So häufig sind Langzeitfolgen bei einer Corona-Infektion

Wie häufig sind Langzeitfolgen bei einer Corona-Infektion? Bild: Annie Spratt/unsplash

Long Covid

So häufig sind Langzeitfolgen bei einer Corona-Infektion

Nach zwei Wochen ist eine Corona-Infektion meist vorbei. Doch viele Menschen sind dann weder geheilt noch belastbar. Sie klagen auch nach Monaten über Atemprobleme, Müdigkeit und Schmerzen.

13. April 2021 | 60 Kommentare

Darum geht’s:

Corona schädigt auch bei milden Verläufen

Täglich infizieren sich Menschen mit dem neuen Coronavirus. Die allermeisten bekommen davon entweder gar nichts mit oder haben nur milde Verläufe. Nach zwei Wochen mit Fieber, Husten oder Kopfschmerz scheint die Infektion überstanden.

Ein geringer Anteil der Infizierten hat einen schwierigen Verlauf, muss ins Krankenhaus und im schlimmsten Fall sogar künstlich beatmet werden. Rund drei Viertel überleben diese mehrwöchige Tortur.

Doch in immer mehr Studien zeigt sich: Auch solche, die Corona auf der Couch auskuriert haben, haben etwas mit den Krankenhauspatienten gemeinsam. Viele leiden noch über Wochen oder Monate an ihrer Infektion. Das Phänomen nennen Forscher „Long Covid“ und es gibt ihnen viele Rätsel auf. Denn es betrifft Atemwege, das Herz-Kreislauf-System, Muskelapparat, Nervensystem und auch den Stoffwechsel – bei manchen Patienten also spielt der Körper auch lange danach verrückt.

Darum müssen wir drüber sprechen:

Langzeitschäden betreffen einen großen Teil der Infizierten

Bislang ist die Studienlage zu den Langzeitfolgen einer Corona-Infektion noch unbefriedigend. Denn es gibt derzeit noch sehr unterschiedliche Studienergebnisse und Einschätzungen dazu, wie viele Menschen noch Wochen und Monate mit den Langzeitfolgen von Corona zu kämpfen haben.

Grob gehen Experten von zehn bis 20 Prozent aller Infizierten aus. Manche Studien sprechen sogar von 50 bis 70 Prozent, meinen jedoch die hospitalisierten Patienten. Für sie geht man von einem deutlich höheren Risiko aus, das auch mit der Dauer des Krankenhausaufenthalts zusammenhängen kann. Die Erhebungsmethode und die Auswahl der untersuchten Patienten und Personen muss daher genau berücksichtigt werden.

Verschiedenste Symptome

In England haben Forschende der staatlichen Gesundheitsbehörden über eine App die zahlreichen Symptome von Infizierten über Wochen und Monate untersucht, darunter fallen Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gliederschmerzen, Atemprobleme, Gedächtnisverlust oder Konzentrationsstörungen. Demnach berichteten zehn Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach drei Wochen noch über verschiedenste Symptome, fünf Prozent nach fünf Wochen und zwei Prozent nach mehr als neun Wochen.

Es gibt auch Fälle, die sich schon Anfang des Jahres mit SARS-CoV-2 infiziert hatten und den Ärzten noch heute von lang anhaltenden Kopfschmerzen berichten oder davon, dass sich der Geruchs- oder Geschmackssinn bisher nicht normalisiert hat.

Lungenprobleme sind häufig

Nach einer Infektion, insbesondere nach einer Einweisung ins Krankenhaus, sind die meisten Menschen nicht mehr so leistungsfähig wie zuvor. Das ist nicht verwunderlich, wenn das Virus etwa das Lungengewebe zerstört hat. Das kann so weit gehen, dass die sogenannte Diffusionsfähigkeit abnimmt, also immer weniger Sauerstoff von der Lunge in die Blutbahn gelangt. Der Grund dafür ist, dass die Entzündungsreaktionen im Lungengewebe diese Stellen vernarben können.

Atemprobleme sind auch nach der Entlassung daher häufig, etwaige Muster sind:

  • Überempfindlichkeit: häufiger Husten
  • Belastungsluftnot: bei Anstrengung
  • Atmungsschwäche: tiefes Einatmen nötig

Viele Patienten und Patientinnen klagen daher darüber, dass sie ihren früheren Alltag nicht mehr genauso bestreiten können oder sich erst Schritt für Schritt wieder herantasten. Aufstehen oder Treppe steigen sind schon teilweise eine zu große Belastung.

Covid-19 hört nicht mit der Entlassung auf

Von den mehr als 95.000 Patientinnen und Patienten, die in England im Krankenhaus behandelt wurden, müsste nach Einschätzung der Gesundheitsbehörden fast die Hälfte auch nach der Entlassung medizinisch begleitet werden, etwa mit Rehamaßnahmen. Die Menschen müssen ihren Geruchssinn wiedererlangen, den Atemrhythmus trainieren oder psychisch betreut werden.

Fast wöchentlich stoßen neue Symptome hinzu, die zu einem komplexen klinischen Bild verschwimmen, das die Ärzte und Wissenschaftler ordnen müssen.

Die bisherigen Studien deuten darauf hin, dass einige Faktoren die Langzeitfolgen wahrscheinlicher machen:

  • schwere Krankheitsverläufe (häufige und schwere Symptome zu Krankheitsbeginn)
  • Vorerkrankungen (zum Beispiel Übergewicht)
  • das weibliche Geschlecht

Manche Langzeitfolgen können wiederum zu akuten Gesundheitsproblemen führen. Covid-19 muss also nicht wirklich vorbei sein, wenn man aus dem Krankenhaus entlassen wird. Eine Studie zeigte, dass auch nach der Entlassung schwere Gesundheitsprobleme auftreten können: Bis zu ein Drittel der Covid-Patienten kam binnen fünf Monaten wieder ins Krankenhaus, mehr als drei mal so häufig wie vergleichbare Nicht-Covid-Patienten.

Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und Durchfall sind Symptome, die immer wieder nach Infektionen berichtet werden. Abgeleitet von solchen und anderen Symptomen kommen Studien zu dem Urteil, dass mehr als die Hälfte der untersuchten Krankenhauspatienten noch Monate nach ihrer Infektion mit dem so genannten Chronischen Fatigue-Syndrom (CFS) zu kämpfen haben.

Dabei handelt es sich um eine multisystemische Erkrankung, die sich an vielen Stellen im Körper bemerkbar und dem Patienten schwer zu schaffen macht. Es handelt sich um einen chronischen Erschöpfungszustand, der sich sowohl körperlich als auch mental äußern kann. Hinzukommen viele weitere Symptome, darunter Verwirrtheit oder Bewegungsstörungen. Die Patienten leiden häufig an Herzrhythmusstörungen, Schlafproblemen, Reizdarm, Schweißananfällen oder einer Überempfindlichkeit gegenüber Nahrungsmitteln. Letztlich führen die zahlreichen Beschwerden dazu, dass die Menschen ihren Alltag nur mühevoll oder teilweise nicht mehr bewältigen können. Das wiederum kann Ausgangspunkt für viele weitere Probleme sein, zumal die Rückfallquote hoch ist.

Langzeitfolgen finden sich überall im Körper

Wenn Patienten selbst über Symptome berichten, ist es das eine. Ärzte und Wissenschaftler haben Infizierte nach Wochen und Monaten auch systematisch untersucht. Dabei haben sie Langzeitfolgen etwa an Geweben und Organen festgestellt, die die Personen selbst gar nicht wahrnehmen (können). Die Schäden, die die Forschenden beobachten konnten, verteilten sich über den ganzen Körper. Man spricht von einer multisystemischen Erkrankung.

Ist das nur bei SARS-CoV-2 so?

