Wie sinnvoll ist der schwedische Corona-Sonderweg?

Schwedische Flagge Foto: Jonathan Brinkhorst / unsplash.com

Coronavirus Strategie

Wie sinnvoll ist der schwedische Sonderweg?

Bei den Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus gehen die Länder unterschiedliche Wege. In Europa ist es besonders Schweden, das mit seinem sogenannten Sonderweg in der Diskussion steht.

12. Juni 2020 | 105 Kommentare

Gibt es in Schweden wirklich keine Beschränkungen des öffentlichen Lebens?

Doch. Auch in Schweden gibt es einige gesetzliche Regelungen: Die Grenzen zu den Nicht-EU-Nachbarn sind dicht. Öffentliche Zusammenkünfte und Veranstaltungen von mehr als 50 Personen sind verboten, in Alters- und Pflegeheimen gilt ein Besuchsverbot. Universitäten und Schulen ab Klasse neun sind geschlossen, dort läuft alles per Onlinelehre und Homeschooling. Aber: Grundschulen und Kitas sind geöffnet, ebenso Restaurants, Cafés und die meisten Geschäfte.

Größtenteils ähnliche Maßnahmen wie in Deutschland

Schweden setzt – anders als die meisten europäischen Nachbarn – in allen anderen Bereichen eher auf Freiwilligkeit. Und so gibt es vor allem Empfehlungen, wie man sich verhalten sollte:

  • Ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen sollten die Öffentlichkeit meiden.
  • Menschen sollten generell zu Hause bleiben
  • Von Reisen wird abgeraten.
  • Wer kann, sollte im Homeoffice arbeiten.
  • In Restaurants muss Abstand gehalten werden; Gäste müssen ausreichend Platz an einem Tisch haben.

Allerdings sei es ein Mythos, dass in Schweden das normale Leben weitergehe. “Es gibt keinen vollständigen Lockdown”, sagt Außenministerin Ann Linde. Aber viele Teile des gesellschaftlichen Lebens seien eingestellt. Die Menschen bleiben zu Hause, reisen nicht, vielen Unternehmen brechen die Umsätze weg. “Die Arbeitslosigkeit wird voraussichtlich dramatisch steigen”, so Linde.

Die Schweden setzen besonders stark auf die Eigenverantwortung der Menschen. Wer Symptome hat, ist angehalten, sich in Quarantäne zu begeben und sich auszukurieren. Eine Maskenpflicht gibt es im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern gibt es nicht.

Welche Strategie steckt dahinter?

Eine entscheidende Rolle beim Umgang mit der Pandemie spielt in Schweden Anders Tegnell, der als Chef-Epidemiologe bezeichnet wird. Er berät die schwedische Regierung und ist weiterhin überzeugt, dass der Kurs seines Landes “effektiver” sei als “drastische” Maßnahmen wie etwa monatelange Schulschließungen. Ziel sei es, so Tegnell, die Zahl der Neuansteckungen abzubremsen. “Das machen wir in allen Ländern Europas. Wir entscheiden uns nur für verschiedene Methoden.”

Langfristig und freiwillig statt drastischer Maßnahmen

Nach dem raschen Anstieg der Fälle hat Ministerpräsident Stefan Löfven ein Notstandsgesetz durchgesetzt, dass es ihm erlaubt, schnell öffentliche Einrichtungen zu schließen und den Nahverkehr einzustellen – sollte dies nötig werden. Bisher hat er davon keinen Gebrauch gemacht.

Schweden setzt darauf, dass es ohne Lockdown kurzfristig zwar zu mehr Infektionen kommen könnte. Allerdings werde vermutlich ein steiler Anstieg nach der Lockerung von Maßnahmen vermieden. Und es heißt immer wieder: Die Maßnahmen seien so angelegt, dass das Land sie auch sehr lange durchhalten könnte – notfalls über mehrere Jahre.

Wie groß ist das Corona-Problem in Schweden?

Diese Strategie hat zunächst zu einem rasanten Anstieg der Fallzahlen geführt. Und zu entsprechend vielen Toten, die mit dem Coronavirus starben. Im März traten vor allem in Alters- und Pflegeheimen sowie in der häuslichen Altenpflege Fälle von Coronainfektionen auf. Hier starben besonders viele Menschen – Schätzungen gehen inzwischen von bis zu 50 Prozent der Todesfälle in der Alten- und Pflegebranche aus. Vermutlich gab es zu wenig Know-how und zu wenig Schutzkleidung. Diese Versäumnisse hat die Regierung inzwischen eingestanden.

Inzwischen gehen Experten von bis zu 50 Prozent der Todesfälle in Alters- und Pflegeheimen und in der Altenpflege aus.

Kritischen Stimmen haben außerdem immer wieder bemängelt, dass in Schweden im Vergleich zu anderen Ländern zu wenig getestet werde. Zuletzt wurden die Testzahlen aber kontinuierlich gesteigert

Für abschließende Antworten ist es noch zu früh

Weil die Situation sehr dynamisch ist und sich ständig verändert, lässt sich derzeit noch nicht sagen, ob das schwedische Modell bereits gescheitert ist oder am Ende doch als der bessere Weg dasteht. Denn es ist generell schwierig, die Zahlen zur Ausbreitung des Coronavirus in verschiedenen Ländern zu vergleichen. Weder die absolute Zahl der Tests noch die absolute Zahl der Infizierten oder die absoluten Todesfälle sind alleinstehend aussagekräftig. Das liegt auch daran, dass jedes Land die Zahlen unterschiedlich erhebt.

Egal welche Daten man zugrunde legt, die Tendenz der Todesfälle ist eindeutig: Schweden hat zwar bisher weniger Tote pro 100.000 Einwohner als Italien und Frankreich. Aber deutlich mehr als seine skandinavischen Nachbarn Dänemark und Norwegen. Und fünfmal so viele Tote auf 100.000 Einwohner wie Deutschland. (Stand: Juli 2020)

Fast 5800 Menschen sind in Schweden bisher mit oder an Covid-19 gestorben (Stand: Juli 2020). Dennoch verteidigte der schon seit einiger Zeit umstrittene Epidemiologe Anders Tegnell grundsätzlich die Entscheidung, auf einen kompletten Lockdown zu verzichten. „Es ist schlimm, was wir da sehen“, betonte Tegnell im Mai in einer BBC-Sendung mit Blick auf die vielen Menschen, die an und mit Covid-19 gestorben sind. Ein großer Fehler sei gewesen, dass Hygienevorschriften nicht eingehalten worden seien. Er sagte aber auch, dass ein Lockdown womöglich die vielen Toten in Altenheimen und anderen Pflegeeinrichtungen nicht verhindert hätten.

WHO erkennt Übersterblichkeit

Nach Schwankungen im März und April sinkt seit Ende April die Anzahl der Todesfälle. Aber es gibt immer noch vergleichsweise viele Neuinfektionen und entsprechend weiterhin viele Todesfälle. Vor allem im Vergleich zu den Staaten, die einen mehrwöchigen Lockdown hatten, der das Anwachsen der Neuinfektionen schneller gestoppt hat. Die Anstiege der Neuinfektionen ab Mai sind nicht auf stärkere Ausbreitungsherde zurückzuführen, sondern auf vermehrte Corona-Tests.

So kommt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu dem Schluss, dass Schweden zu den Ländern gehört, in denen aktuell eine deutliche Übersterblichkeit zu erkennen ist.

Keine Behandlung für Ältere?

Anfang Mai gab es Medienberichte, nach denen in Schweden ältere Menschen keine Behandlung auf Intensivstationen mehr erhielten. Richtig ist, dass weniger Corona-Patienten in Schweden intensivmedizinisch betreut werden. Grund dafür ist aber nicht notwendigerweise die mangelnde Ausstattung der Krankenhäuser.

Einerseits werde “Intensivpflege” nicht einheitlich definiert und in Zahlen erhoben. Daher lasse sich die Situation nur schwer mit der in Deutschland vergleichen. Auch werde in Schweden möglicherweise mehr darüber diskutiert, ab wann es sinnvoll und ethisch vertretbar ist, schwer kranke Patientinnen und Patienten, die über 80 Jahre alt sind, intensivmedizinisch zu behandeln.

Letztlich bleibe es eine Einzelfallentscheidung, wer etwa beatmet wird. In den meisten Regionen Schwedens haben die Kapazitäten der Krankenhäuser für Covid-Patienten ausgereicht.

Unterstützen alle Schweden den Kurs?

Nein, es gibt auch Kritik. Vor allem, als die Zahl der Neuinfektionen und der Todesfälle rasant stiegen, gab es deutlichen Gegenwind für den von Tegnell vorgegebenen Kurs. In einem offenen Brief, aus dem die Zeitung “Dagens Nyheter“ zitiert, kritisieren zahlreiche Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen den Kurs der Regierung. Es fehle die wissenschaftliche Grundlage für die aktuelle Strategie. Sie fordern ein Umdenken der Regierungslinie: “Der Ansatz muss radikal und schnell geändert werden. Während sich das krankheitsfreie Virus ausbreitet, ist es notwendig, die soziale Distanz zu vergrößern. Schließen Sie Schulen und Restaurants genauso wie in Finnland. Jeder, der mit älteren Menschen arbeitet, muss eine angemessene Schutzausrüstung tragen“, heißt es dort beispielsweise. Zudem fordern die Wissenschaftler, dass deutlich mehr getestet wird. Sie blicken auch auf die Nachbarstaaten: Norwegen und Finnland hätten deutlich geringere Fallzahlen und Todesfälle.

Grundsätzlich gab es aber lange Zeit breite Zustimmung für die Regierung von Premierminister Löfven. In vielen Teilen scheinen sich die Schweden an die entsprechenden Empfehlungen zu halten.

Schweden bewertet eigene Strategie

Doch so wie Wissenschaftler täglich Neues über das Coronavirus dazulernen, so gerät auch der schwedische Sonderweg zunehmend in die Kritik. Anfang Juni 2020 gab dann auch Epidemiologe Anders Tegnell zu, dass möglicherweise nicht alles gut gelaufen ist in Schweden. Man hätte von Beginn an mehr Maßnahmen im Kampf gegen das Virus ergreifen sollen, so Tegnell: „Ich glaube, dass es sicherlich Verbesserungspotenzial bei dem gibt, was wir in Schweden gemacht haben, klar. Und es wäre gut gewesen, wenn man exakter gewusst hätte, was man schließen soll, um die Infektionsausbreitung besser zu verhindern.“ Mit dem heutigen Wissensstand liege der richtige Weg seiner Ansicht nach zwischen dem schwedischen und dem, den der Rest der Welt eingeschlagen habe, so Tegnell.

Die schwedische Regierung hat bereits eine Untersuchungskommission eingeleitet, um die Wirksamkeit der Maßnahmen einschätzen zu können. Ergebnisse werden aber erst nach der Pandemie, vermutlich 2021 erwartet.

Funktionieren Appelle an die Vernunft?

Die Schweden setzen verstärkt auf die Eigenverantwortlichkeit der Menschen und das scheint zum Teil gut zu funktionieren. Zwar suggerieren Bilder, etwa aus Stockholm, deutlich mehr öffentliches Leben als etwa aktuell in deutschen Großstädten, dennoch zeigen die – freiwilligen – Maßnahmen in Schweden Wirkung.

Das zeigt beispielsweise der Google Mobility Report. Nach dem Aufruf zum “Social Distancing” sind beispielsweise Museums- und Kinobesuche in den ersten Wochen der Pandemie – als es in anderen Ländern einen mehr oder weniger strengen Lockdown gab – auch in Schweden deutlich zurückgegangen. Öffentliche Verkehrsmittel werden deutlich weniger genutzt, eingekauft werden vor allem Lebensmittel.

Wie viele Schweden sind immun?

Am 20. Mai veröffentlichte die schwedische Gesundheitsbehörde erste Ergebnisse einer groß angelegten Antikörper-Studie. Über einen Zeitraum von acht Wochen wurden pro Woche insgesamt 1.200 Blutproben zur Analyse von Antikörpern entnommen.

Ende April waren gut 1.000 Proben aus unterschiedlichen Teilen des Landes ausgewertet: Demnach hatten 7,3 Prozent der Bewohner Stockholms Antikörper gegen das Coronavirus gebildet. In anderen Regionen waren es nur 3,7 bis 4,2 Prozent. Besonders häufig sind Menschen in der Altersgruppe zwischen 20 und 64 Jahren immun. “Die Zahlen spiegeln den Zustand der Epidemie Anfang April wider, da es einige Wochen dauert, bis das körpereigene Immunsystem Antikörper entwickelt”, heißt es in der entsprechenden Pressemitteilung.

Die gemessene Infektionshäufigkeit entspricht auch den bisherigen, teils vorläufigen Zahlen aus anderen Ländern.

Abschließende Daten fehlen bislang

Allerdings wurden diese – vorläufigen – Ergebnisse lediglich auf einer Pressekonferenz präsentiert. Eine Studie gibt es dazu bislang nicht. Auch nicht als Preprint, sodass weder die Methodik noch die Ergebnisse vollständig einsehbar sind. Auf der Pressekonferenz sagte Chef-Epidemiologe Anders Tegnell laut Medienberichten, er gehe inzwischen davon aus, dass gut 20 Prozent der Bevölkerung Stockholms Antikörper gegen das Virus gebildet hätten. Diese Einschätzung hat es bereits als Meldung in einige Medien geschafft, fußt aber auf groben Hochrechnungen, die ebenfalls in keiner Studie veröffentlicht wurden und daher mit Vorsicht zu genießen sind.

Will die schwedische Regierung Herdenimmunität?

Offiziell geht es darum, so viele Infektionen zu vermeiden wie möglich. Das widerspricht der Strategie, bei möglichst vielen Menschen eine Immunreaktion auszulösen und damit im späteren Verlauf die Ausbreitung zu verhindern. Der schwedische Weg setzt vor allem darauf, mit vorwiegend freiwilligen Maßnahmen eine längere Zeit das Infektionsgeschehen unter Kontrolle halten zu können, ohne drastische Maßnahmen zu ergreifen.

Für die Herdenimmunität müsste die Mehrheit der Bevölkerung aufgrund einer durchgemachten Infektion (oder einer Impfung) immun sein. Dann kann die Ausbreitung eines Virus gestoppt werden. Experten gehen davon aus, dass zwischen 50 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun sein müssen, um die unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

Experten warnen: Herdenimmunität sei eine gefährliche Strategie

Wissenschaftler warnen davor, auf Herdenimmunität zu setzen. Das Coronavirus sei zu unberechenbar und bis zur herbeigeführten Herdenimmunität – indem man beispielsweise vor allem jüngere Menschen mit dem Virus sich anstecken lassen würde – gebe es sehr viele Todesfälle. “Das Argument der Herdenimmunität zieht nicht”, betont Andreas Radbruch, Immunologe, Leiter des Deutschen Rheumaforschungszentrums und Mitglied der Akademie der Wissenschaften Leopoldina.

Liegen die Schweden mit ihrer Strategie richtig?

Ob sich der vergleichsweise lockere Umgang mit der Pandemie langfristig als gute Strategie erweist, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. “Ob das klappt, hängt auch davon ab, ob es in Schweden gelingt, die Risikogruppen zu schützen”, sagt der Virologe Alexander Kekulé von der Universität Halle-Wittenberg Ende April. Denn es bleibt ein Experiment. “Ob die Strategie richtig oder falsch ist, werden wir erst mit einigem Abstand beurteilen können”, betont auch Leopoldina-Mitglied Andreas Radbruch.

Die hohen Todesfallzahlen in Seniorenheimen deuten daraufhin, dass die Ausbreitung unter diesen Risikogruppen nicht vollständig kontrolliert werden kann. Die schwedische Regierung hat hier bereits erklärt, nicht ausreichend reagiert zu haben.

Ansonsten versucht Schweden seine Maßnahmen streng an wissenschaftlichen Ergebnissen auszurichten. Dass beispielsweise Kitas und Schulen bis zur neunten Klasse weiterhin offen sind, liege daran, dass eine Studie aus Island gezeigt habe, dass es bei einer Stichprobe bei jüngeren Kindern keine Infektionsherde gab. Wie infektiös Kinder wirklich sind und welche Rolle sie beim Infektionsgeschehen spielen, ist noch nicht klar. Möglicherweise ist es bei Kindern eben gar nicht so wichtig, dass sie die Distanz wahren, so Radbruch. “Aber natürlich besteht das Risiko, dass die Schweden sich irren”, fügt Radbruch hinzu.

Welche Strategie am besten funktioniert, lässt sich noch nicht sagen

Wenn viele Schweden sich jetzt mit dem Virus infizieren, so die Überlegung der Schweden, könnte das ein Vorteil sein, wenn eine zweite Welle der Pandemie sich ausbreitet. Davon wäre Schweden dann möglicherweise weniger stark betroffen als andere Länder. Eine solche zweite Welle wird von vielen Virologen und Epidemiologen erwartet, wenn die Beschränkungen des Lockdowns aufgeweicht beziehungsweise aufgehoben werden.

