Darum schafft es seit Jahrzehnten keiner mehr auf den Mond

Astronaut auf dem Mond | Photo by NASA on Unsplash

Bemannte Raumfahrt

Darum war seit Jahrzehnten niemand mehr auf dem Mond

Viele Menschen glauben, es war eh noch nie ein Mensch auf dem Mond. Um das vorwegzunehmen: Stimmt nicht – aber es war tatsächlich schon ewig niemand mehr da

31. Oktober 2018 | Aktualisiert: 23. Juli 2020 | 17 Kommentare

Am 20. Juli 1969 betrat der amerikanische Astronaut Neil Armstrong als erster Mensch den Mond. Was damals Millionen Menschen rund um den Globus faszinierte, wurde dann fast zu einer Art Routine. Immer wieder schickte die amerikanische Raumfahrtorganisation NASA Menschen auf den Mond – insgesamt zwölf Astronauten binnen drei Jahren.

Mit der Mission von Apollo 17 hinterließen die letzten Menschen Abdrücke auf dem Boden des Mondes. Apollo 18 wurde abgesagt.

Zwar gab es immer wieder Pläne, Menschen in die Umlaufbahn zu schicken, darauf zu landen oder gar eine Forschungsstation auf dem Mond zu bauen. Doch alle Pläne wurden entweder aufgeschoben oder archiviert. Warum? Fünf Gründe:

1. Keine geeignete Rakete

Bemannte Mondmissionen wurden damals mit Raketen des Typs Saturn V ins All geschickt. Um die rund mehr als hundert Tonnen Last von der Erde wegzubringen, muss die Rakete binnen zwölf Minuten auf eine Fluchtgeschwindigkeit von fast 40000 Kilometer pro Stunde beschleunigen.

Theoretisch könnte auch heute wieder eine Saturn V in den Weltraum starten. Sie wird aber nicht mehr genutzt, stammt sie doch aus den 1960er Jahren. Zudem wäre es extrem aufwendig, die alten Konstruktionspläne zu entstauben und selbst dann: Die damaligen Firmen, Werkzeuge und Produktionsmaschinen gibt es heute nicht mehr. Das zu rekonstruieren, macht im Hinblick auf die Zukunftspläne weniger Sinn, als eine neue, bessere Rakete zu bauen. Schließlich wollen die Verantwortlichen für die nächsten Missionen die Traglast der Rakete erhöhen, um mehr Gewicht und Technik zu transportieren und die Astronauten so länger auf dem Mond lassen zu können. Für keine Raumfahrtorganisation wäre es heute noch lohnenswert genug, dasselbe Mondfahrprogramm zu starten, das vor 50 Jahren bereits erfolgreich absolviert wurde. Für die Ambitionen der NASA etwa braucht es daher auch leistungsfähigere Raketen.

Zwar hat die NASA bereits einen Nachfolger namens Space Launch System im Blick. Bis auf Simulationen und erste Triebwerktests ist das Vorhaben jedoch nicht weiter fortgeschritten.

Auch Tesla-Gründer Elon Musk will eine seiner Falcon Heavy-Raketen Richtung Mond schicken. Das Modell ist bis zur Fertigstellung von NASAs neuem Vorzeigetransporter die stärkste, jemals gebaute Rakete. Für die Mond-Mission hat Musk bereits einen Freiwilligen ausgesucht, einen japanischen Milliardär.

2. Kein Geld

Während des kalten Krieges ging es für die Vereinigten Staaten von Amerika und die Sowjetunion um die Vorherrschaft im All. Jegliche neuartigen Missionen waren nicht nur für das eigene Ego und wissenschaftliches Prestige, es war ein symbolhaftes Kräftemessen beider Nationen. Dieser Kampf wurde geführt, ohne auf die Kosten zu schauen.

So standen den NASA-Wissenschaftlern rund um die Apollo-Missionen damals rund elf Milliarden Dollar zur Verfügung – jedes Jahr. Doch schon für die geplante Apollo 18-Mission wurde das Geld langsam knapp. Heute ist das Budget auf zwei Milliarden pro Jahr geschrumpft. Für ernsthafte Entwicklungen und bemannte Missionen reicht das kaum aus.