Die vielfältigen Symptome nach einer Infektion mit dem SARS-CoV-2 sind für Virologen nicht überraschend. Auch bei anderen Atemwegserkrankungen, etwa durch Influenza- oder herkömmliche Coronaviren, sind Langzeitfolgen außerhalb der Lunge dokumentiert, wie zum Beispiel neurologische Störungen bei den Coronaviren OC43, HKU1 und anderen. Gehirnhautentzündungen entstehen etwa auch durch Enteroviren.

Manche Befunde, wie etwa an den Lungenkapillaren, sind jedoch bei anderen Virusinfektionen nicht (derart) dokumentiert. Die jetzigen Befunde könnten auch dabei helfen, Patienten anderer Atemwegsinfekte nach ihrer Entlassung besser zu begleiten.

Die Forscher schreiben daher häufig von Syndromen, die sie nach der Corona-Infektion feststellen. Das bezeichnet oft diffuse Anhäufungen oder Kombinationen von Symptomen, die aber nicht klar eingrenzt werden können. Bislang zeigen sich noch zu viele unklare klinische Muster, als dass man sie strikt einordnen könnte. Das hat auch damit zu tun, dass das Virus sich nicht nur in der Lunge ausbreitet, sondern fast überall hin gelangen kann.

Gewebeschäden zeigen sich in vielen Organen

Vier Monate nach der Infektion zeigten in einer Studie fast 70 Prozent der Infizierten noch mindestens eine Organschädigung, bei einem Viertel aller untersuchten Infizierten waren mehrere Organe beeinträchtigt. Besorgniserregend nennen die Autoren, dass sie es auch nachweisen konnten, obwohl die Studiengruppe nur ein durchschnittliches Alter von 44 Jahren hatte, nicht zur Risikogruppe zählte und nicht einmal ein Fünftel einen schweren Verlauf erlitt.

Von den Schäden waren alle jene Organe betroffen, die ACE2-Zellrezeptoren aufweisen, über die das Coronavirus eindringt: zum Beispiel Lunge, Leber, Niere oder Bauchspeicheldrüse. Auch in Hoden konnte man das Virus nachweisen und stellte eine veränderte und schlechtere Spermienqualität vor.

Übrigens: Diese vielfältigen Wege, auf denen das Coronavirus den Körper angreift und schädigt, sind auch der Grund, weshalb das Virus auch dann die Todesursache sein könnte, wenn jemand an einem Herzinfarkt stirbt. Die Virusinfektion kann das Herz so sehr schädigen, dass es zum Tod kommt.

Wie viele Menschen sterben an Corona?

Herzmuskelentzündung als mögliche Folge

Über die Dauer und Schwere der Infektion kann sich auch der Herzmuskel entzünden.  Für sportlich aktive Leute sind daher auch (unbemerkte) Herzmuskelentzündungen gefährlich. Werden diese, wie auch bei anderen Virusinfektionen, nicht ausgeheilt, kann das mit Herzrhythmusstörungen zum Tode führen.

Die Herzmuskelentzündungen treten nach Covid-19 je nach Studie bis zu viermal so häufig auf im Vergleich zu anderen Viruserkrankungen oder viralen Atemwegserkrankungen. Allerdings geht man davon aus, dass die fünf bis zehn Prozent von Herzmuskelentzündungen bei herkömmlichen Virusinfekten nicht die tatsächliche Inzidenz abbilden.

Demnach würden viele Herzmuskelentzündungen unentdeckt bleiben. Die sehr genaue und intensive Beobachtung der Covid-19-Patienten hingegen würde das tatsächliche Bild abdecken. Somit müssten in Zukunft auch andere Viruserkrankungen genauer nachbeobachtet werden.

Weiterhin berichten Ärzte von jungen Patienten, häufig Kinder, die plötzlich die Zuckererkrankung Diabetes mellitus entwickeln, ganz ohne Vorerkrankung oder genetische Veranlagung.

Sogar im Gehirn nachweisbar

Auch in Körperregionen, die keinen ACE2-Rezeptor aufweisen, haben Forschende neurodegenerative Symptome festgestellt. Das Virus scheint sich den Weg bis in das Gehirn zu bahnen. So wurde in der Gehirnflüssigkeit virale RNA bereits nachgewiesen.

Die möglichen Folgen sind Gedächtnisverslust, Hirnblutungen oder Schlaganfälle. Bei mehr als 62 Prozent aller untersuchten Personen einer (kleinen) Studie wurden Veränderungen im Gehirn festgestellt. Auch die amerikanische Seuchenschutzbehörde CDC listet solche Symptome offiziell als häufig auf. Hinzu kommen Konzentrationsstörungen, Gedächtnisverlust und Schlafprobleme.

Auch das ist bereits vom Hepatitis-C-Virus bekannt, wo ebenfalls mehr als die Hälfte neurodegenerative Symptome zeigen. Nicht vollständig geklärt ist, ob etwa Gedächtnisverluste direkt durch das Virus oder aber durch entzündliche Prozesse infolge der Infektion entstehen.

Psychische Störungen durch das Coronavirus?

Forscher und Ärzte haben bei Corona-Infizierten festgestellt, dass ein nicht unerheblicher Teil von ihnen später Symptome von psychischen Störungen zeigt und häufiger an Depression erkrankt als Nichtinfizierte oder die Gesamtbevölkerung.

Ob eine Infektion tatsächlich eine direkte Ursache für eine klinische Diagnose ist, ist derzeit noch offen. Forschende haben nämlich eine bidirektionale Beziehung nachgewiesen. Das Ansteckungsrisiko von psychisch Kranken ist rund achtmal höher als für den durchschnittlichen Bürger.

Möglicherweise sind also Menschen mit Risikofaktoren schlicht häufiger infiziert, was zu vielen Depressiven unter den Infizierten führt. Die erstmalige Ansteckung unter Covid-Patienten ist mit fünf Prozent zumindest bislang nicht besonders hoch – und müsste nicht an der Infektion liegen, sondern an den Lebensumständen. Wenn Menschen wegen ihrer Infektion, des Krankenhausaufenthaltes oder der Langzeitfolgen etwa ihren Job verlieren.

Arbeitslosigkeit gilt als größer Faktor für Depression. Sie kann das Risiko für psychische Erkrankungen verdreifachen.

Führt Covid-19 zu weiteren chronischen Krankheiten?

Die Autoimmunkörper können sich beispielsweise gegen die körpereigenen Interferone wenden, also genau solche Immunbestandteile, die das Virus bekämpfen sollen. Das Spektrum, das Ärzte und Forscher bei Covid-19-Patienten bisher beobachtet haben, ist aber noch weitaus größer. Hier vermutet man die Erklärung dafür, warum bei manchen Personen die Langzeitfolgen auftreten und auftreten könnten.

Die Autoimmunkörper stehen etwa im Verdacht

  • erstmals Autoimmunerkrankungen auszulösen oder
  • bestehende Autoimmunerkrankungen zu verstärken.

Da die Autoimmunkörper meist in geringen Mengen auftreten, ist es derzeit noch zu früh, um ihren Einfluss auf die langfristige Gesundheit oder konkrete Schäden einschätzen zu können.

Und jetzt?

Forschende müssen die Ursachen finden

Die immer größere Beweislage für Langzeitfolgen nach einer Infektion mit dem Coronavirus macht erneut deutlich, wie wichtig und sinnvoll es ist, Ansteckungen möglichst zu verhindern. Die Gefahren dürfen allerdings auch nicht dramatisiert werden, denn breite Symptome und Langzeitfolgen sind auch bei anderen Virusinfektionen bekannt.

Ob dies bei Covid-19 häufiger auftritt oder derzeit nur häufiger beobachtet wird, das können Experten und Expertinnen noch nicht abschließend beurteilen. In pandemischen Zeiten treten auch viele Störfaktoren auf, die sich gesundheitlich bemerkbar machen können. Ärzten und Wissenschaftlern bleibt derzeit nichts anderes übrig, als möglichst viele Infizierte dauerhaft zu begleiten und zu untersuchen.

