Wo könnte der Ursprung des Coronavirus liegen?

Wo könnte der Ursprung des Coronavirus liegen? Bild: Pete Linforth/ on pixabay

Covid-19

Wo könnte der Ursprung des Coronavirus liegen?

Forscher vermuten, das Coronavirus könnte von Fledermäusen stammen. Zwischenzeitlich behauptete eine Virologin aus Wuhan, es sei künstlich im Labor gezüchtet. Was wirklich über die Herkunft des Virus bekannt ist.

18. September 2020 | 17 Kommentare

Darum geht’s:

Unterschiedliche Theorien zum Coronavirus

Im Dezember 2019 wurde das Coronavirus auf einem Markt in Wuhan entdeckt. Doch es gibt immer mehr Hinweise, dass es schon Wochen vorher im Umlauf war. In Italien und Brasilien konnte SARS-Cov-2 beispielsweise in Abwasserproben nachgewiesen werden, die bereits im November entnommen wurden.

In China soll es die ersten nachgewiesenen Corona-Infektionen bereits Mitte November gegeben haben, wie die Zeitung “South China Morning Post” berichtete.

Ein Forscherteam der Universität Cambridge hat die Spuren des Coronavirus zurückverfolgt und analysiert. Ihr Ergebnis: Die Pandemie hat sehr wahrscheinlich zwischen Mitte September und Anfang Dezember begonnen – und zwar ziemlich sicher in China oder einem angrenzenden Land.

Dass das Virus kurze Zeit später bereits vereinzelt in Europa gewesen sei, überrasche nicht. Dokumentierte, spätere Fälle zeigten, wie schnell Reisende den Erreger in andere Regionen bringen könnten, sagt der an der Studie beteiligte Genetiker Peter Forster der ARD.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, wie das neuartige Virus entstanden sein könnte: durch natürliche Mutationen eines verwandten Coronavirus in einem Tier oder Menschen. Oder durch künstliche Züchtung in der Petrischale.

Theorie 1: Vom Tier zum Menschen

Die meisten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gehen davon aus, dass die Übertragung von SARS-CoV-2 von einer Rhinolophus-Fledermaus (Hufeisennase) und einem weiteren Zwischenwirt auf den Menschen stattgefunden hat, wie etwa einem Pangolin oder einem Marderhund. Damit wäre Covid-19 ursprünglich eine sogenannte Zoonose, also eine vom Tier auf den Menschen übertragene Infektionskrankheit.

Molekularbiologische Untersuchungen zeigen, dass das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 eng verwandt ist mit Coronaviren, die in bestimmten Fledermäusen vorkommen. Die Übereinstimmung der Genanalyse lag bei 96 Prozent. Schon in der Vergangenheit haben Studien Epidemien mit Coronaviren wie SARS und MERS auf Fledermäuse zurückgeführt. Aus diesen Gründen schlussfolgern viele Wissenschaftler, dass es auch bei SARS-CoV-2 so sein könnte.


Wenn Krankheitserreger von Tieren auf Menschen springen


Der Fundort des Virus spricht dafür: Sogenannte “Wet Markets” wie in Wuhan erhöhen die Chance für das Überspringen von Viren über Artengrenzen stark. Auf diesen Märkten sind lebende und tote Wildtiere auf engstem Raum zusammengepfercht, werden verkauft, geschlachtet und gekocht.

Dabei kommen Menschen schnell mit Blut und Körperflüssigkeiten der Tiere in Kontakt. Bei einer entsprechenden Mutation, die das Virus befähigt, auf den Menschen überzuspringen, kann es so schnell zu einer Übertragung kommen.

Theorie 2: Genexperimente im Labor

Immer wieder kam aber auch der Gedanke auf, dass das Virus nicht aus der Natur kommt, sondern im Labor gezüchtet worden ist und absichtlich oder unabsichtlich diese Labore verlassen hat.

