Was wir zur Übertragung bei Kindern wissen

Kind mit Mundschutz Foto: Mladen Borisov

Schwangerschaft, Säugling, Kinder

Coronavirus: Was wir zur Übertragung bei Kindern wissen

Schwangere können ihr Ungeborenes mit Sars-CoV-2 infizieren. Kinder aber stecken Covid-19 besser weg, obwohl sie so viel Virus im Rachen haben können wie Erwachsene. Große Studien fehlen, doch es gibt Hinweise und Vermutungen.

5. August 2020 | 15 Kommentare

Wie hoch ist das Risiko für Schwangere und Ungeborene?

Schwangere sind eine besonders vulnerable und schützenswerte Gruppe. Auch sie können sich also mit SARS-Cov-2 infizieren. Bislang weisen aber keine Untersuchungen darauf hin, dass schwangere Frauen stärker gefährdet sind, sich mit dem Coronavirus zu infizieren als nicht-schwangere Frauen. Das kann verschiedene Gründe haben: So sind Frauen durch ihre Geschlechtshormone etwas besser vor Infektionen geschützt als Männer. Außerdem neigen Schwangere dazu, Situationen zu meiden, die ihnen körperlich schaden könnten.

Forschende konnten bislang auch nicht nachweisen, dass Schwangere einen schwereren Verlauf mit Lungenentzündung oder eine höhere Sterblichkeit durch Covid-19 haben. Im Gegenteil: Sie scheinen eher seltener Symptome zu entwickeln. Deutschland sieht wegen der unklaren Datenlage erst einmal davon ab, Schwangere auf die Liste der Risikogruppen zu setzen. Ein Grund: Psychischer Druck und gesteigerte Angst bei der Mutter könnten negative Auswirkungen auf das Kind haben. In manchen Ländern, etwa in den USA und Großbritannien, stehen schwangere Frauen dagegen auf der Liste der Risikogruppen.

Wie gefährlich das Coronavirus ist und wer zur Risikogruppe gehört, erfährst du hier.

Kann sich das Kind im Mutterleib infizieren?

Ob schwangere, mit SARS-Cov-2 infizierte Frauen das Virus an das Ungeborene übertragen können, war lange mit einem großen Fragezeichen versehen. Eine neue Studie belegt dies nun: Französische Forscher beschreiben hier den Fall einer jungen schwangeren Frau (im dritten Trimester), die mit hohem Fieber ins Krankenhaus eingeliefert und positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurde. Weitere Tests konnten sowohl in der Plazenta als auch in der Nabelschnur Spuren des Coronavirus nachweisen – ebenso beim ungeborenen Kind.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Mutter das Kind über die Plazenta mit dem Virus angesteckt hat. Diese These wird vor allem dadurch gestützt, dass die Viruslast in der Plazenta besonders hoch war – höher als im Fruchtwasser oder im Blut. Nach der Geburt wurde das Kind weiterhin positiv auf SARS-Cov-2 getestet und hatte in den ersten Tagen neurologische Symptome sowie eine Hirnschwellung, die Ärzte auf das Virus zurückführen. Die gute Nachricht: Mutter und Kind waren nach drei Wochen wieder vollständig erholt und es konnte keine Virus-RNA mehr nachgewiesen werden.

Ansteckung im Mutterleib möglich, aber selten

Die Ansteckung über die Plazenta ist möglich, da der zelluläre Rezeptor ACE2, den das Coronavirus zum Andocken nutzt, von Zellen in der Plazenta und im Gewebe des Feten produziert wird. So kann das Virus von der Mutter auf das Kind übergehen. Diese Art der Infektion scheint allerdings sehr selten aufzutreten, da verschiedene Faktoren zusammen auftreten müssen:

  • Es muss viel Virus im Blut der Schwangeren auftreten (Virämie).
  • Der Rezeptor ACE2 muss in ausreichender Menge vorhanden sein (es braucht eine gewisse Anzahl auf der Zelloberfläche, damit das Virus andocken und die Zelle infizieren kann).
  • Möglicherweise gibt es auch genetische Einflüsse, die eine Rolle spielen.

Besonders die Menge des Rezeptors scheint entscheidend. Die Produktion des Rezeptors ist abhängig von der Zelldifferenzierung und der Entwicklung des Kindes – das heißt: Übertragung und Infektion sind nur vorübergehend zu bestimmten Zeitfenstern möglich.