Mit systematischen Analysen müssen sie vor allem das größte Rätsel lösen: Warum erkranken manche Menschen schwer, andere wiederum nicht? Und warum leidet nur ein bestimmter Teil an erheblichen Langzeitfolgen, andere nicht? Bisher gibt es keine Erklärung dafür. Und sie müssen herausfinden: Lassen sich Langzeitfolgen bei Infizierten verhindern oder behandeln?

Keine Ansteckung, keine Langzeitfolgen

Die individuelle Immunantwort auf die Infektion scheint eine Rolle zu spielen, etwa ob vermehrt Antikörper oder sogenannte T-Killerzellen gegen das Virus aktiv werden. Möglicherweise lässt sich über genaue Untersuchungen auch beantworten, warum manche Menschen länger an Symptomen leiden als andere.

Klar ist: Das Phänomen „Long Covid“ entkräftet das Argument, dass das Coronavirus für junge Leute oder Menschen ohne Vorerkrankung grundsätzlich nicht gefährlich sei. Nur wer eine Infektion vermeidet, riskiert auch keine Langzeitfolgen.

Mathias Tertilt
Wissenschaftsjournalist mit Schwerpunkt Digital und Film. Geht Ursachen, Zusammenhängen und Lösungen nach, insbesondere wenn es um Biotechnologie, Umwelt oder Infektionskrankheiten geht.

Unsere Quellen

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60 Kommentare;

  1. Da ich selbst an Asthma/COPD leide und weis was es heißt keine Luft zu bekommen, finde es erschreckend wie viele auch junge Patienten (und das werden sie wohl bleiben) irreversible Lungenschäden aufweisen!
    Ich habe erst kürzlich eine Sendung gesehen wo ein junger (so ca. 35) Mann 80% seiner Lungenkapazität durch Covid 19 verloren hat. Er „war“ Spitzensportler und vorher topfit und gesund!
    Man kann nur hoffen, dass bei solchen Patienten wenigstens ein Teil der Kapazität der Lunge wieder zurückkommt. Ansonsten habe ich wenig Hoffnung. Sie werden schwer behindert bleiben und wahrscheinlich „jung“ sterben.
    Wir dürfen so froh sein, dass es Impfstoffe gibt (was nicht selbstverständlich ist) und ein Großteil der Menschheit vor solchen Folgen bewahrt bleibt!

    Grüße und viel Gesundheit,
    Markus

  2. Um Long-Covid zu behandeln ist es von großer Wichtigkeit auch ME zu erforschen. Bitte unterstützen Sie deshalb die folgenden Petition: http://www.t1p.de/5eop
    Die vielfältigen schwerwiegenden Symptome bei Long-Covid entsprechen häufig den grausamen Leiden der ME-Kranken. Leider ertragen diese keineswegs nur Müdigkeit sondern unvorstellbaren Schmerzen. Auch bei ME-Kranken werden bei Laboruntersuchungen markante Veränderungen festgestellt. Um den bisher ungehörten ME-Kranken und den vielen Long-Covid-Kranken zu helfen wäre es äußerst wichtig, auch ME zu erforschen. Bitte unterschreiben Sie deshalb obige Petition.
    Um sich ein Bild über das Ausmaß von ME zu machen: Hier berichtigen Betroffene: https://t1p.de/9hkr

  3. Ich finde den Artikel sehr zutreffend, klar nicht jedes Wort ist medizinisch korrekt, nun gut. Da ich die im Artikel genannten Probleme zum Großteil selber erfahre, möchte ich für diesen Artikel bedanken und ihn somit bestätigen.

  4. ME/CFS ist eine schwere neuroimmunologische und chronische Erkrankung – die Formulierung, man wäre „niedergeschlagen“ und ergo aufgrund dessen nicht in der Lage, etwas zu machen, ist nicht korrekt!
    Bitte informieren Sie sich über diese Erkrankung. Gerne können Sie Niedergeschlagenheit aber im Kontext mit psychischen Erkrankungen verwenden, bitte aber nicht hier – nämlich bei einer schwerwiegenden physischen Erkrankung!

  5. Niedergeschlagenheit ist in dem Zusammenhang ein sehr unglücklich gewähltes Wort. Es geht bei CFS um eine spezielle Form der Erschöpfung, die nach kleinster Belastung auftreten kann und sich in etwa anfühlt wie bei einer schweren Grippe.

  6. Ihnen ist ein kleiner Fehler unterlaufen. Cfs ist keine niedergeschlagenheit. Das hat man bei Depressionen. Der Unterschied zwischen Cfs und Depressionen ist der, das depressive Menschen keinen Antrieb haben, Niederlagen sind und keinen Sinn mehr sehen. Menschen mit Cfs haben einen Antrieb, aber der Körper will und kann nicht. Diese kleine Unterschied macht viel aus. Jemanden, der funktionieren will und jeden Tag kämpft, wo jeder Schritt ein Marathon ist, der Patient kämpft, um zurück zum Leben zu kommen, aber dennoch immer wieder durch das über die Grenzen gehen sich noch schlimmer fühlt, da wäre es eine Beleidigung zu behaupten, dass diese Menschen keinen Antrieb haben und einfach nur niedergeschlagen sind.

    Durch einen Virus war ich fast Bettlägerig gewesen, bekam im Liegen kaum Luft, weil ich zu schwach war und meine Lunge auf dem Röntgenbild mehr weis als schwarz war und war so schwach, dass ich die Wege von Bett zum Sofa, zur Küche und zu Klo kaum bewältigen konnte. Ich habe mir dennoch nicht depressiv die Decke übern Kopf gezogen. Nein ich habe gekämpft und war sehr traurig, dass man tut, als sei Cfs nur ne Depression.

    Selbst in der Forschung wurde festgestellt, dass es keine Depression ist und auch nix damit zu tun hat. Cfs ist nunmal keine psychische Erkrankung.

  7. Zu dem Abschnitt bezüglich des Chronischen Fatigue Syndroms (korrekt Myalgische Encephalitis oder Me/Cfs). Es handelt sich hierbei um eine schwere neuro-immunologische Multisystemerkrankung. Zu den Symptomen zählen chronische Grippesymptome und Autoimmunreaktionen, neurologische Ausfallerscheinungen, Muskelschwäche, Schmerzen, häufig erhöhte Temperatur, Zustandsverschelchterung nach z. T. kleinsten mentalen oder physischen Anstrengungen, Kopfschmerzen und vieles mehr. Viele Betroffene sind dauerhaft berufsunfähig, schwer Betroffene sind bettlägerig und müssen intensiv pflegerisch betreut werden. Die Symptome mit einer dauerhaften „Niedergeschlagenheit“ zu beschreiben ist sehr verharmlosend und deutet eher auf eine Erschöpfungsdepression. Letzteres ist jedoch eine vollkommen andere Erkrankung.

  8. „mehr als die Hälfte der untersuchten Krankenhauspatienten noch Monate nach ihrer Infektion mit dem so genannten Chronischen Fatigue-Syndrom zu kämpfen haben. Die andauernde Niedergeschlagenheit führt dazu, dass sie ihren Alltag nur mühevoll oder teilweise nicht bewältigen können.“

    NEIN, beim Chronischen Fatique Syndrom leidet man NICHT an Niedergeschlagenheit! Man ist auch nicht nur müde! CFS ist eine neuroimmunologische Multisystem-Erkrankung und alles andere als harmlos! Sie wird oft von Infektionen ausgelöst, so wahrscheinlich auch von Covid19. Mit Niedergeschlagenheit hat das nichts zu tun!

  9. Mir fehlen hier konkrete Zahlen und deren Bezug. 10% bis 20% von was, von positiv getesteten, von erkrankten mit mittelschwerem Verlauf oder oder? Ohne diese Angabe ist das Risiko nicht vernünfitg einzuschätzen. Was ich aber wissen will ist, wie hoch ist das Risiko als junger Mensch an Long Covid zu erkranken, damit ich abwägen kann, ob eine Impfung sinnvoll ist. Es macht natürlich wenig Sinn sich mit AstraZeneca zu impfen, wenn LongCovid für junge Menschen genauso selten ist, wie ein schwerer Verlauf. Nicht, dass ich gegen Impfen wäre, aber eine Impfung ist immer eine Risikoabwägung und das war es auch schon immer!

