984“

    Ich bitte um Erklärung, wie hoch waren die Kapazitäten und wie viele wurden tatsächlich wann getestet ?
    Sind in den Zahlen alle Getesteten enthalten, unabhängig vom Kostenträger, gibt es eine Meldepflicht für alle Labore

    1. Die Zahlen widersprechen sich nicht, da es sich einerseits um die Testkapazitäten, andererseits um die tatsächlich durchgeführten Tests handelt, die erfasst wurden.

      1. Also ich habe das auch so verstanden…. Aber schön wie man sieht wie das Gesundheitssystem abkassieren kann wenn die auf die Schnelle die Kapazitäten verzehnfachen können ohne grossen Aufwand… Das kann wirtschaftlich nur rentieren, wenn man Wucherpreise für Analysen verlangt.

  45. ich habe ende april entbindungsttermin. das klinikum kassel hat schnelltests eingeführt für gebärende. wenn frauen zur entbindung kommen, wird direkt ein test gemacht. leider konnte ich telefonisch nichts genaueres erfahren. was könnte das für ein test sein und wie schnell kommt das ergebnis? danke und vg!

    1. Kind kam mitte april. Der test wurde während der geburt (dauerte alles nur 2 std.) gemacht bei mir u. Partner. Kam dann direkt auf die wochenbett station u. Das ergebnis lag erst 1 tag später vor. Hätte in der zeit alle mögl. Leute infizieren können.
      alle trugen während der geburt mundschutz aber nicht die mütter auf der wochenbettstation. Man sollte vll. Eher darauf achten dass sich die gebärenden bei ankunft hände waschen o. Desinfizieren….

  46. Wie kann hier – wie auch von anderen Stellen – von „geschätzter Sterblichkeit“ gesprochen werden, wenn niemand repräntative Tests unter der Gesamtbevölkerung macht? Ohne die Quote der Durchseuchung in der Bevölkerung zu wissen machen, kann man die Sterblichkeit nicht mal schätzen. Aber vor allem machen ohne die prozentuale Zahl der Durchseuchung alle Maßnahmen zur Eindämmung keinen Sinn. Denn nur mit diesem Wissen lassen sich die richtigen Maßnahmen und auch der richtig Zeitpunkt für deren Beginn und deren Ende planen.
    Ich verstehe auch nicht weshalb die Virologen Drosten und Steek nicht diesen Missstand klar bennen, während ihre Kollegen in Tübingen und anders wo die Hände über dem Kopf zusammenschlagen angesichts dieser Vorgehensweise.
    Mit dem Wissen dieser Zahl könnte es passieren, dass wir es hier im extremfall mit einem „fast“ ganz normalen Grippe zu tun haben…. Oder wir noch ewig mit Corona zu tun haben werden.

    1. “ Ohne die Quote der Durchseuchung in der Bevölkerung zu wissen machen, kann man die Sterblichkeit nicht mal schätzen.“

      Die Quote kann man abschätzen, anhand der Anzahl der negativen Tests und der Rate, welcher Prozentsatz der Bevölkerung erfasst wird. Die Vorstellung, dass 90% der Tests negativ sind, wenn da draußen Zigtausende Infizierte herumlaufen, ist abwegig.

      „Mit dem Wissen dieser Zahl könnte es passieren, dass wir es hier im extremfall mit einem “fast” ganz normalen Grippe zu tun haben…“

      Nein, das kann nicht passieren, denn Influenzaviren sind nicht näher mit Coronaviren verwandt und eine „fast“ ganz normale Grippe verursacht keine Zustände wie in Italien.

  47. Man könnte doch ein aussagekräftige Bild der Durchseuchung der Bevölkerung mittels statischen Methoden bekommen, indem man mit repräsentativen Stichproben arbeitet. Dadurch reduziert sich der Aufwand für die Testung erheblich. Diese Verfahren werden bei jeder Wahlprognose angewendet und sind wissenschaftlich anerkannt. Ich habe leider noch nichts von einer solchen Vorgehensweise gehört oder gelesen. Gibt es ev. Gründe warum eine solche Methode in diesem Fall nicht zur Anwendung kommt.

  48. Wenn man z.B. ins Geschäft geht, dann weiss man nie, wer daneben steht, ob der Mensch schon das Virus hat und mit einem infizierten vor kurzem kontaktiert hatte. Also man kann sich auch im Geschäft anstecken , und auch leichte Form von Krankheit haben ohne Fiber, nur leicht , aber da du nicht getestet bleibst ( weil du ja keine Symptome hast, und weisst ja nicht genau ob du kontakt mit aus EpiLand gekommenen hattest wie im Beispiel mit Geschäft) gehst ja du weiter raus und steckst andere an. Dann steckst du eine alte Frau mit Astma an und sie bekommt nachher deswegen die Pneumanie, weil sie immunschwächer ist, ich finde das nicht in ordnung.
    Deswegen finde ich massentast doch sehr sinnvoll. Sehe ich alleine den Sinn????