Was während und nach der Schwangerschaft passieren kann

Alle Studien beziehen sich bislang auf Frauen, die sich zu einem späten Zeitpunkt in der Schwangerschaft infiziert haben. Welchen Einfluss das Virus auf die Schwangerschaft und die Entwicklung des Kindes hat, wenn die Frau sich im ersten oder zweiten Trimester infiziert, ist noch völlig unklar.

Wie sich im Mutterleib infizierte Feten nach der Geburt entwickeln, dazu gibt es noch wenig Erkenntnisse. Der Fall der französischen jungen Frau hat lediglich gezeigt, dass neurologische Symptome beim Baby möglich sind. Auch über eventuelle Langzeitschäden bei Mutter und Kind weiß man wenig.

Es gibt auch Säuglinge, die von einer infizierten Mutter gestillt werden und selbst nicht infiziert sind. Was viele Beobachtungen gemeinsam haben: Neugeborene zeigen fast keine Symptome – auch wenn sie auf engstem Raum mit infizierten Geschwistern und Eltern zusammenleben. Das könnte daran liegen, dass sie ein völlig anderes Mikrobiom und eine andere Darmflora haben als Erwachsene. Wissenschaftler haben festgestellt, dass Säuglinge eine andere Erreger-Verteilung haben als Erwachsene. Außerdem gibt es Vermutungen, Säuglinge könnten einen Schutz durch die Muttermilch haben.

Für künftige Geburten ist es wichtig, dass jedes Kind, dessen Mutter positiv auf Sars-CoV-2 getestet wird, zunächst einmal als infiziert und damit auch als ansteckend eingestuft wird. Es muss regelmäßig und gründlich getestet werden, das Personal muss entsprechende Schutzmaßnahmen treffen.

Wie hoch ist das Risiko, dass sich Kinder mit Covid-19 anstecken?

In Deutschland sind verhältnismäßig wenige Kinder infiziert: Nur drei Prozent der bestätigten Covid-19-Patienten sind laut Zahlen des Robert-Koch-Instituts unter 15 Jahre alt. Im Ausland ist es ähnlich, darauf deuten Kohortenanalysen aus den USA, China und Italien hin. Eine aktuelle Science-Studie aus China zeigt jetzt: Bei SARS-CoV-2 könnte das Ansteckungsrisiko bei unter 14-Jährigen nur ein Drittel so hoch sein wie bei Erwachsenen.

Vermutlich hohe Dunkelziffer bei Kindern

Das Problem aller Erhebungen ist: Kinder infizieren sich häufig ohne Symptome, deshalb werden nicht alle erkannt und erfasst. Die Dunkelziffer der Covid-19-Infektionen bei Kindern wird deutlich höher sein. Experten und Expertinnen weisen darauf hin, dass sich die Erkenntnisse erst mit der Zeit entwickeln – noch gibt es zu wenige Daten für endgültige Aussagen.

Warum die Corona-Pandemie nicht in wenigen Wochen vorbei ist, zeigen wir hier.

Denn: Lange Zeit waren aussagekräftige epidemiologische Untersuchungen zum Ansteckungsrisiko für Kinder kaum möglich. „Das große Problem bestehender epidemiologischer Studien ist, dass diese fast ausschließlich in der artifiziellen Situation des ‚Lockdowns‘ inklusive Schulschließungen entstanden sind. Oder in den Monaten, wo die Infektionsinzidenz an vielen Orten sehr gering war“, sagt Prof. Isabella Eckerle, Leiterin der Forschungsgruppe emerging viruses an der Universität Genf. „Damit können diese Studien uns keine gute Orientierung für den kommenden Winter geben.“

Welche Symptome zeigen Kinder bei Covid-19 im Gegensatz zu Erwachsenen?

Der deutlichste Unterschied: Es gibt nur sehr wenige Kinder, die überhaupt Symptome zeigen. Deshalb können auch keine flächendeckenden Erhebungen dazu gemacht werden, sondern nur Einzelfallbetrachtungen. Häufig werden Familien analysiert, in denen sich Eltern und Kinder mit Covid-19 angesteckt haben.

In der Regel haben die Kinder mildere Verläufe. Untersuchungen aus China deuten an, dass Kinder häufiger an Magen-Darm-Beschwerden leiden könnten. Auch in einer Familie, die sich während des ersten Corona-Ausbruchs bei Traunstein infiziert hatte, hatten die Kinder beispielsweise kurzzeitig erhöhte Temperaturen bis 38 Grad, leichte Magen-Darm-Beschwerden und einen Rückgang der weißen Blutkörperchen. “Aber das war mild”, berichtet die Virologin Ulrike Protzer, die die Familie begleitet hat. “Sie sind im Prinzip am Tag danach wieder herumgesprungen und waren nicht sehr beeinträchtigt dadurch.”