  10. Aber wie sagt her Spahn so schön: Wir müssen einfach noch ein bisschen Solidarität zeigen. Was bringt der Gesellschaft mehr „Lebensjahre“ (Das entscheidende Kriterium der Impfpriorisierung)
    A) 95 Jahre alt, schwerst vor erkrankt aber gegen Corona geimpft
    B) 30 Jahre alt, bisher gesund und jetzt dank Long COVID bis zum Lebensende benachteiligt/berufsunfähig

    Diese Frage vermisse ich bei der Politik komplett. Wir jungen Menschen werden wie Nutzvieh verheizt um die Wirtschaft am Leben zu halten und werden dann beim impfen auch noch hinten angestellt. Kein Wunder das RKI und Herr Spahn bei Long COVID nur ausweichen oder gar nicht antworten.
    Das Impfverbrechen wird uns noch Jahrzehnte beschäftigen wegen seinen sozialen Kosten und das nur damit man nun mit den Altenheimen billigen Wahlkampf macht. Den mehr als ein PR_Witz ist das Impfdebakel nicht.

  11. Zum Abschnitt Chronic Fatigue Syndrom:
    „Die andauernde NIEDERGESCHLAGENHEIT führt dazu, dass sie ihren Alltag nur mühevoll oder teilweise nicht bewältigen können.“
    NEIN! Bei CFS ist es nicht Niedergeschlagenheit/Depression was Aktivitäten bremst sondern schlicht ENERGIEMANGEL. Wenig Energiereserven und eine extrem verlängerte Erholungszeit. Wie ein defekter Akku, der drei Mal so lange zum Laden braucht.
    BITTE schieben Sie die Betroffenen nicht in die Psychoschiene sondern bezeichnen Sie die Krankheit richtig.
    Für weitere Infos empfehle ich die Arbeiten von H. Prusty zum Zerfall de Mitochondrien („Kraftwerke“ der Zellen) bei CFS

    1. Auch wenns fachlich nicht psychisch ist: „Psychoschiene“ klingt als sei des harmloser als was körperliches. Krankheit ist immer scheiße und Körper und Geist gehören zusammen.

      1. Dennoch sollte man diese Erkrankung richtig einordnen. Auch bei MS, Krebs und Co (andere schwere Erkrankungen!) leidet meist auch die Psyche mit.

  12. eigentlich VERRÜCKT. Langzeitschäden lassen sich doch tatsächlich nur nachweisen, wenn man Ergebnisse relativ direkt vor der COVID-19-Infektion hatte. Alles andere ist doch reine Spekulation.

    1. Den Ist-Zustand vor der Infektion festzustellen, ist doch heutzutage bei Profisportlern und Freizeitsportlern mit Fitness trackern überhaupt kein Problem

  13. Danke für diesen sauber recherchierten und gut geschriebenen Artikel!
    Es bedarf dringen ein Umdenken in der Statistikerhebung, damit es endlich gesicherte Zahlen zu Langzeitfolgen geben kann – und es bedarf genauso dringend Anerkennung dieser Krankheit sowie adäquater Anlaufstellen.

    Inzwischen gibt es eine Petition, die sich diesen Forderungen widmet: https://www.change.org/p/bundesministerium-f%C3%BCr-gesundheit-bmg-dringender-aufruf-hilfe-bei-langzeit-covid?recruiter=1163092235&utm_source=share_petition&utm_medium=copylink&utm_campaign=share_petition

    Ich bin seit April 2020 erkrankt und wurde mehr als einmal von Fachärzten belächelt.

    1. Ohne vergleichbare Daten aus ähnlichen Krankheiten wie der Grippe und eine vollständige Einordung der Fälle zu Verläufen und Vorgeschichte ist und bleibt es Kaffessatzleserei und eine eigene Meinung

    2. Mir es genauso. Covid gibts aber schon seit Jahren oder es wurde nur an uns getestet. Ich hatte erst Monate lang einen Husten, konnte kaum noch einatmen, innere Blutungen und Zahnfleischbluten, Nasenbluten, Bluten aus den Ohren und Venen, Herzprobleme, extreme Kreislaufprobleme und auf einmal allergisch auf fast alle Lebensmittel, extrem müde, Gedächtnisstörungen, Schwindel, Übelkeit, erhöhte D-Dimere, Bluthusten, Lähmungen, Krämpfe, durch die Blutungen kaum noch Eisen, Blutungen aus den Venen mit blauen Flecken und Petechien auf der Haut, Blutungen an der Leber, verminderte Nierenfunktion, Probleme mit der Bauchspreicheldrüse, einatmen konnte ich gar nicht mehr tief und nur unter Schmerzen.Dazu zittern, Gangstörung, Gelenkschmerzen und Schwellungen, Magen extrem entzündet. Mein ganzer Körper ist entzündet seit dem. Das geht jetzt seit 2012. Beim Aufstehen immer sofort wieder umgefallen. Im Röntgenbild: deutlich geblähte Lunge. Und was sagen die Ärzte zu mir: Stellen Sie sich nicht so an. Bekomme jetzt EM Rente. Zur gleichen Zeit hatten es auch meine Kinder und mehrere Leute im Haus, wovon einer starb. Alle husteten über Monate und es klang wie extremer Keuchhusten. Wie gesagt das war 2012. Es gibt Corona. Aber die Art und Weise wie es kam, war nicht zufällig.

  14. Ja, die Folgen sind extrem schlimm. Meiner Oma ging es lange Zeit nach der Corona-Infektion extrem schlecht. Durch Bekannte sind wir auf die Klinik von Dr. Vorobjev gestoßen https://drvorobjev.com/de/
    Das Personal hat sich extrem gut um sie gekümmert und es ging ihr schon bald viel besser. Nur zu empfehlen!

  15. „Grob gehen Experten von zehn bis 20 Prozent aus“

    Auf welche Größe bezieht sich diese Angabe? Auf Infizierte inkl. Dunkelziffer? Auf positiv getestete? Auf positive getestete mit Symptomen, also Erkrankte? Auf jene, die im Krankenhaus behandelt werden mussten?

    Ich finde solche unpräzisen Angaben sehr wenig hilfreich.

    1. Im Weiteren heißt es in dem von dir zitierten Satz: „allerdings kommt dies vor allem auf den Untersuchungszeitraum an.“ Genaue Angaben sind bei dieser noch neuen Krankheit noch schwer möglich, gerade was Langzeitfolgen angeht. Wie man sieht, hängt es auch vom Untersuchungszeitraum ab. Wenn du genauere Angaben möchtest, haben dir speziell für diesen Zweck alle von uns benutzten Quellen am Ende des Artikels angegeben.

  16. Ein CFS und Long-Covid-Syndrom sind so ähnlich dass sie nur schwer voneinander zu unterscheiden sind. Es ist möglich, dass Covid-19 als schwere Viruserkrankung das Immunsystem so sehr schwächt, dass schon vorhandene aber bisher inaktive Krankheitserreger aktiv werden. Solche Virusinfekte sind auch für viele CFS Kranke die „Eintrittskarte“ in eine chronische Erkrankung. Ursächlich in Frage kommt z.B. EBV, aber auch Toxoplasma gondii – die Durchseuchung mit diesen Parasiten beträgt in Deutschland etwa 50%. Wenn diese infolge einer Schwächung des Immunsystems aktiv werden verursachen sie vielfältige Symptome wie ständige Müdigkeit und Erschöpfung, Muskelschmerzen, Konzentrationsstörungen, Kurzatmigkeit und vieles mehr. Diese Erkrankung ist behandelbar, lässt sich aber aufgrund der hervorragenden Tarnung der Toxoplasmen nicht sicher mittels Antikörpertests und auch nicht mittels PCR diagnostizieren – und vor allem nicht sicher ausschließen. Leider beschäftigen sich nur wenige Ärzte damit, denn an den Universitäten wird nach wie vor vermittelt Toxoplasmen würden fast nie chronische Erkrankungen verursachen, und sie seien nur für Schwangere und immunschwache Menschen gefährlich.
    Es bleibt zu hoffen, dass die Forschung bezüglich der Long – Covid Ursachen auch solche möglichen Reaktivierungen in Betracht zieht und nicht langfristig wie bei manchen anderen Erkrankungen bei „psychosomatisch“ landet.