Wirtschaftlich wurde Schweden nach Angaben des europäischen Statistikamtes Eurostat bisher vergleichsweise wenig getroffen. Nur in vier europäischen Ländern wuchs die Wirtschaft im ersten Quartal des Jahres 2020 – in Irland, Rumänien, Bulgarien und in Schweden. Dennoch wird ein sinkendes Bruttoinlandsprodukt erwartet, die Arbeitslosigkeit hingegen könnte um zehn Prozent zunehmen.

Lassen sich schwedische Verhältnisse auf Deutschland übertragen?

Nur bedingt. Denn die Menschen leben in anderen Verhältnissen: Schon im “normalen” Leben spielen soziale Kontakte keine so große Rolle. Hinzu kommt, dass das Land mit gut zehn Millionen Einwohnern nur sehr dünn besiedelt ist. Und selbst in einer Großstadt wie Stockholm leben viele Menschen allein – Schweden hat mit rund 50 Prozent in der EU den höchsten Anteil an Single-Haushalten. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass sich das Virus in großen Städten und urbanen Regionen besonders schnell ausbreiten kann. Während Deutschland in vielen Teilen von Großstädten und zumindest großen Städten mit urbanen Räumen und Regionen geprägt ist, ist die Situation in Schweden anders. Selbst Stockholm, die größte Stadt des Landes, hat weniger als eine Million Einwohner.

Länder mit unterschiedlichen Voraussetzungen

Entsprechend schwer lässt sich auch zum derzeitigen Zeitpunkt die Frage beantworten, ob wir von Schweden etwas lernen können. Möglicherweise ja. “Die Schweden scheinen ein Identitätsgefühl zu haben”, sagt der Virologe Alexander Kekulé. Wenn es ihnen gelänge, die empfindlichen Gruppen zu schützen und dem Rest der Menschen große Freiheiten zu gewähren, “dann könnten wir auch unsere Strategie entsprechend anpassen.” Für Deutschland habe “die Leopoldina teilweise ähnliche Maßnahmen wie in Schweden empfohlen”, sagt Andreas Radbruch. Aber in Deutschland wollte man auf Nummer sicher gehen. “So ein Lockdown – mit dem Herunterfahren des öffentlichen Lebens, dem Aufrechterhalten der Beschränkungen und dann dem Wiederhochfahren – ist ein schwieriges Verfahren”, betont Radbruch.

Welche Verfahren und Strategien auf lange Sicht erfolgreicher sind, werden Wissenschaftler vermutlich erst rückblickend vollständig beurteilen können.

Autorin: Annika Franck

Unsere Quellen

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105 Kommentare;

  1. Es hat tatsächlich den Anschein, als wäre in der brasilianischen Stadt Manaus jetzt Herdenimmunität erreicht worden:

    Quelle:
    COVID-19 herd immunity in the Brazilian Amazon (Preprint)
    https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.09.16.20194787v1

    „Here we show that the transmission of SARS-CoV-2 in Manaus, located in the Brazilian Amazon, increased quickly during March and April and declined more slowly from May to September. In June, one month following the epidemic peak, 44% of the population was seropositive for SARS-CoV-2, equating to a cumulative incidence of 52%, after correcting for the false-negative rate of the antibody test. The seroprevalence fell in July and August due to antibody waning. After correcting for this, we estimate a final epidemic size of 66%. Although non-pharmaceutical interventions, plus a change in population behavior, may have helped to limit SARS-CoV-2 transmission in Manaus, the unusually high infection rate suggests that herd immunity played a significant role in determining the size of the epidemic.“

    Die von SARS-CoV-2 verursachte Gesamtsterblichkeit in Manaus lag bei 0,17% bzw. 0,28%, je nachdem, ob die Todesursache mit PCR-Tests oder syndromischer Diagnose bestimmt wurde.

  2. vergleicht mal die maßnahmen schweden deutschland! die ist fast 1 zu 1 identisch bis auf die masken pflicht ! wenn es keine immunität gibt dann stehen wir so bei februar. also hätte man direkt die maßnahmen in diese rahmen setzen können und hätte zig existenzen gerettet und die schulden wären nicht so hoch. das bedeutet diese lookdown war FALSCH! die Rwert war vor dem lookdown schon bei 1 . diese lookdown war überflüssig. die argumentation von RKI bestäätigt das diese lookdown unötig war. sie begrunden diesen wert 1vor dem lookdown damit das die großveranstaltungen untersagt und die menschen von sich aus abstand gehalten hätten. also war laut RKI diese lookdown überflüssig!

  3. das schweden dünn besiedelt ist stimmt aber die urbanisierung ist dichter wie in deutschland! daher ist diese aussage für die beirteilung Falsch! ob sich die maßnahmen indeutschland angewerdet werden können ist wiederlegt wir haben etwa die selben maßnahmen wie in schweden momentan und die zahlen sind unter kontrolle. im grunde stehen wir so in zeit von februar. und nun wird die schwedische model angewendet. den es wurde durch den lookdown quasi die immunität in der bevölkerung auf eis gelegt und danach wieder uafgetaut und die schwedische model angewendet. die soziologische beurteilung ist auch ffalsch! die schweden hätten mehr singel haushalte! nun wer singel ist der hat eigentlich mehr soziale kontakte. den ein pärchen hängt meist zusammen und hat eben keine große soziale kontakte! ausserdem ist die zahl der singelhaushalte auch nicht so grvierend zur deutschland z.b schweden etwa 50% und deutschland 40% ! das herdenimmunität der falsche weg wäre ist auch falsch herdenimmunität ist die naturliche verlauf alle krankheiten. das ist in der natur so vorgesehen.

  4. Es wäre schön, wenn es anläßlich des Schulbeginns ein update zu den aktuellen schwedischen Eindämmungsmaßnahmen gäbe. Interessant wäre es auch, zu erfahren, wie die schwedischen Empfehlungen für die Nutzung des ÖPNV lauten.
    Vielen Dank.

  5. Inzwischen (stand August 2020) ist wohl offensichtlich, dass der schwedische Weg der richtige war. Während in anderen europäischen Ländern die Angst vor einer 2. Welle herrscht, ist in Schweden – was man gut an den aktuellen Sterbezahlen ablesen kann – die große Gefahr wohl gebannt.

  6. Bitte klären Sie den unten aufgeführten Widerspruch zwischen Überschrift und dem letzten Satz des Abschnittes:

    WHO erkennt keine Übersterblichkeit
    (…)
    So kommt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu dem Schluss, dass Schweden zu den Ländern gehört, in denen aktuell eine deutliche Übersterblichkeit zu erkennen ist.

    Die Übersterblichkeit ist eines der wenigen Kriterien, die klar von einer Pandemie spricht. Daher werden die realen Sterbezahlen der Länder in der Zukunft eine neutrale Auswertung, inwieweit einet Srategie erfolgreicc war, sicher mit fundieren können.

    Was ich an dem obigen Artikel gut finde ist, dass er Schweden differenziert darstellt und damit dies als EINEN möglichen Weg beschreibt, wo zudem die abschließende Beurteilung noch aussteht.
    SO sieht Wissenschaft und auch Meinungsfreiheit aus. Um beides mache ich mir ernsthafte Sorgen.

  7. Das Virus ist da und man muss es akzeptieren und damit leben, so normal wie möglich!
    Im Winter 2017/2018 starben laut RKI 25000 Menschen und im Winter 2012/2013 20000 Menschen trotz Impfung (Quelle RKI) an der Grippe. Ich denke, dass man mit dem Virus so normal wie möglich leben muss. Deshalb redet man manchmal von einer Grippe-Welle. Jedes Jahr sterben tausende Menschen an der Grippe, mal mehr mal weniger (Quelle RKI, PDF Tabelle, Auflistung der jährlichen Sterblichkeit an der Grippe).

  8. Wenn man die Zahlen pro 100.000 Einwohner in Schweden mit England, Spanien, Belgien, Italien vergleicht ( und nicht nur mit Norwegen, Dänemark, Finnland), dann fragt man sich doch, warum Schweden immer wieder zu Diskusionen führt.

  9. Die ganze Pandemie ist eine Lüge! Hier der Beweis:

    https://futurezone.at/science/corona-vielleicht-schon-seit-maerz-2019-in-barcelona/400954403

    https://de.euronews.com/2020/06/27/coronavirus-schon-im-marz-2019-im-abwasser-in-barcelona-nachgewiesen

    Soviel also dazu, dass dieses Virus „ganz neu“ ist. Es war schon lange da, wahrscheinlich schon einige Jahre. Es ist uns nur nie aufgefallen, weil wir nicht danach gesucht haben… Wir haben dieses Jahr also eine normale Grippewelle genau beobachtet und sind entsetzt darüber, was sowas anrichtet. Plus natürlich viele zusätzliche Opfer durch die Panik, Kollateralschäden, Falschbehandlung, etc. Super, Daumen hoch!

    Das ist das Ende der Panik-Pandemie! Gott sei dank! Jetzt müssen wir nur noch die Regierungen loswerden, die mit Ihren Verbrechen irgendwas vertuschen wollen..

    LG!

    1. Abwarten, der Artikel sagt ja selbst, dass die Studie noch nicht durchs Peer Review ist. Ähnliche Aussagen gab es schon aus Frankreich und stellten sich als nichtig heraus.

    2. Hallo Herr Verschwörungstheoretiker, ich finde Leute wie sie (die hinter dem Mond leben) echt nicht toll.
      1. ja sie haben recht, das Coronavirus ist nicht neu, aber Sars-Cov-2 IST NEU!!!
      2. was ist bitte eine Falschbehandlung

      1. YT: Es geht klar und eindeutig um das SARS-Cov-2-Virus, welches in den Abwasser-Asservaten entdeckt worden sein soll. Und mit „Falschbehandlung“ meint der Teilnehmer am ehesten die sich als möglicherweise kontraproduktiv herausgestellten Behandlungsstrategien in der Anfangszeit der Pandemie, vielleicht aber auch die zu erwartende Übersterblichkeit durch die sträflich vernachlässigte Behandlung anderer schwerer Krankheiten. Mit persönlichen Angriffen wie „Verschwörungstheoretiker, … hinter dem Mond“ wäre ich daher wenigstens solange vorsichtig, bis die Informationslage klarer geworden ist. Sie haben den Link ja offensichtlich nicht mal gelesen. Dass „alles Lüge“ ist, würde ich so zwar keineswegs unterschreiben. Aber es würde mich nicht wundern, wenn sich in den nächsten Monaten oder erst Jahren gesicherte Erkenntnisse ergeben, die eine Entschuldigung bei so manchen, heute als Verschwörungstheoretiker diffamierten Menschen nötig machen!

  10. Nutzt zwar eh nichts, bei bestimmten Leuten, aber doch mal eine aktuellere Info:

    „Coronavirus: Sollten wir eine Herdenimmunität nach schwedischem Vorbild anstreben?“ von Tomas Pueyo. Jetzt in Deutsch:
    https://medium.com/@torstencordes/coronavirus-sollten-wir-eine-herdenimmunit%C3%A4t-nach-schwedischem-vorbild-anstreben-4749398d556f

    LESEN!

    Weiter, laut Deutschlandfunk, demnach hat Schweden international die höchste Sterberate, seit ca. dem 10.5., wurde dann ca. am 1.6. von Brasilien überholt, und liegt seit dem auf den unrühmlichen Platz 2, vor den USA, GB, I, Rus und erst Recht wesentlich über den Sterbezahlen von D!
    Diese Zahlen als 7Tage/100.000 Einwohner-Grafik, siehe hier:

    https://www.deutschlandfunk.de/media/thumbs/4/433abcedc2dc493f77cd5a81e90b4169v1_abs_555x312_b3535db83dc50e27c1bb1392364c95a2.png?key=3856ff
    hier dazu die Seite:
    https://www.deutschlandfunk.de/coronavirus-aktuelle-zahlen-und-entwicklungen.2897.de.html?dram:article_id=472799

    Auch das zu den wirtschaftlichen Vorteilen der Schweden gesagte, ist unhaltbar und falsch, hatte ich auch schon was zugeschrieben, .. mE haben die Schreiber hier, die das anders sehen, entweder die Faktenlage nicht im Blick (bzw. lesen FakeNews) oder haben ein inhumanes Wertesystem, als Beispiel für solche Leute schaue man sich nur die (weißen) Trump-Anhänger in den USA an, die in ihrem Wahn der Realitätsleugnung gar noch auf der Straße „Masken“-Träger attackieren, zum Glück sind solche Leute bei uns ideologisch stark in der Minderheit, größtenteils bei AfD- Anhängern zu verorten, die haben ja Übung darin, die Realität zu verleugnen (zb. Klimawandel abstreiten und Migranten pauschal als kriminell einstufen) …

    Wenn wir schon dabei sind, verlinke ich mal das Twitter Konto von Prof. Stefan Rahmstorf, einer der renommiertesten Klimaforscher (nicht nur in D), der sich auch zu Schweden und Corona äußert:

    https://mobile.twitter.com/rahmstorf

    Rahmstorf zu den o.g. Artikel von T. Pueyo:
    12. Juni „Another brilliant in-depth beautifully explained article by
    Tomas Pueyo
    . If you can read only one Corona article this week, read this. Lots of data by now show how to control #Corona – what works and what doesn’t. (No complaints from Sweden pls!)“

    Rahmstorf: „Erinnert sich noch jemand an die Leute, bei „Hygiene-Demos“ mit Schweden-T-Shirts herumliefen? Nicht so clever.“
    https://mobile.twitter.com/rahmstorf/status/1270268496056848385

    Bei Rahmstorf werden neben solchem zum Klima immer hin und wieder auch Artikel, oder Studien zu Corona verlinkt und kommentiert, ebenso bei Prof. Lauterbach:
    https://mobile.twitter.com/Karl_Lauterbach

    für jene die sich faktenbasiert auf dem laufenden halten wollen …

    1. In Schweden gab es zwar mehr Tote in einem kürzeren Zeitraum – aber mittlerweile sterben dort kaum noch Menschen. Eine 2. Welle wird dort nicht erwartet.

      1. Aktuell hat Schweden pro Tag etwa so viel Corona-Tote wie D, hat aber nur 1/10 an Bewohnern auf 10mal so viel Fläche
        Das soll ein Erfolg für Schweden sein?

    2. wir haben jetzt die den schwedischen model! was sagen sie jetzt? die fallzahlen schießen nicht in die höhe. die sterblichkeit in schweden hat mit dem gesundheitssstem zu tun. 50% straben in alters und pflegeheime. das hat NICHTS it dem maßnahmen zutun sondern mit dem gesundheitssystem. deutschland hat um die 300 000 infizierte, liegt etwa auf platz 20 von 200 staaten. die sterblichkeit hat ganz andere gründe z.b bayern hat nicht die meisten fall zahlen aber fast doppelt soviele tote wie NRW! bayern hat strengste maßnahmen und mit abstand die meisten toten und fast die meisten fallzahlen. so wie sie das sehen ist es nicht für sie gibt es schwarz oder weis. die sache ist aber viel kompßlexer

  11. Aggressive und Hasserfühlte Blicke, offene Anfeindungen wegen der Maskenpflicht
    ich bin Asthmatiker und kann keine Mund-Nasen-Schutz (Maske) tragen. Ich habe auch ein Attest von meiner Ärztin. Ich bin auf ÖV angewiesen und wenn ich zur Arbeit fahre, bin ich den aggressiven und hasserfüllten Blicken einigen Fahrgästen ausgesetzt. Man bekommt richtig Angst. Ich habe manchmal wirklich „Angst um mein Leben“. Ich wurde auch einige Male in den Geschäften nicht reingelassen. Daher habe ich mich selbst isoliert und gehe ich erst in vielen Geschäften nicht rein. Man fühlt sich in Deutschland 2020 wie in einem Polizeistaat. Überall wird kontrolliert, ob man eine Maske aufgesetzt hat oder nicht und ob man die Maske richtig aufgesetzt hat oder nicht? Als ob hier ums Leben und Tod geht? Manchmal habe ich das Gefühl, dass die ständigen Ansagen/Anzeigen in den Bahn-und Busstationen (schützen Sie sich und andere. Tragen Sie einen Mund-Nasen-Schutz) den Menschen eine Gehirnwäsche verpasst haben.

    1. Ich vermute, dass sie mit den Menschen nicht sprechen und sie ihre Blicke daher als aggressiv und hasserfüllt interpretieren. Kann es sein, dass die Blicke vieler Fahrgäste eher Angst und Sorge ausdrücken? Meiner Erfahrung nach kann sich Angst schnell ähnlich wie Aggressivität Ausdruck verleihen.

      1. Wenn ich krankheitsbedingt keine Maske tragen könnte, würde ich nicht mit jedem Menschen sprechen und meine Krankheit lang und breit erklären wollen. Nein, es ist tatsächlich die in Deutschland extrem ausgeprägte Denke „wenn ich Einschränkungen habe, sollen sie alle anderen gefälligst auch haben“. Da braucht man sich nur das rüpelhafte, belehrerische und infantile Gehabe vieler Deutschen im Straßenverkehr oder bei Nachbarschaftsstreitigkeiten anzuschauen. Und ohne Zweifel hat Corona einen erheblichen Zuwachs an Belehrern, Besserwissern und Moralaposteln hervorgebracht.