Kawasaki-Fälle bei Kindern

Gleichzeitig gibt es aber auch vermehrt Berichte darüber, dass Kinder am Kawasaki-Syndrom erkranken. Das ist eine schwere Überreaktion des Immunsystems mit Fieber und einer Entzündung der Blutgefäße, die im schlimmsten Fall tödlich endet. Das Kawasaki-Syndrom kann durch unterschiedliche Infektionen ausgelöst werden. Jetzt gibt es die Vermutung, dass auch Covid-19 eine Ursache sein kann.

In Deutschland werden in den Krankenhäusern pro Jahr etwa 200 Kawasaki-Fälle gemeldet, die meisten sind im Augenblick nicht nachweisbar „Corona-assoziiert“, sagt Prof. Philipp Henneke, Kinderarzt und Leiter der Pädiatrischen Infektiologie am Universitätsklinikum Freiburg. Um das besser einzuschätzen, sei ein längerer Beobachtungszeitraum notwendig.

Wann gibt es einen Impfstoff gegen Corona?

Warum verläuft Covid-19 bei Kindern meist asymptomatisch oder mild?

Darüber wird unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern viel diskutiert. Man beobachtet auch bei anderen Virusinfektionen, dass Kinder zwar hohe Viruskonzentrationen aufweisen, aber nicht krank werden. Zum Beispiel bei HIV, Hepatitis oder einer Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus.

“Bei Covid-19 ist noch nicht wirklich klar, wo die Unterschiede zwischen Kindern und Erwachsenen liegen”, sagt Ulrike Protzer. Aber es gibt verschiedene Theorien.

  • Das Immunsystem von kleinen Kindern kann schneller auf fremde Erreger reagieren, denn es ist noch nicht so spezialisiert wie das von Erwachsenen und auch von älteren Kindern. Kinder produzieren eher “Allrounder”-Antikörper, um alle möglichen Viren oder Bakterien bekämpfen zu können. Wissenschaftler vermuten, dass diese “Allrounder”-Antikörper auch SARS-CoV-2 angreifen und Kinder vor schweren Verläufen schützen. Mit zunehmendem Alter werden die Antikörper immer spezifischer gegen bekannte Erreger und die “Allrounder”-Fähigkeit des Immunsystems geht verloren.
  • Kinder könnten weniger ACE2-Rezeptoren im Epithelgewebe in Lunge und Rachen haben, eventuell dafür mehr im Darm. ACE2-Rezeptoren sind Andockstellen für SARS-CoV-2, die Kinder jedoch nicht so stark ausbilden. Um diese Hypothese zu überprüfen, müssten Forscher jetzt systematische Biopsien machen. “Das macht natürlich kein Mensch, gerade nicht bei Kindern”, so Ulrike Protzer.

Welche Rolle spielen Kinder bei der Übertragung von Covid-19?

Klar ist: Kinder können sich anstecken und das Virus weitergeben. Unklar ist dagegen, ob sich Kinder genauso häufig wie Erwachsene infizieren und wie effektiv sie die Infektion auf andere übertragen.

Analysen der Viruslast im Rachen zeigen: Kinder scheinen etwa genauso viel Virus im Rachen haben zu können wie Erwachsene. In einer amerikanischen Untersuchung hatten kleine Kinder, die Symptome entwickelten, sogar mehr Virus-RNA im Rachen als Erwachsene. Ob sie dadurch auch genauso ansteckend sind, lässt sich bisher nur mutmaßen.

Untersuchungen zeigen jedenfalls, dass Rachenabstriche aus dem Hals der Kinder andere Zellkulturen infizieren können. Das ist ein sicherer Hinweis, dass Kinder ansteckend sein können – auch wenn sie keine Symptome zeigen. Gleichzeitig gibt es aber auch Fälle, in denen infizierte Kinder mit anderen zusammen sind und keinen anstecken. “Das ist nicht verwunderlich, weil die Viruslast häufig bei Symptombeginn – also wenn die Infektion entdeckt wird – schon stark abgenommen hat”, erklärt Prof. Philipp Henneke. Solche Situationen gibt es auch bei Erwachsenen.