  17. Mich enttäuscht, dass ich in fast jedem Artikel, in dem Fall, dass ich ein Detail selber beurteilen kann, Unsinn lesen muss. So auch hier: Sie schreiben „Weiterhin berichten Ärzte von jungen Patienten, häufig Kinder, die plötzlich die Zuckererkrankung Diabetes mellitus entwickeln, ganz ohne Vorerkrankung oder genetische Veranlagung.“
    Da ich selber Diabetiker bin und mich mit dieser Krankheit seit langer Zeit eingehend beschäftige, kann ich sagen, dass Infektionskrankheiten generell eine sehr häufige Ursache für den Ausbruch der Krankheit sind. Deshalb ist es nicht im Geringsten überraschend, dass auch eine Corona-Infektion der Auslöser sein kann. Damit erwecken bei mir den Verdacht, dass Sie Sensationslust bedienen wollen und entwerten den ganzen Artikel. Denn dadurch vertraue ich Ihnen nicht und befürchte, dass die Aspekte, die ich nicht beurteilen kann, auch falsch sind.

    1. Am besten bis zum Schluss lesen:
      „Die Gefahren dürfen allerdings auch nicht dramatisiert werden, denn breite Symptome und Langzeitfolgen sind auch bei anderen Virusinfektionen bekannt. Ob dies bei Covid-19 häufiger auftritt oder derzeit häufiger beobachtet wird, das können Experten und Expertinnen noch nicht abschließend beurteilen“

      Beste Grüße

  18. Vielleicht sollte der Bericht darauf hinweisen, dass Long-Covid-Kranke in Deutschland keine Diagnose für CFS erwarten können, da weite Teile der Ärzteschaft nicht an die Existenz der Krankheit glaubt und die Fachgesellschaften keine wissenschaftliche Leitlinie geschrieben hat (obwohl die Prävelenz in der EU auf 2.000.000 geschätzt wird (offizielle Zahlen der EU-Kommission)).
    Leider werden auch die Symptome im Text extrem verharmlost. ME/CFS-Kranke leiden nicht an einer „Niedergeschlagenheit“ (!). Hauptsymptom (Centers for Disease Control and Prevention, Kanadische Kriterien, International Consensus Criteria) ist eine extreme Zustandsverschlechterung nach Belastung. Verbunden mit starken neurologischen und immunologischen Symptomen. Etwa 25% sind bettlägerig und pflegebedürftig (bekommen aber in Deutschland selten medizinische Versorgung oder Pflege). Schwerstkranke können nicht sprechen und müssen künstlich ernährt werden. Sowas kann man doch nicht ernsthaft als „Niedergeschlagenheit“ bezeichnen. Es wäre wichtig, wenn Quarks diesen Teil überarbeitet.
    Auch wäre es wichtig, wenn Quarks der Frage hinterher geht, warum in Deutschland die Fachgesellschaften keine wissenschaftliche Leitlinie schreiben (im Gegensatz zu den Centers for Disease Control and Prevention, Kanadischen Gesundheitsbehörden) und eine Viertelmillionen Menschen ohne Versorgung da stehen.

  19. Endlich beschäftigt sich die Forschung mal ausgiebig mit Sptfolgen von Viruserkrankungen. Ich hatte sehr ähnliche Symptome über 15 Jahre nach einer Eppstein-Barr-Infektion, Pfeiffersches Drüsenfieber. Von dem längst bekannt ist, dass es CFS auslösen kann. Ich hatte jahrelang Angst, da komplett reinzusutschen, habe mit immer wiederkehrenden Erkältungssymptomen, geschwollenen Lymphknoten, Depression, Müdigkeit, eingeschränkter Belastbarkeit zu tun gehabt.Auch eine Bauchspeicheldrüsenentzündung hatte ich im Anschluss als Folge eines Magen-Darm-Infekts. Da hilft dir kein Arzt. Erst durch intensive Beschäftigung mit Ernährung, Mikronährstoffen und Vitaminen bin ich da rausgekommen und inzwischen, nach 17 Jahren, fast wieder fit. Kann Sport machen, ohne am nächsten Tag krank zu sein. Biohacking und Supplementierung von etlichen Aminosäuren, Schwefel, Lactoferrin und Vitamin D3/K2 kann ich nur empfehlen!

  20. Wahrscheinlich erhöht eine Erkrankung an Corona auch noch das Risiko für eine sehr schlimme Erkrankung namens Chronic Fatique Syndrome – ME/CFS, einer äußerst tückischen körperlichen Erkrankung bei der viele Betroffene häufig keine paar Schritte gehen können, ohne anschließend FÜR WOCHEN an schweren Erschöpfungszuständen zu leiden, sich währenddessen ausruhen zu müssen, nur um anschließend das Gleiche wieder zu erleben.

    Viele Betroffene leiden zusätzlich an Depressionen, Gedächtnisproblemen, SEHR STARKEN Schmerzen, sozialer Isolation, sind arbeitsunfähig und AUF PFLEGE ANGEWIESEN!

    Die Krankheit ist kaum erforscht, es fehlen Gelder und Forscher auf diesem Gebiet, Ärzte müssen zusehen wie es ihren Patienten immer schlechter geht und Betroffene müssen FAST IMMER IHR LEBEN LANG daran leiden.Die

    Nach jahrelangem Betteln unterstützte die Bundesregierung vor kurzem den Ausbau eines ME/CFS-Registers und einer Biodatenbank mit schlappen 900000€, und zwar auf 3 Jahre (!) verteilt – das ist viel zu wenig für eine so dermaßen qualvolle, unerforschte und weiträumig unbekannte Erkrankung – wir können viel mehr!

    Liebes QUARKS-Team, ich würde mich riesig freuen, wenn Sie diese Erkrankung weiterhin aufgreifen und publik machen würden. Wie Sie wissen ist sie wirklich schrecklich.

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

    https://www.gesundheitsstadt-berlin.de/chronisches-fatigue-syndrom-cfs-eine-krankheit-die-kaum-erforscht-ist-12148/

    https://www1.wdr.de/nachrichten/Chronisches-Erschoepfungssyndrom-ME-CFS-100.html

    https://www.apotheken-umschau.de/Immunsystem/Leben-mit-MECFS-Was-das-bedeutet-558059.html