    1. In dem Text steht, dass derzeit die Kapazitäten für breite regelmäßige Massentests bei weitem nicht ausreichen. Es geht also nicht um den Sinn sondern um die physische Machbarkeit, wobei hier nicht etwa fehlende Finanzen das Problem sind, sondern z.B. genügend entsprechend ausgebildetes Personal.

  49. Liebe Redaktion, vielen Dank für Ihren Beitrag. Haben Sie sich eigentlich vorher erkundigt, z.B. auf der Seite des RKI bezüglich der prozentualen Häufigkeit der einzelnen Symptome in Deutschland. Die von Ihnen dargestellte Häufigkeit z.B. Fieber betrifft die Kohorte in China NICHT in Deutschland.

  50. Hallo zusammen, meine Frau und ich sind seit gestern in Quarantäne für 14 Tage. Heute kam der Anruf das bei meiner Frau (nur sie wurde von uns beiden getestet) das Ergebnis negativ ist. Kann uns jemand sagen ob somit die Quarantäne für uns „aufgehoben “ ist oder ob wir dennoch die Quarantäne erfüllen sollen? Danke euch und Gute Gesundheit. Grüße René

  51. Die bestehenden un zukünftigen Testkapazitäten sollten meiner Meinung nach dringend sinnvoll und effizient eingesetzt werden. Ärzte, Rettungssanitäter, Pflegekräfte und andere Berufsgruppen die in unmittelbaren Kontakt zu Erkrankten und hochgradig gefährdeten Personen stehen, müssen vorrangig getestet werden!!!
    Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen habe ich folgende Petition ins Leben gerufen:

    https://www.openpetition.de/petition/online/regelmaessige-schnelltests-auf-covid-19-fuer-pflegekraefte-rettungssanitaeter-aerzte-usw

  52. Pflegkräfte, die geplanten Pflegekontakt zu Corona-Patienten hatten/haben, werden danach dem oben beschriebenen Corona-Test unterzogen. Dies geschieht aktuell innerhalb einer Arbeitsschicht, um abzuschätzen, ob eine Übertragung stattgefunden hat, damit daheim (Familie) und am nächsten Arbeitstag (Arbeitskollegen, andere Patienten) von Ihnen keine Ansteckungsgefahr ausgeht.

    (1.) Welches Zeitintervall sollte nach Corona-Patientenkontakt bzw. Infektionszeitpunkt vergehen, damit der Test hinreichend zuverlässige Aussage bringt? Dies impliziert die Frage, wie schnell sich Corona-Viren vermehren, damit aus Mund, Nase, Rachen aussagekräftiges Probenmaterial gewonnen werden kann.

    (2.) Welches ist für diese Pflegekräfte der geeignete Abstrichort für diesen Test innerhalb einer Arbeitsschicht (Mund, Nase oder Rachen), damit eine Schnellaussage getroffen werden kann (wenn die Infektion innerhalb dieser Arbeitsschicht stattfand), um damit Familie, Arbeitskollegen und weitere Patienten zu schützen?

    Vielen Dank schon jetzt für Ihre Antworten

      1. Hi Klaus, Hi Annie,
        was genau da der richtige Zeitpunkt ist, können wir nicht genau sagen. Die Abstriche werden unseres Wissens nach im Rachen genommen, da da Virus sich oft dort vermehrt. Die Inkubationszeit ist dabei relativ variabel, im Schnitt dauert es fünf Tage, bis Symptome auftreten. Es könnte also sinnvoll sein, an Tag drei bis vier zu testen. Aber: das ist eine Vermutung unsererseits und keine gesicherte Erkenntnis. Am besten sprecht ihr da mal mit dem zuständigen Gesundheitsamt.