Das Ansteckungsrisiko variiert

“Das Ansteckungsrisiko durch Kinder hängt vom Kontakt und den Hygienemaßnahmen ab”, sagt Ulrike Protzer. Sie vermutet daher, dass ein infiziertes Kind mit hoher Wahrscheinlichkeit auch seine Eltern und Geschwister ansteckt. Überraschend bei Kindern ist, dass man Virus-RNA sogar in Stuhlproben nachweisen konnte – auch deutlich über die Quarantäne-Zeit hinaus. “Ob das ansteckend ist, kann man noch nicht sagen.”

Zusätzlich zur infektiösen Viruslast im Rachen gibt es weitere Einflussfaktoren, die gegeneinander abzuwägen sind: Wenn Kinder oft nur sehr milde oder gar keine Symptome haben, ist das Risiko geringer, dass sie durch Husten oder Niesen viele Tröpfchen mit Viren verbreiten – und so andere anstecken. Andererseits haben Kinder oft näheren Körperkontakt, fassen sich häufiger ins Gesicht.

„Klar ist, dass Kinder das Virus weitergeben können. Nach aktuellem Stand scheinen sie jedoch nicht besonders zur schnellen Ausbreitung des Erregers beizutragen, während dies bei anderen Infektionen der Atemwege der Fall ist“, so Prof. Hans-Georg Kräusslich, Abteilungsleiter Virologie am Zentrum für Infektiologie am Universitätsklinikum Heidelberg. Doch genau weiß man es eben einfach noch nicht. Mit dem Schulstart kann jetzt besser untersucht werden, wie groß der Einfluss von Kindern bei der Verbreitung von Covid-19 wirklich ist.

Coronavirus: Das wissen wir – und das nicht

Was passiert, wenn die Schulen für alle wieder öffnen?

In Schweden, Dänemark und Teilen der Schweiz sind Kitas, Kindergärten oder Schulen seit Wochen geöffnet oder wurden gar nicht erst geschlossen. Untersuchungen zufolge hatte das in diesen Ländern keinen großen Effekt auf die Zahl der Neuinfektionen: In der Schweiz blieben die Fälle gering, in Schweden machen Kinder weiterhin nur zwei Prozent der Infizierten aus – allerdings wird hier auch nur sehr wenig getestet.

In Israel, Frankreich und Australien dagegen hat es bereits Ausbrüche in Schulen gegeben. Und auch erste Studien aus Wuhan kommen zu gegenteiligen Ergebnissen: Demnach hat die Schulschließung sehr wohl einen mindernden Einfluss bei der Ausbreitung des Coronavirus. „Es scheint vor allem dann ein Risiko für Schulausbrüche zu geben, wenn das Gesamt-Infektionsgeschehen in der Bevölkerung zunimmt – genauso wie es gerade in Deutschland der Fall ist“, resümiert Prof. Isabella Eckerle, Leiterin der Forschungsgruppe emerging viruses an der Universität Genf.

Das Problem: Infizierte Kinder werden nur schwer erkannt

Infizierte Kinder fallen in der Schule oder Kita oft nicht auf, weil sie keine Symptome zeigen. “Das Risiko der Übertragung ist sicherlich bei kleineren Kindern höher, weil sie die Hygienemaßnahmen nicht so gut einhalten können”, spekuliert die Virologin Ulrike Protzer. Sie glaubt, dass es sehr auf die Art der Kindergruppe ankommt, ob sie draußen gespielt hat oder drinnen, wie nah sich die Kinder gekommen sind.

Gefährdet die Schulöffnung die Eindämmung des Virus? Das erklären wir hier.

Welchen Effekt der Schulstart nach den Sommerferien auf die Fallzahlen in Deutschland haben wird, ist noch sehr schwer einzuschätzen. Ergebnisse aus anderen Ländern lassen sich nicht 1:1 übertragen, denn je nach Kultur ist der Kontakt zwischen Kindern, Lehrern und Familien anders intensiv.

Wichtig ist vor allem ein durchdachtes Konzept: „Wir haben zwar gute Konzepte zur Händehygiene, aber wir brauchen auch Konzepte zum ausreichenden Luftaustausch in Klassenzimmern“, fordert Isabella Eckerle. Auch kleinere Klassen, feste Bezugsgruppen, schnelle Möglichkeiten zum Testen und eine Strategie, wie man mit infizierten Kindern oder Lehrern umgeht, seien nötig.