  12. Maskenpflicht soll abgeschaft werden.
    Begründung:
    das unfreiwillige Tragen von einer Maske bzw. Mund-Nase-Bedeckung (Maskenzwang/Maskenpflicht) in den Geschäften/Behörden/ÖPVB kann bei vielen Menschen Stress und ein Gefühl von Unbehagen auslösen. Die Maske ist dann ein Stressfaktor (Stressor). Sie nervt und macht wütend.Man fühlt sich bevormundet und gezwungen gegen den eigenen Willen etwas zu tun, mit dem man selbst keine Sinnhaftigkeit/Notwendigkeit verbinden kann.Die persönliche Freiheit wird täglich stark beeintächtigt. Das Sprechen und die Mimik stark eingeschränkt.Man ist kaum in der Lage sich zu entspannen und lachen.Die Lebensqualität und die psychosomatische Gesundheit leidet und wird beeinträchtigt und zwar täglich.
    Wenn man sich ständig bedroht und angegriffen fühlt (unbewusst, teilbewusst und bewusst), werden im Körper
    Stresshormone freigesetzt. Diese beeinträchtigen die psychosomatische Gesundheit der Individuen (die Stresshormone schwächen das Immunsystem und schaden daher die psychosomatische Gesundheit). Darüber hinaus können anhaltende Stresssituationen (chronischer Stress) unter anderem Herzinfarkt und Schlaganfall, chronische Schlafstörung, Herzrhythmusstörungen und die Erhöhung des Blutdrucks auslösen bzw. begünstigen.
    Der Schaden einer Maskenpflicht hinsichtlich der psychosomatischen Gesundheit der Menschen ist daher viel höher als ihr Nutzen.
    Rasoul Tanghatar (M.A.)

  13. Aus meiner Sicht beschreitet man in Schweden aus volkswirtschaftlicher Sicht den richtigen Weg. Da die Behandlung älterer Menschen in Schweden anders ist als bei uns in Deutschland, ist die höherere Sterblichkeitsrate nachvollziehbar. Betrachtet man daher nur die Erkrankten und Todesfälle im Bereich der produktiven Bevölkerung und den wirtschaftlichen Ausfällen aufgrund der deutschen Vorgehensweise, fällt das Urteil über den sinnvollsten Weg aus meiner Sicht zu Gunsten der schwedischen Vorgehensweise aus.

    1. Die Betrachtung ist zwar zu mechanistisch, aber dennoch würde auch ich nicht ausschließen, dass sich die schwedische Variante aus ausbleibender Regulierungswütigkeit und dem Setzen auf Freiwilligkeit am Ende als die Bessere herausstellt. Die leichte Übersterblichkeit am Anfang wird möglicherweise von Ländern mit „deutscher Gründlichkeit“ in den nächsten Monaten noch um Längen übertroffen, wenn (wegen der geringeren Immunitätsrate) neue Wellen anlaufen oder die fatalen Kollateralschäden durch die Ignoranz anderer schwerer Krankheiten zutage treten.

  14. Ich schließe mich M123 an. Die Kollateralschäden werden nicht betrachtet. Beispielsweise würde ich den ehemaligen hessischen Finanzminister auch als „Corona-Toten“ zählen, der sich das Leben genommen hat, weil er so hohe Schulden nicht mehr verantworten konnte. Und wie viele werden noch sich das Leben nehmen, weil sie vorm Ruin stehen, weil sie psychisch erkrankt sind in der Zeit oder, oder, oder. Geschweige denn von den Kindern, die das alles zahlen müssen, aber jetzt keine Chance auf eine Ausbildung haben oder sich jahrelang mit psychischen Schäden des Lockdowns auseinandersetzen müssen. DAS wird in keiner Statistik auftauchen. Meine Schwiegermutter (84) versteht auch die Welt nicht mehr und sagt auch, selbst im Krieg war es nicht so schlimm. Die psychische Seite wurde von Anfang an nicht beachtet. Der Mensch ist halt nicht nur ein Körper, er hat auch eine Psyche und beides beeinflusst sich. Und Tegnell hat Recht: notfalls kann man das Jahre durchhalten. Das Kapitel ist noch nicht abgeschlossen, abgerechnet wird am Ende. Und die neueste Studie aus BA-Wü gibt Tegnell in einem Punkt Recht: Kinder bis 10 sind nicht so infektiös. Also hätte man zumindest Grundschulen und Kitas offen lassen können.

  15. Was mir in Deutschland absolut fehlt ist die Betrachtung der Kollateralschäden der politischen Maßnahmen!
    Für unsere Kinder bedeutet das ganze monatelange keine Schule / Bildung und keine Sozialkontakte im Kindergarten.. Empfohlen wird in Deutschland die Schulen zu schließen, aber nicht das Rauchen aufzugeben und 30-50 Kilo Übergewicht zu verlieren.. Wie hoch sind die Kredite, die wir nun Jahrzehnte abstottern werden? Wieso sind noch so viele in Kurzarbeit, obwohl München nur 200 Corona-Infizierte hat? Wer wird die Geldmittel zur Verfügung stellen, um den Staat und die Unternehmen wieder liquide zu machen? Es werden Groß-Investoren sein, wie beispielsweise BLACKROCK, der „Deutsche Wohnen“ Geld bereitstellt, Einfluss nehmen will und Gewinne erzielen möchte. Es gibt auch viele Folgen der politischen Maßnahmen über die man sich in Deutschland keine Gedanken macht…

  16. Was mir so gut an dem schwedischen Weg gefällt:

    1.Sie kamen von Anfang an ohne lockdown aus.

    Ein lockdown ist nur dann vermeidbar, wenn die Coronaregeln sofort eingeführt werden und die Infektionszahlen nicht erst mal hoch gehen, wie in Belgien.
    Das hat Tegnell erkannt. Er hat bei der Ebolaepidemie in Afrika erlebt, was es für ein Volk bedeutet, wenn es einen harten shut down gibt. Dummerweise hat Tegnell zu spät dann die Altersheime geschützt. Das war aber nicht seine Schuld, das war vor allem ein Thema der Politik. Es gab zu wenig Altenpfleger, schlecht geschult usw.
    Jetzt hat man in Schweden nachgebessert, In Belgien sind viel viel mehr Menschen gestorben, weil man zu lange gewartet hat, bis die Infektionszahlen durch die Decke gingen. Auch da wurde nachgebessert. ( Lockdown als einzige Möglichkeit Zahlen wieder zu senken)
    Die Kollateralschäden eines lockdowns sind vor allem bei Kindern spürbar. Angststörungen, Misshandlungen ect.
    und ganz zu schweigen von der wirtschaftlichen Misere, die Schweden auch hat, aber nicht so stark.

    2.Schwedens Weg kann man mit seinen Regeln J A H R E !! durchhalten. Denn wenn es keine Impfung geben sollte, dann sehen wir uns damit konfrontiert.
    Durch die Strategie wenig Infektionen zuzulassen, dennoch aber Vieles offen zu lassen entsteht nicht dieses hin und her.
    Gott sei Dank haben wir in Deutschland jetzt ähnliche Regeln wie in Schweden, aber wir müssen weiterhin darauf achten und müssen Großveranstaltungen in Räumen vermeiden. Denn sonst werden wir vermehrte Infektionen sehen, die bitte hoffentlich nicht zum einem zweiten lockdown führen.
    Öffnen / Schließen …Öffnen/ Schließen… das hält psychologisch meiner Meinung nach niemand aus( hammer and dance)
    , Dann lieber kontinuierlich ( very soft lock down) so viel wie nötig schließen und so viel wie möglich offen zu lassen, so wie in Schweden.
    Wenn wir jetzt also gemässigter geöffnet haben, als Schweden, dann wird es trotzdem auch in Deutschland mehr Todesfälle geben. Daran ist das Virus schuld . Kein Herr Tegnell, keine Regierung ,Wir sind nur dann für Todesfälle verantwortlich zu machen, wenn wir unser Gesundheitssystem überfordern. Durch das Virus werden alle Schwachstellen im Gesundheitssystem eines Landes aufgedeckt.
    Man solle also darauf achten, nicht zu viele Infektionen zuzulassen, dass wir nicht genug Intensivbetten hätten.
    Noch sind wir davon weit entfernt.
    3. Freiwilligkeit
    Wir leben in einer Demokratie und Menschen sind sehr gut in der Lage auf sich selber aufzupassen.
    Die Beschränkung der Grundrechte war selbst in Kriegszeiten nicht so stark, wie bei dieser corona Pandemie.
    Ich denke, wir sehen, dass in Deutschland, die Menschen sich sehr gut an Regeln halten können. Die Zahlen sind seit der Öffnung gefallen und nicht gestiegen.
    Dass einige Menschen zu Demonstrationen gehen, könnte etwas mit Projektion zu tun haben. Sie lassen ihren ganzen Unmut über den lockdown heraus, in dem sie für ein anderes politisches Thema auf die Strasse gehen.
    Deutschland brauchte den lock down, um seine Infektionszahlen wieder zu senken, bei uns gab es schon zu viele Infizierte, als dass wir den schwedischen Weg hätten gehen können. Aber jetzt können wir….!!

    4. immunologische Vorteile

    Sollte das Virus mutieren, dann hätte ein Teil der schwedischen Bevölkerung einen Vorteil, weil es sich bereits mit dem Sars Virus auseinander gesetzt hätte, Es ist bekannt, dass Kreuzimmunität vor neuen Stämmen schützen können.
    Ob durch Schwedens Weg wirklich eine Herdimmunität erreicht wird, bleibt abzuwarten.Dazu sind die Regeln in Schweden viel zu restriktiv. Das ist ein wirklich langer Weg.
    Brasilien lässt die Infektion durchlaufen. Da wird man am ehesten feststellen, ob es eine Herdimmunität überhaupt geben wird.

    Dennoch ist die Gelassenheit der Schweden bemerkenswert wohltuend, weil bei uns so viel Angst geschürt wurde.
    Vielleicht ist das der Grund, warum sich alle an Schweden so abarbeiten . Vielleicht beneidet der eine oder andere diesen entspannteren Weg. denn niemand schreibt so intensiv über England oder Belgien. Es wird völlig ausser Acht gelassen, wo es doch sooo viel mehr Tote gibt.

    Ein bisschen Schweden haben wir jetzt in Europa, wir sollten versuchen diesen Weg nachzugehen, ohne dabei zu viel zu “ tanzen“

    „hammer and dance“ wird in der Bevölkerung meines Erachtens auf D A U E R nicht toleriert,

    1. @Luise
      Mir gefällt Schweden, aber weder Ihr Posting noch Schwedens Irrweg Corona nicht zu begrenzen!
      Alles was Sie schreiben riecht sehr nach Propaganda und hat keinerlei Substanz. Damit beantwortet sich auch schon eine Ihrer Fragen von selbst, warum denn Schweden in der Corona-Pandemie so viel Beachtung findet, in Blogs und Artikeln primär wegen Leuten wie Ihnen!
      Und natürlich wissenschaftlich gesehen weil man daran sehr gut bestimmte Effekte studieren kann, die dann letztlich belegen, dass zB. Deutschland und andere, die allermeisten Staaten es deutlich besser machen als die Schweden und deren Corona-Guru Tegnell!

      Dazu gibt es etliche seriöse Seiten im Netz (+ Studien), diese hier zB. Ist sehr informativ und speziell zu Schweden:
      https://www.spiegel.de/consent-a-?targetUrl=https%3A%2F%2Fwww.spiegel.de%2Fpolitik%2Fausland%2Fcorona-krise-schwedens-sonderweg-eine-zwischenbilanz-in-zahlen-a-c7b3cea2-63be-4072-8df9-afdb765afb54

      Wenn man dies liest, und halbwegs wissenschaftlich, oder zumindest undogmatisch an die Sache herangeht, kann man nur zu den Schluss kommen, das Schwedens „Sonderweg“ gescheitert ist!
      Wer anderes denkt oder schreibt, lässt sich nicht von einer humanistischen Rationalität leiten, sondern von letztlich inhumanen Ideologien, wie sozialdarwinistischen, oder zumindest radikal neoliberalen Wertevorstellungen, oder plappert einfach was nach, was in seinem Umfeld denn so behauptet wird (Fake-News)
      Ich hatte das hier schon gefragt, bzw. angedeutet, „natürlich“ kann man eine weitgehend ungebremste Pandemie auch positiv beurteilen, wertet man bestimmte Güter halt anders, als in einer (weitgehend) humanistischen Gesellschaft wie der unseren üblich, und vermutlich auch entgegen deren verfassungsmäßigen Ordnung, also den Standards des dt. GG!

      Zu Ihren Punkten, kurz:

      zu 1. Was Sie schreiben, stimmt nicht!
      Schweden hatte anfänglich vergleichbare Zahlen wie seine Nachbarn, Dänemark, Finnland, Norwegen. (Und die stehen heute wesentlich besser da, mit zT 15mal weniger C-Toten!!!)
      Deutschland hat i.ü. früher, und nicht später als Schweden reagiert, die Selbstbeschränkungen der Bürger waren quasi zeitgleich, der Anteil der C-Todesfälle aus Altersheimen, oder der „Alten“ zB. im Vergleich zu D ist sehr ähnlich (leider!), alles was Tegnell dazu sagt ist nur Selbstschutz, bzw. er lügt sich da was vor! S betreibt in meinen Augen Euthanasie in dem es Alte über 80 nicht mehr behandelt und Ihrem Corona-Schicksal überlässt. In D mE klar Grundgesetzwidrig!

      Wirtschaftlich steht Schweden nicht besser da als D, schlechter als seine Nachbarn, und bekommt jetzt zudem massive Probleme, da Reisende aus Schweden verständlicherweise und zu Recht in anderen Ländern erst mal in 14tägige Quarantäne müssen und auch kaum jemand nach Schweden reisen wird!

      zu 2. Ein noch gefährlicherer Blödsinn!
      Schweden wird dies nicht ewig durchhalten (die Infektionszahlen gehen steil durch die Decke!)
      Schweden, s.o., isoliert sich so von der EU und seinen Nachbarn. S hat momentan weltweit die meisten Todesfälle (pro Einwohner) mit stetig, stark steigender Tendenz der Neuinfektionen!
      D könnte dagegen auch ohne Impfung, mit entsprechenden Gegenmaßnahmen und genauer Beobachtung, Testung den jetzigen Weg auch länger durchhalten ..
      Ich hab da hier weiter unten schon zu geschrieben, muss mich nicht wiederholen, was Sie schreiben ist pure Ideologie, die viele Menschenleben kostet. Zum Glück haben Leute wie Sie bislang in D nichts zu sagen, und Menschen wie ich werden alles unternehmen, damit dass so bleibt!

      zu 3. „Die Beschränkung der Grundrechte war selbst in Kriegszeiten nicht so stark, wie bei dieser corona Pandemie.“
      Eine weitere Steigerung von absurdem Blödsinn! Wer so was schreibt … na ja …glauben Sie das allen Ernstes???
      Der Rest dazu ebenfalls nichts als Unsinn …
      Kommt halt dem neoliberalen Dogma der Eigenverantwortung und der Verteuflung aller stattlichen Eingriffe sehr nahe, bzw. ist ein Ausfluss dieser Ideologie.

      zu 4. Herdenimmunität etc.
      Sie wissen wohl mehr als alle Virologen, Epidemiologen und überhaupt!
      Wie, wann, wie das Virus mutiert liegt nach wie vor im Dunkeln, ob dann Jemand der zB. Dem Covid-19 Tod noch gerade so von der Schippe gesprungen ist, bei der nächsten Infektion besser geschützt ist, oder nicht, weiß Niemand!
      Und selbst wenn, wo soll da der Vorteil drin liegen?
      Individuell ist es besser – wenn es unausweichlich wäre – möglichst spät infiziert zu werden, denn
      A. mit der Zeit steigt der medizinische Fortschritt und damit die Chance effektiv behandelt zu werden (bzw. das Vorhandenseins eines Impfstoffes!)
      B. wenn das Virus mutiert, dann nach allem was wahrscheinlich scheint (so Virologen) eher in eine mildere Form
      C. Wenn ich dann an Covid-19 sterben muss, dann lieber in 1-2, oder 10 Jahren, denn heute! (sehen Sie sicher anders?)

      Alles was Sie da schreiben ist entweder falsch, oder zumindest höchst spekulativ und zudem, nicht nur mMn, Menschenverachtend wie das Konzept der Herdenimmunität an sich!
      i.ü. bräuchte S dafür (bis zu den 60-70%) so noch ca. 10 Jahre, und wie gesagt, die individuelle Immunität, wenn sie denn vorläge, hält nach Aussage der meisten Virologen nur max. 2-3 Jahre (s.a. WHO), die Herdenimmunität würde so also NIE erreicht!!!