    1. Diese Frage stelle ich mir auch seit Anfang an und finde es eigentlich skandalös, wenn das das RKI wie hier behauptet selbst nicht weiß! Man stelle sich nur einmal vor, in seiner Studienarbeit die Anzahl der positiven Fälle schön exponentiell über die Zeit aufgetragen ohne sie zur Gesamtzahl der Tests ins Verhältnis gesetzt zu haben. Jegliche Hypothese in Richtung „die Fallzahlen steigen ins Unermessliche“ wären wohl unhaltbar! Ich erwarte bei der täglichen Kommunikation der aktuellen Fall- und Todeszahlen also unbedingt auch die Angabe der Testanzahl. Sonst spiele ich dem sturen Tutor und glaube das Ganze einfach immer noch nicht!
      Ich habe aber trotzdem ein bisschen gerechnet: Hier wird davon gesprochen, dass Mitte März 35000 Menschen gestestet waren. Ich nehme dafür den Sonntag 15. März an. Dann wurde vermutlich in der Woche drauf auf 84000 Tests PRO WOCHE (16. bis 22. März) aufgestockt. Heute (Artikeldatum 30. März) wird von 300.000 wöchentlichen Tests geredet. Das ist die Kapazität für die laufende Woche. Den Zeitraum der letzten Woche (23. bis 29. März) interpoliere ich mir, indem ich ein leicht exponentielles Wachstum der Testkapazität annehme, komme auf grobe 180.000 Tests/Woche. Addiere ich nun alles inkl. der laufenden Woche, dann komme ich auf bisher 599.000 Tests in Deutschland. Diese stehen derzeit knapp 70.000 offiziellen Corona-Fällen gegenüber. Das entspricht einer Positivrate von 11,7%.
      Jetzt werde ich hellhörig und möchte auf eines der umstrittenen und stark kritisierten Videos von Dr. Wodarg verweisen! Dort sagte er in etwa „untersucht man alle Menschen mit Grippesymptomen, dann wird man bei 5-15% auch Coronaviren finden – das war schon immer so.“ Er machte vor etwa 4 Wochen mit dem damaligen Stand in Italien eine ähnliche Beispielrechnung: 7500 Corona-Fälle bei 50.000 Tests. Damals hieß es, das entwickle sich alles ganz anders und wird eskalieren. Aber die Verhältnisse haben sich offenbar nicht wirklich verändert…
      Ich würde mir wirklich wünschen, dass die Verantwortlichen auch mal zu diesem Aspekt was sagen würden!

  53. eine der interessantesten Fragen bleibt ungeklärt: Wie verhält sich die Anzahl der Tests zu der Anzahl der positiv Getesteten?
    Denn um die Anzahl der Neuinfektionen richtig zu bewerten, ist dieser Parameter notwendig, um z.B. die getroffenen Maßnahmen in Qualität/Quantität einzuschätzen.

  54. Schade, dass der Autor dieses Artikels nicht näher auf die Funktionsweisen der verschiedenen Testverfahren eingeht. Ich hätte mir Details gewünscht (so wie es die Überschrift des Artikels eigentlich suggeriert)!

  55. Warum wird nach Impfungen und Medikamenten geforscht, aber nicht analysiert, wie viele bereits Immunität erlangt haben?
    Soll man sich nach der Krise trotz Immunität impfen lassen, wenn es denn irgendwann eine Impfung gibt?
    Der richtige Weg wäre doch, diejenigen, die Immunität nachweisen wieder los zu lassen, so dass es zu keinem totalen Stillstand kommt.
    Deshalb meine Frage:
    Warum wird nicht danach geforscht, wie man flächendeckend feststellen kann, wer bereits immun ist?

    1. „Warum wird nach Impfungen und Medikamenten geforscht, aber nicht analysiert, wie viele bereits Immunität erlangt haben? “

      Weil die dafür notwendigen Tests gerade erst verfügbar werden.

      1. soso, Antikörpertests werden gerade erst verfügbar.
        1 Monat später werden sie immer noch gerade erst verfügbar.
        Es darf stark bezweifelt werden, dass überhaupt ein Interesse daran besteht zu erfahren wieviele Menschen mittlerweile eine Immunität erwerben konnten. Das macht sich gar nicht gut bei der Bestellmenge eines Impfstoffes. Besser man bestellt viel zu viel als viel zu wenig. Das freut den Impfstoffhersteller und doppelt gemoppelt hält ja bekanntlich auch besser.
        Glaubt doch kein Mensch, dass wenn es ans Impfen geht, erst umständlich eine natürliche Immunität getestet wird.

  56. Unterscheidet der Covid19 Test zwischen Sars-Cov-2 und den anderen vier weiteren Coronaviren?Würden weitere Covid19-Tests in der Bevölkerung (Identifikation von Covid19-Infizierten ohne Symptome) nicht die Letalität senken?