Im April 2020 hat der französische Virologe und Nobelpreisträger Luc Montagnier in einem Interview behauptet, SARS-CoV-2 enthalte identische Sequenzen wie HIV und sei deshalb künstlich. Das sei “kompletter Unsinn”, sagt Virologe Prof. Christian Drosten im NDR-Podcast “Coronavirus-Update”.

Jetzt haben Wissenschaftler um die chinesische Virologin Dr. Li-Meng Yan eine Arbeit veröffentlicht, die den Beweis liefern soll, dass SARS-CoV-2 in Wuhan künstlich erzeugt wurde.

Aufmerksamkeit erreicht unter anderem eine Videobotschaft von Li-Meng Yan. Sie behauptet, aus Wuhan geflohen zu sein und Beweise zu haben, dass das Coronavirus im Labor entstanden sei. Die Virologin hat lange an der Universität Hongkong gearbeitet und dort am neuartigen Coronavirus geforscht, wie ihre Veröffentlichungen zeigen.

Aber:

Es gibt keine Belege, dass das neuartige Coronavirus aus dem Labor kommt

Die Virologin Li-Meng Yan gibt an, den Beweis für die Labor-Theorie geliefert zu haben.

Viele Wissenschaftler sehen in ihrer Arbeit jedoch lediglich Behauptungen ohne Nachweise: “Die Hypothese, die Rezeptor-Bindungsstelle (RBD) des S-Proteins und die Furin-Spaltstelle seien genetisch konstruiert und nachträglich eingebaut worden, ist abwegig und nicht belegt”, sagt Prof. Alexander Kekulé, Virologe an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er hat die Studie für Quarks eingeordnet.

Kekulé sagt, das S-Protein von SARS-CoV-2 sei  “bezüglich seiner Entfaltung bei Rezeptorkontakt, seiner Rezeptor-Bindungsstelle und bezüglich der Sequenz der Furin-Spaltstelle einmalig“. Kein bekanntes Coronavirus hätte hier “einem ‚bad scientist‘ als Vorbild dienen können”, so der Virologe. Die Rezeptor-Bindungsstelle des S-Proteins sei am ehesten mit in Pangolinen gefundenen Viren verwandt.

Es ist aber laut Kekulé kein Pangolin-Virus bekannt, das als Vorlage für das S-Protein SARS-CoV-2 gedient haben könnte. Der Virologe bezweifelt, dass die Forscher in Wuhan unveröffentlichte Viren von einem Pangolin oder einem anderen Säugetier besitzen, die sie hätten einbauen können: “Die Eitelkeit der Wissenschaftler, auch in China, spricht gegen diese ‚Dr.-Mabuse-Theorie’”.

Erfindung der Virenbausteine durch Menschen sehr unwahrscheinlich

Noch unwahrscheinlicher sei die “Erfindung“ der Furin-Spaltstelle durch einen Menschen. “Für diese gibt es in der Natur kein Vorbild”, so Kekulé. Er bezweifelt außerdem, dass die Furin-Spaltstelle  durch Zellpassagen optimiert worden sein könnte, da hierfür das Immunsystem eines Säugetiers nötig sei. In diesem Fall wäre es auch naheliegend, dass die Forscher eine “perfekte” Furin-Spaltstelle entwickelt hätten und diese nicht wie von Yan et al. beschrieben, aus ZC45 beziehungsweise ZXC21 “zusammengebastelt” hätten.

Das Yan-Paper würde bei mir als Reviewer durchfallen (‚reject‘)”, bilanziert Kekulé. Mit dieser Bewertung ist er nicht allein. “Der Bericht ist unwissenschaftlich und falsch – sie picken sich Daten heraus und ignorieren Daten, die ihre Hypothesen widerlegen”, schreibt auch Prof. Kristian Andersen, Immunologe am Scribbs Research Institute in Kalifornien, in seinem Twitteraccount.

Und mal abgesehen davon, dass die wissenschaftliche Grundlage fragwürdig ist: Die genannten Aspekte liefern keinen Beleg, dass das Coronavirus eine Laborzüchtung ist.

Wesentliche Aspekte der Wissenschaftlichkeit fehlen

Darüber hinaus finden sich in der Arbeit einige Stellen, die sehr untypisch für wissenschaftliche Publikationen sind.