      Wie schon gesagt, wissenschaftlich ist der schwedische Weg klar gescheitert, wer das ganz offensiv bestreitet, wie Sie, oder die Frage gezielt und bewusst offen lässt (wie Quarks, und auch nicht auf Kritikpunkte reagiert) wird dies nicht wissenschaftlich begründen können, Ursachen müssen da woanders liegen, ich hatte diese hier ja schon genannt.
      Gruß
      Ludwig

      P.S.:
      Einfach mal dies von Tomas Pueyo. dem „Erfinder“ des „Hammer and Dance“-Modells lesen, auch bitte die Quarks-Redakteure:
      https://medium.com/@tomaspueyo/coronavirus-should-we-aim-for-herd-immunity-like-sweden-b1de3348e88b

      Vielleicht hilft´s, wenn ich Zeit habe schreibe ich dazu noch was .. (hatte ich schon lange vor!)

      1. Ach… und das hier ist keine Propaganda????Herrlich, Leute angreifen und selber dann loslegen und jetzt schon entscheiden, was richtig ist. MUTIG, MUTIG. Schafe gegen Aluhutträger. HERRLICH

      2. Ich finde Ihren Beitrag etwas zu fanatisch. Schweden hat Maßnahmen ergriffen, die sich bis in alle Ewigkeit durchhalten lassen, wir nicht. Sobald die Lockerungen zu weit gehen, wird uns eine 2. Welle überrollen.
        Bilanziert wird am Ende.

      3. Grundsätzlich bin ich ein Freund sachlicher Diskussionen . An der Sache und für die Sache klar zu diskutieren, kann eine Debatte nur weiterbringen. Sachliche Argumente regen zum Nachdenken an. Der persönliche Angriff hat dabei nichts zu suchen.
        Ihre Antwort ist im höchsten Maße beleidigend und entzieht sich allein schon dadurch der Sachlichkeit.

        @quarks warum lassen sie so etwas zu ?

  17. Ich verstehe ja, das sich viele über das schwedische Modell mit so vielen Toten (4854 am 12.06.)* aufregen, aber andererseits verstehe ich nicht, das es übrhaupt keine Berichte oder nur Andeutungen über die fast doppelt so hohe Todesrate ( 9646 am 12.06.)* in Belgien gibt. Dabei hat Belgien nur knapp eine Millionen Einwohner mehr als Schweden. Liegt es vielleicht daran, dass die EU in Belgien sitzt?
    * Quelle: https://www.worldometers.info/coronavirus/

    1. Ein Grund dürfte sein, dass sich die belgischen Corona-Maßnahmen im Gegensatz zu den schwedischen nicht besonders von anderen Ländern unterschieden haben. Und es gab hierzulande ja die große Debatte, ob die Schweden es nicht besser machen. Nichtsdestotrotz gab und gibt es aber auch Berichte über Belgien, nur nicht so viele: https://www.tagesschau.de/ausland/belgien-corona-pandemie-101.html — In dem Bericht kannst du auch eine Erklärung für die hohen Todeszahlen nachlesen, demnach liegt es an einer anderen Zählweise (auch Verdachtsfälle in Seniorenheimen wurden berücksichtigt), aber es wurde offenbar auch erst spät auf die Pandemie reagiert.

    2. ich finde es auch interessant, wie selektiv hier alles verglichen wird. Mein Holstein vergleicht sich lieber mit dicht besiedelten Hotspots wie Mailand und New York statt mit Nordeuropa. So lächerlich. Und jeder, der Schweden nur in den Mund nimmt, wird niedergebügelt mit den Toteszahlen. Abgerechnet wird nach der Saison. Und ich wette – wie so oft bei Viren_ interessiert den Covid Virus auch nicht, was wir alles veranstalten. Die prozentalen Zahlen werden sich angleichen. Aber wir rechnen dann später ab.

  18. In Deutschland starben in 2018 täglich 2616 Menschen. Die Gesamtzahl der Toten in D mit dem Zusammenhang zu Corona bis heute liegt bei 8613. Wenn man die Anzahl der Toten in D. seit dem 1. Januar bis 06. Juni auf Basis von den Daten von 2018 errechnen würde, dann wären es 410744. So gesehen, wären die Corona-Toten ca. 2,1% von allen Toten in D.
    In Schweden wären es entsprechend 11,5% also deutlich mehr, aber auch eigentlich lächerlich um überhaupt über einer Pandemie zu sprechen.
    Man muss auch bedenken, dass jedes Jahr sterben viele Menschen nach einer Grippe. Ich bin überzeugt, dass es dieses Jahr genau so ist. Mehr noch – ich kann wetten, dass in der Sterblichkeit-Statistiken diese „Pandemie“ gar keine Spuren hinterlässt. Die statistischen Kurven der Sterblichkeit werden ganz ähnlich in 2020, wie in vergangenen Jahren. Ob man Restriktionen anlegt, oder nicht. Sicherlich mehr Tote werden durch Zigaretten und Autounfälle verursacht. Aber wir werden mit den Wirtschaftlichen folgen noch lange nicht fertig. Und die neuen Kredite werden alle zurückzahlen müssen. Vielleicht waren die Kredite die wahre Ursache der „Pandemie“?

      1. wollen wir wetten? 100 Euro? Wir prüfen es in zwei Jahren, OK? Die Zahlen sind lächerlich auch in den Länder, wo am meisten Leute gestorben sind, also in Frankreich, Spanien und Italien. Es sind keine Werte, die prozentual eine Bedeutung haben. In Deutschland sind es ein bisschen mehr als 2 Prozent von allen Toten. Wer kann es wissen, wie viele davon so wie so gestorben wären. Aber egal. Nur ein bisschen mehr als 2% von allen wird sicherlich keinen Unterschied machen. Ja, es ist haltbar, wenn man ein Gespür für Zahlen hat. und sich der allgemeiner Propaganda nicht beugt.

    1. @Wlodek
      1. eine Pandemie wird nicht so definiert, dass sie selbst unter teils massiven Gegenmaßnahmen eine Übersterblichkeit von über 10% (oder was auch immer) zu erreichen hätte

      2. zu den „ Spuren“ in den „Sterblichkeit-Statistiken“ einfach mal diesen Link anklicken
      https://public.flourish.studio/visualisation/2562261/
      und nur schauen, hingucken, wie der COVID Balken nach oben klettert, und wenn möglich(?) ohne Vorurteile ein klein wenig Nachdenken .. (so schwer kann es doch nicht sein!)

  19. Redaktionell klarer dargestellt werden sollte, ob die Regierung drastischer agiert, als ihr Chefepidemiologe es will; denn oben steht einerseits
    „Anders Tegnell, der als Chef-Epidemiologe bezeichnet wird … ist weiterhin überzeugt, dass der Kurs seines Landes “effektiver” sei als “drastische” Maßnahmen wie etwa monatelange Schulschließungen.“
    und andererseits, Schulen ab 9.Klasse seien geschlossen.

    1. Wir wissen jetzt nicht genau, was du hier gerne redaktionell klar gestellt haben möchtest…denn es ist so wie in jedem Land: Die Regierung hat einige Berater (Virologen oder Epidemiologen) – Anders Tegnell ist Schwedens „Chef-Epidemiologe“, so wird er immer betitelt. Diese Berater geben Empfehlungen an die jeweilige Regierung; ob diese sich dann an diese Empfehlungen hält oder leicht davon abweicht, ist dann letztlich eine Abwägung und eine politische Entscheidung.

      1. „Der Kurs“ Schwedens enthält „monatelange Schulschließungen“ ab 9.Klasse. Tegnells beide Alternativen sind also irreal. Noch irrealer ist diese gestrige Behauptung Ihrer Kollegen vom DLF „… Schweden, wo es ja bekanntlich kaum Beschränkungen wegen des Virus gibt …“ https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-warum-die-todesrate-durch-das-coronavirus-in.1939.de.html?drn:news_id=1137777 Auch Selbstbeschränkungen sind ja Teile der Beschränkungen. Hätten die DLF-Kollegen Ihren Artikel gelesen …

  20. Vorab ein Fazit bzgl. der Todeszahlen:
    *** Oder anders gerechnet, bei aktuell ca. 8.000 Toten in D, wären nach schwedischem Modell hier ca. 48.000 bis 208.000 Menschen mehr, also zusätzlich gestorben! ***

    Wie soll man dies als „ungefährliche Strategie“(@Cmiel) werten können, oder als eine offene Frage (@Quarks)? Ja, wenn Tote nicht zählen (auch die Erkrankungen, Erkrankten an sich), ja dann ..

    Dazu aus meinen Postings zusammengefasst (aus anderen Seiten)
    Ich möchte dies zu veranschaulichen noch folgenden Link zur Übersterblichkeit hinzufügen (leider mittlerweile hinter Paywall):
    https://www.nytimes.com/interactive/2020/04/21/world/coronavirus-missing-deaths.html

    da sieht man anhand der Grafiken vieler Länder den Verlauf der Sterblichkeiten vor dem Hintergrund der Durchschnittswerte sehr gut.
    Wir stehen dabei echt gut da, andere nicht!

    Neben den USA, bzw. NY, Spanien etc. sieht man da auch Schweden mit einem deutlichen Peak!
    Griechenland wird leider nicht aufgeführt, haben die doch in etwa die gleiche Bevölkerungsanzahl wie Schweden (10Mil.), sind dichter bevölkert und haben aber nur ca. 1/20 der Todesfälle ..

    Also, für die, die den schwedischen Weg so toll finden, auch dies:
    „Where we found higher deaths than normal

    Area: PCT. above normal ** Excess deaths − Reported Covid-19 deaths =Difference:
    U.K.: 67% ** 53,300−36,586=16,700
    Sweden: 27% ** 3,300−2,996=300
    Germany: 6% ** 4,100−2,661=1,400
    Denmark: 5% ** 300−492=<0
    Norway: Normal ** <100−198=<0

    Kurz erklärt (die Datenbasis ist schon älter, bzw. meine Abfrage dort):
    – Dänemark und Norwegen hatten keine, oder nur geringe Übersterblichkeit, daher auch nur bezogen auf die Corona Zahlen <0 an „mehr“ Toten, dagegen
    – Deutschland, 6% Übersterblichkeit, dabei ca. 1.400 Tote (ohne offizielle Corona-Fälle) mehr
    – Schweden, 27% Übersterblichkeit, dabei ca. 300 Tote (ohne offizielle Corona-Fälle) mehr, da Schweden nur 1/8 der dt. Bevölkerung hat, wären das auf D umgerechnet 2.400 Tote mehr

    Die offiziellen Corona-Toten lagen demnach (bezogen auf die Bevölkerung) in Schweden um das 9fache (!) höher als in D, in absoluten Zahlen für Deutschland: 22.300 zusätzliche Tote (insg. dann 26.400), also beim Schwedischen Weg (nach damaliger Datenlage!)
    Die Übersterblichkeit lag demnach in Schweden um das 4,5 fache höher als in D, oder in Zahlen auf D (auf die Bevölkerung) bezogen: wir hätten demnach zusätzlich 14.350 (insg.: 18.450) mehr an Toten, also beim Schwedischen Weg
    Deutschland hat 8x mehr Einwohner als Schweden und eine 10x höhere Bevölkerungsdichte, dies soll dann auch folgende Grafik des Links veranschaulichen (aktuelle Daten):

    http://phico.io/coronavirus/charts/index.html

    dort kann man alle möglichen Länder vergleichen, die die einen interessieren in der Grafik anklicken.

    Wählt man dann dazu zb. Folgendes aus:

    x Per 100 000 inhabitant
    x At same density (100 hab/km2)

    so hatte man (vor ca. 1-2W.) bei Greece Werte von max. ca. 0,16 (im Schnitt ca. 0,06-0,08)
    aber bei Schweden max. 5,5 (im Schnitt ca. 0,5-4)
    also in Schweden sterben demnach so grob in der Spitze 35x mehr Menschen, im Schnitt grob 10x – 50x mehr, also wenn man dies pro Einwohner bezogen auf die Fläche sieht.

    Schweden hat wenige Anti-Corona Maßnahmen ergriffen, GR ganz rigorose und vor allem sehr früh.

    Auch D liegt in der Spitze mit 0,26 und im Schnitt ~0,07-0,15 deutlich unter Schweden, als ca. mit 1/20, bzw 1/7 – 1/27 der Anzahl an Toten.

    Oder anders gerechnet, bei aktuell ca. 8.000 Toten in D, wären nach schwedischem Modell hier ca. 48.000 bis 208.000 Menschen mehr gestorben!

    Also grob(!) geschätzt, finde, wie vieles andere auch, das spricht klar gegen das schwedische Modell, i.ü. wurde unlängst dort doch wieder die völlig irre Herden-Immunisierung angestrebt! (dazu habe ich hier schon einiges geschrieben, in den Kommentaren)

    Also, so weit mein älteres Posting (leicht überarbeitet)
    Wer kann da noch davon reden, dass
    * der schwedische Weg besser wäre, oder auch nur
    * dies noch nicht geklärt sei (wie auch Quarks schreibt), dass also am „Ende“ dort in der Summe es besser gelaufen sei als zb. in Deutschland?

    Ich finde das absurd und unhaltbar, ja wie soll dass denn gehen???
    Bitte erklären, oder Text revidieren!
    MfG
    Ludwig

  21. Quarks: „Schon jetzt haben die Schweden aber mehr Tote pro Einwohner als wir in Deutschland“
    Richtig! Eine zunehmend sich verschlechternde Bilanz!
    Wie kann man das ignorieren?
    Daher habe ich ein Problem:

    Quarks (Fr. Franck) schreibt als Resümee: „Welche Verfahren und Strategien [also zB. milder Lockdown wie in D, oder schwedischer Weg] auf lange Sicht erfolgreicher sind, werden Wissenschaftler vermutlich erst rückblickend vollständig beurteilen können“
    Meine Frage:
    *** Wie definiert ihr diesen Erfolg, und wie soll da Schweden zukünftig überhaupt besser sein können als zb. D, wo alle Daten und Trends das genaue Gegenteil belegen?***

    Ihr behauptet hier also, das am Ende der schwedische Weg der sehr mäßigen Beschränkungen erfolgreicher sein könnte, also ohne Ausgangsbeschränkungen, ohne echtem Lockdown, sondern mit offenen Restaurants, größtenteils offenen Schulen, mit dadurch miserablen Todesfallstatistiken, die sich auch noch zunehmend im internationalen (zb. EU) Vergleich verschlechtern, gar bei begründeten Verdachts auf eine euthanasistische Praxis (über 80j Covid-19 Fälle werden nicht mehr behandelt, nur palliativ, lässt man einfach sterben, siehe zb. „Heute“ im ZDF vom 21.5.20)
    https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-schweden-sonderweg-ergebnis-100.html

    Wie soll sich da Schweden am Ende als der bessere Weg herausstellen können, dann frage ich mich: WIE DAS?!

    https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/karte-sars-cov-2-in-deutschland-landkreise/?utm_source=tagesspiegel.de&utm_medium=html-box-home&utm_campaign=corona
    dort **Todeszahlen international**, pro 100.000 Einwohner, linear anklicken! Dann sieht man es deutlich!

    man schaue sich da die Graphen der Todesfälle/Einwohner an und vergleiche zb. Schweden mit D.
    Wie soll es da möglich sein, bezogen auf die gemeldeten Todesfälle, das Schweden jemals eine bessere Bilanz haben könnte als D? mE praktisch ausgeschlossen!
    (ganz zu Schweigen dazu im Vergleich zB. Griechenland, die einen harten, schnellen Lockdown durchführten und in dem o.g. Link in der Grafik gar nicht auftauchen, da sie weniger als 100 Tote hatten, bei ca. 10 Mill. Einwohnern!)

    – Was ist also euer Maßstab, dies zu behaupten, wenn alle Daten was anderes sagen?

    – Was müsste geschehen, was wäre überhaupt denkbar, damit Schweden am Ende weniger Tote, auch weniger Erkrankte hätte (denn die leiden zT. stark unter Covid-19, und müssen mit zT. Lebenslangen Folgewirkungen rechnen!) als zb. Deutschland?

    – Sind die rein medizinischen Daten für euch kein Maßstab, gelten nur wirtschaftliche Werte, oder behauptet ihr, dass durch die Nebenwirkungen des Lockdowns insgesamt mehr Tote, Kranke als ohne diesen verursacht würden? Wenn Ja, ist das reine Spekulation (die gerade von Rechts- wie Linkspopulisten und Alu-Hut-Träger sehr populär sind, ist das euere Position?) oder könnt ihr dafür Fakten, Daten nennen?

    – Warum Kommen in dem Artikel nur Wissenschaftler vor, die wie vor allem Kekulé auch für D einen ähnlichen Weg wie in Schweden fordern (s. u.a. Artikel i.d. Zeit, und sein Konzept mit B. Palmer ..) oder wie Radbruch dafür relativ offen sind. Radbruch: “Ob die Strategie richtig oder falsch ist werden wir erst mit einigem Abstand beurteilen können”?

    – Warum zB. kommen keine Kritiker der Schweden zu Wort, wie Prof Lauterbach: „die Schweden handeln unverantwortlich“, .. Die Sterblichkeit in Schweden sei drei- bis viermal so hoch wie in Deutschland. Das sei ein „erbärmliches Ergebnis“ und könne kein Vorbild sein. „Grob gesprochen, werden dort sehr viele ältere Menschen geopfert, damit man da im Café sitzen kann.“ (so bei Maischberger)

    – Sie schreiben: „Daraus lässt sich aber nicht direkt ablesen, ob bzw. dass das schwedische Modell gescheitert ist“!!
    Mich würde wirklich interessieren, woran dann???
    Oder ist das in diesem Relativismus völlig egal was man in der Pandemie macht, da letztlich nicht genau zu ergründen (wir hätten ja zu wenige Daten) und am Ende könnten gar die USA, oder Brasilien als am „erfolgreichsten“ dastehen?