    1. Die Fehlerquote scheint extrem hoch zu sein, die Ergebnisse mehr oder weniger zufällig. ich empfehle das Video „Corona – eine epidemische Massenhysterie“, das jeden Tag von YouTube gelöscht und von einem tapferen Menschen wieder hochgeladen wird. Wenn das keine Aussagekraft hat…

  57. Wenn es eine Möglichkeit gäbe, die schon immunisierten Menschen ausfindig zu machen, könnte man durch Blutspenden dieser Immunen nicht weitere Menschen durch deren Antikörper quasi mit „Lebendimpfstoff“ schützen?

  58. Wird bei den Test auch eine evtl. Immunität überprüft?
    Heißt: Wenn sich evtl. jemand schon infiziert hatte, aber keine Symtome zum Vorschein kamen, wurde er ja nicht getestet. Wenn diese Person aber jetzt Kontakt mit einer positiv getesteten Person hatte und nun getestet wird, wird dann lediglich festgestellt, dass er negativ ist oder kann auch festgestellt werden, dass er den Virus schon auskuriert hat?

  59. Wie ist es möglich, dass in Süd-Korea so viel getestet wird. Wie schaffen die Süd-Koreaner das? Und warum können wir das nicht? Es wird doch immer wieder betont – und das ist ja auch einleuchtend -, wie wichtig möglichst viele Tests sind.

    1. Die Koreaner haben mehr Disziplin und Verantwortungsgefühl für einander.
      Das war der Hauptgrund für das schnelle reagieren in der Gesellschaft, hat leider bei uns nicht geklappt.
      In Deutschland war Corona im Januar bekannt und trotzdem sind viele zu sorglos gewesen (Husten, Urlaub, Veranstaltungen).

  60. Ist die Altersstruktur der Personen, die am Coronavirus verstorben sind,
    in Deutschland und auch in anderen Ländern der EU und anderen Ländern
    der Welt, bekannt? Und werden diese Zahlen bei uns veröffentlicht oder
    werden diese geheim gehalten?

  61. „Das Robert-Koch-Institut empfiehlt aber derzeit, die Tests strategisch durchzuführen. Aus diesem Grund werden Menschen ohne typische Symptome für Covid-19 nicht getestet. “
    Was ist mit asymptomtisch Infizierten? Ohne alle zu testen findet man sie nicht und nach der Lockdown, verbreiten sie den Virus.

  62. Ist schon mal geprüft worden, ob es möglich ist bei der Coronatestmethode einen „Hebel“ zu verwenden um den Test mehr in die Breite zu bringen, um z. B. alle Personen die „nur“ Symptome zeigen testen zu können? Dabei erfolgt zwar eine Verdünnung des Probenmateriales, aber wenn der Test so sensitiv ist, dass er auch dann zuverlässig positive Ergebnisse bringt, wenn man z. B. 100 Proben zusammen in einem Durchlauf testet und davon nur eine Probe positiv ist, dann ist es möglich, zum Beispiel bei einer 1/100 Positivdichte, das eine schwarze Schaf mit nur insgesamt 8 Testdurchläufen zuverlässig herauszufinden! Wir hätten gegenüber Einzeltests dabei also einen Hebel mit der Übersetzung von rund 12!
    Je sensitiver der Test ist und je geringer die angenommene Positivdichte ist, desto geeigneter ist diese Methode um in die Breite der Bevölkerung zu testen, idealerweise sogar um vollständige Reihenuntersuchungen durchzuführen.
    Dieses Prinzip wir z.B. bei der Trichinenbeprobung seit Jahren angewendet um mit wenig Aufwand die sehr wenigen Positivfälle aus der Gesamtheit der Proben mit minimalem Aufwand zuverlässig herauszufinden. Aber wie eingangs gesagt, das funktioniert nur bei einer entsprechend hohen Ansprechempfindlichkeit des Tests.

  63. Meine Schwester hat sich in Frankfurt testen lassen.
    Lasst euch nicht verunsichern, wenn die Testergebnisse nicht innerhalb von vier bis sieben Tagen vorliegen.

  64. „Die Antikörper-Schnelltests erreichen in der Regel nie die Trefferquote eines genetischen Tests. “
    Was wäre mit AntiGEN-Schnelltests (die es ja noch nicht gibt). Ich finde Ihre Aussage unklar, da sie im selben Absatz mit Ihren Kommentaren zu AntiGEN-Tests steht.

  65. Die Angaben zum Testumfang sind nicht richtig. Roche Pharma vertreibt nach meinem Wissen seit 16.3.2020 einen Test zur PCR, mit dem ca. 4000 Proben pro Tag und Labor, welches PCR mit Cobas macht, gemacht werden können

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