In der Regel veröffentlichen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ihre Forschungsergebnisse auf Basis von Untersuchungen und diskutieren im letzten Teil der Arbeit kritisch, was die Ergebnisse aussagen könnten. Dabei reflektieren sie auch, wo die Grenzen der Aussagekraft liegen und an welchen Stellen weiterer Forschungsbedarf besteht.

In der Arbeit von Li-Meng Yan dagegen finden sich in der Einleitung sowie im Fazit statt einer kritischen Selbstreflexion politische Vorwürfe und die Aufforderung, die Labore in Wuhan zu überprüfen.

Sie behauptet außerdem, dass wissenschaftliche Fachzeitschriften alles “zensieren” würden, was für den nicht natürlichen Ursprung des Virus spricht, weshalb Arbeiten wie ihre nur als Preprints veröffentlicht werden könnten – also als ungeprüfte Veröffentlichungen. So würden Menschen gezielt in die Irre geführt werden. Solche Formulierungen sprechen nicht für wissenschaftliche Qualität. Absurd erscheint in diesem Zusammenhang auch, dass Yan bereits seit Jahren in eben diesen Journals mit ihren Studien veröffentlicht wird.

Wissenschaftler bezeichnen die Arbeit von Li-Meng Yan als Verschwörungsmythos

Insgesamt wird die Arbeit von Li-Meng Yan von mehreren internationalen unabhängigen Wissenschaftlern scharf kritisiert und sogar als Verschwörungsmythos bezeichnet. Auch hier ist der Vorwurf: In der Arbeit würden vor allem Behauptungen aufgestellt und keine Belege geliefert.

Zudem steht in der Kritik, dass die Arbeit mit dem wegen Betrugs angeklagten ehemaligen Trump-Berater Steve Bannon in Verbindung steht. Medienberichten zufolge hat die Plattform Twitter den im September neu gegründeten Account von Li-Meng Yan gesperrt, in dem nur vier Posts zu ihrer Labortheorie enthalten waren.

Unser Fazit: Die Arbeit um Dr. Yan ist mit großer Vorsicht zu genießen. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Belege, dass SARS-CoV-2 aus dem Labor kommt. Sicher ausschließen kann man diese Theorie jedoch auch nicht.

Auch für Zoonosen-Theorie fehlen weitere Belege

Eine viel zitierte Studie, die im März im Fachblatt Nature publiziert wurde, kommt zum genau gegenteiligen Ergebnis: SARS-CoV-2 sei sehr wahrscheinlich kein Laborkonstrukt. Auch hier wurden Genanalysen des Virus durchgeführt.

Die Forscher beschreiben, dass das neuartige Coronavirus nicht ideal an die menschlichen Zellen bindet, auch nicht ideal damit wechselwirkt. Die Schlussfolgerung: Hätte man das Coronavirus im Labor gezüchtet, so hätte man diese Mechanismen optimiert.

Die Studienautoren um Kristian Andersen halten es für wahrscheinlicher, dass das Virus durch natürliche Mutation entstanden ist, höchstwahrscheinlich bei Fledermäusen. Aber: “Es stimmt wohl auch, dass das Paper von Andersen et al. nicht das letzte Wort zum Ursprung von SARS-CoV-2 war, obwohl es von einigen Kollegen so gesehen wird”, merkt Alexander Kekulé an.

Ungeklärt bei dieser Theorie ist außerdem, ob SARS-CoV-2 direkt von Fledermäusen auf Menschen übertragen worden sein könnte oder ein tierischer Zwischenwirt eine Rolle bei der frühen Übertragung auf den Menschen gespielt haben könnte.

Suche nach dem potenziellen Zwischenwirt

Als Zwischenwirt kommen beispielsweise Malaiische Pangoline infrage, die illegal in die Provinz Guangdong importiert wurden.