    Gibt da auch so eine Kampagne von der BILD, pro schwedischem Corona-Weg.
    https://uebermedien.de/49070/hoert-mir-auf-mit-schweden/
    „Die „Bild“ hat eine eigene Rubrik eingeführt: „Und wie geht‘s Schweden?“ ..Und in dem Prozess, die hiesigen Maßnahmen als falsch oder überzogen darzustellen, ist Schweden der vermeintlich perfekte Kronzeuge..
    Mit dem Fingerzeig auf das größte skandinavische Land soll viel zu häufig nur die eigene Meinung legitimiert werden.“

    Aber auch dem Grundtenor dieses Artikels „Abgerechnet wird in zwei oder drei Jahren“ unter der Überschrift „Überraschend hohe Todesrate“ kann ich nicht zustimmen, und frage ich mich wirklich, wie das zusammenpasst!? Sind Tote, vor allem ältere Sterbende egal?
    Dies müsste auch dem letzten klar machen, in welchem gesellschaftlichen Umfeld auch solche Artikel wie hier von Quarks stehen, und welche Verantwortung sich daraus ergibt!

    Es gibt genau in diesem Zusammenhang eine Hetzkampagne gegen Wissenschaftler wie Prof. Drosten (Charité), Prof. Lauterbach (SPD), diese, und auch jetzt MP Söder (CSU) haben Morddrohungen erhalten (auch Briefe mit „SARS-CoV-2“-Röhrchen), und es ist hoffentlich nicht vergessen, dass in so einer aufgehetzten Stimmungslage solche Drohungen auch schon realisiert wurden, 1968 mit dem am Ende leider noch erfolgreichen Mordanschlag auf Dutschke (der Attentäter gab an wg. der BILD Kampagne auf Dutschke geschossen zu haben, begann dann Selbstmord i.d. Zelle) und auch der Mord an Lübcke (2019) kam nicht aus dem gesellschaftlichen Nichts ..

    MfG
    Ludwig

    P.S.:
    Daten und Fakten warum der schwedische Weg keine Alternative, sondern hochgefährlich ist, und als gescheitert gelten muss, habe ich hier schon in anderen Postings genannt!

    So hier gerade aktuell der schwedische Ober-Epidemiologe himself:
    https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.corona-pandemie-schwedens-chefepidemiologe-kritisiert-den-eigenen-sonderweg.45d41eee-2b73-4a68-a089-c5bc2bc3acc6.html
    „Schwedens Chefepidemiologe kritisiert den eigenen Sonderweg
    Stockholm – Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell hat sich erstmals selbstkritisch über den schwedischen Sonderweg in der Corona-Krise gezeigt. Schweden hätte schon von Beginn an mehr Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ergreifen sollen, sagte Tegnell, .. Zu viele Schweden seien zu früh gestorben“

    1. @Christopher/Quarks (dein Posting ist jetzt verschwunden … nun gut)
      Hallo, Danke für die Antwort, und da möchte ich was richtigstellen.
      Ich will euch keinesfalls mit der Praxis bestimmter Medien vergleichen, die eine ganz bestimmte politische Agenda verfolgen, und sich damit oft rücksichtslos sowohl gegen die Wissenschaft, den Humanismus, als auch gegen bestimmte für sie „unbequeme“ Menschen oder gar Bevölkerungsteile stellen!
      Auch nicht eine irgendwie geartete Gemeinsamkeit unterstellen!
      Meine Absicht war und ist, auf das Vorhandenseins dieser, auch anderweitig medial sehr mächtiger Tendenzen in der Gesellschaft hinzuweisen, und im Anbetracht dessen eine besonders gründliche Recherche hier des „Fall-Beispiels: Schweden“ einzufordern, und erwarte daher mE besonders leichtfertige und unhaltbare Aussagen besonders zu validieren, und wenn dies nicht möglich ist, diese zu revidieren!

      Denn auch noch so gut gemeinte Artikel zu diesen Themen werden schnell missbraucht, vllt. auch fehlinterpretiert, wenn sie nicht eine klare, faktenbasierte Sprache sprechen.

      mE ist es klar, dass der schwedische Weg unter den Aspekten der Sterblichkeitsraten, mittlerweile auch der Infektionsraten, zunehmend auch wegen seiner sich im internationalen Vergleich tendenziell sich zunehmend verschlechternden Bilanz, ohne dabei einen substanziellen wirtschaftlichen Vorteil erhalten zu haben, das also dieser Weg als gescheitert zu werten ist!

      Man kann sich hier
      http://phico.io/coronavirus/charts/index.html

      etl. Grafiken anzeigen lassen, Todesfälle, Infektion bezogen auf die Bevölkerungszahl, einzeln, kumuliert, zeitlich angepasst, oder nicht, selbst wenn ich dabei die Bevölkerungsdichte außer Acht lasse, schneidet Schweden (S) immer sehr schlecht ab, in seiner Entwicklung der letzten Tage/Wochen auch schlechter als Italien, zT. auf dem Niveau der USA, oder schlechter ..
      Unter Berücksichtigung der Bevölkerungsdichte hat S nach Kanada die weltweit schlechtesten Todeszahlen! (gut, .. immer auch eine Frage der Berechnung)
      Und natürlich stecken sich in einem Land, deren Bevölkerung sich auf 10x so viel Fläche verteilt (dadurch zwangsläufig weniger Kontakte haben) weniger unter ansonsten gleichen Bedingungen an.

      Wenn man da Schwedens Anti-Corona Strategie noch als einen im Sinne des Humanismus vernünftigen, gangbaren Weg ansehen will, muss man das faktenbasiert begründen!

      zB. damit, aber dann ganz Konkret: stimmen die o.g. Zahlen/Daten (im Link) nicht, sind die nicht vergleichbar?
      – Werden die Corona-Toten dort so anders, so „großzügig“ gezählt, dass dies die Statistik derart verfälschen würde? (dies, wo S seit Wochen sogar deutlich schlechtere Zahlen hat als Belgien, die gemäß Quarks besonders schnell Verstorbene als Corona-Tote erfassen!)
      – Gleiches gilt für die PCR-Tests (mW. Testen die deutlich weniger als Deutschland, daraus entsteht also auch kein statistischer Vorteil für D)

      Also, warum sollten die o.g. Daten und Grafiken einen falschen Eindruck vermitteln?
      Wenn nicht, ist Schweden gescheitert!

      Oder, wie schon gesagt, argumentiert man mit höheren Suizidraten, hatte ich hier auch schon Pi mal Daumen quantifiziert und mE als Argument damit widerlegt, kurz: wenn sich in D wg. des Lockdowns doppelt so viele das Leben nähmen (in Griechenland waren es während der schweren Zeit nach der Finanzkrise ca. 50% mehr, und da ist zudem unter der Troika noch fast das ganze Gesundheitssystem zusammengebrochen (so ca. –40%), d.h. sehr viele Leute waren da so arm, die konnten sich noch nicht mal Medikamente und einen Arzt leisten!) .. so wären das also in Deutschland 25 Tote pro Tag zusätzlich, wir hätten aber statt dessen viel, viel mehr Corona-Tote, selbst wenn man das so aufrechnen könnte, spräche das klar gegen S!
      Und wenn nicht, wäre es eine ethisch Frage derart, was schlimmer wiegt, ein (vom Virus) erzwungenes z.T. erbärmliches Sterben in Atemnot, einsam, unter Schmerzen, an Covid-19, oder ein Selbstmord wegen einer vorübergehend angeordneten Ausgangssperre ..? Beides ist grausam (Niemand bringt sich ohne Grund um, wenngleich ich meine, dass es da sicher andere maßgebliche Faktoren gäbe, als einen milden Lockdown ..), aber ich würde niemals argumentieren, dass ich um das letzteres zu vermeiden (Suizid) das erstere bewusst in Kauf nähme, das ist aber letztlich eines der Standard-Forderungen der Lockdown Gegner!
      Humanistisch unhaltbar!

      Auch die Frage der „Kollateral“-Toten, zB. der Herzinfarkte die im Lockdown nicht behandelt würden, habe ich mE klar aufgezeigt, ist eine „Milchmädchenrechnung“, sprich: Falsch!
      Das Gegenteil ist Richtig;
      https://www.quarks.de/gesellschaft/wissenschaft/wie-viele-menschen-sterben-an-corona/
      dazu mein Posting:
      „** Weniger Tote durch reinere Luft **“

      Ja sicher, auch die Einschränkungen für Kinder sind zu bedenken, aber wiegt dass (in D) zusätzliche 10-100Tausende von Toten, und dem zig-Fachen an Kranken, Infizierten auf?
      Man kann dies so sehen, aber ist dies human?
      Wie sieht das Quarks?

      Oder wiegt das mehr an Freiheit dieses vermehrte menschliche Leid und Sterben auf?
      Auch eine ethische Frage, mE aber auch ein unhaltbarer Standpunkt!

      Der Meinung kann man aber sein, und wenn dies der Maßstab sein soll, an Hand dessen eine Anti-Corona Strategie bewertet werden soll, und nicht die o.g. Fallzahlen, dann muss man dies aber auch Klipp und Klar so benennen!
      Dass heißt dann aber letztlich, die Spaßkultur steht über dem Recht auf Leben und körperlicher Unversehrtheit, so wie bildlich und räumlich demonstriert von ca. 3.000 Techno-Fans die in Berlin unlängst vor dem Urban-Krankenhaus, in dem Covid-19 Patienten lagen, die zT. Künstlich beatmet wurden und ums Überleben kämpften. Davor also ohne Sicherheitsabstand, ohne Masken, zu lauter Musik Party machen und feiern, als Boots-Demo für die Berliner Clubszene für 100 Personen angemeldet!

      Wo soll der Weg also hinführen?

      Oder gar nach einem sich Selbst-Opfern der Alten, freiwillig den Covid-19 Tod zu akzeptieren, sich selbst, das eigne Leben als wertlos begreifend im Vergleich zum Recht auf Arbeit und Wohlstand für alle, sich dem Tod hinzugeben, also nach einer Art Corona Euthanasie!?
      Wer das übertrieben findet, der höre nur, was Peter Singer, ein bekannter Philosoph und Ethiker dazu sagte, nämlich genau das!
      Das Leben alter Menschen ist in Abwägung zur drohenden Wirtschaftskrise (in der USA) das geringere Gut, sprich: Sterben für die Prosperität! (so im Interview heute bei 3SAT: nano)

      Das erinnert mich sehr an den sehenswerten Science Fiction Film (von 1973):
      „Soylent Green … Jahr 2022 … die überleben wollen“
      wo alte Menschen nur noch als Tote einen Wert haben
      https://de.wikipedia.org/wiki/%E2%80%A6_Jahr_2022_%E2%80%A6_die_%C3%BCberleben_wollen

      Das ist ein unglaublicher Vorgang, auch, wie eine „Ethikerin“ bei „nano“ den Trumpchen Weg des Lockdown- Abbruchs mit der angeblich nur so zu vermeidenden Rezession befürwortet, das ist gelebter Sozialdarwinismus!
      Denn zum einen, gerade Randgruppen, Unterprivilegierte, Schwarze und eben Alte, Kranke waren und werden vermehrt Corona-Opfer! (wie auch in Schweden)
      In einem der reichsten Länder der Erde den Tod zahlreicher vorwiegend alter Menschen zu propagieren und zu veranlassen (Öffnung des Lockdowns) um ein System massiver sozialer Ungleichheit & Ungerechtigkeit zudem von hervorstechender globaler wie sozialer Destruktivität zu bewahren (Stichworte: Klimakrise, Grenzen des Wachstum, Rassismus ..) ist entweder nur dumm, oder Ausdruck eines rücksichtslosen inhumanen kapitalistischen Sozialdarwinismus!
      Nicht umsonst brennen gerade jetzt die Straßen in den USA, rassistische Polizeiübergriffe sind nicht neu, die gabs schon immer, leider!

      Soll dass auch die Ethik, der Maßstab sein, den schwedischen Weg zu beurteilen?
      Und wenn nicht, wie kann dieser sich denn noch als positiv erweisen?

      Oder ist dies gar irrelevant (ja, auch die Ethiker die sich so gerne über die Triage äußern, werden es wohl verschmerzen ..), es besteht gar kein derartiger Gegensatz zw. Corona-Bekämpfung und wirtschaftlichen Wohlstand:
      https://www.ifo.de/DocDL/sd-2020-digital-06-ifo-helmholtz-wirtschaft-gesundheit-corona_1.pdf

      „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine leichte, schrittweise Lockerung [Reproduktionszahl Rt = 0,75] der Beschränkungen den Weg mit den niedrigsten wirtschaftlichen Kosten darstellt. ..
      Die Strategie umsichtiger, schrittweiser Lockerungen ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gesundheitspolitisch vorzuziehen.
      .. Es zeigt sich insofern, dass es in Bezug auf eine starke Lockerung der Maßnahmen keinen Konflikt zwischen wirtschaftlichen und gesundheitlichen Kosten gibt – aus beiden Blickwinkeln betrachtet ist eine zu starke Lockerung (Rt >= 1) nicht wünschenswert“

      Wie kann also der schwedische Weg dann auch wirtschaftlich gesehen besser sein, wo dort Rt>=1 ist (jedenfalls weit über 0,75) und die zudem auch ein vielfaches unserer Fallzahlen haben?

      In Sachen Bekämpfung der Corona-Pandemie zeigen mE alle relevanten Daten, dass der schwedische Weg ein gefährlicher Irrtum ist, auch das Gesagte zu den vermeintlichen Vorteilen Schwedens, da sie keinen Lockdown machen müssten etc. ist unhaltbar, sorry: Blödsinn!

      1. bei einer evtl. 2 Welle (egal wo) gibt es keine nennenswerte Immunität i.d.Bevölkerung, die Herden-Immunisierung ist ein gefährliches, zudem brutales Märchen! D.h. die Schweden hätten da keinen Vorteil, und überhaupt, worin soll der Benefit bestehen, möglichst viele Menschen krank zu machen, gar todkrank?! Selbst bei einer evtl. Immunisierung ist unbekannt, ob und wie lange sie anhält, evtl. nicht länger als 6 Monate, d.h. der „freudige“ schon von Covid-19 genese Stockholmer hat dann – Tegnell sei Dank – vllt. gar 2x im Jahr das „Vergnügen“ einer Corona-Erkrankung!

      2. Wir befinden uns in D schon im wesentlichen in der Phase nach dem Lockdown! Großveranstaltungen sind (und werden wohl) allerdings genauso wie in Schweden verboten bleiben, Geschäfte, Restaurants,Kinos etc. werden auch hier schon wieder geöffnet, der Unterschied – wenn ich das richtig sehe – sind im wesentlichen die Schulen und Kitas. Wenn(!) wir das klug machen, gibt es keine 2.Welle in D, und damit dass Ganze dazu gesagte als Vorteil für Schweden wäre somit substanzlos.
      Käme es anders, ja dann haben wir halt eine ähnliche Entwicklung wie in Schweden, was zB. den R-Wert betrifft, aber auf einem ganz anderen Niveau! Wir kämen aktuell von vllt. 300-500 Neuinfizierten pro Tag, Schweden aktuell im Mittel bei ca. 600 pro Tag (am 3.6. gar mit 2.214! ein Korrekturwert?), bezogen auf D sind dass 4.800 Neu-Infektionen, also in etwa so viele wie in unserer „Hoch“-Zeit (ohne Berücksichtigung der Bewölkungsdichte!)

      Die Schweden, dass zeigen die Daten (s.o.Link) haben seit Wochen deutlich höhere Neu-Infektionen und Tote als alle anderen europäischen Länder!
      Alle anderen Länder sind rückläufig bei diesen Zahlen, die Schweden bei den Toten nur minimal, die Infektionsrate ist seit 2 Monaten fast gleich hoch! (evtl. auch i.d Erfassung durch eine zu geringe Test-Anzahl limitiert? Wer weiß das?)
      Schweden kommt da ohne einen ähnlichen Lockdown wie in D nicht runter, wie lange halten die das noch durch, vor allem wenn es im Herbst schlimmer wird?

      Wir dagegen haben einen Bonus der niedrigen Fallzahlen, kennen mittlerweile das Virus besser, tragen (hoffentlich) weiter Schutzmasken, bekommen (hoffentlich) bald eine Tracing App, und haben von daher gute Chancen, eine 2.Welle zu verhindern, oder flach zu halten.