  21. Ich finde es nicht gerade informativ und verantrwortungsvoll, die normale Grippe mit Corona vergleichen zu wollen. Die Sterblichkeit bei normalen Grippen wird mit 0,1% angegeben.
    Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Es gibt Resistenzen gegen die normal bekannten Grippeviren und es gibt Schutzimpfungen. Wenn wir also ein Jahr haben, in dem kein neuer Grippetyp auftaucht, mag die Sterblichkeit bei 0,1% liegen. in 2018 gab es aber eine Grippewelle, in der die Todeszahlen im Frühjahr deutlich höher lagen als bei Corona.
    Auch erfahrene Virologen schätzen die Sterberaten bei neu auftauchenden Grippeviren, die nicht durch Resistenzen bzw. Impfstoffe gehindert werden bei 0,5 – 1,5%, In diesem Bereich liegt auch das Corona Virus. Es ist allerdings hochansteckend. Es gibt keinen Schutz.
    Deshalb muss man davon ausgehen, dass – ohne Schutzmaßnahmen, Lockdown etc. – sich innerhalb kurzer Zeit in Deutschland 80 Millionen infizieren. Bei einer Sterberate von 1,5% würde dies bedeuten: Wir hätten statt einer knappen Million Toter pro Jahr plötzlich über 2 Millionen Tote (Andere Todesursachen wie Krebs, Herztod, Altersschwäche etc. würden weniger werden, weil viele dieser Kandidaten durch Corona dahingerafft würden.
    Aber eine Verdoppelung der Todesfälle in einem Jahr ist schon eine Hausnummer! Es ist aber noch keine Katastrophe, wie sie immer heraufbeschworen wird.
    Ansonsten schwebt mir immer vor Augen, was ein führender Virologe im Fernsehen gesagt hat:
    Von 100 Menschen haben 95 keine Symptome oder Symptome, die einen Krankenhausaufenthalt nicht erforderlich machen. 5 Menschen müssen in Krankenhäusern behandett werden und davon sterben zwei, also 40 %! Und es gibt Langzeitwirkungen! Die gibt es bei der Influenza auch.
    Die Sterblichkeit betrifft allerdings vor allem Alte und Kranke. Der Tod dieser Menschen ist für den Einzelnen schmerzlich. Er ist allerdings im Bauplan der Natur vorgesehen! Genau wie bei der Grippe sollten wir den Tod durch diese Krankheit als eine Möglichkeit von vielen ansehen, zu Tode zu kommen. Dies würde uns wesentlich mehr Gelassenheit geben.
    Manches Mal habe ich den Eindruck, dass die statistische Lebenserwartung und ihr wahrscheinliches Absinken durch Corona der Hauptgrund ist, warum so stark die Ausbreitung vermieden werden soll????
    Viele klammern sich an die Hoffnung Impfstoff. Und viele halten diese Hoffnung aufrecht. Aber es gibt Beispiele genug, bei denen es auch nach Jahrzehnten keinen Impfstoff gibt.
    Es gibt auch noch das Damolklesschwert der Genveränderung des CoVid19. Dann nützt auch ein Impfstoff nichts.
    Es ist die Wucht von Corona und Schnelligkeit ihres Auftretens, die uns beeindruckt und teilweise panisch macht. Aber wir müssen da durch!
    Wir haben die Wahl, diese Krise schnellstmöglich zu bewältigen mit einer Verdoppelung der Totenzahl im Jahresdurchschnitt oder diesen Prozess über Jahre zu ziehen mit unübersehbaren Folgen für unsere Wirtschaft und Kultur.
    Und wir haben Politiker schon seit über 30 Jahren, die Probleme lieber aussitzen als Entscheidungen zu treffen, die auch unpopulär sein können.
    Also werden wir mit einem Schrecken ohne Ende leben müssen, statt einem Ende mit Schrecken und schneller Normalität.

  22. Wissenschaftliches Arbeit bedeutet, Daten zu sammeln und auszuwerten. Nicht nur bei COVID-19 gehört dazu u.a. eine umfassende Anamnese, d.h. Zahnstatus (NICOS, Amalgam, Implantate, wurzeltote Zähne, RANTES, Parodontose, etc.), Impfungen, toxische Belastungen (Schadstoffe, u.a. Schimmel, Schwermetalle, Pestizide, etc.), frühere Krebserkrankungen, Operationen, Medikamente (u.a. Narkosemittel, Antibiotika, Schmerzmittel, Anti-Phlogistika, Psychopharmaka, etc.), Drogenkonsum (Nikotin, Alkohol, Shisha, sonstige Drogen), Tatoos, Piercings, Allergien, Nahrungsmittelintoleranzen, Ernährungsgewohnheiten (Bio/Konventionell, Industrienahrung, Energy Drinks, Kaffee, etc.), etc. Die von Ihnen und anderen Medizinern erwähnten Risikogruppen erhalten allesamt Medikamente. Auch die im Krankenhaus behandelten Covid-19-Patienten erhalten Medikamente, u.a. Antibiotika, Sedierung, Immunsupressiva, Blutverdünner, Statine sowie eine Nierenschutzprophylaxe. Es ist mittlerweile bekannt, daß die intensiv-medizinisch/intubierten Erkrankten „falsch“ behandelt wurden und deshalb fast jeder 2. verstarb. Eventuelle Nierenerkrankungen werden wahrscheinlich durch die Vielzahl der leber- und nierenschädigenden Medikamente verursacht. Lungenprobleme entstehen u.a. durch die Schädigung des Mikrobioms, einer Schädigung der Niere und der Leber und damit auch des Herzens. Ich gehe davon aus, daß QUARKS selbst recherchiert, (mit-)denkt und nicht nur Informationen und Studien, die sie von WHO, RKI oder Charite bezogen hat, wiedergibt. Die hier aufgeführten Informationen sind bei näherer Betrachtung oberflächlich und nichtssagend. Es ist unglaubwürdig, daß nach einem dreiviertel Jahr, wir weder das Virus isoliert haben, eine valide Testmethode für die komplette Virussequenz besteht, der Zusammenhang zwischen Krankheit und Vorerkrankung(en) entdeckt wurde, noch eine Datenbank haben, die auch die o.g. Daten umfasst.

      1. Seit Anfang Februar existieren Laborprotokolle, um das SARS-VoV-2 mit Hilfe von Zellkulturen zu vermehren. Diese werden weltweit eingesetzt, z.B. um die Infektiösität der Coronaviren in Proben zu testen oder um ausreichende Mengen Virusmaterial für Sequenzierungen zu gewinnen.
        Aktuell finden sich über 140.000 unabhängig erfasste Sequenzen des Virus in der GISAID-Datenbank, entsprechend häufig wurde es also auch isoliert.

    1. Hoffentlich tut sich bald was, die Mitmenschen, zb auf der Straße, im öffentlichen Dienst oder sonstwo, werden immer unfreundlicher, aggressiver und motieren zu Befehlston-querulanten; ob das an der Coronasituation liegt.. keine Ahnung. Solangsam glaub ich , die drehen alle durch ?!

  23. Hallo,

    ich habe mich hier schon an verschiedenen Stellen zu der Gefährlichkeit von SARS-CoV-2 geäußert. Dazu ein paar Links und Kurz-Infos.

    Hier zu der Sterblichkeitsrate (IFR), diese dürfte in D, bzw. Mittel-Europa so um die 1% liegen, (Prof. Drosten sagt 0,9%) d.h. dass im Schnitt bei der jeweiligen Altersstruktur der Gesellschaft
    (D hat mit die älteste, bei jüngeren, wie zB. Afrika, ist daher IFR deutlich geringer, da Junge Menschen seltener an CoVid-19 sterben)
    wie wir sie haben, von 100 Infizierten 1 Mensch stirbt, dass ist PI mal Daumen ca. 10X höher als
    bei Influenza/Grippe (Fallsterblichkeit, also die der offiziell positiv Getesteten in D liegt bei ca. 4%)

    *** Studien zur Übersterblichkeit und zu Todes-/Fall-Zahlen von CoVid-19***
    https://www.quarks.de/gesellschaft/wissenschaft/wie-viele-menschen-sterben-an-corona/#comment-10013

    Hier, in verschiedenen Beiträgen habe ich u.a. den Verlauf der Erkrankung geschildert, aus Ärzte und Patientensicht (noch nicht freigeschaltet), und zu „LongCovid“, d.h. den Langzeitfolgen (Spätfolgen die zu Arbeitslosigkeit, oder Demenz, Schafanfällen führen), und zu CFS (Chronisches Erschöpfungssyndrom) lt. Einer Studie haben 60% der Infizierten CFS, nach 3 Monaten sind 1/3 noch arbeitsunfähig, diese Zahl bezieht sich auf alle Erkrankten, nicht nur auf die schweren Fälle, und auch auf Junge

    https://www.quarks.de/gesundheit/so-lange-braucht-die-entwicklung-eines-coronavirus-impfstoffs/#comment-10069

    https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/so-enden-pandemien/#comment-10078