Chinesische Forscher haben in einer Studie entdeckt, dass sie Coronaviren ähnlich wie SARS-CoV-2 enthalten. Eine experimentelle Studie des Friedrich-Loeffler-Instituts zeigt, dass auch Marderhunde SARS-CoV-2 aufnehmen können, ohne Symptome zu entwickeln. Damit kommen auch sie als Zwischenwirte infrage.

Und jetzt?

Neue Meldungen kritisch hinterfragen

Die WHO hat angekündigt, ein Forscherteam nach China zu schicken, um den Beginn der Pandemie zu ermitteln. Dass weitere Forschungsergebnisse notwendig sind, um den Ursprung von  SARS-Cov-2 zu belegen, liegt auf der Hand.

Wichtig ist aber auch, wie wir bis zu diesem Zeitpunkt mit neuen Meldungen umgehen. Wir müssen Verschwörungserzählungen von unabhängigen Forschungsergebnissen unterscheiden, um uns eine fundierte Meinung bilden zu können. Das geht vor allem, indem wir kritisch bleiben und Quellen auf ihre Seriosität überprüfen.

Was du über Verschwörungstheorien wissen solltest

Eindeutiges Ergebnis gibt es noch nicht

Stand jetzt gibt es viele Hinweise, dass das Coronavirus durch eine Zoonose entstanden sein könnte, also von einem Tier übergesprungen ist. Doch Belege für eine eindeutige Antwort fehlen. “Grundsätzlich befürworte ich eine offene Diskussion in alle Richtungen”, sagt der Virologe Alexander Kekulé.

Wenn wir verstehen, wie SARS-CoV-2 entstanden ist, können wir zukünftige Pandemien früher erkennen und möglicherweise sogar verhindern.

Autorin: Vanessa Reske

Unsere Quellen

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17 Kommentare;

  1. Gerade eben habe ich bei merkur.de gelesen (30.10.2020), dass bereits im Herbst 2019 Coronavieren in Frankreich (Krankenhaus Colmar) wie jetzt im nachhinein festgestellt, vorgekommen sind. In Abwasserproben Italien und Brasilien wurden auch Vieren im Jahr 2019 gefunden. Was ist da dran? Ich würde von den Wissenschaftlern gern eine baldige Antwort darauf bekommen, wohher das Coronavirus wirklich kam. Für die weltweite Bekämpfung wäre das sehr wichtig, viele Maßnahmen könnten dann gezielter erfolgen. Wird der Ursprungsherd nicht gefunden, fischen die Virologen weiter im Trüben und es sterben noch unzählige Menschen. Gebot der Stunde: Suche nach den Ausbruchsorten.

    1. Auch wir haben von den möglichen früheren Funden von Sars-CoV-2 in Abgwasserproben von Ende 2019 gehört – wirklich nachgewiesen ist das unseres Wissens jedoch nicht, die entsprechende Arbeit aus Bercelona war im Sommer noch nicht peer reviewed und wurde von einigen Fachkolleg*innen aus anderen Ländern stark kritisiert: https://www.mdr.de/wissen/corona-barcelona-abwasser-maerz-zwanzigneunzehn-100.html Zumindest in Italien soll der Erreger aber ab Dezember in mehreren Städten schon im Abwasser nachgewiesen worden zu sein: https://www.tagesschau.de/ausland/italien-corona-abwasser-101.html

  2. Wo könnte der Ursprung des Coronavirus liegen?
    Vieles spricht dafür, dass SARS-CoV-2 Viren Mutationen von Coronaviren sind, mit denen wir bereits seit vielen Jahren leben – beispielsweise spricht die hohe natürliche Immunität in der Bevölkerung vieler Länder dafür, dass es sich um kein neues Virus handelt.

    Vielleicht wurde der Evolution auch etwas „nachgeholfen“:
    (11.10.2020) Neuer Bericht bringt Licht in die Herkunft von SARS-CoV-2
    https://www.naturstoff-medizin.de/artikel/neuer-bericht-bringt-licht-in-die-herkunft-von-sars-cov-2/

      1. Habe ich natürlich gelesen – sonst hätte ich mich hier nicht geäußert.
        Schalten Sie meinen Beitrag „Seit einiger Zeit stelle ich mir die Frage, was …“ von Freitag, den 16.10.2020 noch frei?