      Auf keinen Fall, das sagt ja die Logik, könnten wir was diese Zahlen betrifft, am Ende schlechter dastehen als Schweden, denn wir haben bislang je nach Schätzung schon einige Zehntausend, bzw., s.o., gar bis 200.000 Tote weniger als beim schwedischen Weg auf D bezogen, und alles was jetzt aktuell in Schweden in Sachen R (also Reproduktionszahl, Ansteckungsquote) gilt, bzw. erreicht würde, gälte ja auch für uns, d.h., wenn wir die gleichen Regeln wie die Schweden hätten, also so weit lockern würden (zb. Schulen auf), hätten wir im Verhältnis beide das gleiche „parallele“ relative Infektionsgeschehen (nicht in absoluten Zahlen)!
      Im günstigsten Fall bliebe das Corona-Level konstant (wie jetzt ja auch bei den Schweden),
      sollte es bei uns im Gegensatz dazu ansteigen, dann nicht weil wir den Fehler eines verfrühten/unnötigen Lockdowns gemacht hätten, sondern wahrscheinlich deswegen, weil Deutschland 10x dichter besiedelt ist, und das die Pandemie im Vergleich zu Schweden begünstigt.

      Viele Worte, für einen klaren Sachverhalt:
      Davon zu reden, der schwedische Sonderweg könne am Ende sich als der Bessere herausstellen ist mE bzgl. aller Daten haltloser Unsinn!
      Es sei denn, gewisse humanistische Wertungen (gar das GG?) gelten nicht mehr ..

      MfG
      Ludwig
      (und Danke für eure Arbeit und das Forum)

  22. Etwas ganz Entscheidendes wird in der Corona-Historie immer und immer wieder vergessen oder bewusst unterlassen: Wer stirbt AM Virus und wer stirbt MIT dem Virus. Weil das bei den veröffentlichten Zahlen stets im Dunkeln verbleibt, sind so gut wie alle Zahlen zu den „Corona-Toten“ unbrauchbar, weil entweder ungenügend beschrieben oder unwissenschaftlich erfasst. Tatsächlich erfordert es umfangreiche und teure Analysen, um herauszufinden, ob jemand, in dessen Blut ein Virus zu finden ist, bestimmte Symptome desenthalben hat – oder wegen etwas ganz anderem. Und ob dieses Virus dann auch tatsächlich den Tod verursacht hat, steht wieder auf einem anderen Blatt. Die Corona-Krise zeigt: Die mikrobiologische Medizin ist vor allem eine Ansammlung von Theorien, häufig mehr Glaubenskrieg als wie unverrückbare gesicherte Erkenntnisse. Von daher geht Schweden einen guten Weg, sie erkennen den „Nebel des Wissens“ zumindest als Nebel an.

    1. Ob „am“ oder „mit“ spielt erstmal gar keine Rolle und das hat nichts mit Wissenschaftlichkeitsdefiziten der Handelnden zu tun. Einen besseren Überblick bekommt man ohnehin nur im Nachhinein, wenn man die Übersterblichkeit berechnen kann und dabei Sondereffekte isoliert hat. Zudem reduziert die Frage der Toten das Virus auf die sofort messbare, scheinbar bekannte Mortalität. Langfristig könnte bei beatmeten Patienten die Lebenserwartung sinken. Im Gesamten muss man später die Verdrängungseffekte ausgefallener anderer Untersuchungen und Operationen allerdings dagegen stellen. Auch darüber kann man nur später präzisere Aussagen treffen, also wenn beispielsweise die Zahl der Frauen mit kritischen Brustkrebs-Operationen steigt, verschleppten leichten Infarkten oder ähnlichem. Das staatliche Handeln in der Krise ist immer eine Wette. Wenn man sich die Entwicklungen in den USA und vor allem in Brasilien anschaut, dann sollte man froh sein, dass in Deutschland reagiert wurde wie man es getan hat. Das Geschehen in Schweden ist keineswegs eine gefährliche Strategie, wie es häufig undifferenziert dargestellt wird. Jedes Land muss auch die sozialen Zusammenhänge und Verhaltensweisen beachten. Was mit einer Bevölkerung in Schweden vielleicht funktioniert – mehr auf Eigenverantwortung setzen – kann in einem anderen Land fatal sein. Wenn ich mir die absurden Hygienedemos und die verbreitete Ignoranz so anschaue, bin ich fast wieder für schärfere Maßnahmen in Deutschland.

      1. @Cmiel
        richtig, die „ Hygienedemos“ sind mehr als absurd, nämlich gefährlich!

        Zur Übersterblichkeit und ob „an oder mit“ Corona gestorben siehe meine Kommentare, insbesondere:
        *** An oder mit Corona gestorben? Eine quantitative Abschätzung ***
        https://www.quarks.de/gesellschaft/wissenschaft/wie-viele-menschen-sterben-an-corona/

        nach rein statistischen Überlegungen wären dies max. 1%, nimmt man einen schon immensen Fehler von Faktor 10 an, sind wir mit 10% immer noch in einer Größenordnung, die faktisch zur Beurteilung der Lage völlig unwichtig ist (ob 8500 oder 7650 Tote), wenn zudem dazu noch die unerfassten Corona-Toten hinzu kämmen, am Ende sterben daher vllt. gar mehr Menschen an CoV-2 als offiziell erfasst! (aber wohl nicht in einer relevanten Größenordnung)

        Das meiste was Sie sonst schreiben, halte ich für faktisch, oder/und logisch Falsch, will mich nicht wiederholen, dazu auf o.g. Link meine Postings lesen (s.zb.: ** Weniger Tote durch reinere Luft ** „), da widerlege ich viele dieser Theorien recht ausführlich und eindeutig.

        „Das Geschehen in Schweden ist keineswegs eine gefährliche Strategie“ schrieben Sie, und irren sich, es ist gefährlich!
        s. dazu meine anderen Postings hier.
        MfG
        Ludwig

    2. Sehr geehrter Herr Hafner, wenn jemand auf Sie schießen würde, er will sie töten und zielt auf ihren Kopf, verfehlt diesen knapp und schießt Ihnen lediglich ein Ohr ab. Der Schmerz und der Stress lösen bei Ihnen einen Herzinfarkt aus, an dem Sie sterben. Ist jetzt ein Freispruch für den Schützen angebracht, da die Todesursache Ja de facto nicht der Schuss war?
      Ob „an“ oder „mit“ Corona halte ich für eine absolute irrelevante Fragestellung…..

  23. Eine interessante Aufstellung. Allerdings ist das Chart zu den Todesfällen per 100.000 Einwohner zumindest für die USA falsch. Der Wert ist ungefähr 30 und nicht 11. Das kann man auch durch einen einfachen, groben Cross-Check ermitteln. Deutschland hat etwa ein Viertel der Einwohner wie die USA. Die Zahl der Todesfälle liegt in den USA etwa 12 mal so hoch. Bei allen Unsicherheiten der Zählweise liegt Deutschland also deutlich besser als die USA.

  24. Wo sind in der Statistik „Tote pro 100.000 Einwohner“ Belgien, Großbritannien und die Niederlande? Diese Länder liegen nämlich auch noch vor Schweden. Einfach weggelassen???

    1. Das war keine böse Absicht. Man könnte die Zahlen noch ergänzen, da hast du recht. Belgien und GB haben tatsächlich mehr Todesfälle auf 100.000 Einwohner – die Niederlande allerdings nch unserem jetzigen Stand nicht. Dazu muss man ergänzend sagen, dass die Todeszahlen nicht so leicht vergleichbar sind, weil die Länder diese unterschiedlich erfassen. Belgien zählt auch Verdachtsfälle zu den Corona-Toten, da ist teilweise nicht sicher, ob sie überhaupt infiziert waren. Die Schweden sagen, ihre Zahlen seien hoch, weil sie mit dem Thema Palliativversorgung anders umgehen. Es ist also kompliziert.

  25. Wer mit seiner Strategie richtig liegt, wissen wir erst in 2 Jahren. Und auch dann kann man nicht pauschal die Strategie eines Landes auf ein anderes übertragen. Was in Schweden funktioniert (wer keinen Abstand hält, ist dumm), würde im südlichen Europa zur Katastrophe führen. Ich habe heute etwas auf Facebook gesehen, was die Skandinavier widerspiegelt: „Endlich hört dieser Unsinn mit 2 m Abstand auf, jetzt können wir wieder unsere normalen 5 m Abstand haben“.

  26. Tatsächlich suchte man einige Tage vergebens in den mainstream Medien nach Zahlen aus Schweden. Interessanterweise greift die JHU vor allem auf Zahlen der Morgenpost zurück, mit denen sie andere Zahlen ergänzt. Schaut man dort direkt nach (25.05.2020) haben die Schweden pro 100 000 heute 39, die Deutschen 10 Todesfälle. Aber die Niederlande haben 33 und Belgien 81! Wäre doch gut, wir könnten uns auf die Berichterstattung der Medien verlassen, indem sie wirkliche Vergleiche ziehen. Interessant wird es erst, wenn wir verläßliche Zahlen haben über die tatsächlich Infizierten ( also die Immunitätsrate), die in Göteborg in jedem Fall sorgfältiger ermittelt weroden ist als bisher in Deutschland. Außerdem befremdlich: Dass die JHU und damit wir alle letztlich auf die Daten einer privaten Mediengruppe zurückgreift, die der Funke Mediengruppe. Welche wissenschaftliche Reputation hat diese denn? Wer kontrolliert das, was dann die JHU oder das RKI in ihre mathematischen Modelle einspeist, auf deren Grundlage dann ein internatinaler LockDown beschlossen wird? (Quellen:https://www.tagesschau.de/inland/johns-hopkins-uni-corona-zahlen-101.html und https://interaktiv.morgenpost.de/corona-virus-karte-infektionen-deutschland-weltweit/)

    1. Wir haben uns aus genau diesen Gründen gegen die Zahlen der John Hopkins Universität entschieden und greifen auf die RKI Zahlen zurück. Aber, man muss es den Zahlen der JHU lassen: meist sind sie sehr zuverlässig und greifen den Zahlen des RKi lediglich etwas vor.

  27. Der schwedische Weg wird natürlich in den Mainstream-Medien schlecht gemacht, damit unsere Regierung ihren Lockdown mit seinen verheerenden wirtschaftlichen Folgen, die längst gravierender sind als das Virus selbst, rechtfertigen kann.
    Würde man zugeben, dass der schwedische Weg funktioniert, müsste man ja eigenes Politikversagen zugeben. Und das machen unsere Politiker nie!

    1. Kurz und praegnant zusammengefasst. Man will uns vermutlich kalt stellen um einen reibungslosen Ablauf in einen Staatskapitalismus zu gewaehrleisten, ist zwar eine spekulative These … wenn ich mir die Fiskalmassnahmen und neuen Gesetze so anschaue aber gar nicht mehr so abwaegig

    1. Danke, Hr./Fr. Maul..Korb, für den Link!
      Dieses Video hatte ich auch schon auf meiner Agenda.

      Denn was man dort sieht, ist ein 1A agitativer Propaganda Film, produziert von „Vincent“ Inhaberin Fr. Maischberger! Unter redaktioneller Mitarbeit des NDR, welches wohl ein spezielles Alu-Hut Biotop für regelmäßige FakeNews Produktionen darstellt, zb. wurde dort auch „bewiesen“ das NOx nix mit den Dieselabgasen zu tun hat, und dies, wie auch Feinstaub zu keinerlei Erhöhung von Sterbefällen führe, die heimische Kerze sei viel gefährlicher .. und auch der Volks-Aufklärer Dieter Nuhr sendet ja von dort aus seine Wochenschau.
      Auf der HP von Vincet-Maischberger wird eine Laudatio von BILD, WELT und Focus verbreitet: „So viel Wahrheit war selten in einer Talkshow“ („Focus“)
      Ja, denn dort kann man neben dem allgegenwärtigen Rechtspopulismus und Linken-Bashing (wie Maischbergers Verhöre zb. des MP Ramelow) auch erfahren, dass der anthropogene Klimawandel keinesfalls wissenschaftlich unbestritten sei, so „Welt“ Chef Stefan Aust über die „Klima-Hysterie“, dem Maischberger zustimmte.
      https://www.waz.de/panorama/maischberger-absurd-co2-doch-nicht-schuld-am-klimawandel-id227578415.html

      In dem Kontext verwundert dann auch nicht aus dieser Ecke ein:
      „Schweden-lässt- die-Menschen-sterben- denn-Sie-finden-dies-so-toll“ Werbefilm!
      Und da gibt es Alu-Hut Träger auf den „Hygiene-Demos“ die schreien „Lügenpresse“ und „wer ARD und ZDF guckt, hat seine Autonomie aufgegeben ..“
      Ihr Corona-Leugner müsst euch schon entscheiden, entweder ist alles Lüge im ÖRR, oder man kann dem doch Glauben schenken!
      Maischberger ist sicher ein Fels in der Brandung im Lügen-Meer, nicht umsonst können da aufrechte Demokraten und Volksaufklärer wie Hr. Weimar (ehemals Cicero, jetzt u.a. European Herausgeber) dort verkünden, es sei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so, dass SARS CoV-2 aus einem chinesischen Gen-Labor stamme, als Quelle (auf seinen Seiten des „European“) wurde dabei die britische Version der „BILD“ angegeben ..

      So wünsche ich mir aufgeklärten, fachlich fundierten Journalismus!
      In dem Sinne kann ich jedem frei und national denkenden Bürger nur den o.g. von Arte ausgestrahlten Aufklärungs-Film, mit feiner lieblicher musikalischer Untermalung, zur primären Entvölkerung unproduktiver Alte dringend ans Herz legen!
      In voller Glückseligkeit präsentieren sich dort willige Schweden, bereit zur Stärkung der Volksgesundheit durch Durchseuchungs-Selektion und dem auserwähltem Pfad der Volks-Herde-Immunisierung tief verpflichtet.

  28. Warum wird als scheinbarer Mangel des schwedischen Sonderweges herausgestellt, dass in Schweden „…bis zu 50 Prozent der Todesfälle in der Alten- und Pflegebranche [auftreten] … Vermutlich gab es zu wenig Know-how und zu wenig Schutzkleidung.“
    Laut RKI Covid-19 Steckbrief sind 87% der Verstorbenen über 70 Jahre alt; der Median liegt sogar bei 82 Jahren. Treten NUR 50% der Todesfälle in der Alten- und Pflegebranche auf, liegt es möglicherweise daran, dass 37% der über 70 Jährigen schwedischen Opfer bereits vorerkrankt im Krankenhaus gelegen hatten?
    Es ist bei der Datenlage zu erwarten, dass in allen Ländern dort die überwiegende Mehrheit der Todesfälle zu finden ist, wo die meisten über-70-Jährigen leben. Vermutlich gab es zu wenig Know-How bei den Verfassern dieses Artikels.
    PS Gemessen an dem was sonst in Deutschland zum Thema zu lesen ist, ist dieser Artikel allerdings erstaunlich gut recherchiert und informativ, insbesondere wenn man auch die sehr guten Kommentare zur noch besseren Einordnung nutzt. DANKE
    https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText3

  29. Die Schweden arbeiten sich langsam aber sicher an die Spitze bei der Anzahl an covid Toten pro 1 Mio. Einwohner. Ausgehend von einer Sterblichkeit von 0,4% bezogen auf die Gesamtbevölkerung, wir Schweden erst bei da. 26.000 Toten die Herdenimmunität erreicht haben. 0,004×0,65×10 Mio. Dann stehen Sie mit 2.600 Covid Toten pro 1 Mio. Einwohner an der Einsamen Spitze Europas oder sogar der Welt. Die Zahlen basieren auf den Augenblicklich in Deutschland angenommen Werten. Die sind Dank der hohen Intensivmedizin sehr günstig. Da Schweden ältere wohl einfach sterben lässt, wir die Zahl eher noch höher. Wenn es nicht so traurig wäre würde ich Wetten annehmen.