    Also, kurz gesagt, sich nur an den Todeszahlen zu orientieren, kann zu falschen Schlüssen führen, die Infektion als solche sollte schon möglichst eingegrenzt werden
    Auch wenns noch dauert, aber es sind schon viele aussichtsreiche Impfstoffe vorhanden, und Schnelltests, die die Lage ab Anfang 2021 schrittweise entspannen könnten, was uns droht, epidemiologisch, wenn wir nichts tun, und R weiter steigt, habe ich zb. Hier geschrieben.

    https://www.quarks.de/gesundheit/medizin/was-fuer-eine-zweite-welle-spricht-und-was-dagegen/#comment-8869

    Ich weiß nicht mehr, wo ich auch das geschrieben habe, aber das SARS-Cov-2 Virus befällt im Körper nach Simulationen am 2.schnellsten Rechner der Erde, der das Programm 1 Woche hat laufen lassen (!) zuerst das Herz, die Gefäße, verändert dann die Zellstruktur in der Lunge, geht auch in Nieren, Darm, Hirn, kann sich im Gehirn vermehren (lt. anderer Studie), daher Gefahr von Demenz, in Jahren, oder Jahrzehnten erhöht, verändert die Blutgerinnung, daher Embolien, Herz- & Schlaganfälle … etc. Steht ja zT auch bei Quarks
    CoVid-19 ist daher keine Lungenkrankheit, sondern systemisch, und daher medizinisch schwer zu bekämpfen.
    Auch reagiert der Körper bei schweren Verläufen mit einer Überreaktion von Abwehrmaßnahmen, die dann selbst zum Tod führen können.
    Es gibt zwar klar Anzeichen und Stimmen in der Medizin, demnach man dies mittlerweile besser behandeln könnte, aber das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs, und zu Sterben bleibt, oder eben von Langzeitfolgen, …bei SARS 1 (2002/3) hat man Jahre später bei den Erkrankten vermehrte Schlaganfälle registriert .. SARS-CoV-2 kennen wir noch nicht so lange, da kann man dies zT nur vermuten, bzw. muss es auch befürchten.

    i.ü. Masken schützen, den Träger und sein Gegenüber, dazu gibts auch zahlreiche Studie, die das belegen!
    Auch Vit. D soll helfen, jedenfalls haben wohl Leute mit entsprechendem Mangel häufiger einen schweren Verlauf, evtl. Spielt auch Zink eine Rolle, wohl auch die Blutgruppe ..

    MfG
    Ludwig

    1. Ich hätte gerne den Link zu wenigsten 2 oder 3 der Studien auf die du dich beziehst, die die Wirksamkeit der üblichen nicht-medizinischen Masken bestätigen. Konnte keine finden. Vielen Dank im Voraus.
      MfG
      Sylvia

  24. Wie gefährlich ist das Coronavirus?
    Wenn ich mir die Zahlen zur Sterblichkeit anschaue, die vom Statistischen Bundesamt – z.Zt. glaubte ich wöchentlich- gemeldet werden, kann dem Coronavirus keine Gefährlichkeit bescheinigt werden, denn es gibt bei dieser angeblichen Pandemie weniger Tote als im letzten Jahr, merkwürdig oder?
    Kann mir diese Tatsache jemand erklären?
    Viele Grüße
    Heinz

    1. Eine Erklärung der Experten (u.a. vom RKI) dafür ist: Durch die Maßnahmen (die viele Menschen auch Ende Februar-Anfang März aus Angst selbst schon vor dem „Lockdown“ ergriffen haben), wurde es auch der Grippe und anderen Infektionskrankheiten, an denen sonst mehr Menschen sterben, sehr schwer gemacht. Es ist wie immer bei der Prävention: Man sieht leider im Nachhinein nicht genau, wie viel Leid man durch die Präventionsmaßnahmen verhindert hat…

      1. Hallo Quarks,
        danke für die schnelle Antwort, die man aber auch gegensätzlich auslegen könnte, nämlich so, dass man im Nachhinein genau sieht wieviel Leid durch die Maßnahmen geschaffen wurde. So langsam würde es Zeit, dass Politik und Medien sich die gemachten Fehler eingestehen und zugeben, dass man sich geirrt hat, dann müssten die Zwangsmaßnahmen sofort eingestellt werden. Arbeitslosigkeit, Existenzängste, Grundgesetzverletzungen und eine maßlose Überschuldung müssen wir in Kauf nehmen, nur weil einem zweifelhaften Test große Aufmerksamkeit geschenkt wird, der keine Krankheit aufzeigt und noch nicht einmal eine Zulassung hat. Dem RKI und der WHO kann nicht mehr geglaubt werden, diese Institutionen lagen doch schon bei Vogel- und Schweinegrippe völlig falsch und haben die Bevölkerung unnötig in Angst und Schrecken versetzt. Warum die Politik solche Berater nicht austauscht muss andere Gründe haben, Frau Merkel und ihr Gefolge, auch die öffentlichen Medien scheinen von großzügigen Sponsoren beeinflusst zu werden. Leider gehören Sie, das Quarks- Team, auch dazu, können nicht frei und unabhängig berichten, schade und sehr traurig.

        1. Hallo (voll-)Heinz,
          scheinbar hast du keine Familie oder Menschen um dich, die du liebst… das ist traurig. -Und auch keinen lieben Menschen verloren durch/mit den Coronavirus, denn sonst könntest du so einen gequirlten Müll nicht in unsere Welt hinaus schreiben! Demnach gehörst du auch zu den unvernüftigen Leuten, die an Demonstrationen (ohne Abstand und Mundschutz) teilnehmen und damit alle gefährden und eine zweite Welle unnötig provozieren. Genauso wenig wie die Leute, die beim einkaufen z.B. wenn ich an der Käsetheke stehe, von hinten, auf 20cm an dir vorbei greifen müssen, weil sie die 15 Sekunden nicht abwarten können, bis ich mich für meinen Käse entschieden habe. Häää??? Nur weil „ihr“ jetzt keinen Bock mehr auf Corona habt, ist dass Virus doch nicht weg!!! Was soll das? Ich persönlich verstehe das nicht! Lieber tot als keinen Kontakt zu irgendwem? -Vielleicht will keiner einen Kontakt zu euch, weil ihr so unvernünftig seid.
          Natürlich kann ich deine Existenzängste sehr gut nachvollziehen, denn das betrifft uns doch alle… -und dennoch habe ich für meine Familie (Ehemann Krebskrank), große Angst, wenn alles wieder „normal“ laufen soll. Ich arbeite in einer Grundschule und so wie es aussieht, soll nach den Sommerferien (Bayern) kein Abstand mehr eingehalten weden, damit die Eltern, wieder „arbeiten ohne Kindergenerve“ können… Viele arbeiten allerdings nicht.

          1. Hallo Anonym?,
            schade dass Ihnen meine geschriebenen Zeilen nicht gefallen.
            Sie passen wunderbar in die jetzt, durch die Corona- Maßnahmen ausgehebelte, neue Demokratie, indem Sie Kritikern über den Mund fahren, beleidigen und diffamieren weil Ihnen keine Argumente einfallen.
            Unvernünftig kann nur jemand sein, der den öffentlichen Medien und Politikern blind vertraut und sich nicht einmal die Mühe macht, unvoreingenommen darüber nachzudenken was in unserem Land gerade passiert. Uns werden die Grundrechte genommen, Kinder in Schulen mit Masken vergewaltigt, Demonstrationen verboten usw.
            Es geht doch nicht um ein Virus, es geht um Macht und Geschäft, denn sonst wäre der Hype längst vorbei. Eine Pandemie ohne Kranke, ohne Tote nur ein Test der, wenn er positiv ausfällt, jemanden zum Erkrankten machen kann für diesen Wahnsinn nicht verantwortlich gemacht werden. Der uns zugefügte Schaden ist noch nicht abschätzbar, wird aber wohl in die Billionen gehen und Sie finden das richtig???
            Das ist meine Meinung und mein Recht für Frieden, Freiheit und Wahrheit.