3. Zu hohe Strahlung

Auf dem Mond herrscht wegen der mangelnden Atmosphäre und eines fehlenden Magnetfelds eine hohe Strahlenbelastung. Auch die Reise zum Mond erhöht die aufgenommene Strahlung. Während man auf der Erde pro Jahr rund zwei Millisievert an Strahlung abbekommt, lagen der Durchschnittswert für die Apollo-Missionen bereits bei 0,5 Millisievert, und das nach wenigen Tagen. Während der neuntägigen Apollo 14-Mission, nahmen die Astronauten so viel Strahlung auf wie innerhalb von fast sechs Jahren auf der Erde.

Forscher leiten daraus unter anderem Gefahren für das Herz-Kreislauf-System ab. Diese Rückschlüsse sind aber noch nicht zweifelsfrei bewiesen, da man nur die wenigen Apollo-Astronauten und Tiere untersucht hat. Aufgrund der hochenergetischen Strahlung sind auch dauerhafte Zellschäden und Krebs denkbar.

Die geplanten Kapseln und Basiskuppeln für zukünftige, bemannte Mond-Missionen verfügen daher über einen speziellen Strahlenschutz. Sie sollen die Astronauten auch für längere Zeit auf dem Mond (über-)leben lassen. Ob diese Maßnahmen für eine dauerhafte Stationierung reichen, wird aber noch immer diskutiert.

4. Großer Computer-Aufwand

Der Rechenaufwand für die ersten Apollo-Missionen hat sich noch in Grenzen gehalten. Damals ließ sich beispielsweise der Programmiercode der Mission noch vollständig ausdrucken. Vor 50 Jahren waren Raumfahrtmissionen zwar kein Himmelfahrtskommando, aber risikoreicher. Heute fließen mehr Faktoren, wissenschaftliche Erkenntnisse und damit zusätzliche Variablen in die Berechnungen ein. Das macht es komplizierter, aber auch sicherer.

Im Hinblick auf die jahrelange Vorbereitung und extremen Kosten wollen die Raumfahrtbehörden daher das Risiko auf ein Minimum reduzieren. Heute wäre es aufgrund der vielen Faktoren und Berechnungen, die wir aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse nun mit einbeziehen und die nur hochmoderne Supercomputer leisten, nicht mehr denkbar.

Die Vorbereitungen für die nächste Mission werden viel aufwendiger, auch weil diesmal vier statt wie bisher zwei Astronauten auf dem Mond landen sollen. All das macht die vorherige Planung weitaus komplizierter.

5. Keine geeigneten Gründe für eine Mondmission

Bei der ersten Mond-Landung ging es vor allem darum zu beweisen, dass eine Mondlandung möglich ist. Bei den weiteren Missionen wurden weitere Boden- und Gesteinsproben genommen, um die Zusammensetzung auf der Erde zu untersuchen. Mittlerweile sind die Kenntnisse über den Mond sehr umfassend, sodass das Interesse an unserem stetigen Begleiter abgenommen hat. Für eine neue Mission braucht es auch neue Ziele oder Erkenntnisse, für die sich lohnt, dermaßen viel Geld zu investieren.

Falls es eine neue NASA-Mission Richtung Mond geben wird, dann wird sie vermutlich viel länger dauern als noch die ersten. Rund 14 Tage sollen die Astronauten vor Ort bleiben, die Apollo-Missionen dauerten hingegen nur rund ein bis drei Tage.

Stattdessen wäre das nächste Ziel, dauerhaft Menschen auf dem Mond unterzubringen. Dazu plant die NASA bereits eine bemannte Station, die sich möglichst selbst versorgen soll und auch vor Strahlung und anderen Umweltfaktoren schützen soll. Bislang gibt es aber vielmehr kühne Konzepte als realistische Pläne.

Autoren: Katharina Adick, Mathias Tertilt

17 Kommentare;

  1. ah du scheiße wer den artikel ließt kann nur darauß beschliessen das es keine moondlandung gegeben hat was sind das den für ausreden haha ich kann nicht mehr

    es gibt nur ein einziges problem damals konnte man die menschen für dumm verkaufen heute nicht so 😀 😀

  2. Nachdem ich den Artikel gelesen habe, fällt mir nur das Folgende ein. – Wer will, findet Wege und wer nicht will, findet Gründe. – Besonders die Punkte 1, 3 und 4 lesen sich wie schlechte Ausreden.

  3. 5 fragen zu den 5 inhalts-punkten.