    1. Hallo,
      das ist ja wohl irgendwie ganz schön falsch, würde ich mal sagen. Wie soll es in Schweden denn zu 26.000 Covid-Toten kommen? Derzeit sind es ja angeblich gerade mal nur 3.500 Menschen, die mit Corona gestorben sind. Diese komischen Horror-Zahlen-Berechnungen sind so langsam nicht mehr lustig. 🙁

  30. Das Fazit des Berichts ist für mich, dass Schweden sich mit dem Virus und seinen Folgen aktiv auseinander setzt, während wir in Deutschland uns vor ihm verstecken. Durch den Lockdown zahlen wir Deutschen einen hohen Preis für eine trügerische Sicherheit. Doch ein Impfstoff ist in weiter Ferne und wir können uns nicht ewig lange verstecken.
    Übrigens:
    In der Statistik zu der Sterblichkeit pro 100.000 Einwohner ist ein Fehler. In den USA liegt der Wert laut Johns Hopkins bei 25 Toten und nicht bei 9 (Stand 14.05. 9:00 Uhr) Quelle: https://coronavirus.jhu.edu/data/mortality

  31. An sich ein guter Artikel aber dennoch hier die konstruktive Kritik: zum einen mit das Wichtigste: Eltern müssen nicht die Arbeit der Lehrer übernehmen, während sie in Kurzarbeit sind und nicht wissen, wie sie davon die Miete nächsten Monat bezahlen sollen – sofern sie nächsten Monat überhaupt noch eine Arbeitsplatz haben. DAS alleine ist schon Grund genug, um den schwedischen Weg gut zu finden!
    Des Weiteren ist Stockholm stärker verdichtet als viele deutsche Städte. Mit über 5.000 pro qm² ist es zB mehr doppelt so stark verdichtet als Augsburg (meine Stadt, die drittgrößte in Bayern).
    Weiter wird hier übersehen, dass zwei Drittel der Schweden in der Südhälfte des Landes leben, also ist dort die Bevölkerungsdichte höher. Diese ist im Übrigen gut zu vergleichen mit den großen Regionen anderer Flächenstaaten in Europa, wie bspw. Spanien, aber auch Frankreich in Teilen. Übrigens beides Länder mit Ausgangssperren und einer höheren Fallinzidenz auf 100.000 Einwohner.
    Kein Wunder also, das sich diese Länder nun fragen: „Was haben denn die Schweden anders, was haben sie besser gemacht?“ Mach nicht den Fehler, Schweden nur mit Dtl. zu vergleichen, denn dieser Vergleich verzerrt die Statistik, weil Dtl. noch vergleichsweise wenige Tote hat (Gott sei Dank!). Dies ist bei uns allerdings mehr dem Glück als dem Verstand zu verdanken, das gibt ja unsere B.regierung unumwunden zu („Wir haben bisher Glück gehabt“).
    Die zweite Halbzeit wird Schweden gewinnen um es fußballerisch auszudrücken, weil sie nun aufgrund viel höherer Immunitätswerte besser auf die zweite Welle („zweite Halbzeit“) vorbereitet sind.
    Die Schweden gingen die letzten Wochen massenweise zum Schifahren (haben also soz. „geischglt“), dennoch haben sie „nur“ ca. 3.500 Tote. Ergo: es ist kein Killervirus das wir da haben, sondern eine starke Influenza – wie in etwa die von vor 2 Jahren, als in Dtl. über 25.000 Menschen daran gestorben sind. Kein Schaltjahr wie heuer! Heuer gibt es sogar einen (Schalt)tag mehr, der die Statistiken in die Höhe treiben könnte. Wo blieb denn der Aufschrei damals 2018?
    Ein Killervirus hinterlässt in Großstädten wie Stockholm, Malmö und Göteborg sicherlich nicht „nur“ 3.000 Tote.
    Ich glaube das leuchtet jedem ein.

  32. Lieber Admin, ich habe gestern einen Kommentar und eine Antwort zu einem Post abgegeben. Kann diese heute leider nicht finden. Gibt es dafür eine Erklärung?

  33. Mit den Todesfällen steht Schweden auf einer Stufe oder unterhalb von Ländern wie Belgien (8700 Tote/11 Mio Einwohner=79 Tote/100.000 EW), Niederlande (5500 Tote/17 Mio Einwohner = 32 Tote/100.000 EW) oder Bayern (2300 Tote/13 Mio Einwohner= 17 Tote/100.000 EW). Insgesamt scheint der Verlauf der Pandemie zumindest in einer vergleichbaren Größenordnung zu verlaufen, wie in Ländern, die sich für Schulschließungen, Bewegungseinschränkungen und Berufsverbote entschieden haben. Hinterher wird man, viel an den Zahlen interpretieren können. Mir gefällt der schwedische Weg besser, weil er vom mündigen Bürger ausgeht und auf die Einschränkung von Grundrechten verzichtet hat. Den Schweden blieb sicherlich viel Diskussion und Spaltung in der Gesellschaft erspart, die durch Diskussionen über Impfzwang und Trackingapps entstanden ist.

  34. Mir fehlt in dem Artikel jegliche Aussage zur Situation der Kinder in Schweden. Keine Antwort darauf das die Schulen und Kitas ohne Einschränkungen geöffnet sind. Gibt es Hotspots im Umfeld dieser Personengruppe? Wäre mal eine Interessante Frage die leider selten in den Medien Beachtung findet.

  35. Schön, dass es auf der Welt noch Staaten zu geben scheint, wo die Leute etwas mehr benutzte Hirnmasse benutzen, als bei uns.

    Das Coronavirus ist für ein normal leistungsfähiges Immunsystem JEDEN ALTERS keine lebensbedrohliche Gefahr, sondern eben ein normales Virus, dass im ständigen Kampf Immunsystem vs. Krankheitserreger nun eine neue „Herausforderung“ darstellt und auf natürlichem Wege seine Lauf nimmt. (Grundlage der Evolutionstheorie)

    Das es bei Erstauftritt einer Gefahr am Anfang mehr „Opfer“ gibt (und wir wissen ja nun, dass die meisten Menschen nicht AN Corona sterben sondern MIT Corona an ihrer Pirmärerkrankung, ist absolut natürlich.

    Leider ist genau das unser Problem: Die westliche Zivilisation hat keinen Bezug mehr zu natürlichen Abläufen geschweige denn einen natürlichen Umgang mit dem Tod. (Obwohl, das Recht des Stärkeren beim Klopapierkauf, da besinnen wir uns recht schnell wieder auf natürliche Gesetzmäßigkeiten! 😉 )

    Wenn es bei Corona theoretisch 100% der potentiellen Opfer infiziert wären, dann wäre diese Coronainfektion für 90% der Infizierten nicht lebensbedrohlich und ohne langfristige Folgen (außer eine Immunität). Und von den potentiell 10% lebensbedrohlich/schweren Krankheitsverläufen ca. 1% tatsächlich stribt und davon 99,…% an anderen Todesursachen nur eben mit Corona!!!

    Wie kann es also sein, in einer demokratischen und/od. vernunftgesteuerten Gesellschaft, dass nicht die 10% potentiell lebensgefährdeten Menschen isoliert und entsprechenden Maßnahmen unterworfen werden, sondern 100% der Menschen in ihrem Leben (davon 90 % = die absolute Mehrheit nicht betroffene Menschen) massiv eingeschränkt werden, die Wirtschaft künstlich in eine Krise geführt wird, soziale Ängste geschürt werden und ALLE MACHEN MIT???

    How dare you???!!!???

    Das die ganze Sache schneller natürlicher und mit weniger Gesamtschaden für alle in allen Bereichen durch wäre, wenn man dem ganzen seinen Lauf gelassen hätte, ist kausal mit Fakten nicht zu wiederlegen!

    I love the swedish way with Corona!

    1. How dare YOU!
      Rufe ICH Ihnen entgegen, und wie sie für diesen Haufen an Verschwörungstheorien, Halbwahrheiten, und brutalstem Sozialdarwinismus auch noch Greta Thunberg in Mithaftung nehmen ist einfach nur widerlich, zumal Greta selbst an Covid-19 erkrankt war, sich vorbildlich selbst isoliert hatte, und auch von einem nicht leichtem Krankheitsverlauf berichtete.

      Der Westen schrieb: Greta Thunberg „rief den vierten Freitag in Folge ihre Follower auf Twitter und Instagram dazu auf, angesichts der Corona-Krise zu Hause zu bleiben und stattdessen in den sozialen Netzwerken größere Anstrengungen gegen die Klimakrise einzufordern.
      „Eure Taten können für andere den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.““

      i.ü., alles was Sie da schreiben habe ich, und andere längst widerlegt, bzw. als inhumanen Irrsinn entlarvt!
      (hier ist echt ein AfD-Kader eingetroffen ..)

      1. Ist für Sie jeder, der eine vom Mainstream abweichende Meinung hat, ein AfD-Kader? Bin im Ostblock aufgewachsen, das kommt mir irgendwie bekannt vor…

    2. ihr 1-Prozent Rechnung klingt erstmal lächerlich.
      Das hieße allerdings 800.000 tote Bundesbürger.
      Wenn man hinzunimmt daß damit allerdings eine medizinische Mangelversorgung wegen einer Überlastung der Krankenhäuser einhergeht, kommt man ganz schnell zu 3 % oder mehr…also 2.400.000 Tote.
      Ob 800.000 oder 2,4 Millionen Tote…die Zahlen sind für mich beide nicht vertretbar.

      1. 1% von 10% = 80.000 tote Bundesbürger
        1% zu 3% ist Faktor 3 – richtige Aussage
        Im Jahr 2019 starben 939.536 Bundesbürger, sind ca. 11,3% je 1000 Bundesbürger, Tendenz steigend
        Das größte Missverständniss ist aktuell der Umgang mit Zahlen und dem Tod selber.
        Schweden-DE: Die Statisik wird uns in den nächsten Monaten zeigen was genau passiert/passiert ist.

        Tote bei „Einmalereignissen“ UNS betreffend, wie Corona, sind emotional transportabler.
        Tote jährlich „Alter, Krankheit, Armut, Hunger, Katastrophen, Krieg“ emotional weiter weg (leider).

        weltweit siehe worldometers
        22.951.125 Tote 2020 bis heute 22.05.20
        5.065.450 Tote durch übertragbare Krankheiten 2020 bis heute
        Corona wird nicht die Weltbevölkerung massiv dezimieren aber eine Schnittmenge von anderen Viren, Krankheit und Tod sein und bleiben.

        Der Regierung muss man in einem gewissen Rahmen Vertrauen schenken, da ja demokratisch gewählt. Jedoch ist das Hinterfragen und „konstruktive“ Kritik nicht nur das Recht sondern auch eine Pflicht gegenüber der Regierung.

        Also lasst den Diskurs zu und hört erstmal dem anderen zu und versucht zu verstehen ohne gleich in die plumpen Vorurteilsfallen, welche überall rumliegen, zu stolpern.

        Bleibt gesund, passt auf Euch gegenseitig auf und freut Euch, dass ihr zu den 10% weltweit überdurdchschnittlich gut Lebenden gehört.

  36. „Aber natürlich besteht das Risiko, dass die Schweden sich irren”, fügt Radbruch hinzu.“

    Es besteht aber auch das Risiko dass wir uns irren und das war dann ein sehr teurer Irrtum.
    Teuer in monetärer Hinsicht aber noch teurer wegen der quasi widerstandslosen Beschränkung
    elementarer Grundrechte.

  37. Der Schwedische weg ist für Schweden richtig und der Deutsche für Deutschland. Schweden kann auf Herrenimmunität gehen bei weit aus weniger Risiko als dies für Deutschland der Fall wäre. Es gibt wenig Gemeinsamkeiten, die Schweden leben schon Isoliert, wir haben eine Großstadt an der anderen (z.B. NRW). Deutschland setzt auf einen Impfstoff Anfang bis Mitte 2021 und kann so viele Leben retten und auch für viele Jüngere Menschen die Gesundheit schützen, es ist ja keines Wegs so, als seien „nur“ ältere Menschen betroffen, siehe Boris Johnson. Hingegen kam Prinz Charls ganz gut weg mit 71 Jahren (Gesundheitlich). Jedes Land muss einen Weg für seine Bevölkerung finden und der Deutsche weg bei 82 Millionen Einwohnern ist nicht der schlechteste, es gibt gar keinen guten oder Richtigen weg bei einer solchen Pandemie. Man sollte aufhören mit den Totenzählen, erst in einem Jahr sind wir alle schlauer und wir wissen natürlich wieder alle es besser, als die Politiker und Virologen.

    1. @Udo
      Nun, Sie versuchen zu vermitteln?
      Klar hat jedes Land das Recht in so einer Frage zu agieren, wie es halt deren Regierungen für richtig halten, sofern in Übereinstimmung mit deren Gesetzen, und auch der internationalen Rechtslage. Denke es besteht weder ein Grund, noch ein Anlass das Deutschland seine eh marode Bundeswehr in Marsch setzt zur Umsetzung der aktuellen dt. Anti-Corona Politik in Schweden!
      Also, worum geht es?

      1. Einmal, eher sekundär, darum ob, und wie dann eine Reisetätigkeit zw. Schweden und Deutschland zukünftig aussehen könnte, wenn wie bei uns angestrebt(?), nur noch wenige Hundert CoV-2 Neuinfizierte pro Tag auftreten, während Schweden mit seinem Konzept der Herden-Immunisierung dann dazu im Verhältnis eine vllt. 100fach höhere Quote hat!
      Ist ja klar, dann wäre es völlig undenkbar (solange dies rationalen Gesetzen gehorcht) dass dann Schweden so ohne weiteres in Deutschland einreisen könnten, 2W. Quarantäne ist da das mindeste!
      Wenn dagegen in der EU sagen wir alle erfolgreich das Konzept von Hammer und Dance umsetzen würden,

      s.meine andere Postings hier und auch hier:
      https://www.quarks.de/gesellschaft/wissenschaft/darum-ist-die-corona-pandemie-nicht-in-wenigen-wochen-vorbei/

      https://www.quarks.de/gesundheit/lockern-wir-die-massnahmen-zu-frueh/

      wäre das so wie hier von einem Bundesland ins andere zu Reisen, also das könnte man zukünftig dann auch ohne Quarantäne wagen ..

      2. Aber, das ist mE der wichtigere Aspekt, es geht ja nicht darum den Schweden irgendwas zu raten, oder vorzuschreiben, sondern gewissen Leuten geht es klar darum deren Vorgehen als Vorbild im Kampf gegen die dt. Maßnahmen zu instrumentalisieren!
      Und da ist eine „Messgröße“ die der Todesfallzahlen, bzw. deren Rate auf die Gesamtbevölkerung bezogen. Die Infiziertenzahlen sind dafür ungeeignet (s.m. Posting unten)
      Ich habe das hier mal ausgerechnet, Schweden schneidet da sehr schlecht ab!

      (Stand 24.4)„Wären die Zahlen in Deutschland auf dem Niveau der Schweden, hätten wir bis jetzt schon 11.010 Tote mehr, und es stürben zudem nun auch noch täglich 949 Menschen mehr an Covid-19, als es jetzt der Fall ist!“

      Da können hier andere so agitieren wie sie wollen (vermute eh, dass hier, wie in den meisten anderen offenen Foren, eine AfD-Überlast vorherrscht! Oder ganz allg. eine Dominanz von Ignoranz und Realitätsflucht, ..), die Fakten sind klar, was die Schweden machen ist dumm, unverantwortlich und inhuman!

      3. „.. erst in einem Jahr sind wir alle schlauer..“schreiben Sie.
      Sicher wird man in 1 Jahr mehr wissen wie heute, aber was soll das denn heißen?
      Das man jetzt eh nur im Dunkeln herumtastet und daher alles Handeln beliebig wäre? Nein, das Gegenteil ist der Fall, setzt man auf Forschung und Wissenschaft, dann bieten die auch schon aktuell genug valide Daten und Modelle, um sich daran relativ sicher zu orientieren und rational den höchstwahrscheinlich für die Gesamtbevölkerung besten Weg zu gehen.

      Wenn die Schweden natürlich lieber den Sommer genießen wollen in offen Cafés etc., dafür aber sowohl für sich selbst, wie für andere Menschen in Kauf nehmen innerhalb von 1-2Jahren sich mit CoV-2 zu infizieren, daran je nach Gesundheitszustand, oder einfach durch Pech schwer zu erkranken, oder zu Sterben, oder einen großen Teil der Alten, der Großeltern an diese Seuche zu verlieren, dann ist das deren Sache!
      i.ü. kann es auch sein, dass eine Herden-Immunisierung eh nicht stattfinden wird, da die Immunität nach Covid-19 möglicherweise nur wenige Monate anhält (s.WHO!), und so die Schweden immer wieder aufs neue sich infizieren werden! „Tolle“ Sache ..

      Finden die das dann alles OK so, also „Gut“, kann ich aber dem entgegenhalten, dass so ein Verhalten einer humanistischen Ethik widerspricht und, ums krass zu sagen, ein Rückfall in die Barbarei des Sozialdarwinismus darstellt, auch in einer grausamen Tradition der nationalsozialistischen Euthanasie Maßnahmen unter Hitler!

      Und sowas will ich hier in Deutschland nicht (nochmal) haben!

    1. Der Test ist nicht sinnvoll, weil er gar nicht nur Covid 19 testet und damit total unsicher und somit eher gefährlich ist. Warum wohl haben die Chinesen schlagartig damit aufgehört. Weil sie gesehen haben, dass der Test Mist ist.

  38. Mich wundert die Aussage, dass in Schweden soziale Kontakte keine so große Rolle spielen würden. Das Gegenteil ist der Fall. Wer schon einmal dort war, kann das deutlich sehen. Geselligkeit ist ganz wichtig und wird auch viel mehr gelebt als hier. Die Schweden gehen gerne aus. Sie lieben es mit Freunden zu feiern, sich zu treffen und das Leben zu genießen. In Stockholm beispielsweise sind die Lokale normalerweise zu jeder Tages- und Jahreszeit gut gefüllt.

  39. mE war das ein echt schwacher Artikel, der die Tendenz zur Verharmlosung und Verschleierung hat!

    Erstmal, der dabei häufig zitierte Kekulé, den hat sich eure Mitarbeiterin Mai Thi ja zu Recht schon mal „vorgenommen“, auf maiLab in dem YT Video: „Virologen-Vergleich“

    Die Frankfurter Rundschau FR schreibt dazu:
    https://www.fr.de/panorama/corona-mailab-drosten-kekule-streeck-virologen-vergleich-coronavirus-deutschland-zr-13668053.html

    „Drosten, Kekulé und Streeck im Vergleich -„MaiLab“ entlarvt beliebten Virologen“
    gemeint ist dabei Kekulé, der hier in diesem Quarks-Artikel ja schon fast als Bürge für den schwedischen Weg auftritt, insofern er diesen ja nirgends wirklich kritisiert!
    Dies ist ja auch nicht verwunderlich, denn Kekulé selbst steht ja für das Konzept der Herdenimmunität (HI), und findet nichts dabei, die Gesellschaft zu „Durchseuchen“!