Zwar seien sich alle einig, dass Schulen zum Wohl der Kinder möglichst lange offen bleiben sollen. „Allerdings sollte man offen kommunizieren, dass wir das Risiko für Schulausbrüche wahrscheinlich nicht komplett eliminieren können. Wir haben wohl immer noch eine steile Lernkurve zum Thema Kinder und Sars-CoV-2 vor uns.“

Darum brauchen Kinder andere Kinder | Grafik: WDR

Wie können sich Eltern und Kinder zu Hause richtig verhalten?

Es ist wichtig, dass Kinder weiterhin auch andere Kinder sehen – egal ob Geschwister, Nachbarn oder Schulfreunde. Gleichaltrige begegnen ihnen auf Augenhöhe und fördern die kindliche Entwicklung. Um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten, ist es sinnvoll, Premiumkontakte auszuwählen. Das heißt: Kinder dürfen sich ein bis zwei beste Freunde aussuchen, mit denen sie sich ausschließlich untereinander treffen.
Premiumkontakte | Grafik: WDR

Grundsätzlich sollten Eltern mehr auf die Basishygiene ihrer Kinder achten, empfiehlt Philipp Henneke. Also: Abstand halten, Händewaschen und möglichst wenig in den Mund stecken oder ins Gesicht fassen. Und falls doch ein Kind krank wird, ist es wichtig, es trotz Ansteckungsgefahr fürsorglich zu pflegen. “Gerade kleine Kinder brauchen besonderen Schutz und Nähe, wenn sie krank sind”, sagt Philipp Henneke. Aber es muss sich auch nicht die ganze Familie  drum herum hocken.

Autorinnen: Vanessa Reske, Annika Witzel

Unsere Quellen

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15 Kommentare;

  1. Hallo zusammen,

    ich finde, man lässt die Lehrerinnen und Lehrer mit der gesamten Corona Problematik ziemlich „im Regen stehen“.

    Wenn ich dann lesen muss, dass z.B. eine Dame vom „Marburger Bund“ eine Maskenpflicht im Klassenraum für
    unsinnig hält, frage ich mich, ob diese Dame sich die heutigen Schulen bzw. die Klassensituationen mal vor Ort
    angesehen hat.

    Fakt ist: Die Abstände lassen sich nicht einhalten. Die Abstandsregel ist extra für die Klassenräume aufgehoben
    worden, damit wieder alle Schülerinnen und Schüler am Unterricht teilnehmen können.

    Die Massnahme in Mecklenburg Vorpommern die beiden Schulen für zwei Wochen zu schließen ist m.E.
    ebenfalls richtig!

    Was hätte man sonst tun sollen?

    Man kann doch nicht in einer betroffenen Schule „solange darauf warten“, bis sich eine zweite Klasse infiziert hat.

    Drittens: Das leidige Thema mit der „zweiten Welle“

    Fakt ist: Wir haben einen aktuellen Anstieg von Infizierten – das ist aber keine zweite Welle –

    Der Anstieg ist NICHT exponentiell.

  2. In den USA hat sich Ende Juni ein „superspreading event“ unter Kindern eines YMCA Jugendcamps ereignet. Nach Aussagen des Center for Disease Control and Prevention (CDC) wurden mindestens 260 der 597 beteiligten Kinder und Betreuer vom Virus infiziert. Für 250 Teilnehmer liegen bisher noch keine Testresultate vor.

    Fazit: „This investigation adds to the body of evidence demonstrating that children of all ages are susceptible to SARS-CoV-2 infection and, contrary to early reports might play an important role in transmission.”

    Quelle: https://www.ajc.com/news/coronavirus/260-coronavirus-cases-tied-to-north-georgia-camp-outbreak/NZDPEZRRUNHT7CVE43JOPUAVSY/

  3. Drosten spricht in Folge 50 des NDR-Podcasts über eine Studie zur Seroprävalenz. Sie betrug in Schweden bei Erwachsenen 6,5 Prozent und bei Kindern und Jugendlichen zwischen 0 und 19 Jahren 7,5 Prozent – sie hätten sich demnach häufiger infiziert als Erwachsene.

    1. @Schulmama
      Richtig!
      Ich finde daher insgesamt das Thema hier, als auch die geplanten Schulöffnungen leichtfertig, tw. verharmlosend, auch bzgl. solcher Sätze:
      „Und falls doch ein Kind krank wird, ist es wichtig, es trotz Ansteckungsgefahr fürsorglich zu pflegen .. Aber es muss sich auch nicht die ganze Familie drum herum hocken.“
      Richtig, Niemand sollte ein leidendes Kind alleine lassen, aber das ist doch ein wenig lasch formuliert … wenn sich Mutter, Vater, Geschwister, dann Großeltern, Freunde in der Folge anstecken, so ist je nach Alter und Risikogruppen schon rein statistisch mit Toten zu rechnen!
      Da ist also klar auch Quarantäne gefordert!
      Eine/r sollte sich ums Kind kümmern, alle anderen fern halten, und zwar von den Beiden!