  3. Seit einiger Zeit stelle ich mir die Frage, was Viren eigentlich sind.
    Sind es Krankheitserreger, die von außen kommen und bekämpft werden müssen? (Pasteur’s Erreger-Theorie).
    Oder gehören Viren zu unserem Leben, zu unserem Körper untrennbar dazu? (Bechamp’s Pleomorphismus).

    Und ich stelle mir die Frage, ob „schädliche“ Viren vielleicht „Produkte“ unserer eigenen Körperzellen (oder der von Tieren) sein könnten, wenn diese aufgrund negativer Einflüsse (schlechte Ernährung, Umweltgifte, Stress, Licht- und Bewegungsmangel, …) nicht mehr wie von der Natur vorgesehen funktionieren können.

    Unsere Schulmedizin bekämpft meist nur Krankheitssymptome mit Medikamenten, deren Nebenwirkungen uns noch (viel) kranker werden lassen. Die Ursachen unserer Erkrankung werden oftmals gar nicht erst gesucht. Somit werden wir dann falsch behandelt, es kommen neue Krankheiten hinzu und die Selbstheilungskräfte unseres Immunsystems werden noch weiter geschwächt, so dass wir immer weiter behandelt werden müssen.

    Unser „Gesundheits“-System mag im weltweiten Vergleich noch gut aussehen. Aber absolut betrachtet wird auch in Deutschland das Geld nicht damit verdient, unsere Gesundheit zu schützen, geschweige denn zu fördern – es rechnet sich offensichtlich viel mehr, uns Menschen krank zu halten.

    Und wenn wir uns noch nicht krank (genug) fühlen, werden einfach mal die Grenzwerte für Cholesterin, Blutzucker, etc. so weit herabgesetzt, bis wir als behandlungsbedürftig gelten – und viele von uns machen da auch noch mit, selbst wenn sie sich absolut gesund fühlen.

    Wir (sollten) wissen, dass unser Immunsystem der Schlüssel für ein gesundes Leben ist.
    Die moderne Medizin kann einen wichtigen Beitrag für unsere Gesundheit leisten, aber offenbar richtet sie auch viel Schaden an.
    https://www.quarks.de/gesundheit/so-lange-braucht-die-entwicklung-eines-coronavirus-impfstoffs/#comment-10259

    Nachtrag zu Louis Pasteur vs. Antoine Béchamp
    (17.12.2017) Die Mikrobe ist nichts das Milieu ist alles
    https://www.youtube.com/watch?v=482ORAoNeaw
    Krankheit kommt nicht von außen, sondern aus uns selbst, aus unserem eigenen Blut – wenn das Milieu nicht stimmt. Antoine Bechamp’s Pleomorphismus vs. Louis Pasteur’s Erreger-Theorie.
    Nicht Viren und Bakterien machen uns krank, sondern unsere Lebensumstände.
    Krankheit ist kein Zufall. Es gibt immer einen Grund für eine Erkrankung.

    So neu scheint SARS-CoV-2 übrigens nicht zu sein.
    (25.09.2020) Bis zu 50 Prozent der Menschen haben reaktive T-Zellen die auf das Coronavirus reagieren, und das schon seit 2015
    https://corona-transition.org/bis-zu-50-prozent-der-menschen-haben-reaktive-t-zellen-die-auf-das-coronavirus
    Forschende weltweit verfolgen eine neue Theorie: Der Mensch hat sich schon längst mit SARS-CoV-2 arrangiert.