    1. und 3. , keine passende rakete und zu hohe strahlung ?
    wie konnte man damals, vor ca. 50 jahren, zum mond fliegen.

    2. zu wenig geld ? nasa bekommt 19 milliarden usd pro jahr,
    ist das zu wenig ?

    4. zu viel computer aufwand ? sind heutige pc s
    nur etwas besser geworden als die von vor 50 jahren ?

    5. hat keinen sinnvollen grund um zum mond zu fliegen ?
    um zu beweisen dass nicht ein, sehr grosser betrug,
    immer noch statt findet, ist ein grund den viele haben.

    sollte bei solche einem verdacht, nicht nachgeprüft werden ?

    ich frag ja nur. 🙂 ddb radio . org , im, deutschland treff , für ordnung und selbst bestimmt leben. alles gute

    1. Mittlerweile gibt es ja wieder ein Mondprogramm. Mit dem Programm Artemis sollen in den kommenden Jahren wieder Astronauten auf dem Mond landen.

  4. Niemand war auf dem Mond. Die Ausreden sind korrekt. Wenn wir jetzt schon nicht auf den Mond landen können, war früher schwieriger. Die Wahrheit werden wir niemals erfahren!

  5. Habe das vor 51 Jahren verfolgt im TV.So eine Mission zum Mond oder Mars mal wieder zu Erleben , ist das Zeitfenster des Menschenlebens zu kurz“

  6. Behaupte mal: War da überhaupt schon jemand? Wo sieht man den Beweis? Ich sehe nichts! Glänzende Gegenstände kann man abwerfen, Fahnen auch, ohne jemals gelandet zu sein. Wo war der Treibstoff, trotz 1/6 Anziehungskraft des Mondes um zu starten mit Personal und die Umlaufgeschwindigkeit zu erreichen um zur Erde zurück zu kehren. Die Kapsel ist natürlich nicht sehr schwer.
    Hab da meine Bedenken. Seit Saddam Hussein hat Atomwaffen in allen Medien verbreitet, bezweifle ich die „Erfolgsgeschichten“ der Amerikaner. Was man im TV sieht muß nicht zwangsläufig real oder in Echtzeit sein. Weltraumfahrtforschung sollte mit Robotern betrieben werden, die sind verstrahlungsresistenter.
    Ob man es jemals schafft, ein Raumschiff zu konstruieren, das Strahlung mittels „Schutzschild“ abhalten kann ist noch forschungsbedürftig und steht in den Sternen. Aber wer weiss?

    1. @ Hermann,
      ich weiss das es dich nicht gibt! Warum? ich seh dich nicht, und schreiben kann heute jeder kleine Algorhytmus ohne das ein Mensch es tut. Also.das hier was von einem Hermann steht, ist für mich kein Beweis deiner Existenz. Dich gibt es nicht! Du bist ein Computeralgorhytmus-Troll…aua ich spreche mit einem Computer…Hilfe!!
      PS:Wenn der „Computer Hermann“ das erfährt, sind mehr als 1 Jahr vorbei. Warum? Die Datenübertragung zum Mars hin und zurück braucht seine Zeit..bin in der Space -X Außenkolonie auf dem Mars per One Wayticket, mit reichlich Pflanzensetzlingen und einem sogenannten „Wandler“ der aus der Marsoberfläche Eisenoxyd , O² gewinnen läßt und 3-D Drucker zum Aufbau der Kolonie…

  7. „Um die rund mehr als hundert Tonnen Last von der Erde wegzubringen, muss die Rakete binnen acht Sekunden auf eine Fluchtgeschwindigkeit von fast 40 000 Kilometer pro Stunde beschleunigen.“
    Doch nicht in 8 Sekunden !!!

    1. @henry71
      Stimmt, das wären in etwa eine Beschleunigung von 140 g.
      Das würde zwar erklären, warum in dem Fall keine Astronauten lebend auf dem Mond ankommen, aber wenn man die Rakete nicht innerhalb von 8 Sekunden abfackelt, dann funktioniert das vermutlich deutlich besser.
      Anderen Quellen zu Folge hat die 1. Stufe 160 Sekunden gebrannt. Das sind dann noch immer 7 g aber die kann man überleben ohne sich selbst in Flüssignahrung zu verwandeln.
      Nach 8 Sekunden war die Saturn 5 noch nicht komplett am Startturm vorbei.

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