    So sagte, laut maiLab und FR, der „Wissenschaftsjournalist Volker Stollorz (Leiter des Media Science Centers in Köln) [..] dass Kekulé in den vergangenen Jahren zum Fortschritt der Virologie „nichts mehr beigetragen“ hat. Mehr noch:„Über Coronaviren hat er faktisch nie publiziert.“
    Er nutze seine Autorität als Professor geschickt, um seine Meinung zu äußern und suche das Rampenlicht“

    weiter:
    „nur dürfe man Medienpräsenz nicht automatisch gleichsetzen mit Kompetenz. ,[..] So fordert „maiLab“:„Je größer die Reichweite, desto verantwortlicher muss man mit seiner Wissenschafts-Kommunikation und seinem Expertenstatus umgehen.“ [..]
    Diese Verantwortung sieht die Chemikerin [Mai Thi] bei Kekulé offenbar nicht“
    maiLab habe Schwierigkeiten gehabt, „die wissenschaftliche Grundlage für seine sehr klaren Ansagen nachzuvollziehen“.

    Ja, die habe ich allerdings auch, denn ..
    So schreibt der Merkur dazu:
    https://www.merkur.de/welt/coronavirus-drosten-kekule-streeck-virologen-wissenschaft-medien-forschung-ergebnisse-zr-13684309.html

    „Aufgefallen seien dabei etwa Vorschläge Kekulés, eine kontrollierte Durchseuchung von 34,5 Millionen Menschen innerhalb von drei Monaten erreichen zu wollen. Zusammenfassend meint Nguyen-Kim: „Wenn schon das ‚Was‘ (also die wissenschaftliche Grundlage) an sich nicht schlüssig ist, wäre ich sehr vorsichtig, so klare Handlungsempfehlungen* zu machen.““

    Kekulé will also demnach pro Tag (!) in Deutschland 383.000 Menschen mit SARS CoV-19 infizieren (wie soll man das denn kontrolliert veranstalten? Wahnsinn!), was gemäß dem fachlich wie ideologisch auch zweifelhaften Virologe Prof. Streeck (dem sich Mai Thi auch widmet) mit „seiner“ ermittelten Letalität von 0,37% zu 1.418 Toten täglich(!) führen würde, und insgesamt zu 127.650 Toten im Lande! (Prof. Drosten veranschlagt für die Letalität eher 0,53%)
    Real wären es mE sicher um den Faktor >5 mehr, da bei so einem Ansturm von Covid-19 Kranken das Gesundheitssystem völlig zusammenbrechen würde!

    Letztlich sind wird dann ja schon in einer ähnlichen Größenrodung, wie das, was die Schweden so machen, was ja nach diesem Quarks Artikel hier, ja immer noch zum Erfolg führen könnte …, ja, ist immer ein Frage, wie man das definiert!
    Zu erwähnen wäre auch noch, das zur Zeit Niemand garantieren kann, dass eine CoV-19 Immunität lange anhält, Prof. Streeck, bzw. seine Prof.Kollegen haben bei ihrer PK einen Zeitraum von 6-18 Monaten als dann immunisiert vermutet …
    dazu hatte ich auch schon was geschrieben, siehe den Link unten (mein ältestes Postimng dort zur Heinsberg Studie)

    Ich hatte auch dort (Antwort auf eddie) schon mal ein paar Zahlen der Schweden auf dt. Verhältnisse umgerechnet, wobei jene – was man ja nummerisch schlecht festmachen kann – auch noch deutlicher schlechter für den schwedischen Weg ausfallen würden, wenn man noch die Unterschiede, die hier im Artikel ja immerhin genannt wurden, berücksichtigen würde, denn diese erschweren allesamt eher die Ausbreitung des Virus in Schweden, als in Deutschland (D ist 10x dichter besiedelt, dazu hat D die meisten Grenzen, da mitten in Europa etc.).
    Finnland hat, als Schwedens Nachbar, i.ü. etwa 10x bessere Corona-Zahlen ..

    https://www.quarks.de/gesellschaft/wissenschaft/darum-ist-die-corona-pandemie-nicht-in-wenigen-wochen-vorbei/

    ich zitiere mich mal selbst (meine Antwort auf eddie):
    (Quellen: Johns-Hopkins-Uni, SZ, Wikipedia)

    „Todeszahlen in Schweden:
    2.021 Tote insgesamt; neue Tote täglich, letzten 3 Tage gemittelt: 147

    auf Deutschland hochgerechnet wären das:
    16.370 Tote insgesamt; neue Tote täglich, letzten 3 Tage gemittelt: 1.190

    aktuell die Todeszahlen in Deutschland:
    5.360 Tote insgesamt; neue Tote täglich, letzten 3 Tage gemittelt: 241

    also das heißt:

    Wären die Zahlen in Deutschland auf dem Niveau der Schweden, hätten wir bis jetzt schon
    11.010 Tote mehr, und es stürben zudem nun auch noch täglich 949 Menschen mehr an Covid-19, als es jetzt der Fall ist!

    Oder als Verhältnisse ausgedrückt, wir hätten jetzt schon insgesamt 3x so viele Tote, und täglich kämen zudem noch 5x mehr an Toten dazu!
    Wenn man zudem noch bedenkt, das Deutschland 10x dichter bevölkert ist, so dass in der Realität diese Zahlen noch um den Faktor X höher wären… mich würde es nicht wundern, wäre dabei X>2“

    Ich weiß nicht, was es daran schön zu reden gäbe!
    Oder das man dies nicht Vergleichen könne .. ja richtig, die Infektionszahlen nicht, man lese einfach mein Posting dazu.

    Dann das „Argument“, die Schweden könnten so beliebig lang weitermachen – klar, wenn einem, auf D bezogen, 1.200 Corona-Tote täglich nicht stören!
    Auch höre man sich mal (ausnahmsweise, denn Herr Lanz ist nicht mein Fal..) in der Lanz-Show vom 22.4.20 den Chefarzt einer Krankenstation in Lappland (Schweden) Dr. Thomas Schimke an, der berichtete das er Nachts nicht mehr schlafen könne aus Sorgen um seine Patienten, und ihm der kalte Angstschweiß auf der Stirn gestanden hätte. Er müsse pro Tag 2-3 Corona-Patienten per Hubschrauber ausfliegen lassen, da er sie nicht mehr behandeln könne, und in Schweden kenne er keinen einzigen Fall, wo ein über 80j. noch künstlich beatmet, also intubiert werde!

    Also, dass ist dann die Triage, vor der wir uns hier noch fürchten, wo man Ältere einfach sterben lässt!
    Aber sicher, das muss man natürlich wertfrei sehen, oder? (wenn man nicht zur Risiko-Gruppe gehört, oder einem Alte, Kranke egal sind …)

    Zudem das weitere „Argument“, dass wir erst mit dem Ende des Lockdowns unsere Probleme bekämen, und es dann bei uns viel schlimmer würde.

    Nun, das ist schon völlig widersinnig. Denn
    1. Die Schweden werden das vermutlich doch nicht unbegrenzt durch halten, wegen der hohen Opferzahlen, also dann deren Maßnahmen verschärfen, also ähnlich unserm Lockdown, oder gar dem noch schärferen französischen, italienischen ..
    2. Dann hindert uns ja Niemand daran, statt der totalen „Öffnung“ auch auf das schwedische Niveau überzugehen. Das würde immer noch weniger Tote bedeuten, als hätten wir es von Anfang an wie die Schweden gemacht. D.h., die Modelle könnten sich in Ihren Maßnahmen zukünftig annähern, aber nicht deren Opferzahlen, da diese Öffnungen auf unterschiedlichen Niveaus stattfanden.
    3. Wir könnten es ja ganz anders machen, Stichwort „Hammer and Dance“, wie u.a. von Dr. Mai Thi Nguyen-Kim (Quarks), Prof. Lauterbach (Epidemiologe, SPD mdB), Prof. Meyer-Hermann (Helmholtz Zentrum), Prof. Drosten (Charité) befürwortet.
    Noch wäre dies möglich, wie unlängst Mai Thi in der Illner-Show im ZDF richtig, und wie ein Fels in der Brandung des irrationalen Zeitgeistes, unbeirrt erklärte!

    Im Übrigen scheint jetzt auch das RKI auf diesen Weg einzuschwenken, denn die wollen jetzt auch die Zahl der Neuinfektionen bis auf wenige Hundert Fälle herunterdrücken, bevor sie weitere Öffnungen empfehlen.
    Kanzlerin Merkel würde es mE auch gerne so umsetzten, aber wie gesagt, der „Zeitgeist“, die Lobbyisten, die populistischen Medien-Talks (also auch die ÖRR), drängeln bislang in eine andere Richtung, zu weiteren Lockerungen.
    Das ist, wie ich schon mal hier schrieb:

    …so, wie eine Antibiotika Therapie vorzeitig, gegen den ausdrücklichen Rat der Ärzte, entgegen den Warnungen des Beipackzettels abzubrechen! Denn danach wird es dann richtig böse! Das ist einfach nur dumm ..

    s. dazu Hammer and Dance:
    https://medium.com/tomas-pueyo/coronavirus-der-hammer-und-der-tanz-abf9015cb2af

    das maiLab YT-Video:
    https://www.youtube.com/watch?v=3z0gnXgK8Do&t=6s

    und eine Zusammenfassung des maiLab YT-Videos:
    https://www.volksverpetzer.de/aktuelles/corona-phase-1/

    1. So schön Mai Thi auch anzuschauen ist, sie ist eine Propagandabombe ersten Ranges. Unwürdig für eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Ich schäme mich beinahe, bei diesem Sender mal Mitarbeiter gewesen zu sein. Ständig dachte ich an Karl Eduard Schnitzler, den vielleicht manche noch kennen.

      1. @Hennecke
        insofern Sie wirklich mal beim WDR gearbeitet haben (Reinigungskraft, Security, oder was? Am Appellhofplatz? Könnte Ihnen ja auch was erzählen ..), so war ihr Weggang dort auf jeden Fall kein journalistischer Verlust!

        Inhaltlich können Sie Mai Thi ja nicht im entferntesten das Wasser reichen, dann halt so was ..
        Mein Gott, hat sie denn ihr AfD-Kader hier zum Schreibdienst verdonnert?
        Erwarten Sie eigentlich auf so einen …. wie Sie hier schreiben, eine sachliche Antwort?
        Ich finde, Sie geben hier doch ein schönes Bild ab von den Gegnern der aktuellen Corona-Politik, als Gegner des Lockdowns, als Verschwörungsschreiberling, .. alle die geneigt sind, Ihnen und Ihresgleichen zu glauben, sollten das mal bedenken, sofern da noch ein wenig Vernunft vorherrscht …

        Leider ist es ja so, dass es praktisch kein öffentliches Forum mehr gibt, wo Leute wie Sie abseits jeder Vernunft schreiben und prollen, sehr oft – so haben Studien gezeigt – steckt da die AfD dahinter, die so den Eindruck einer Majorität erzeugen will, aber gerade mal in der Gesellschaft dabei eine Minderheitsposition von 5-10% vertritt, wie auch in dieser Frage hier!

  40. Ich vermisse als Quelle in dem o.g. Beitrag die offiziellen Statistiken des schwedischen Gesundheitsministeriums und die Daten der Intensivmedizin von Schweden.

    https://www.folkhalsomyndigheten.se/smittskydd-beredskap/utbrott/aktuella-utbrott/covid-19/bekraftade-fall-i-sverige/
    https://www.icuregswe.org/en/data–results/covid-19-in-swedish-intensive-care/

    Auch Deutschland hat ein Intensivregister hierzu, das aber wenig aussagekräftig ist im Vergleich zum schwedischen Register.

    https://www.intensivregister.de/#/intensivregister

    So hat Schweden definitiv bessere Datenwerke zur Kontrolle. Daher der Sonderweg. Falls hier dramatische Anstiege wären und erkennbar werden würde, dass hier nicht genug Intensivbetreuung möglich wäre, dann könnte Schweden sofort reagieren und würde dies tun. Das hat Tegnell immer wieder betont.

    Man muss realistisch sein, dass die Länderhoheiten in Deutschland einheitliche Register schwierig machen und daher die Kontrolle nicht so gut gelingt wie in Schweden.

    1. Es hat nun die WHO das schwedische System als Vorbild bezeichnet. Man möchte das gern glauben, wenn die nicht bisher immer gelogen hätten.

  41. Schweden stellttäglich aktualisierte Excel Dateien zur Verfügung. Tegnell sagt, dass für ihn der wichtigste Indikator die täglichen Neuaufnahmen in die Intensivbetreuung sind. Diese hatten vor 10 Tagen ihr Maximum in Schweden und fallen nun. Auch im dicht besiedelten Stockholm. So gut aufgearbeitetes Zahlenwerk bekommt man nicht für Deutschland. Leider. Man kann einzig die neu gemeldeten Todesfälle seitens RKI mal selbst in Excel eingeben. Da sieht man, dass sich das in Deutschland nun hinzieht und in Schweden die Kurve abfällt. Stellt man dies nebeneinander, dann war Schweden kurz und heftig und bei uns in Deutschland wird sich das hinziehen. Es vermittelt den Eindruck, dass man nicht verhindern kann, dass hoch gefährdete Patienten irgendwann infiziert werden und entweder schwer erkranken oder sterben. Allerdings ist bei uns das Gesundheitssystem weit davon entfernt überlastet zu sein und man hält die wenig gefährdete Bevölkerung davon ab, sich zu immunisieren. Dabei sei angemerkt, dass man auch bei Grippeimpfungen weiß, dass die Impfreaktion gerade bei geriatrischen Patienten unzureichend sein kann. Auch das Immunsystem altert.

  42. DANKE, gute Zusammenfassung. Wo ich nicht mitgehe, ist das Argumentdas Schweden so dünn besiedelt sei, während Deutschland von Grossstädten geprägt sei. Wenn vergleichen, dann like for like. Stockholm vs. Köln, ländliches Schweden vs. Mecklenburg. Dann kann man die Effekte der unterschiedlichen Politik erkennen.

    1. Genau, zumal die Bevölkerungsdichte in Stockholm höher als zB in Frankfurt oder München ist. Und im Großraum Stockholm leben ca. 2 mio Menschen, die schon eine recht große sehr urbane Stichprobe darstellen.

  43. Wenn wir die Zahl der Corona-Toten in Schweden und hier vergleichen, stellt sich leicht ein Denkfehler ein. Man vergisst schnell, dass unsere Strategie durchaus mit Todesfällen einher gehen wird, die eine mittelbare Folge unserer Corona-Strategie sein und trotzdem nie in der Statistik auftauchen werden. Dazu drei Beispiele: Bekannt ist, dass die Zahl der Suizide deutlich in die Höhe geht, wenn Menschen in den finanziellen Ruin getrieben sind. Im Jugendalter ist der Suizid die zweithöchste Todesursache – die besonder hoch ausfällt, wenn jungen Menschen in Isolation leben. Und schlussendlich werden die unausweichlichen Sparmaßnahmen im Gefolge der Rettungspakete besonders in der Sozial- und Familienhilfe zu Buche schlagen; das war bei zurückliegenden Krisen zuverlässig der Fall. Das bedeutet zwangsläufig, dass mehr Kinder unbeobachtet misshandelt und Säuglinge zu Tode geschüttelt werden.
    Von all diesen Toten wird es jedoch nie spektakuläre Fotos auf den Social-Media-Plattformen geben. Und der Zusammenhang zwischen dem Virus und diesen Geschehnissen wird allein von Fachleuten aus den Sozialwissenschaften abgeleitet werden.

    1. diese argument mit dem todes zahlen ist lächerlich! das hat fast garnichts mit dem maßnahmen zutun. es wurden keine maßnahmen getrofen um speziel die risiko patienten zuschutzen. diejenigen die mit dem todes zahlen argumentieren sollen dann mal die lage in deutschland erklären. der söder hat scharfe maßnahmen getroffen der laschet versucht möglichst viel zu erlauben. bayern hat 13 mio einwohner NRW 17 mio , die fallzahlen sind identisch aber todesrate ist bayern fast doppelt soviele . wenn man schweden mit bayern vergleicht da ist die relation ähnlich mit bayern und nrw zur bayern und schweden.

  44. Ich vermisse eine ganz wichtige Information zur Frage: Liegen die Schweden mit ihrer Strategie richtig?

    Wie groß ist aktuell die Auslastung der Krankenhäuser in Schweden? Gibt es dazu verlässliche Quellen?
    Solange die Krankenhäuser in jeder Region von Schweden alle Notfälle (Verkehrsunfall, Schlaganfall, Lungenentzündung, …) behandeln können, ist die Strategie definitiv nicht falsch.

  45. Man sollte mal fragen, ob die Deutschen und der Rest der Welt mit ihrer Strategie richtig liegen?

    Und das Gerede von den Experten… Welche denn?

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