          2. Da komme ich dank der Maßnahmen leider nicht mehr hin, um mich selbst davon zu überzeugen, in wie weit die Berichterstattung zutrifft. Wenn man für Deutschland keine Erklärungen mehr findet, muss das Ausland herhalten, etwas unseriös oder?
            Wir wissen, dass in den USA eine „Coronabehandlung“ im Krankenhaus dreimal so hoch vergütet wird als ein anderer Infekt, da kann man sich vorstellen warum es dort möglicherweise mehr Tote in Folge von Falsch- oder Überbehandlungen gibt.
            Spanien möchte EU- Gelder genau wie Italien, da kommt eine Krise gerade recht, wir haben es gesehen, es hat funktioniert und sie bekommen das Geld.
            Meins Erachtens ist alles logisch zu begründen und braucht dazu kein Killervirus.

          3. Vergewaltigung der Kinder durch Masken? Komisch, ich habe drei Kinder und davon sieht keins die Maske als Problem an, weil wir ihnen erklärt haben worum es geht. Sie schützen gerne ihre Grosseltern die während/ nach dem Krieg schon genug Leid erfahren haben. Da wird es doch nicht zuviel verlangt sein mal ein Jahr zurück zu stecken….
            Keine Toten? Die Menschen die auf der Intensivstation auf der ich arbeite gestorben sind werden mir im Gedächtnis bleiben.
            Die Bekannten die an Covid erkrankt sind und noch Wochen später keinen Sport machen können bereuen diese unaufmerksame Handlung in der Sie sich infiziert haben immer noch…
            Wenn sich ALLE an die AHA Pflicht halten würden hätten wir schon lange kein Problem mehr. Menschen wie Sie sind doch an der zweiten Welle mit Schuld.

  25. Eine weiterhin ungeklärte Frage ist, ob bestimmte Medikamente möglicherweise das Risiko erhöhen, anCoViD-19 zu erkranken. Denn das Einfallstor für die Coronaviren ist ein ACE-2 genanntes Protein auf der Membran unserer Körperzellen. Das Vorhandensein bzw. die Menge der ACE-2 Moleküle hängt stark mit einem anderen, sehr wichtigen und eng verwandten Protein namens ACE (ohne „-2“) zusammen.

    Viele Medikamente, die vor allem alten Menschen verschrieben werden (z.B. Blutdrucksenker aus der Gruppe der Angiotensine und ACE-Hemmer, manche Schmerzmittel und entzündungshemmende Substanzen) haben eine direkte oder indirekte Auswirkung auf das ACE/ACE-2 System.

    Im Tierexperiment hat sich gezeigt, dass die Verabreichung von ACE-Hemmern und Angiotensinen die Anzahl der ACE-2 Moleküle auf der Zellmembran um den Faktor 3-5 erhöhen kann. Bei Krankenhauspatienten konnte allerdings nicht bestätigt werden, dass diese Medikamente den Verlauf der Krankheit negativ beeinflussen. Es besteht also Forschungsbedarf.

    Auffällig ist ja, dass CoViD-19 derzeit vor allem ein Problem der Industrienationen ist. Wenn man von Südafrika einmal absieht, verzeichnen Mediziner aus Afrika weit geringere Mortalitäten (case fatality rates) als ihre Kollegen in Europa oder Nordamerika.

    Auch beim nahe verwandte MERS-Virus gibt es ein geographisches Phänomen. Das Virus ist in ganz Afrika vorhanden, da es von Kamelen (Dromedaren) verbreitet wird. Dennoch sind MERS-Erkrankungen in Afrika praktisch unbekannt. MERS-Fälle sind bisher fast nur in Saudi Arabien, den Emiraten, Jordanien und dem Iran aufgetreten und von dort durch Reisende in der Welt verteilt worden.

    Vielleicht hängt dieses Muster ja damit zusammen, dass bestimmte moderne pharmazeutische Präparate nicht überall verfügbar sind?

    Quellen:
    https://www.thelancet.com/pdfs/journals/lanres/PIIS2213-2600(20)30116-8.pdf
    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7184165/
    https://journals.physiology.org/doi/abs/10.1152/ajpheart.00217.2020
    https://www.ajtmh.org/content/journals/10.4269/ajtmh.20-0474
    https://wwwnc.cdc.gov/eid/article/25/9/19-0143_article

    1. Danke für deine interessanten Ergänzungen und Fragen! Dazu können wir ad hoc aber nicht viel sagen, außer: es bleibt abzuwarten, was künftige Studien zu der ACE(-2)-Thematik aussagen werden…

      1. Interessant in diesem Zusammenhang:
        Laut einer aktuellen wissenschaftlichen Studie (mit rund 7000 repräsentativen Teilnehmern) haben 57% Bewohner der Slums von Mumbai Antikörper gegen SARS-CoV-2 gebildet. Die Zahl der Coronatoten war dort aber anscheinend „sehr gering“, obwohl man unter den gegebenen hygienischen Verhältnissen und bei minimaler medizinischer Versorgung eigentlich das schlimmste befürchten musste.
        https://bit.ly/39SxrOz

    2. Mit jedem Gedanken mehr über Afrika entdecke ich mehr Ahnungslosigkeit an mir und empfinde Vergleiche zunehmend absurd.
      Afrika, Südamerika und Australien liegen auf der Südhalbkugel – dort erwacht gerade der Frühling.

      In Afrika Viren an Toten nachzuweisen wird sicher seltener praktiziert – wie zählt man bspw. eine Koexistenz von HIV und Covid-19

      Neigt ein Immunsystem noch zu lebensbedrohlicher Überreaktion, wenn dem Terror von schlechtem Wasser und Malaria ausgesetzt ist?

      Die schreckliche Vorstellung von Typhus und Legionellen im Wasser unserer Senioreneinrichtungen, umherschwirrenden Malaria-Mosquitos in der Luft, Schimmelgiften und sorglos eingesetzte Pestizide im Essen… ja, reduziert gedanklich drastisch die Anzahl an Corona-Toten – und zwingt mich, den angsterfüllten Gedanken zu verwerfen und beschämtes Mitgefühl den uns so fremden Verhältnissen in Afrika zu empfinden.

  26. Unser beste Abwehr ist unser Immunsystem. Das Virus ist da und man muss damit leben, so normal wie möglich!
    Im Winter 2017/2018 starben laut RKI 25000 Menschen und im Winter 2012/2013 20000 Menschen trotz Impfung (Quelle RKI) an der Grippe. Ich denke, dass man mit dem Virus so normal wie möglich leben muss. Deshalb redet man manchmal von einer Grippe-Welle. Jedes Jahr sterben tausende Menschen an der Grippe, mal mehr mal weniger (Quelle RKI, PDF Tabelle, Auflistung der jährlichen Sterblichkeit an der Grippe).

  27. „Gleichzeitig versucht unser Körper, die Viren zu bekämpfen, in dem er eine Entzündungsreaktion startet.“

    Das ist falsch. Eine Entzündung ist immer die Folge der Abwehrreaktion, nicht umgekehrt.

    „In schweren Fällen leiden die Patienten an Atemnot und können an einer Lungenfibrose sterben.“

    Eigentlich sterben die Leute an den Folgen der Fibrosen, mit deinen Asthmatiker und COPD-Patienten ebenfalls zu tun haben. Das wichtigste habt ihr übrigens vergessen: Fibrosen alleine führen schon zu Herzschäden und Krebs.

    https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/lungenfibrose/auswirkungen-folgeerkrankungen/

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Mathias Tertilt: Wissenschaftsjournalist mit Schwerpunkt Digital und Film. Geht Ursachen, Zusammenhängen und Lösungen nach, insbesondere wenn es um Biotechnologie, Umwelt oder Infektionskrankheiten geht.