      Daher auch bei der Betreuung der kranken Kinder besonders auf Hygiene und Infektionsschutz achten, auch das Kind hat nichts davon, wenn Papa, Mama in Krankenhaus landen, 50% der Patienten dort versterben dann an Covid-19!

      Das ist die Realität!

      Zudem es gibt Studien und Realitäten jenseits des hier geschriebenen, in Israel 2.Welle u.a. wg. Schullöffnungen (dann über 200 geschlossen, vor Wochen schon), in d. USA aktuell (s. Tagesspiegel, Twitter Lauterbach) das auf Feriencamps selbst mit Maßnahmen gegen d. Infektion ca. die Hälfte der Kinder und Jugendlichen, Betreuer sich innerhalb weniger Tage mit CoV-2 infizierten, gibt andere Studien zur Virenlast die Drosten bestätigen, auch das KitaKinder besonders virulent sind etc.

      Die in den Medien hochgepuschten verharmlosenden Studien auch in D waren quasi aussagelos, da sie alle nur in einem Zustand erhoben wurden, wo fast keine Infektionen i.d. Bevölkerung vorlagen, und zudem viele Schulen, Kitas geschlossen waren, das gleiche gilt für viele der internat. Studien die die Öffnungs-Befürworter gerne anführen ..

      Interessant auch, das medial die Lehrergewerkschaften, die die Schulöffnungen sehr kritisch sehen, bzw. diese tw. Ablehnen, nicht gehört werden/wurden .. warum wohl …?

      1. Hallo Herr Ludwig W,
        den Quatsch den Sie hier von sich geben, entbehrt jeglicher Grundlage. Sie tun so, als gäbe es massenhaft Kranke und Tote, es gibt keine nur einen zweifelhaften Test. Sie lassen sich von den öffentlichen Medien und der Politik so in Angst und Panik versetzen, dass Sie gar nicht mehr klar denken können, sehr traurig aber genau das ist gewollt. Menschen wie Sie können sich gar nicht vorstellen, dass sie hinter das Licht geführt werden, oder einfach gesagt „verarscht“ werden.
        Wo sind die Kranken und Toten denn? Laut Statistischem Bundesamt, das können Sie nachlesen, gibt es keine überzähligen Sterbefälle in Deutschland. Auch in anderen Ländern wurde getrickst und manipuliert um uns die Toten zu suggerieren, nichts davon ist bewiesen. Italien und Spanien sind finanziell am Ende und brauchen dringend Geld, da kommt ein Virus gerade recht, um von der EU Geld zu erschleichen. Und wer ist der größte Zahler, Deutschland, Sie und ich müssen für diese Länder malochen, weil die noch nie mit Geld umgehen konnten.
        Ich kann Ihnen nur raten, nicht nur die Mainstream- Medien zu konsumieren und sich mehrgleisig zu informieren. Wenn Sie dann immer noch an ein Virus glauben, welches die Menschheit ausrottet, dann ist Ihnen sowieso nicht mehr zu helfen.
        Schönen Abend noch…

    1. Das werden wir öfter mal gefragt. Die Antwort ist aber leider: Nein.
      Wir sind ja eine Redaktion des WDR, der Teil der ARD und somit des deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist. Somit sind die Mittel, die wir zur Verfügung haben, um unseren Informationsauftrag zu erfüllen, auch auf Deutschland begrenzt…

    2. Weil wir das so häufig gefragt werden – auch bei unseren Social-Media-Posts – sind wir auch mit anderen Redaktionen des WDR, die mehrsprachiges Programm anbieten, in Kontakt und überlegen, wie wir einzelne Inhalte auch in anderen Sprachen zugänglich machen können. Es wäre ein hoher zeitlicher und personeller Aufwand und es ist noch nicht ganz klar, ob das klappen kann. Aber dass der Wunsch da ist, haben wir definitiv auf dem Schirm und freuen uns auch darüber!

  4. Es wird vermutet, dass bei Kindern das Kawasaki Syndrom ausgelöst werden könnte. Es werden genauso hohe Viren zahlen bei den Kindern in den Atemwegen gefunden wie bei den Erwachsenen

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