    (17.09.2020) Covid-19: Haben viele Menschen bereits eine Immunität?
    https://www.bmj.com/content/370/bmj.m3563
    „Schweinegrippe déjà vu
    Ende 2009, Monate nachdem die Weltgesundheitsorganisation das H1N1-Virus der Schweinegrippe als globale Pandemie deklariert hatte, war Alessandro Sette Teil eines Teams, das daran arbeitete, zu erklären, warum das sogenannte „neuartige“ Virus nicht schwerwiegender zu sein schien als die saisonale Grippe.
    Ihre Antwort waren bereits bestehende immunologische Reaktionen in der erwachsenen Bevölkerung: B-Zellen und insbesondere T-Zellen, von denen bekannt ist, dass sie die Schwere der Erkrankung abschwächen. …“

  4. Der französische Virologe Luc Montagnier, der 2008 den Nobelpreis für die Entdeckung des Humanen Immundefizitvirus (HIV) erhalten hatte, vertritt die Auffassung, dass das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 künstlicher Herkunft ist und in einem Labor entwickelt wurde.
    Artikel v. 18.04.2020 :
    https://de.sputniknews.com/panorama/20200418326919847-nobelpreis-virologe-montagnier-neues-coronavirus-stammt-aus-labor/

    Er nennt das einen Fakt ! …. und nun, liebe Redaktion ???

    1. Luc Montagnier ist inzwischen fast 90 Jahre alt. Er betreibt m.W. keine aktive Forschung mehr, hat aber in letzter Zeit durch einige spleenige Ideen Aufmerksamkeit erregt:

      „Im Juli 2010 stellte Montagnier auf einer Konferenz eine neue Methode zum Nachweis von Virusinfektionen vor. Er behauptete, Lösungen, die die DNA krankheitsauslösender Bakterien und Viren wie HIV enthielten, seien in der Lage, niederfrequente Radiowellen auszusenden, die die umgebenden Wassermoleküle veranlassten, sich in Nanostrukturen zu ordnen. Diese Wassermoleküle könnten auch ihrerseits wiederum Radiowellen aussenden. Wasser behalte diese Eigenschaften auch dann, wenn keine Virus- oder Bakterien-DNA mehr nachweisbar sei. Ärzte könnten die Radiowellen verwenden, um Krankheiten zu erkennen. Montagniers Behauptungen sind wegen ihrer angeblichen Nähe zur Wassergedächtnislehre der zeitgenössischen Homöopathie stark umstritten.“

      Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Luc_Montagnier

  5. Und nun ändert sich wieder die Stimmung. Man kann es schon kaum hören, die Panik die ständig aufrecht gehalten wird. Und wenn es sich abgenutzt hat, das „Verschwörer-Deppen“ gebashe, dann gibt man ihnen halt recht. Erst wurden Mundspülungen als völlig unwirksam angesehen, jetzt sind die die Rettung vor der Impfung? https://duhastmundgeruch.com/helfen-mundspuelungen-gegen-das-corona-virus/ Davor wurde jeder der sagte, das dies hilft die Viren-Last zu reduzieren, als Corona-Leugner angesehen. So kann es sich eben ändern!

  6. Natürlich hoffen wir auf eindeutige wissenschaftliche Antworten auf unsere Fragen. Wo diese lange auf sich warten lassen, entsteht ein Wettbewerb unter Wissenschaftlern. Danke für die Erläuterungen der wissenschaftlichen Qualitätsstandards!

  7. Hallo,
    dieser Beitrag ist wieder sehr qualifiziert gelungen, umso ärgerlicher ist es, wenn der wissenschaftliche Fachbegriff „Theorie“ falsch benutzt wird, was leider in populärwissenschaftlichen Darstellungen mittlerweile sehr häufig vorkommt. Im vorliegenden Text müsste er immer ausgetauscht werden durch „Hypothese“, und im Fall von Verschwörung ist auch das zu hoch gegriffen und man spricht besser von Verschwörungs-Mythen oder -Erzählungen. Ihre WDR-Kollegin Dilek Üşük hat neulich in der Aktuellen Stunde die Begriffe Hypothese und Theorie sehr anschaulich und korrekt erklärt.

  8. Hallo zusammen,

    wenn Anfang 2021 die ersten Impfstoffe verfügbar sind – und das Virus mutiert ist – wie
    wirksam sind dann die Impfstoffe ?

    Wenn man die Quelle ermittelt hat, kann man über die Mutationen dieses Viruses etwas
    aussagen?

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